Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Es sollte doch klar sein , dass es bei den positiven Befunden eine recht hohe Dunkelziffer gibt. Ich will jetzt eigentlich nicht schon wieder die "Streek Studie " bemühen, aber die kam zu einer errechneten Sterblichkeit von 0,37 . Dem kann man jetzt folgen oder nicht, andere belastbare Berechnungen hierzu gibt es jedenfalls nicht


    So kann man das aber nicht sehen. Wir haben, wenn wir denn eine haben, eine Dunkelziffer, weil Menschen sympthomfrei sind und nicht getestet werden. Soweit so gut. Die 50 Fälle pro 100.000 innerhalb von sieben Tage und die Sterblichkeit von 4 Prozent beziehen sich auf die Datenlage der Tests, die wir jetzt machen. D.h. eigentlich erkennen wir 9 von 10 Fällen nicht. Ergo bedeutet "50 Fälle pro 100.000 innerhalb von sieben Tagen" dann dank Dunkelziffer tatsächlich "500 Fälle pro 100.000 innerhalb von sieben Tagen". Wir haben dann zehnmal soviele Fälle mit einer Letalität, die nur ein Zehntel beträgt. Das kürzt sich weg. Bleiben (bis zu) 86.000 Tote, die akzeptiert werden würde.

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    jede Lockerung hat doch ihren Preis, politisch festgelegt und gewollt. Ablesbar an dem Grenzwert von 50 positiven Tests/100.000 Einwohner.
    Wir haben in Deutschland z.Z. eine Sterblichkeit bezogen auf die nachweislich positiven Testergebnisse von rund 4%. Das bedeutet doch, dass man es akzeptiert, wenn bis zu 2 Tote/100.000 Einwohner pro Tag an Corona sterben, dafür aber die beschlossenen Lockerungen durchgeführt werden können.


    2 Tote/100.000 Einwohner pro Woche. Die Zahl 50 bezieht sich auf 7 aufeinander folgende Tage. Nur als Anmerkung.

    Bis zu 86.000 pro Jahr würden damit als Kollateralschaden derzeit akzeptiert werden, sozuzusagen. Verkehrstote haben wir gut 3.000 pro Jahr.

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    Da war auch insgesamt das Niveau einfach höher. Jurecki und Damgaard ragen doch ganz anders heraus, wenn der Rest nicht mehr die Klasse hat. Aber sie wären deutlich hinter Kervadec und Perunicic gestanden.

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    Wislander Lövgren Jicha Karabatic Narcisse Duvnjak und da fehlen noch jede Menge Rechtshänder im Rückraum, die jeder Verein begrüßt hätte ...

    Wislander könnte allerdings auf LA RL RM KM gesetzt werden. Vermutlich hätte man ihn auch auf RR RA oder gar im Tor einsetzen können ;):D


    Ich stelle mir grade vor, wie der THW angibt, wer alles schon dort gespielt hat. Und dann kommt GWD um die Ecke, drückt dem Turnverein ein Bier in die Hand und fängt an, aufzuzählen. Wieland Schmidt, Herbert Lübking, Magnus Andersson, Talant Dujschebajew, Jovica Cvetkovic, Aleksandr Tutschkin. :D

    Natürlich nicht alle zu ihren Topzeiten. Aber immerhin.

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    Mit Goggi und Santos kommen/kämen zwei ehemalige Linksaußen zum VfL zurück. Da schließt sich auf angenehme Weise ein Kreis. Wenn sie jetzt noch Rahmel bekämen, wäre das absolute Bombe. Was war eigentlich mit Busch?
    Wichtige Baustellen sind und bleiben allerdings (zumindest für uns) Halbrechts und Tor - und evtl. Kreis, also ein Abwehrchef, um Becker zu ersetzen. Das wird Schneider aber vielleicht auffangen können. Was meint ihr dazu?


    Das allerwichtigste ist ein Torwart. Man hat nur einen gestandenen mit Puhle und der ist gesundheitlich fraglich.

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    auch wenn ich mich daran vllt. nicht ganz korrekt erinnere grad....

    Hat Henning Fritz nicht auch einen Anspruch auf eine Erwähnung?

    Gaudin kann ich wegen dem CL-Titel verstehen. Bitter zu erwähnen ohne Henning Fritz zu nennen eher nicht.

    Wurde Fritz erst später zu einem Weltklasse-Keeper?


    Nein. Auch wenn Heiner Brand so einen Quatsch erzählt hat. In dem einen Jahr hatte Fritz ziemlich viele richtig starke Spiele in der Meisterschatt. Die Krönung waren die Finalspiele im EHF-Cup. Da hat Fritz dem SCM zu Hause den Arsch gerettet und auswärts dann 58 Prozent gehalten (22/38). Soll mir erstmal einer ein bessere Torhüterspiel in einem Europacupfinale auswärts zeigen.

    Fritz war in der ganzen Olympiade der beste Torwart der Welt. In Frankreich 2001 durfte er ja noch nicht so richtig ran, aber ab der EM 2002 bis zu den OS 2004 dann schon. Und das war subjektive als auch objektiv eine extrem starke Leistung in der Zeit. Danach hatte er körperliche Probleme und einen deutlichen Lesitungseinbruch.

    Fritz war auch schon vorher gut. Aber 2000/01 war sein Durchbruch.

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    Was war das doch damals für ein geiler Handball. Starke Abwehr, Torgefahr von allen Positionen, variabel, immer eine Lösung gefunden. Da stand im Angriff meistens 6x Weltklasse auf dem Parkett.


    Sowas bekommt man, auch wenn man top arbeitet, auch nur zusammen, wenn alles glücklich fällt. Das war eine der stärksten Mannschaften auch unter den Champions League-Siegern. Für mich ziemlich klar die beste in der Zeit zwischen Santander 1994 und Ciudad Real 2006. Die hätte noch viel mehr gewonnen, wenn die Spieler nicht erst in relativ hohem Alter zusammen gekommen wären. Ein Jahr vorher war sie schon im Zeit und das Spiel in Metkovic war handballerisch das absolute Topniveau.

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    Weil es niemals in der Presse so aufgearbeitet wurde, wie es tatsächlich war. Nochmal: wem ist bewusst, dass die drei Herren aus dem Abendland die damalige Krise im wesentlichen erfunden haben und es sie in der Form niemals gab? Und das man das problemlos überprüfen kann.

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    Und wer es nicht glauben will, hier der komplette Posten aus der Cashflow-Rechnung der die Finanzierung betrifft. Hinten 2006/07, vorn 2007/08. Man hat genau null Euro an irgendwelchen Altlasten getilgt und 7 T€ für die PKW-Finanzierung. Kaiser sagt 2,5 Millionen. Kann man eigentlich noch dreister lügen? Das ist ein Geschäftsbericht, den er selbst unterschrieben hat.

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    Das mit dem Porsche wusste ich ja noch gar nicht. Danke für den Lacher. :D

    Der Wagen kann natürlich mehr gekostet haben. 48 T€ waren jedenfalls als Kredit finanziert, den Rest wird man wohl angezahlt haben. Nicht ungewöhnlich.

    Was viel, viel schlimmer ist, ist das hier.

    "Wirtschaftlich befinden wir uns nach wie vor in einer Konsolidierungsphase. In der Zeit von April 2007 bis zum 30. Juni 2008 konnten wir dank eines Kraftaktes mit Unterstützung unserer Sponsoren, der MSM mit Siegfried Wagner, des Aufsichtsrats und des ehemaligen Präsidiums mit Rolf Oesterhoff und Frank Meyer die Einnahmen um drei Millionen Euro erhöhen. Diese Mehreinnehmen sind vollumfänglich in die Tilgung der beträchtlichen Altlasten geflossen. Dennoch haben wir, die geprüfte Bilanz liegt jetzt vor, die vergangene Saison mit einem Minus von etwa 780.000 Euro abgeschlossen. Wir sind allerdings sehr zuversichtlich, diese Lücke nach und nach schließen zu können.

    Man darf auch nicht übersehen, wie groß die Lücke vorher war! Wir haben etwa 2,5 Millionen Euro Schulden abgebaut. Die HMD und damit der Bundesligahandball in Magdeburg waren eigentlich mehrfach tot. Dreimal stand ich unmittelbar vor der Situation, einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. Nur dank diverser Kraftakte ist es mir jeweils gelungen, die Insolvenzen in letzter Sekunde zu verhindern. Ich muss betonen, dass wir trotzdem unsere Gehälter immer pünktlich bezahlt haben. "
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    Die HMD hatte 2006 überhaupt nur eine Bilanzsumme von 1,48 Millionen, 2007 von 1,77 Millionen. Die Verbindlichkeiten lagen 2006 bei 835 T€, 2007 bei 1005 T€ und 2008 bei 837 T€. Alle diese Zahlen kann jeder im Bundesanzeiger nachlesen. Der Kaiser ist sich nicht zu blöde, im Interview mit Handball-World zu erzählen, dass man 2,5 Millionen Euro Schulden abgebaut hat. Ja wo denn? Für mich ist das an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Und die drei Herren aus dem Abendland waren sich nicht zu dumm, noch andere solche Schoten zu bringen. Nicht alle sind so leicht widerlegbar.

    Zu den Aussagen in diesem Absatz könnte noch in einigen weiteren Dingen widersprechen.

    Und das beste an dem Interview:
    Nein, ich erwarte inzwischen keine Katastrophe mehr in Magdeburg. Vor einigen Monaten hätte ich noch anders geantwortet. Wir sind guter Dinge, dass wir auch diese letzen Hürden auf dem Weg zur erfolgreichen Konsolidierung nehmen werden. Bezüglich der Lizenzierung haben wir von Anfang an gegenüber der HBL mit offenen Karten gespielt. Das scheint sich jetzt auszuzahlen. Ich habe der Lizenzierungskommission die komplette Bilanz mit allen Details zukommen lassen und sie stets auf dem Laufenden gehalten.

    Das hat man dann ja am Ende gesehen, bei seinem letzten Lizenantrag. Die Lizenz wurde erstinstanzlich nicht erteilt, a.k.a. Lizenzerteilung unter Bedinungen. Einmalig in der Geschichte des SCM. Die Situation war 2008 also schlechter als in allen Jahren zuvor. Nachdem konsolidiert wurde. Alles klar.

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    Wobei Palmarsson und Narcisse, wie auch Fernandez, ihre Prime wann anders als in Kiel hatten. Genauso wie eigentlich auch Karabatic, nur war der über seine Karriere hinweg konstanter. Warum Duvnjak bei den meisten hinter Lövgren steht, verstehe ich nicht so recht. Lövgren war zweifelsohne ein toller Spieler, aber er hat nicht eine Dekade derart geprägt wie Duvnjak. Sieht man meiner Meinung nach beispielsweise auch an der Stellung in der Nationalmannschaft. Ein Spieler, bei dem es mich eher traurig macht, ihn raus zu lassen, ist Wiencek.


    Karabatic hatte seine Prime schon in Kiel, ganz einfach weil er immer vom Körper gelebt hat und mit Anfang 20 noch wie ein Bulle durchgehen konnte. Seine handballerischen Fähigkeiten sind ja doch eher überschaubar. Wenn man sich mal seine Torquote pro Spiel anguckt geht die eigentlich ziemlich konstant linear nach unten.

    Und was die Ausgangfrage im ersten Post angeht, will ich nur mal eine Position rausgreifen. Kim Andersson ist ein All-Time-Top-10-Spieler auf seiner Position. Zeitz ist historisch gesehen irgendein Spieler auf der Position.

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    Und gleichzeitig der Mannschaftsbus verkauft wurde. Der Wagen wurde übrigens nicht geleased, sondern gekauft und dafür ein Kredit über 48 T€ aufgenommen. Vorher war die HMD schuldenfrei.

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    Ich erinnere mich an die einstimmigen Verisse aus MD seinerzeit - ob berechtigt oder nicht, der Mann hatte bei den derzeitigen Foristen nie den Hauch einer Chance. Seltsam, dass er in FL wohl ganz gute Arbeit geleistet hat. Der Erfolg war jedenfalls nicht "gerade woanders"...


    Da habe ich noch eine Geschichte. Ich weiß gar nicht, ob ich die hier schon erzählt habe. Jahre später habe ich mal zugetragen bekommen, wie Holger Kaiser über Magdeburg und Flensburg denkt. In Magdeburg fand er das okay und konnte damit leben, weil die Kritik mit offenem Visier von vorn kam. In Flensburg war er nicht so gerne, weil dort alles hinten rum lief. Ich fand das ganz bemerkenswert.

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    Ich hab mal die Jahresabschlüsse 2017/18 einiger Vereine angeschaut:
    Hannover hatte durchschnittlich 57 Arbeitnehmer, beim THW waren es 50 (21 Spieler/Trainer, 15 Verwaltungsangestellte, 14 Aushilfen), bei den Füchsen durchschnittlich 33, bei der HSG Wetzlar durchschnittlich 30, bei Balingen durchscnittlich 35


    Super. Danke für die Info. Hat jemand eine Ahnung, warum das bei Hannover so viel ist? Und beim THW so stark gestiegen ist?

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    Der SCM, also die HMD GmbH hatte 2007/08 28 Mitarbeiter, das war aber das erste Kaiser-Jahr, in denen das Personal massiv aufgestockt wurde und man sich dann gewundert hat, dass das Geld nicht reicht. Vorher waren es so um die 20. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man heute 50 hat. Der THW hatte 2013/14 31 Angestellte. 50 dürfte kein einziger Bundesligist haben.

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    Wir haben in den kleineren Mannschaftsportarten ein komplett konträres Bild zum Fußball (zumindest zu den Bundesligen). Die können ohne Zuschauer spielen, weil die TV-Gelder und die TV-relevante Werbung einen Großteil der Einnahmen ausmacht. Und sie müssen das auch bald tun, um die Clubs zu erhalten. Denn viele von den Clubs haben auch Kapitalbedarf, wenn sie das Geschäft komplett einstellen würden. Schalke zum Beispiel muss in 2020 netto knapp über 70 Millionen Euro auftreiben (soviel übersteigen die fälligen Verbindlichkeiten die fälligen Forderungen). Dort kann die Lösung für viele Clubs nur sein, zu spielen.

    Beim Handball ist es genau anders herum. Da nehme ich jetzt mal den SC Magdeburg. Da sollten nicht allzu viele zu bedienende Posten sein, wenn man den Geschäftsbetrieb komplett runterfährt. Man könnte als HBL ein Jahr in den "Winterschlaf" gehen, letztlich nur noch den GF (einen GF!) zu geringeren Konditionen bezahlen und die restlichen Verträge müssten irgendwie ausgesetzt werden (sei es über Kurzarbeit bei den Angestellten und Spielern, Kündigungen oder Vertragsaussetzungen für ein Jahr; seien es die Verträge bezüglich der Halle etc.). Was - anders als beim Fußball - nicht gehen wird, ist ohne Zuschauer zu spielen. Da fallen die Einnahmen weg & die Kosten bleiben erhalten. Da wären die Clubs schnell platt. Aber so ein kompletter Lockdown des Geschäftsbetriebes wäre, wenn man es denn an allen Fronten geregelt bekommt, ein gangbarer Weg.

    Ich weiß nicht, ob das jeder Club der HBL durchhält. Aber der SCM sicher. Natürlich wäre die Situation, wenn es losgeht eine andere. Da würde man sicher allerorten mit weniger Geld auskommen müssen, weil die wirtschaftliche ein ganz andere sein wird. Aber retten und bewahren wird man die meisten Clubs so ganz sicher können. Und im dümmsten Fall geht eben die GmbH krachen. Der Verein kann dann hinterher trotzdem weiter Handball spielen.

    Edit: es ist natürlich noch zu früh für Prognosen. Aber wenn es wieder losginge, würde der SCM relativ vielleicht sogar besser dastehen als heute. Die ganz großen Geldclubs dürften schrumpfen oder verschwinden, wären die "Volksclubs" mit einer in Jahrzehnten gewachsenen Basis mit starker emotionaler Bindung womöglich solider aufgestellt sind für die Nachkrisenzeit. Aber das ist Zukunftsmusik.

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    "Bis 23. März" - das war der Tag, an dem bundesweit der Lockdown begann. Die Dauerkarten wurden also noch in normalen Zeiten geordert. Diese "Bekenntnis in Krisenzeiten" ist daher nichts als Marketingsprech.