Meine Erfahrung : jemanden zu finden, der es macht, ist schwer, jemanden zu finden, der meckert, den muss man nicht suchen. Heute muss man auch noch aufpassen, was man wann zu wem sagt, denn garantiert wird das ins negative interpretiert und über die asozialen hetzwerke weiter verbreitet und man steht als depp da. Keine frustrationstoleranz und der unverrückbare glaube an die eigene unfehlbarkeit machen teamwork unmöglich. 2030 habe 40 jahre als sr voll, dann höre ich mit handball auf, als sr, als lehrwart und auch als Zuschauer. Und mit jedem spiel, das ich leite oder ansehe, mit jedem besserwisser und Klugscheißer, der selbst nichts macht, überlege ich mir, ob ich wirklich noch so lange warten soll. Es gibt immer noch mehr Leute, für die es sich lohnt, sich zu engagieren, aber es werden immer weniger.
Ein herzliches DANKESCHÖN an bernhard R. und
@Pro Handball - Ihr Beide habt mit Euren Postings genau meinen Nerv getroffen.
bernhard R.
Mir geht seit Dienstagabend Deine Begrifflichkeit mit der "Hornhaut auf der Seele" nicht mehr aus dem Kopf. Sensationelle Umschreibung für das, was ich mir NICHT zulegen möchte. Deshalb bin ich auch in dem einen Verein nicht mehr aktiv - schlimmer noch ; seit meinem Ausscheiden vor fünf Jahren habe ich die Halle nicht mehr betreten. Was solch eine monatelang auf einen einprasselnde Kritik halt alles anrichten kann ! 
@Pro Handball
Super Ansätze !!! Zum einen vollkommen richtig, dass man immer und überall einen findet der meckert, und der es vor allen Dingen (nach seiner eigenen Überzeugung) besser macht
. Und damit kommen wir schon zu Deinem nächsten Ansatz: "Der unerschütterliche Glaube an die eigene Unfehlbarkeit" !! YES - genau da kommen wir zu einem Problem, was uns in den nächsten Jahren auf die Füße fallen wird. Da draußen laufen Menschen rum, die glauben allen Ernstes, dass sie die Weisheit mit den ganz großen Löffeln gefressen haben. Aber auch die oft erlebte Gekränktheit, dass es wahrhaftig Menschen gibt, die gewisse Positionen ausfüllen können, ist auch ein wichtiger Aspekt und lässt engagierte Menschen frühzeitig die Flinte ins Korn schmeißen.
Und auch ich bin an einem Punkt, wo ich (meiner zweiten großen Leidenschaft) dem Fußball gerade mehr und mehr abschwöre. Aus teils ähnlichen Beweggründen wie von Dir oben angeführt, teils aus ganz anderen Beweggründen. Ich hoffe wirklich sehr, dass es mich nicht auch noch beim Handball erwischt. Aber wenn, dann gibt es da draußen noch ganz viele Dinge bei denen Hilfe erwünscht ist und wo ein Dankeschön kein Fremdwort ist.