Mmh, so langsam weiß ich nicht mehr, wie ich es noch erklären soll. Mir geht es nicht darum, große, wurf- und sprunggewaltige Spielerinnen zu privilegieren. Meine Sorge bzw. meine Wahrnehmung ist vielmehr, dass sie entweder gar nicht erst kommen oder früher oder später wieder gehen, weil sie beim Rennball schon aus Gründen des Zusammenspiels von Biometrie, Physik und Biologie erheblich benachteiligt sind. Auch die ausgefeiltesten Trainingmethodiken können das nicht kompensieren. Ob sie das selber genau so einordnen oder ob sie sich dabei eher von ihrer Selbstwahrnehmung (Verletzungen!) oder ihrem Unterbewusstsein leiten lassen ist zweitrangig, das Ergebnis ist das gleiche... Wie du selber schreibst: Das Anforderungsprofil hat sich massiv geändert!
Ich bleibe dabei:
Ohne einen substanziellen Kurswechsel (oder einen überraschenden und überragenden Erfolg wie Olympiasieg in Paris) marschiert der Frauenhandball in Deutschland direkt in die Bedeutungslosigkeit. Denn die Basis ist am Zusammenbrechen und der Nachschub an Talenten (von Ausnahmetalenten, wie wir sie für die Nationalmannschaft eigentlich brauchen, will ich gar nicht reden!) ist demzufolge schon jetzt kaum noch gegeben. Der Handball zieht sich mehr und mehr aus der Fläche zurück, wer meint, dass die verbleibenden Leuchttürme reichen, dem sei sein Optimismus gegönnt.
P.S.
Zu dem Thema Schiedsrichter und Regelauslegung sage ich jetzt nichts weiter. Was die Verantwortlichen hier treiben ist in meinen Augen untragbar. Habe gerade die zweite Halbzeit der Füchse gegen den THW gesehen, unglaublich...