Beiträge von Lothar Frohwein

    18.12.2015, 19:45 Uhr, VfL Gummersbach - MT Melsungen
    18.12.2015, 19:45 Uhr, TVB 1898 Stuttgart - ThSV Eisenach
    19.12.2015, 15:00 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - HBW Balingen-Weilstetten
    19.12.2015, 19:00 Uhr, TSV Hannover-Burgdorf - HSG Wetzlar
    19.12.2015, 19:00 Uhr, Bergischer HC 06 - Frisch Auf Göppingen
    19.12.2015, 19:00 Uhr, SC DHfK Leipzig - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    19.12.2015, 19:00 Uhr, TBV Lemgo - THW Kiel
    20.12.2015, 15:00 Uhr, HSV Hamburg - SC Magdeburg
    20.12.2015, 17:15 Uhr, Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt

    Kann mir jemand erklären (Lothar?), warum eine Insolvenz nicht mehr zwingend den Abstieg nach sich zieht, sondern nur noch einen Abzug von 8 Punkten?

    Welche Gründe genau die AG Lizenz der HBL bewogen haben, den später von der Ligaversammlung verabschiedeten Reformvorschlag zu machen, weiß ich nicht.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es folgenden Hintergrund hat:

    Verkürzt dargestellt: Ein Vielzahl von Insolvenzjuristen vertritt die Auffassung, dass ein verbandsrechtlich normierter Zwangsabstieg ohne Wenn und Aber gegen die bundesweit allgemeingültige Insolvenzordnung verstößt. Sinn und Zweck des Insolvenzverfahrens ist es, ein Unternehmen im Verfahren zu sanieren, sodass es fortgeführt werden kann.
    Ein Insolvenzverwalter hat aber deutlich geringere Chancen auf eine Sanierung, wenn der Verein eine Liga tiefer antreten muss.

    Urteile dazu gibt es noch nicht. Der Insolvenzverwalter der Plauener Fußballer hat mal eine entsprechende Klage angestrengt, die später aber aus anderen Gründen zurückgenommen wurde. Im Zuge dieser Klage gab es viele Stimmen, die sehr gute Erfolgsaussichten prognostiziert hatten.

    Die neue Regelung der HBL sieht Fristen vor, die einen sachlichen Grund haben (Klarheit über Ligazugehörigkeit aller Klubs am letzten Spieltag). Bis dahin besteht die Chance, das Insolvenzverfahren erfolgreich zu durchlaufen.

    Die Gefahr, dass die alte Regelung (=Zwangsabstieg bei Eigenantrag) vom Schiedsgericht oder im einstweiligen Rechtsschutz vom LG Dortmund kassiert worden wäre, war (zumindest nach meiner Auffassung) sehr hoch.

    Mal eine Frage von einem Lizenzierungslaien: Habe ich das gerade richtig verstanden, dass der HSV Handball im Falle einer (temporären) Insolvenz zwischen 4 und 8 Punkten Abzug erhalten würde und sich nächstes Jahr erneut um eine Lizenz bewerben könnte? Das klingt für mich als BHC-Fan wie Hohn. Wenn ich GF des BHC wäre, würde ich mir einen Kredit gönnen, mit dem einige Spieler holen, um den Klassenerhalt zu sichern. Im Anschluss würde ich mich daran machen, die Bilanz für die Lizenz aufzuhübschen...

    Mir ist bewusst, dass obige Ausführungen kriminelle Handlungen darstellen würden und weise darauf hin, dass die Zuspitzung rein rhetorisch ist.

    Verkürzt: Wird ein Insolvenzverfahren eröffnet, bekommt der betroffene Verein in jedem Fall acht Punkte abgezogen. Stellt das Insolvenzgericht bis zum 10. April fest, dass kein Insolvenzgrund mehr besteht (platt gesagt: man hat sich mit den Gläubigern geeinigt oder den "Deckel" bezahlt), kann der Lizenznehmer im Fall eines positiven Lizenzbescheids in der selben Liga weitermachen. Besteht am 11. April noch ein Insolvenzgrund, kann - auch mit einem neuen wirtschaftlichen Träger - die Lizenz für die nächst untere Spielklasse beantragt werden.

    Im Einzelfall ist es aber möglich, die Lizenz zu verweigern, wenn z.B. beim Lizenzantrag betrogen worden ist.

    @ capitano: Auf deinen Einwand hin fiel mir dieser im Kern noch immer aktuelle Beitrag von Boreas aus dem Mai 2014 in (# 104) und zu diesem Thema ein. Deshalb habe ich ihn wieder hochgeholt.

    Auf NDR-Info kam heute Nachmittag ein längerer Bericht über die aktuelle Situation beim HSV. Dort wurden die finstersten Farben gemalt. Angeblich soll A.R. morgen eine Entscheidung verkünden. Der Bericht endete mit der Einschätzung, dass da wohl nichts mehr zu retten sei und der HSV von der Bundesliga-Landkarte verschwinden wird.

    Postitive Nachrichten vom Handball gehen anders...

    Der Bundesligist will sich bis 2017 von Finanzier Andreas Rudolph lösen. Ohne dessen Einlenken droht das Aus. ....

    Das ist der neue Rettungsplan für die HSV-Handballer - HSV Handball - News, Spielplan & Ergebnisse - Hamburger Abendblatt


    [...]Am Dienstag soll Rudolph ein konkreter Rettungsplan vorgelegt worden sein. Er dürfte vorsehen, dass der Mäzen auf die Rückzahlung seiner Darlehen verzichtet, den Club mit frischem Geld versorgt und Ende kommender Saison nach dann mehr als zwölf Jahren in die Unabhängigkeit entlässt.[...]

    HSV Handball: Geschäftsführer Christian Fitzek stellt Ultimatum -
    Bild.de

    Fitzeks Ultimatum: „Ende dieser, spätestens Anfang nächster
    Woche muss eine Entscheidung her!“ Gibt‘s von Rudolph keine Soforthilfe
    in Millionenhöhe, muss Fitzek Insolvenz anmelden. Abstieg! Ende!


    Hier irrt die BLÖD mal wieder.

    Ein Insolvenzantrag zum jetzigen Zeitpunkt hätte nicht in jedem Fall den Zwangsabstieg zur Folge.

    Ganz grob erklärt: Nach § 8b der seit Juli 2015 gültigen Satzung der HBL (wo jetzt die Folgen der Insolvenz verankert sind) aber jedenfalls acht Punkte Abzug (hinzu kämen ggf. die vier Punkte Abzug wegen der Eigenkapitalstrafe). Nur wenn ein Insolvenz(plan)verfahren am 10.04. noch läuft (= das Insolvenzgericht nicht die Aufhebung des Verfahrens beschlossen hat), gibt es für die kommende Saison keine Lizenz für dieselbe Spielklasse. Lizenz für die darunter liegende Spielklasse ist - auch mit neuem wirtschaftlichen Träger - möglich, wenn dies bis zum 15.04. beantragt wird.

    Klammern wir die paar erwähnenswerten Free-TV-Sender mal aus (RTL, Sat.1, Pro7, Kabel1, VOX), also deren fünf, die wirklich erwähnenswerte Quoten vorweisen, wohoo, dann muss man für alles in Deutschland bezahlen, was mit Fernsehen zu tun hat.

    Die bezahlt man an der Supermarktkasse mit, ob man will oder nicht...