Beiträge von Lothar Frohwein

    Wir werden wohl auch Friesenheim in der nächsten Saison in der Bundesliga nicht wiedersehen. Die erste Halbzeit war wirklich zu schwach von der TSG, um beim DHC was zu reißen. Hut ab vor Dormagen, das sich sportlich anständig verabschieden will.

    Die TSG mit einem nicht machbaren Restprogramm, zudem dürfte Dissinger zwei Wochen gesperrt werden.

    Der jetzige Informationsstand ist doch im übertragenen Sinne so:

    "Der Anwalt des Angeklagten sagt, das Gericht habe ihm mitgeteilt, seinen Mandanten höchstwahrscheinlich zu verurteilen."

    Wir wissen nicht:
    1) Hat das Gericht das überhaupt so gesagt?
    2) Wenn ja, weshalb soll verurteit werden?
    3) Was hat der Angeklagte genau getan? Etwas nicht zu Bestreitendes (--> formaler Fehler/Frist etc. ) oder etwas, das so oder so gesehen werden kann?
    4) Welche Absicht steckt hinter der Verlautbarung des Anwalts?

    Ehe wir das nicht wissen, bringt es herzlich wenig, auf die HBL oder den DHC einzuprügeln.

    Ohne die offizielle Begründung der Lizenzierungskommission lässt sich die Lage nicht einschätzen. Es spricht aber einiges für formale Schwierigkeiten.

    Was feststeht ist, dass die angekündigten "rechtlichen Schritte" überschaubar sind. Der ordentliche Gerichtsweg ist durch den Lizenzvertrag ausgeschlossen. Das letzte Wort hätte das "Ständige Schiedsgericht der HBL".

    Im schlimmsten Fall steht der Fall in Liga 3. Ein sofortiger Wiederaufstieg wäre nach den Lizenzierungsrichtlinien nicht möglich.

    Durch die Ergebnisse bei den Wahlen ist jetzt mächtig Dampf auf den Kessel gekommen. Das ist sehr zu begrüßen. Der Ausstieg wird (parteiübergreifend) forciert werden, wie auch immer das im Detail später aussehen mag. Es wird funktionieren - wohl nicht bis 2017, aber vielleicht bis 2025 (und nicht erst 2050). Ohne die Grünen hätte es das vermutlich so nicht gegeben.

    Ich bin sicher, dass es praktikable Lösungen im Rahmen eines Konsenses geben wird.

    Am Rande: Als in den 80ern die Diskussion über die Umwelstschäden durch verbleites Benzin aufkam, sagte die Autoindustrie seinerzeit, es sei technisch unmöglich, alle KfZ mit zuverlässigen Katalysatoren auszustatten. Motoren würden eher kaputtgehen etc... Als Willy Brandt Bundeskanzler wurde, vermuteten viele Konservative, die BRD werde mit den 68er-Hippies in Anarchie stürzen. Als die Grünen in den Bundestag einzogen, sprach FJS vom "Untergang des christlichen Abendlandes" etc.)

    In dem Ausstieg stecken meiner Meinung nach riesige Potenziale, nämlich Technologien für die Zukunft zu entwickeln und langfristig Weltmarktführer im Bereich der erneuerbaren Energieen zu werden. Die "Brücke" in die Zukunft wird verkürzt und nicht doppelt zementiert und betoniert. Dazu gehört natürlich auch ein (durch sanften Druck von Preiserhöhungen gefördertes) Umdenken, was den Umgang mit Strom angeht. Soll die Regierung doch nen Zwanni oder Fuffi als Abwrackprämie für mehr als zehn Jahre alte Gefrierschränke zahlen. Das würde ein erstes kleines, aber spürbares Ergebnis bringen.

    Erst mit den deutlichen Anstieg der Benzinpreise achtete der normale Autokäufer auf die Verbrauchswerte von Neuwagen. Jetzt wirbt die Autoindustrie mit Verbrauchs- und CO2-Werten, die vor 15 oder 20 Jahren niemanden interessiert haben.

    Man kann die ganze Diskussion selbstverständlich auch auf ein "Totschlagsargument" verkürzen: Wen interessieren CO2-Werte, Arbeitsplätze, Genehmigunsverfahren für Stromtrassen, Endlager etc, wenn so ein AKW in die Luft fliegt?
    Es bleibt nur zu hoffen (auch wenn es wohl unrealistisch ist), dass jetzt nach und nach ein weltweites Umdenken beginnt und nicht erst noch (erdbebenbedingt) ein AKW in Kalifornieren explodieren muss...

    Edit: Jetzt - urplötzlich - haben es auch Lindner, Brüderle und MCAllister ganz eilig... Über Nacht sind die von Rot-Grün geführten Konsensgespräche mit den AKW-Betreibern aus dem Jahr 2000 zum Vorbild geworden :lol:
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,753813,00.html

    Talant ist Kirgise, der später Spanier geworden ist. Er hat eine andere Mentalität und hat es ja drei oder vier Jahre in der Bundesliga ausgehalten.

    Ich meine Spieler wie Bolea und Ordonez, die mal in Hameln waren. Oder Puig und Belaustegui, die sich hier auch nicht akklimatisieren konnten. Der einzige spanische Feldspieler, der es hier länger ausgehalten hat, war Fernández-Ochea bei GWD. Und Lozano. Oder habe ich da einen übersehen? Du weißt das sicher, Alf.

    Ich bin gespannt, ob das klappt. Spanische Feldspieler in Deutschland. Oft haben sie sich nicht wohlgefühlt. Regen, Kälte, Schnee, Bürokratie, Finanzamt, keine Gegner zum Verschnaufen und Daddeln, Vormittagstraining ...

    Malte Schröder nach Nettelstedt.
    Quelle: PM und HP TuS

    Minus zehn aufzuholen und in ein plus drei zu drehen, ist im Herren-Bundesligahandball nicht normal. Das kommt - wenn überhaupt - alle zehn Jahre mal vor. Ich kann mich eigentlich gar nicht mehr erinnern, wann das mal vorkam... - Doch, 1996 beim Spiel Lemgo - Nettelstedt gab es sowas mal (Lemgo lag nach 24 Minuten mit elf hinten und gewann mit sechs).

    Ja, ich war auch in der Westfalenhalle. Dort wurde das Spiel in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit verloren. Ein Punktgewinn wäre aber möglich (und verdient) gewesen, da gebe ich dir recht. Ziemer war in der ersten Hölfte überragend und konnte dieses Niveau (nachvollziehbarerweise) nicht halten. Dafür steigerte sich der HSV in Deckung und Tor...


    Das "Ergebnis" scheint erst mal "normal" zu sein. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass wenn unsere zweite Halbzeit die erste gewesen wäre und wir dann noch mal so eine zweite hätten hinlegen können wir sicherlich sehr nah an einem wenn nicht sogar an zwei Punkten gewesen wären. :D

    By the way: Hast du das Spiel gesehen?

    Ja, ich war in der Halle.
    Glaub mir, eine Mannschaft wie FAG lässt es nicht zu, dass solche zweiten Halbzeiten die erste werden. Die HSG musste erst einmal mit der Situation klarkommen, dass Machulla auch noch ausfiel. Das geht nicht so plötzlich. Diese Unsicherheiten nutzt eine Mannschaft wie FAG gnadenlos aus (--> Gegenstöße). Hinzu kam, dass in der ersten Halbzeit 12:1 Torhüterparaden für Frisch Auf zu Buche standen. Das hat sich in der zweiten Hälfte normalisiert. Einige Aktionen klappten jetzt, die Halle "kam" und FAG ließ auch ein Stück weit nach, sodass die Ergebniskosmetik möglich wurde.

    Völlig normales Ergebnis für einen Aufsteiger, dessen beiden Spielmacher ausfielen, gegen den Füften der Liga. Das ist Bundesligaalltag. Was soll denn Berlin als Dritter nach der Heimklatsche gegen den Ersten sagen? Oder Die Flensburger, die vom THW zerlegt wurden?

    Gut war, dass die HSG sich nicht aufgegeben hat und in der zweiten Hälfte gegenhalten konnte. So blieb das Ergebnis im Rahmen.

    @ Marc: Was verstehst du unter einem "diplomierten" Trainer? Beuchler hat die spanische A-Trainerausbildung, die ungleich schwieriger als die deutsche sein soll, erfolgreich abgeschlossen und auch den deutschen A-Schein gemacht. Es kann sicher nicht schaden, einige spanische Impulse einfließen zu lassen.

    Am Rande der Debatte, aber dennoch nicht zu vernachlässigen:

    Ich bin von dem Demokratieverständnis der Regierung, in diesem Fall der CDU in Bund und BW, irritiert. Da wird über Nacht von Mutti verfügt, sieben Meiler vom Netz zu nehmen, obgleich keine unmittelbare Gefahr (nach Atomgesetz) von ihnen ausgeht. Nicht mehr oder weniger als vor dem Beschluss (unter m.M.n. verfassungswidriger Umgehung des Bundesrates), die Laufzeiten zu verlängern. Die AKW haben kein Störfall und kein Leck. Dass den Betreibern dadurch ein Schaden entsteht, den in letzter Konsequenz der Steuerzahler ausgleichen muss, ist offenkundig (und wohl auch unstreitig). Aber: Das Parlament wird umgangen!

    Unabhängig (!) von der Frage, ob die Entscheidung richtig oder falsch war oder wie man persönlich dazu stehen mag: Es kann/darf und soll nicht sein, dass eine Kanzlerin im Alleingang (mit den MiPräen) solch weitreichende Entscheidungen trifft, ohne die gewählte Versammlung zu hören, selbst wenn der beschrittene Weg aufgrund von Auslegungen auf den ersten Blick als möglich erscheint. Das grenzt schon an diktatorische Verhältnisse. Gleiches gilt für Mappus und seinen Entschluss, massenhaft (wohl überteuerte) EnBW-Anteile zu kaufen, ohne sich das vom Landtag absegnen zu lassen.

    Es wäre sicherlich möglich gewesen, den Bundestag kurzfristig (vor den Wahlen) einzuberufen und mit überwiegender Mehrheit ein "Abschaltungsgesetz" zu verabschieden. Denn offenbar wollen ja -bezogen auf die Altmeiler - alle dasselbe. Warum wird das nicht gemacht? - Jeder Geschäftsführer einer GmbH, der an den Gesellschaftern vorbei Verpflichtungen eingeht, zu denen er nicht befugt ist, hängt in der Privathaftung und hat u.U. ein Verfahren wegen Untreue am Hals.

    Es hat den Anschein, als gehe es lediglich um Machterhaltung kurz vor wichtigen Wahlen. Machterhaltung auf Kosten der Bürger. Und der Verdacht, den Krempel in drei Monaten einfach wieder anzuklemmen, wenn einigermaßen Gras über die Sache gewachsen ist und vor allem die Wahlen vorbei sind, zwingt sich auf. Ich erwarte von einer Regierung, dass sie im Rahmen der Gesetze (die sie selbst auf den Weg gebracht hat) handelt, auch wenn sie dadurch vielleicht Wahlen verliert. Das wäre demokratisch und verdiente Respekt. Alles andere nicht.

    Das ist keine Frage des Wertes sondern eine der Prioritäten. Ganz stumpf gesagt: Wenn die Umwelt atomar verseucht ist und, wie in Tschernobyl Zehntausende elendig an Krebs verrecken, hilft es den Betroffenen auch nicht, einen Arbeitsplatz zu haben. Oder: Was ist besser? Ein Staat mit Vollbeschäftigung und einer Region wie Tschernobyl, Zigtausend Toten und Kranken oder ein Land mit einigen Arbeitslosen, in dem man aber unbedenklich leben kann?

    Die Rückbaukosten sollten auf den Deckel der Verursacher bzw. Eigentümer bzw. Betreiber gehen. Verursacherprinzip.

    25000 Arbeitsplätze? Nun mal unterstellt, dass das so stimmt und die Leute nirgendwo anders unterkommen: Frag mal den japanischen Steuerzahler ob er tauschen möchte. Er zahlt 25000 Leute und wäre in dieser Fiktion die Atomkatastrophe los. Was würde er wohl sagen?

    22% des deutschen Stroms liefern die AKW, sagten sie gestern im heute-journal. Dabei gibt es eine Überproduktion (die Regierung hatte ja bis vor kurzem erzählt, die alten AKW könnten nicht abgeschaltet werden, da es sonst massive Engpässe in der Versorgung gäbe).

    Meiner Meinung nach ist Energiesparen der größte Schlüssel, um die AKW schnell wegzubekommen. Hier sollte die Senibilität eines Jeden geweckt werden, dort mitzumachen.

    Dass die AKW der weit überwiegende Teil der Bevölkerung nicht mehr möchte und die Technologie nicht kontrollierbar ist, dürfte inzwischen unstreitig sein. Ebenso der Fakt, dass Schwarz-Gelb die Bevölkerung bewusst verarscht hat, was Sicherheit und Zweckmäßigkeit der AKW angeht. (Vielleicht sollte die Regierung Guttenberg zum Minister für Reaktorsicherheit machen, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurück zu gewinnen ;) )