Mir bereitet die Regel "7. Feldspieler ohne Leibchen" ein wenig Unbehagen. Überzahl-/Unterzahlsituationen haben für mich im Handball absolut ihre Notwendigkeit und Berechtigung und ihren Reiz. Die Notwendigkeit, diese Ausnahmesituation - so zumindest nehme ich sie bisher wahr - jetzt zu vereinfachen,damit sie für die angreifende Mannschaft im Extremfall zur Dauerlösung wird, erschließt sich mir nicht. Gut, die Erweiterung der taktischen Möglichkeiten, liest man hier und da als Argument, aber ich sehe darin keineswegs eine Erhöhung der Attraktivität des Spieles, wenn ich jetzt ein permanentes 7:6 sehe - ich vereinfache die Herstellung eines zahlenmäßigen Ungleichgewichtes, und verspreche mir davon ... ja, was eigentlich?
Ich persönlich sehe derzeit
a) keine Notwendigkeit und
b) auch keinen Ansatz, die Attraktivität des Spieles damit zu steigern - ganz im Gegenteil.
Es gibt ja auch im Forum schom genug Leute, die meinen, dass Spiele wie z.B. Kiel - Eisenach unnötig sind. Wenn Kiel dann permanent mit 7:6 angreift, wird das wohl kaum besser, oder? (Ach ja, Torverhältniss zählt ja nix mehr.)
Ich habe die Befürchtung, das man ständigenen Überzahl-/Unterzahlsituationenn sehr schnell überdrüssig werden kann - vor allem als Zuschauer. Gewinner des Spiels ist dann, wer seine numerische Überlegenheit besser ausspielt, oder wie wird das aussehen?
Wie geht es euch speziell mit dieser Regel?
Gruß von dem der hofft, hier einfach zu skeptisch zu sein.