Freundschaft!
Man hatte für Peking ja quasi Gold als Ziel gehabt. Hintergrund war, dass man die Europmeister komplett überschätzt hatte.
Das kann man so nicht stehen lassen. Das Ziel Gold 2020 wurde bereits am Anfang des Projektes mit Hanning/Dagur so formuliert. Dass das nicht utopisch war, hat man drei Jahre später bewiesen, als man ja nicht nur Europameister wurde, sondern auch OS-Bronze gewann. Zum Finale fehlte ein Tor. Das wäre durchaus machbar gewesen, wenn Dagur sich nicht mit Wolff total verzockt hätte. Bei der WM 2017 war man bärenstark, bis man dann im Achtelfinale total versagt hat. Aber das war halt auch nur ein Spiel.
Knackpunkt war der Weggang Dagurs. Ab da lief vieles den Bach runter. Dass dann in Peking das Ziel Gold, welches man nie korrigierte, völlig utopisch war, da bin ich der Erste, der das sagen würde. Aber wenn Dagur geblieben wäre, hätte es anders laufen können. Man muss nicht zwingend die beste Mannschaft sein, um ein Turnier zu gewinnen. Man muss zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Wege finden, um Spiele zu gewinnen.
Es ist übrigens ein Zirkelschluss in der obigen Aussage. Wenn die Europameister überschätzt waren und gar nicht gut genug, um Europameister zu werden, dann hätte die Mannschaft auch nicht gut genug sein müssen, um Olympiasieger zu werden. Sie hätte es trotzdem schaffen können.