Das war ironisch gemeint - ich meinte, man solle nur erfahrene E-Jugend-Spieler einsetzen 
Es gibt nun mal keine fertigen, erfahrenen Schiedsrichter. Wo sollen die denn herkommen?
Wir haben ein Schiedsrichter-Nachwuchsproblem und nach meinem Eindruck sind da zu einem großen Teil die Eltern schuld. Was man gerade bei Jugendspielen als neutraler Zuschauer auf der Tribüne erleben muss - da wundere ich mich immer wieder, dass überhaupt ein Gespann noch zu einem zweiten Spiel aufläuft.
Meine Strategie, wenn es mir als Schiedsrichter mal wieder zu viel wird, weil die Eltern bis ins Beleidigende hinein kommentieren und lamentieren. Ich spreche mich mit dem Trainer ab, dass dieser "seine" Eltern zur Vernunft bringt, da ich das sonst im Spielbericht vermerken werde und zum anderen biete ich den Eltern die Möglichkeit an, gerne nach dem Spiel ins Gespräch zu kommen. Sollte beides nicht fruchten, darf der Schiedsrichter auch das Spiel unterbrechen und die Fortführung dessen solange auszusetzen, bis das entsprechende Elternteil die Halle verlassen hat. Allein der Hinweis darauf genügt, dass diese Personen nicht die entsprechende Peinlichkeit auf sich nehmen wollen, vor ihren Kindern des Platzes verwiesen zu werden.
Was ich nicht leiden kann, dass immer alles mit "Emotionen" begründet wird und angeblich nicht so gemeint sei. Das mag in Teilen wirklich zutreffen, bei Trainern akzeptiere ich das noch eher, weil man sich nach dem Spiel austauscht, aber gerade bei nichtfachfremden Eltern zieht diese Begründung nicht, weil diese bewusst versuchen, zu beeinflussen und das als Kavaliersdelikt sehen.
Schlussendlich ist es die Aufgabe des Schiedsrichters, das Spiel zu leiten. Gerade Jungschiedsrichter sollte man dabei nach Kräften unterstützen. Das ist auch eine Form des Respekts und der Wertschätzung, die in unserer Gesellschaft wohl generell zunehmen nur noch eine Worthülse bildet und oftmals nicht wirklich ernst gemeint ist.