Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Sprache ist keine exakte Wissenschaft und ständigen Veränderungen unterworfen. Um bei deinem Beispiel zu bleiben; auch beim Boxen steht nicht immer der letzte Weltmeister im Kampf um den Weltmeistertitel. Aber ich "streite" hier um des Kaisers Bart. Ab sofort kein Beitrag mehr von mir zu diesem Thema. Versprochen! :hi:


    Ich habe auch geschrieben, daß es "die Regel" ist. Es ist die tiefere Logik, den alten Weltmeister umzuhauen, um selbst Weltmeister zu werden. Manchmal ist ein Titel vakant. Das ist klar. Aber das ist die Ausnahme.

    Man sollte es sich auch nicht so einfach machen und das Argument mit der Veränderung vorschieben. Wir haben hier einen Fall, in dem ein Wort, daß eine bestimmte Bedeutung hat, in einem anderen Zusammenhang verwendet, in dem es nicht genau paßt.

    Man kann sich auch nicht darauf beziehen, daß sich Sprache ändert, wenn man seit/seid verwechselt. Oder das Problem bei "Mille" als Abkürzung für Million ist nicht, daß es recht neu in dieser Verwendung ist, sondern daß es seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten bereits für Tausend steht. Der Ex-Weltmeister ist "zumindestens" :D ähnlich gelagert.

    Edit: Der "Ex-Weltmeister" ist wohl kein echter Fehler in den Medien, aber eben auch nicht besonders sprachsensitiv.

    Freundschaft!

    Ich muß Sören beipflichten. Das Wort Ex-Weltmeister macht Sinn in Wettbewerben, die fortlaufend sind. Im Profi-Boxen. Da ist man solange Weltmeister, bis man den Titel verliert. Bei der Handball-Weltmeisterschaft handelt es sich um einen Wettbewerb, der zeitlich befristet ist und der am Ende einen Weltmeister kürt. Und dann wird irgendwann wieder ein WM-Turnier gespielt. Dort wird aber dem alten Titelträger nicht der Titel weggenommen, sondern ein neuer vergeben. Theoretisch muß der Titelverteidiger gar nicht am Start sein, zumindest aber nicht im Finale dabei sein. Beim (Profi-)Boxen ist es dagegen die Regel, daß der Weltmeister seinen Titel in jedem Kampf aufs Neue zu Disposition stellt.

    Sinnbildlich gibt der Ex-Weltmeister nach einer Niederlage den Gürtel ab. Der Handball-Weltmeister behält seine Medaille auch über die nächste WM hinaus. Dort gibt es dann auch ganz andere.

    Das mit dem Ex-Weltmeister finde ich ähnlich dämlich, wie mit einer "vorzeitigen" Vertragsverlängerung eines Spielers. Oft schon gelesen, daß Spieler, deren Vertrag nach der laufenden Saison ausläuft, "vorzeitig verlängert" hat. Wann wäre es denn dann nicht vorzeitig? Am 1. Juli?

    Freundschaft!

    Die Rahmenbedingungen für einen Olympiasieg sind teilweise schlechter als bei der EM. Ich habe es schon einmal geschrieben. Die Kader sind kleiner - Deutschland kann nicht so von der Breite profitieren wie in Polen. Das Turnier ist vor der Saison. Deutschland kann nicht so sehr von der jungen Mannschaft profiteren. Weiterhin ist Deutschland nun nicht mehr Außenseiter. Was umgekehrt aber auch bedeutet, daß die Mannschaft ein größeres Selbstbewußtsein haben dürfte.

    Freundschaft!

    ALF: 99% Zustimmung, nur "schlecht" würde ich durch "nicht gut" ersetzen


    Kann ich mit leben.

    Wenn man die psychologische Wirkung ausser Acht lässt, ja. Ansonsten gibt es schon Situationen, wo eine oder mehrere Paraden dem Gegner den entscheidenden Knacks versetzen können.


    Was dann aber bedeuten würde, daß frühe Paraden wichtiger sind als späte.

    Grundsätzlich ließe sich statistisch erheben, ob die Anzahl der Paraden eher mit den Sieg korreliert als die eine späte. Davon bin ich eigentlich überzeugt. Klar, wäre interessant zu wissen, ob es eine bestimmte Phase im Spiel gibt, die eher entscheidend ist als andere. Möglich ist das.

    Edit: Baden68
    Nicht unbedingt im ersten Angriff. Aber sie hatten sie schon weit vor Spielende weichgeklopft.

    Freundschaft!


    Hast du das nicht? ...

    Nicht toll ist nicht gut. Genau hier stellt sich mir dann allerdings die Frage, wie Du dir denn anhand des bescheidenen Zahlenmaterials die Aussage erlauben kannst, dass beide Quoten von 27 und 31% nicht so toll sind, wenn doch die geringe Größe der Stichprobe nach Deiner Lesart für stichhaltige Schlüsse eigentlich nicht oder kaum taugt? :D


    Den Schuh meiner Formulierung muß ich mir wohl anziehen. Was ich damit grundsätzlich zur Aussage bringen wollte, ist, daß Torhüter im langjährigen Schnitt ungefähr 33 Prozent halten. Da lagen beide drunter. Ich muß mich dahingehend etwas einschränken, daß es bei den großen Turnieren im langjährigen Schnitt nur 31 Prozent sind. Ob da nun anders gezählt wird oder einfach die Werfer stärker sind, weiß ich nicht.

    Meine Formulierung "Ich habe mitnichten behauptet, daß 31 Prozent nicht gut wären" bezog sich dagegen auf den speziellen Fall, daß ich nicht behauptet hätte, Lichtlein wäre in dem Spiel ein Problem gewesen. Kann ich mit leben, wenn das mißverständlich angekommen ist. Grundsätzlich sind 31 Prozent nicht gut, sondern durchschnittlich. Gemessen an der Vorleistung von Wolff sind die 31 Prozent nicht signifikant besser, aber damit auch nicht schlechter. Ich kritisiere damit nicht die Leistung von Lichtlein in diesem Spiel, denn da können 31 Prozent durchaus okay oder gut sein. Kommt wirklich auf die Wurfsituationen an. Das meinte ich mit meinem zweiten Satz.

    Grundsätzlich finde ich es aber bemerkenswert, wie hier partout nicht sein darf, daß es bei dieser EM sportlich wenig Gründe pro Lichtlein gab. Ich versuche den Fall Russland noch einmal anders aufzurollen. Beim ersten russischen Angriff mit Lichtlein im Tor (habe nicht geprüft, ob er vorher schon einmal beim Strafwurf drin war) stand es 13:12 für Deutschland. Am Ende war Deutschland ebenfalls ein Tor vorn. Die Wirkung des Wechsels hat wohl keine am Spielstand ablesbare Konsequenz gehabt.

    P.S. Über die Grundlagen der Statistik braucht man mit Dir offensichtlich nicht zu reden. Die Größe der Stichprobe ändert nichts am Erwartungswert des Durchschnitts. Es wird nur bei größeren Datenmengen die Wahrscheinlichkeitsverteilung gestaucht.

    Freundschaft!

    und es kommt auch auf den Zeitpunkt an. Stichwort Omeyer


    Ist aus den gleichen Gründe schon immer populistischer Müll gewesen. Das habe ich schon öfter bei ihm gehört. Er hält 20 Prozent der Bälle und dann den letzten. Dafür wird er dann gefeiert. Hätte er 30 Prozent gehalten, wäre seine Mannschaft zu dem Zeitpunkt fünf Tore vorn.

    Wann eine Parade erfolgt, ist egal. Es fällt nur stärker auf, wenn die letzte Parade das Spiel entscheidet.

    Freundschaft!

    ]Also bittschön. Der Torhüter mit der besten Quote bei der EM liegt bei 37%. Das sind 6% Differenz zu den 31% von Lichtlein (GER-RUS). 31% können dann wohl so schlecht nicht sein.
    Zudem sind die 6% gerademal 2% mehr als die von Dir marginalisierten 4% Diff. von Wolff zu Lichtlein. Merkst Du was?


    Ja, selbstverständlich merke ich was. Nämlich daß Du offensichtlich nicht viel von Statistik verstehst. :D Es ist die Größe der Stichprobe, die hier den Unterschied macht. 4 Prozentpunkte Abweichung bei 15 bzw. 26 Würfen sind nicht signifikant. 6 Prozentpunkte Abweichung bei 200 Würfen sind dagegen absolut valide.

    Ich habe mitnichten behauptet, daß 31 Prozent nicht gut wären. Ich habe lediglich behauptet, daß Lichtlein in dem Spiel nicht signifikant besser gehalten hat als Wolff. Das ist mathematische eine einwandfreie Aussage. Man kann also nicht zweifelsfrei sagen, daß die Einwechslung von Lichtlein hier positiv oder nicht positiv gewirkt hat. Das Argument pro Lichtlein ist in dem Fall keins.

    Was man aber sicher sagen kann, ist, daß seine Gesamtperformance schlecht war.

    Freundschaft!

    Als Andreas Wolff im Spiel gegen Russland einen schwachen Tag erwischte kam Carsten Lichtlein ins Spiel und war sofort da. Das ist eine Eigenschaft, die man beispielsweise von Silvio Heinevetter so nicht kennt. Heinevetter ist der Typ Torwart der in der ersten Sieben stehen muss um seine Leistung abzurufen. Carsten Lichtlein mag bei dem EM keine Weltklasse-Leistung gezeigt haben, aber er hat seine Aufgabe erfüllt und wenn wir ehrlich sind, dann drängen sich derzeit in der Bundesliga auch keine anderen deutschen Torhüter durch Weltklasse-Lesitungen auf.


    Diese Folgerung kann ich so nicht gelten lassen. In diesem Spiel hatte Wolff eine Quote von 27 Prozent und Lichtlein von 31. Das ist beides nicht toll. Zwar war Lichtlein da etwas besser, aber schon bei einer Parade weniger wäre er auf Wolff-Niveau gewesen. Oder anders herum, hätte Wolff vorher eine halbe Parade mehr gehabt (was ja nicht geht). Der Unterschied ist statistisch also nicht signifikant (kann allein auf Zufall basieren). 2004 hat Henning Fritz sehr viel Spielzeit gehabt und daß, was von Ramota dann kam, wenn er spielte, verdiente dieses Etikett, welches Du Lichtlein aufpappen willst. Als Beispiel.

    Freundschaft!

    Und dann geht es darum, ob der IHF der deutsche Markt so wichtig ist, daß sie die Rechtevergabe in Zukunft anders regelt. Ich kann mir das gut vorstellen, zumal die WM 2019 auch in Deutschland ist.

    Freundschaft!

    Aber gerade Heinevetter ist immer ein Kandidat, der auch die gute Stimmung sehr schnell torpedieren kann. Lichtlein war diese Saison sicherlich nicht schlechter als Heinevetter & seinen Wert für die Mannschaft hat er meiner Meinung nach gezeigt.


    Das sind doch persönliche Hirngespinste. Gibt es auch nur ein Beispiel dafür, daß er als Mannschaftsspieler nicht taugt? Man sollte nicht persönliche Aversion, die aus seinem Verhalten im Spiel resultieren, auf mannschaftsinterne Sachen projezieren.

    Ich kann nur sagen, daß die Leistung von Lichtlein bei der EM nicht dolle war. Um es mal klar zu sagen: sie war in Summe ganz schwach. Es bestreitet wohl niemand, daß es a priori richtig war, Lichtlein statt Heinevetter mit zur EM zu nehmen. Gerechtfertigt hat er es dann beim Turnier aber nicht.

    Jetzt wird man in der Rückrunde sehen, wie die Leistungsentwicklung der Torhüter sein wird. Für mich müssen die Besten nach Rio fahren. Es darf keine Rolle spielern, wer es sich wie öffentlichkeitswirksam wünscht oder nicht. Wir haben gerade gesehen, was möglich ist, weil die Zeit der Erbhöfe beendet ist. Geht es jetzt schon wieder los, neue aufzumachen?

    Gibt im übrigen noch weitere deutsche Torleute in der Bundesliga. Da kommt vielleicht auch noch der eine oder andere in Frage.

    Freundschaft!

    Ich finde es wahnsinn, daß (vorallem wie) hier der Kader für Rio diskutiert wird. Es ist noch so lange hin und Dagur stellt garantiert nicht nach Namen und Vorleistung auf, sondern nach dem aktuellen Stand. Vielleicht ist dann Heinevetter vor Lichtlein. Es kann sich keiner sicher sein.

    Und nein, Erik Schmidt ist ganz sicher nicht klar der Schwächste der Kreisläufer. Gerade gegen Rußland hat er gezeigt, wie stark er ist. Auch hier rutscht Wiencek nicht automatisch wieder rein. Das wird spannend. Von der Breite wird Deutschland jedenfalls nicht ganz so profitieren können wie bei der EM, ebenso von der Jugend, da das Turnier vor der Saison ist. Für den Kader wird entscheidend sein, welche Schwerpunkte Dagur setzt. Möglich, daß man nur je einen Außen mitnimmt und dafür einen Kreisläufer mehr und einen dritten Linkshänder für den Rückraum.

    Alles offen.

    Freundschaft!

    Nur 14 Spieler ? :(

    Ui , dann wird es richtig schwer... Müssen da Goldmedaillen gespart werden oder wie?


    Betten im Olympischen Dorf. Früher waren es mal 15 Kaderplätze. Als auch nur 12 auf dem Bogen standen. Mit der Aufstockung des Frauenturniers auf ebenfalls 12 Teams ging man dann runter auf 14 Spieler. Tauschen darf man aber. Zumindest einmal.

    Ich schreibe es gerne nochmals: der Europameister ist per se ein Titelkandidat für Gold in Rio. Das muss man jetzt nicht mehr kleinreden :D


    Bis jetzt hat es noch kein Europameister geschafft.

    Freundschaft!

    Länderproporz, war auch so zu erwarten. Je 2 für die Finalisten, alle anderen maximal 1.


    Da hier im Netz abgestimmt wurde, ist es entweder purer Zufall, daß es diesen Proporz gab oder die Abstimmung war nicht echt. Und woher der MVP kommt, ist mir auch nicht klar.

    Freundschaft!

    Habe gerade meinen "Freund" Lasse Ottesen bei der Nordischen Kombination gesehen. So ein Betrüger kann dort tatsächlich Renndirektor werden. Wenn ich an ihn denke, darf Deutschland noch ein paar mal den letzten Angriff der Norweger verhindern, bis seine Unsportlichkeit vergolten ist. ;)

    Freundschaft!

    Mit dem Sinn der Regeln hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Wenn man es sieht und nicht als Regelverstoß wertet, ist das zwar eine Fehlentscheidung aber als Tatsachenentscheidung nicht anfechtbar. Wenn es nicht gesehen wurde, lag keine Entscheidung vor und es kann im Nachhinein ermittelt werden. So wird jedenfalls im Fußball immer argumentiert, wenn es um Tatsachenentscheidungen geht.


    Da geht es dann aber nur noch um eine persönliche Bestrafung eines Spielers. Am Spiel selbst ändert sich nichts mehr. Eine Regelverletzung dagegen bedingt, daß etwas entschieden wurde. Beispiel, wie erwähnt, das Helmertor.