Beiträge von Rheiner

    Was ich nicht beurteilen kann ist die Linie der SR in den anderen Spielen. Sind die ähnlich?

    Ja, auch bei den Frauen!

    Finde die Progressionslinie der Schiedsrichter bisher sehr klar und einheitlich.

    Und bei den letzten Turnieren war die auch schon so.
    Obwohl es da einige exotische Gespanne gab, die das nicht durchhielten.

    Was sich in den letzten Jahren vor allem geändert hat, ist die konsequente 2-Minuten-Bestrafung bei Hals-und-Gesichtstreffern.
    Gerade beim Hals wurde das früher nicht so streng geahndet. Ich find's aber okay.

    Und vorhin hat ein deutscher Spieler im Interview gesagt, dass sie sich vor dem Spiel auf eine "Klopperei" (seine Formulierung) eingestellt, und sich vorgenommen haben, dagegenzuhalten.

    Das müssen dann die Schiedsrichter halt auch machen. Wenn die Spieler das vor dem Spiel mit der Klopperei wussten, dann die Schieris ganz sicher auch.

    Die beiden Spanier sind für mich nach wie vor zurzeit das beste Gespann der Welt.
    Ich war in Köln beim CL-Final Four und da haben vier Top-Gespanne gepfiffen (u.a. Geipel/Helbig), und für mich waren die Spanier (die das Finale mit 7-Meter-Werfen gepfiffen haben) mit Abstand die besten.

    Die Franzosen sind der Hammer.

    Zum dritten Mal nacheinander eine EM im Olympia-Jahr abgeschenkt und alle Konzentration auf Olympia gelegt.

    Und es funktioniert. Die können sich ja steigern wie sie wollen.

    Ich glaube nicht, dass die zu schlagen sind.

    Naja, es ist einfach so, dass ein Spitzenspiel der besten Handball-Liga der Welt in Deutschland etwa so viele TV-Zuschauer hat
    wie ein Fußballspiel der 4. (!!!) Liga auf demselben Sender.

    Und ganz ehrlich: Ein Handball-Gruppenspiel bei Olympia ohne deutsche Beteiligung interessiert in Deutschland den Durchschnitts-Zuschauer nicht!

    Noch nicht mal K.O.-Spiele (vom Finale abgesehen) ohne Deutschland könnten vom TV-Zuschauerinteresse mit
    Leichtathletik, Schwimmen, Fußball (egal ob mit oder ohne Deutschland) oder irgendwas mit deutscher Beteiligung mithalten.

    Ich muss zugeben, dass ich gerade erst gedacht habe "Was für ne blöde Frage, das ist doch ganz klar".

    Die Situation ist natürlich auch sehr theoretisch, denn keine Mannschaft wird, wenn der Gegner einen Feldspieler
    ins Tor stellt, einfach in Ruhe weiterspielen. Sondern, sie werden entweder aufs Tor werfen, oder den Angriff abbrechen und
    ne Strafe fordern und Theater machen.

    Aber so schlecht ist die Frage doch nicht!


    Was mach ich denn z.B., wenn ein Feldspieler ins Tor geht, aber gar nicht eingreift, weil die angreifende
    Mannschaft vorher den Ball verliert und der Feldspieler wieder rausläuft?

    Dabei geht es natürlich dann nicht nur um die Progresson, sondern auch um die Spielfortsetzung.

    Lasse ich laufen, weil der Feldspieler sich keinen Vorteil verschafft hat, gibt es keine Progression und die Mannschaft
    mit dem Feldspieler im Tor (der jetzt wieder draußen ist) bleibt in Ballbesitz.

    Gebe ich die Progression, wechselt natürlich auch wieder der Ballbesitz.

    Darum ist das schon entscheidend.

    Das ist bei Handball-World nicht ganz eindeutig.

    Erst steht da: Progression, wenn der Abwehrspieler sich durch das Betreten einen Vorteil verschafft.

    Kurz danach steht ohne Einschränkung, dass das Betreten des leeren Tores durch einen Feldspieler progressiv zu bestrafen ist.

    Was denn nun?


    Oder was mache ich, wenn ein 7. Feldspieler ins Tor geht und die angreifende Mannschaft den Angriff abbricht (und
    ne Strafe fordert).

    Es geht mit Freiwurf weiter, das ist klar.

    Aber: Progression für den Feldspieler im Tor oder nicht?


    Eindeutig beantworten kann ich mir die Fragen (auch mit Handball-World) nicht.

    Wenn der Freiwurf noch nicht ausgeführt ist, kann es m.E. außerhalb der letzten 30 Sekunden nur Freiwurf geben!
    Und Progression natürlich.


    Schwierig wird es für mich bei dem Blocken des Freiwurfes aufs leere Tor durch einen Spieler, der den Abstand verletzt hat (hier Fall B).

    Hier muss man erstmal festhalten, dass dieser Fall regeltechnisch nichts mit den neuen Regeln zu tun.
    Klar ist der Fall jetzt wahrscheinlicher, aber er konnte bisher auch schon genauso auftreten - und die Regeln
    die hier maßgebend sind, haben sich diesbezüglich (außerhalb der letzten 30 Sekunden!) nicht verändert.

    Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für uns alle, dass wir das nicht klar beantworten können.
    Wie gesagt: Das hätte immer schon genauso vorkommen können, und ist es sicherlich auch schon zigmal.

    Ich schwanke da hin und her, ob Freiwurf oder 7-Meter.

    Die Frage ist: Kann ein formeller Wurf (regeltechnisch!!!) eine klare Torgelegenheit sein?

    Wenn das für einen Freiwurf gilt, muss das ja auch für einen Einwurf gelten.

    Und, wie gesagt, nicht nach neuen Regeln, sondern in den letzten Jahren auch schon.

    Ich habe das noch nie gesehen, dass es für einen regelwidrig geblockten Freiwurf oder Einwurf aufs leere Tor 7-Meter gab.
    Ihr?

    Zur Klarstellung:

    Es ist doch korrekt, dass ein Abstandsvergehen, wenn der formelle Wurf ausgeführt wird (also der Ball die Hand verlässt)
    auch in den 30 Sekunden nach wie vor nur ein Abstandsvergehen ist, oder?

    Also, es sind noch 10 Sekunden zu spielen, es gibt Freiwurf für A, Spieler B9 stellt sich absichtlich nen Meter vor den Werfer A7, A7 führt aus, will nach vorne werfen und trifft B9.

    Keine Disqualifikation, kein Siebenmeter, sondern Freiwurf und 2 Minuten!

    Das sollte man unbedingt noch mal klarstellen, weil es da auch in den letzten Jahren immer wieder Theater gab.

    Als die Regel bzgl. D + B in der letzten Spielminute eingeführt wurde, gab es sogar einen erfolgreichen Einspruch gegen (die Sperre) im DHB-Bereich
    (2. oder 3. Liga), weil da genau so eine Situation mit D + B entschieden wurde.

    Jetzt geht es nicht um eine Sperre für das nächste Spiel, sondern wirklich konkret um das laufende Spiel (Siebenmeter oder nicht)!

    Das Problem ist dieses "Pass abfangen" in Regel 8:10 c), was oft als der ausführende Wurf interpretiert wird; also in dem Beispiel oben der
    versuchte Pass nach vorne. Tatsächlich geht es dabei aber nur um den "Pass" zum Ausführungsort (also vor (!) der Ausführung).

    Das sollte man unbedingt stärker drauf hinweisen, sonst ist die Regel sehr anfällig für erfolgreiche Einsprüche.

    Mir missfällt es aber, dass das körperliche Haudrauf Spiel, das fast alle Multimillionairstruppen (Barca, PSG, Veszprem, Kielce) so pflegen, durch die SR immer belohnt wird. Meiner Meinung nach müsste die EHF sofort ankündigen, diese SR nie wieder in der Champions League einzusetzen.

    Habe nur die zweite Halbzeit gesehen.

    Da finde ich nicht, dass Kielce unfairer gespielt hat.

    Es soll wohl ein FF ohne deutsche Mannschaft geben! Bin mal gespannt auf die Schiedsrichterleistung am Samstag in Barcelona. Mir schwant Böses für den THW....

    Und was hätte die EHF davon?

    Außerdem wurdet ihr durch die nicht gegebene rote Karte gegen Andersson erst im Spiel gehalten!

    Der Kommentator hat bei der WM 2009 bei RTL gelernt, dass es bei den meisten Zuschauern halt gut ankommt, wenn man auf die Schiedsrichter schimpft und die eigene Mannschaft als klar benachteiligt darstellt. RTL hat durch die Masche damals die Zuschauer geholt (mit genau dem Kommentator), und das wurde danach immer wieder nachgemacht.

    Laut Handball-Schiedsrichter (dem dicken Ordner) ist es nur möglich, den Ball im Wurfansatz regelgerecht herauszuspielen!

    Also ihn abzustreifen.

    Ist auch logisch, denn wie soll man sonst einen Ball ohne jegliche Schlagbewegung aus der Hand spielen?

    Das geht nur im Wurfansatz, denn durch die Bewegung, die schon beim Arm und Ball ist, braucht man wirklich nur die Hand hinzuhalten.

    Laut Handball-Schiedsrichter im Zweifel 7-Meter bzw. Freiwurf, aber keine Progression, wenn deutlich versucht wurde, den Ball zu spielen!

    Die Außensituation in dem Video ist m.E. ein Paradebeispiel für ein regelgerechtes Herausspielen!

    Ich fand die Schiris auch gut.

    Aber das mit der letzten Zeitstrafe versteh ich nicht.
    Das war der klassische Fall für Rot mit Bericht.

    Die Regel ist ja auch nicht neu, sondern besteht seit einigen Jahren.

    Wenn das jetzt immer noch überall anders ausgelegt wird, wie soll das dann erst nächste Saison
    mit der 7-Meter-Regel werden (die ja diese Saison schon in der Bundesliga galt)?

    Denn das ist dann wirklich für das laufende Spiel entscheidend.

    @ Funkruf:

    Aber was ist denn mit Regel 8:10 b)? "B" wie Berta! Die ist ja eigentlich zu jeder Spielzeit anzuwenden.


    "Disqualifikation auf Grund eines besonders grob unsportlichen Verhaltens (mit schriftlicher Meldung)
    8:10

    Stufen die Schiedsrichter eine Aktion als besonders grob unsportlich ein, reichen sie nach dem Spiel einen schriftlichen Bericht ein, damit die zuständigen Instanzen über weitere Maßnahmen entscheiden können.

    b) (I) das Eingreifen eines Mannschaftsoffiziellen in das Spielgeschehen, auf der Spielfläche oder vom Auswechselraum aus oder
    (II) das Vereiteln einer klaren Torgelegenheit durch einen Spieler, entweder durch ein (laut Regel 4:6) unerlaubtes Betreten der Spielfläche oder vom Auswechselraum aus"


    An der Regel ändert sich ja nichts!

    Aber die steht halt im Widerspruch zu der neuen 8:10 c).

    Oder geb ich dann die ersten 59:30 Minuten bei der Aktion Rot mit Bericht (nach 8:10 b) und in den letzten 30 Sekunden Rot ohne Bericht nach der neuen 8:10 c? ?(
    Das wär ja völlig unlogisch.