Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Die Bördelandhalle enstand doch erst nach der Wende. War der Bau einer richtigen Halle aufgrund der Beschränkung der Gieseler-Halle vor der Wende nie eine Thema?


    Es gab die Idee, eine 4000er Halle in der Innenstadt zu bauen. Da wo heute das Allee-Center ist. Wie konkret das am Ende war, kann ich nicht sagen.

    Freundschaft!

    Die Hallen war wohl eine generelle Herausforderung. Piesteritz spielte einer Halle, die hieß "Am tor 2" also auf dem Werksgelände.War die Gieselerhalle auch ein ehemaliger Lokschuppen. In meiner Erinnerung baugleich mit Marienehe.


    Also das war Premnitz. Piesteritz hat in der Stadthalle gespielt.

    Freundschaft!

    Mir ist vor einiger Zeit beim Aufräumen ein alter Wimpel in die Hände gefallen, der sehr gut zu diesem Thema passt. Mein Vater hatte als Clubvorstand irgendwie Kontakt zu Gunnar Schimrock und da ich im TZ Handball gespielt und den Traum vom SCM mit 5 bis 6 Trainingseinheiten pro Woche (als 11/12 jähriger) forciert habe, hat mir der Gunnar einen SCM-Wimpel mit den Autogrammen der 86er (?) Mannschaft geschenkt. Einige der Autogramme kann ich noch ganz gut erkennen: Klaus Miesner, Ingolf Wiegert, Hartmut Krüger, Holger Winselmann, Udo Rothe, Peter Pysall, Andreas Fink, Wieland Schmidt und Gunnar Schimrock und dann wird es schwierig: Heiko Triepel, Heiner Benecke, D. Schmidt (?), Dr...(?), L. Becker (?) und den Rest kann ich nicht entziffern.


    "D. Schmidt" kann eigentlich nur Dirk Schnell sein. Dann wäre es 1987/88, wobei da Rothe nicht mehr dabei sein dürfte. Aber Dirk Schnell war der einzige Oberligaspieler des SCM in den gesamt 80er Jahre, dessen Vorname mit D begann. "L. Becker" ist Lars Becker. "Dr." ist vielleicht. wenn es ein Spieler ist, Dr. Olaf Haase oder eben Dr. Maue, der Mannschaftsarzt.

    Freundschaft!

    Sorry, aber bei mir ist immer noch vieles unklar. Wenn schon Lok nicht zum SCM gekommen ist, muss aber mindestens Klaus Miesner gewechselt sein, weil der ja 1967 Acki Kandula als SCM - Trainer beerbte.


    Klaus Miesner hatte mit dem SCM eigentlich nichts zu tun. Er war Sportlehrer. Und als der SCM einem Trainer brauchte, hat Heinz Hercke Miesner mal auf dem Fahrrad abgefangen, am Gepäckträger festgehalten und überredet, es zu machen.

    Freundschaft!

    Guido, wie muss ich mir das vorstellen? Liefen bis in die 60er Jahre hinein Hallen- und Feldhandball parallel? Aber die hatten doch keine 2 Mannschaften, oder? Klaus Miesner hat doch auch noch Feldhandball gespielt.
    Meine Mutter hat ja auch bei Lok Südost gespielt und die kannte ja Miesner, Wende und so auch persönlich, aber ihre Erinnerung ist auch nicht mehr die beste. Außerdem bekam sie dann auch meinen Bruder und fing selber an zu studieren.
    Auf jeden Fall hat sie bestätigt, dass Miesner 1957 zur DHfK delegiert wurde, bei Wiki steht, dass er mit DHfK ´61 und ´62 Meister wurde. Das kann ja alles sein, bzw. auch mit Südost dann ´63 wieder Meister geworden zu sein. Passt ja, so 4-5 Jahre Studium.
    Also was ich partout nicht mehr sauber getrennt bekomme ist das Ding mit Feld- und Hallenhandball und die Metamorphose der Vereine von Lok Südost, über SC Aufbau bis hin zum SCM und wie das konkret beim Handball war. Wiki sagt ja auch, dass der SCM 1967 Feldhandballmeister wurde. Wann war Schluss mitt Feldhandball?
    Den Verein SC Aufbau gabs ja auch schon länger, glaube seit 1950, aber dann wohl mit anderen Sportsparten.
    Hats den Handball unter dem Dach SC Aufbau überhaupt mal gegeben oder ging Südost direkt in den SCM über?


    Hallenhandball im Winter. Feldhandball im Sommer. Spieler waren die gleichen, wenngleich sicher auch unterschiedlich stark in beiden Disziplinen. 1967 war in der DDR Schluss mit der Feldhandballmeisterschaft. Der SCM der letzte Meister.

    Handball gespielt wurde im SC Aufbau Magdeburg sofort. ab 1957 in der höchsten Spielklasse im Feldhandball, ab 1958/59 auch im Hallenhandball.

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    Ansonsten auffällig, dass Chemie Piesteritz, Zweitligist, sehr oft Freundschaftsspiele gegen ungarische bzw. Osteuropatruppen zu Hause gemacht haben.


    Wie sicher ist es, dass es sich um Piesteritz und nicht oder nicht auch um Premnitz handelt? Das wurde nämlich gerne mal durcheinander gebracht.

    Ansonsten wäre interessant, welche Teams da eine Häufung haben. Bei Piesteritz kommt da einmal in Frage, dass über die Erdgasleitung/Düngerproduktion einfach Kontakte zu anderen RGW-Wirtschaftshochburgen da waren. Zudem war ein wichtiger Mann bei Chemie Piesteritz Helmut Alexander mit einer polnischen Handballerin verheiratet. Da gab es sicher auch Kontakte.

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    Wenn jeman Kontakt zu einem Journalisten hat, der damals die Oberliga begleitet hat, dann freue ich mich über Hinweise. Auch und insbesondere mit Bezug auf das IHF-Pokalfinale 1989 zwischen Frankfurt/Oder und Düsseldorf.


    Generell ist Hartmut Moheit da eine Adresse. Frag Ronaldo, ob er den Kontakt herstellen kann.

    Beim den entsprechenden Europapokalfinals war er nicht involviert, da war er mit der Nationalmannschaft unterwegs. Berichtet haben über die Spiele z.B. Klaus-Dieter Kimmel und Klaus Pohlenz (gut möglich, dass letzter nicht mehr lebt. Wenn ich ihn nicht verwechsle, ist er vor 5 Jahren gestorben).

    Freundschaft!

    In deren Wahrnehmung des Handballspiels ist das entscheidende Kriterium immer, ob der Torwart die Würfe hält.

    Als Trainer ist der gegnerische Torwart due Variable, die ich am wenigsten bearbeiten kann.

    Der Spieler, der eigentlich nicht viel mit dem Handball spielt, hat meines Erachtens die wichtigste Position im Handball. Deutlich stärker als im Fußball und vergleichbar mit dem Goalie im Eishockey. Manuel Neuer hat das Torwartspiel als feldspielender Quasi-Libero verändert, weil er aktiv Fußball spielt.

    Handball ist ein Torwartspiel. Ohne guten TW bist du chancenlos. Auf einen überragenden zu setzen ist in den wichtigen Spielen spielentscheidend. Das ist dann aber auch due Achillessehne. In keinem Mannschaftssport ist das so entscheidend wie im Handball.


    Was aber nur die halbe Wahrheit ist oder eher noch etwas weniger. Wenn man sich intensiv mit den Zahlen beschäftigt, dann erkennt man widerum, wie sehr die Torwartleistung von der Abwehr abhängt. Wenn man das berücksichtigt, dann bleiben nur noch extrem wenige Torhüter übrig, die wirklich aus sich selbst heraus ein Unterschiedmacher sind. Letztlich ist Handball ein Abwehrspiel, kein Torwartspiel. Der Torwart erntet nur die meiste Aufmerksamkeit, weil es weniger um die direkte Wirkung der Abwehr geht (Blocks, Steals) sondern um die Kanalisierung für den Torhüter. Was es ihm dann leichter macht, Bälle zu halten.

    Freundschaft!

    Es ist nicht nur die Leistung der Mannschaft, über deren Erfolg ich mich sehr gefreut habe, sondern auch die des Umfelds. Ich hebe Machulla total unterschätzt, als er Vranjes ablöste, aber was der aufgestellt hat in den letzten Jahren ist schon großartig. Und auch die Statements, sind nicht solche Worthülsen, wie von manchen Experten, oder Moderatoren.


    Tja, wer hätte schon gedacht, dass "Chaos-Maik" als Trainer so abliefert. Das ist schon klasse, zumal er ja nicht nur mit der Mannschaft Erfolg hatte, sondern sich auch einzelne Spieler richtig gut entwickeln. Für mich ist das zweite der größere Indikator für einen Toptrainer.

    Und sonst so? Wie geht es Dir, Horst?

    Freundschaft!

    Die Wahrheit zwischen hilfreich und Bullshit liegt sicherlich irgendwo in der Mitte. Qualitative Erfassungen sind in der Regel aufwendig und teuer. Du hast insofern recht, dass beispielsweise bei den TW die Qualität der zu haltenden Würfe in Bezug auf etwaige Erfolgswahrscheinlichkeiten des Schützen nicht berücksichtigt ist. Diese Differenzierung fehlt schlichtweg. Da ist das System noch nicht ausgereift. In Verbindung mit dem Chip im Ball bzw. der Bewegungsdaten der Spieler sollte das bei entsprechender Programmierung aber zukünftig umzusetzen sein.

    Unabhängig deiner Bedenken ist der Index aber ein erstes Indiz für die individuelle Leistung eines Spielers. Ich wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass wir mit Jensen in der jetzigen Form schon ein deutliches Upgrade auf der TW-Position bekämen gegenüber Thulin.


    Es ist mit nichten so, dass eine quantitative Berechnung zwingend besser ist, als gar keine Berechnung. Wenn ich eine Gravititationsformel habe, in der Massen nach oben fallen, dann ist das weniger wert als mein Weltwissen, dass sie nach unten fallen. Dann ist das sogar kontraproduktiv, weil sie eine Pseudogenauigkeit in die Welt setzt, die das bessere Weltwissen unterminiert.

    Wie gesagt, solange die Faktoren nicht komplett einsehbar sind (sind sie imho nicht, aber Quelle nehme ich gern), kann man nur spekulieren. Sie sollten auf jeden Fall offen sein, wenn diese Metrik irgendeinen Anspruch auf Relevanz haben soll. Das was ich bisher gesehen habe, lässt mich vermuten, dass sie eine Regression nach oben oder vielleicht auch generell nach außen hat.

    Und nein, es geht nicht um die Präzision der Daten. Es geht mir hier ausschließlich um die Berechnungsmethode.

    Freundschaft!

    Das eine hängt wahrscheinlich eng mit dem anderen zusammen. Es liegt nahe (nach den Beispielen, die ich kenne), dass es sich um eine Metrik handelt, die eher Quantität als Qualität bewertet. Wenn das so wäre, wäre die nächste Bullshitmetrik in der Welt. Wirklich abschließend, kann ich das nicht beurteilen, weil ich bisher nicht erkennen konnte, dass die einzelnen Kritierien allesamt veröffentlich wurden. Nur eine Erklärung für das Prinzip habe ich gefunden.

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    Wenn man als SCM Wurfpower auf RR will, (was ja wahrscheinlich nur Fans wollen) ist Gidsel natürlich noch falscher als Christiansen z. B., aber er müsste doch ideal Wiegerts Philosophie entsprechen. Der Gidsel hat ein unglaubliches Gefühl für den Raum und wie er sich bewegt ist schon elegant. Macht insgesamt auch sehr wenig Fehler und trifft fast ausschließlich gute Entscheidungen. Maßstab ist da natürlich nur die WM.
    Insgesamt habe ich schon lange keinen RA mehr gesehen, der so gut RR spielt.


    Kommt halt auch selten vor, dass es RA gibt, die auch wirklich gut RR spielen. Neben Abati gab es da z.B. noch Wolfgang Böhme oder Eugenio Serrano. Aber das sind auch alles Leute, die nur dann RR gespielt haben, wenn kein klassischer RR verfügbar war. Bei Abati gab es keine Frage, welche Position er spielt, wenn ein Stefansson da war oder Cazal/Burdet in der Nationalmannschaft. Bei Böhme halt Ganschow oder Dreibrodt und bei Serrano eben Uria. Wenn sie es spielen mussten, haben sie es gut gemacht. Gar keine Frage. Aber ein richtiger RR noch besser.

    Wird echt spannend zu sehen, wie es mit Gidsel weitergeht. Kann sein, dass er das weiter so bringt. Könnte auch sein, dass man ihn analysiert und seine Spielweise zumacht. Man hat es bei Kentin Mahe gesehen. Gegen die Norweger ist er total eskaliert. Die Schweden haben im Halbfinale die Lücken nicht angeboten, die Mahe braucht. Und dann ist er praktisch inexistent.

    Worum es mir eigentlich ging ist, dass es sich eine Nationalmannschaft nicht aussuchen kann, wen sie zur Verfügung hat. Ein Club aber schon. Ein Club wie der SCM kann (mit gewissen finanziellen Abstrichen bei den Topstars) jeden Profi der Welt verpflichten. Und damit jeden Spielertypen. Und da suche ich mir den Spieler aus, der die klassisch positionstypischen Fähigkeiten mitbringt, und nicht den, der diese irgendwie kompensiert. Jürgen Klopp hat mal gesagt, dass "plötzlich die Limits weg" waren, als er Trainer wurde. Was er vorher mit dem Kopf gern gewollt hätte, haben seine Füße nicht hergegeben. Als Trainer ist man da nicht mehr eingesperrt. Ein Trainer kann, mit gewissen Vorlauf bei der Kadergestaltung jedes "System" spielen lassen. Wenn ein Trainer von "seinem System" faselt, weiß man, dass er zu engstirnig ist, um den maximalen Erfolg holen zu können.

    Freundschaft!

    Heinevetter hat 8 Zweitligaspiele für die Zweite gemacht, in zwei Spielzeiten (2005/06 & 2007/08).

    Gidsel ist doch im Prinzip nach ein Rechtsaußen, der bei den Dänen halb gespielt hat, weil sie da traditionell nicht viel haben. Dachte Pascal Hens macht einen Witz, als er sagte, dass er bei der WM 2 Würfe aus Neun Metern in der Statistik hat. Stimmt aber wirklich. Kein Tor übrigens. Sehe Gidsel da auch nict unbedingt als RR in der Bundesliga, als RA, der auch mal halb aushilft sehr gerne.

    Freundschaft!

    SCM-Spieler im WM-Finale (Gesamtkader, nicht Spielberichtsbogen).

    1970: Wolfgang Lakenmacher
    1974: Wolfgang Lakenmacher, Wieland Schmidt
    2001: Joel Abati, Christian Gaudin
    2003: Stefan Kretschmar
    2007: Johannes Bitter, Oliver Roggisch - Karol Bielecki, Bartosz Jurecki, Grzegorz Tkaczyk
    2017: Christian O'Sullivan
    2019: Jannick Green - Christian O'Sullivan
    2021: Daniel Pettersson

    Freundschaft!

    Spielerisch waren die Schweden noch nie so stark (abgesehen von den 1950ern vielleicht. keine Ahnung). Das war handballerisch wirklich richtig gut. Und dass, ohne ihre klassische Stärke, die Abwehr, zu vernachlässigen. Das war mal richtig stark. :respekt: