Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Ich möchte mir mal einen erfolgreichen "radikalen Umbruch" einer Handballnationalmannschaft bildlich vor Augen führen. Nicht den eines Handballzwergs sondern den eines Spitzenverbands, der mehrere Jahre erfolglos war. Oder einer Fußballnationalmannschaft? Hätte da mal wer ein Beispiel?


    Jugoslawien zu Olympia 1980. Da gab es ein Jahr vorher einen Spieleraufstand gegen den Trainer und die wurden dann samt und sonders aus der Nationalmannschaft entfernt. So spielten nur noch zwei Spieler aus dem WM-Kader 1978 in Moskau 1980. Torhüter Adnan Dizdar und Rückraumspieler Drago Jovovic. Mit dieser Mannschaft wurde man in Moskau Fünfter, hat dabei allerdings nur ein Spiel verloren und den Rest gewonnen. Der Platz täuscht ein wenig über das Leistungsvermögen. Und dann in der Folge Silber-Gold-Gold-Bronze von 1982 bis 1988 bei WM und OS.

    1974 hat Vlado Stenzel praktisch die gesamte Mannschaft vor die Tür gesetzt und mit jungen Spielen komplett neu aufgebaut. Ergebnis: Platz vier in Montreal zwei Jahre später und Gold in Kopenhagen 1978.

    In der Regel ist es nicht sinnvoll, einen Radikalumbruch zu machen. Es ist besser, das zu erhalten, was gut ist und den Rest aber dann mit Pespektivträgern zu besetzen. Dazu hatte man in der Nationalmannschaft in den letzten Jahren nicht den Mumm. Ich nenne nur mal das Beispiel Christophersen. Da kommt mal einer, der in der Bundesliga im Rückraum richtig Leistung anbietet und dann darf er sich zwei Turniere lang den Arsch plattsitzen. Und Hens wirft 0 aus 6 und deckt als Zwei-Meter-Mann auf Außen. Das ist einfach eine Katastrophe. Christophersen hätte zwei Turniere weiter sein können.

    Im übrigen ist praktisch jede der großen Mannschaften aus einem Komplettumbau mit jungen Spielern hervorgegangen. Nur dann hat man nämlich die Zeit, aus eine MANNSCHAFT aus Einzelspielern zu formen. Ich nenne hier mal Metaloplastika Sabac, die mit lauter Zwanzigjährigen 1980 Zwölfter (von 14) wurde und zwei Jahre später den ersten von sieben Meistertiteln am Stück geholt haben und ab 1984 regelmäßig im Europacupfinale standen. Bei SKA Minsk war es ähnlich. Auch die Mannschaft von Zagren 1992 und 1993 gehört dazu. Barcelona 1996 bis 2000 ebenfalls. Selbst beim THW war ja dann die Verpflichtung von Andersson (22), Karabatic (21) und Kavticnik (21) der große Sprung.

    Fußball: Barcelona zwischen 2002 und 2004 als Aufbauphase oder Dortmund von 2008 bis 2010, mit lauter Zwanzigjährigen. Manchester United gleich zweimal. Nach der Flugzeugkatastrophe 1958 dann mit Charlton, Best und Law und Ende der Achtziger mit Ferguson. Ajax anfangs der Neunziger. Gibt da soviel Beispiele.

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    Gut, dass das mit dem Namen jetzt ausführlich hier geklärt wurde :wall: :)


    Glaube nicht, daß da schon alles gesagt wäre. Andrej Antonewitsch war meines Wissens nach Ukrainer. Und da wir dann ganz anders transkriptiert - grauenhaft teilweise.

    Was soll man zum Themenblock Nationalmannschaft und Nachwuchsförderung noch sagen? Es gilt das, was ich auch schon vor fünf Jahren geschrieben habe. Nur hat man sich 2007 noch in die Tasche lügen können. Ich bin aber schon der Meinung, dass wir jetzt auch noch ein Problem an der Spitze der Nationalmannschaft haben. Denn so schlecht sehe den Kader gar nicht aufgestellt. Auch perspektivisch. Heinevetter, Glandorf, Christophersen, Gensheimer, Grötzki sind das Gerüst, dazu tolle Kreisläufertalente mit Wiencek, Heinl, Pewnow und Pekeler. Halblinks mit Dissinger und Kühn. Im Tor Quenstedt und Dresrüsse. Rechtsaußen Sellin, Reichmann, Hornke und Antonewitsch. Da muss sich doch was draus machen können. Zumal es heute international keine Mannschaft mehr gibt, die nicht irgendwo eine Position mitschleift, weil es da keinen wirklich guten Spieler gibt. Vor 20 oder 25 Jahren da hatten die starken Mannschaft praktisch im kompletten 16er-Kader nur Topleute. Das bringt heute keine einzige Mannschaft mehr selbst in der Start sieben.

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    Nö, heißt er nicht. Antonevich war schon richtig.

    Da wir allerdings auf Rechtsaußen kein Problem haben, muss man hier auch nicht unbedingt verjüngen.


    Richtig ist eigentlich Antonewitsch. Sofern er nicht hier geboren ist und auf seiner Geburtsurkunde die falsche Transkription verwendet wurde. Ich glaube aber, dass er nicht in Deutschland geboren ist. Bei seiner (älteren) Schwester Nastja wird der Name ja im Allgemeinen korrekt geschrieben.

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    Interessant ist in dem Zusammenhang, dass beide Brests von Göppingen ziemlich genau gleich weit entfernt liegen ;)

    Ah ja. Wenn man also eine Sternmetrik verwendet und als festen Punkt G Göppingen annimmt, dann ist es völlig egal ob man nun in Brest (FRA) oder Brest (BLR) ist. Bis Minsk ist es immer gleich weit.

    Ich habe lange gegrübelt, warum Hofele lieber nach Frankreich will. Da die Erde keine Kugel, sondern ein Elipsoid ist, liegt die Halle in Weißrußland trotz der höheren Lage über NN über einen Kilometer näher am Erdmittelpunkt, ergo ist die Gravitation dort stärker und die Spieler brauchen mehr Kalorien. Soll des Schwaben Sorge nicht sein. Der Gastgeber ist für die Verpflegung zuständig.

    Also bleibe ich daran hängen, dass Gerd Hofele wahrscheinlich nur nicht durch die Ostzone fahren will.

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    Aber letztlich geht es bei solchen Deals um theoretische Zuschauerreichweite, nicht um das Decken von Informationsbedürfnissen von Fans der jeweiligen Sportarten.


    Es geht doch nicht um die Fans der jeweiligen Sportarten, sondern um den Sportinteressierten an sich. Das gibt es viele, die sich das gerne mal ein paar Minuten jede Woche ansehen, aber nicht unbedingt ein LIvespiel bei einem Spartensender einschalten würden. Bei denen hat man in ARD und ZDF eine ganz andere Reichweite, auch wenn das vielleicht finanziell den Vereinen erstmal gar nichts bringt. Aber man bleibt in den Köpfen (sehr vielen Köpfen).

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    Ist in der Höhe natürlich ganz schön heftig. Aber daß Nettelstedt gewinnen kann, hatte ich schon vermutet. Da steckt mehr in der Mannschaft als die eigenen Fans ihr bisher zutrauen. Ist aber auch irgendwie sympathisch. Der TuS neben den Löwen und vielleicht auch Wetzlar bisher der große Gewinner der Saison.

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    Wer hätte das gedacht? Neben Füchse vs. THW das andere Topspiel des Wochenendes. Wer hier gewinnt, der hat einen richtig guten Start hingelegt mit 8:2 Punkten. Bin mir noch nicht so sicher, was ich vom VfL halten soll. Für mich ein ausgeglichenes Duell mit viel Spannung.

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    Irgendwann mußte Nettelstedt ja mal wieder gewinnen. Ich glaube eigentlich nicht, daß sich die Mannschaft vor der Magdeburger verstecken muß. Aber das sagte ich ja bereits. Bin mal gespannt, wie das über die Saison aussehen wird. Gebe von den Topstartern aus dem vermeintlichen Mittelfeld Nettelstedt, Gummersbach und Wetzlar dem TuS eigentlich die besten Chancen, vielleicht vor Magdeburg zu landen.

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    Jetzt muß man doch mal fragen, wie doof man sein kann. Kopie von einem Scheck. Dabei sollte man doch wissen, nur Bares ist Wahres. Also das nächste Mal bitte nur Kopien von Geldscheinen.

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    Verglichen mit dem Magdeburger Rückraum ist Niemeyer das schon. In den letzten acht Jahren stand er sechsmal unter den besten 16 Feldtorschützen bei den Rückraumspielern (und ein Jahr davon war er in Hamburg ja nur Reserve). Auch hat er mehrfach Spielzeiten gehabt, in denen er über fünf Feldtore pro Spiel gehabt hat. Magdeburg hat vergleichbare Spieler gar nicht.

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    Die Serie ist natürlich verheerend. Der letzte Sieg in der Bundesliga müßte der in der BLH gewesen sein, oder? 1999.

    Qualitativ sehe ich das gar nicht so. So wirkliche Klasseleute hat Magdeburg eigentlich gar nicht. So einen Spieler auf dem Niveau von Vukovic sehe ich bei Magdeburg nicht. Auch keinen Shooter wie Niemeyer. Nur mal als Beispiel.

    Es ist vielmehr die Breite, in der Magdeburg Vorteile hat. Da ist in den letzten Jahren viel passiert.