Beiträge von Lothar Frohwein

    Klar, die Niederlage war bitter. Aber so ist nun einmal die Realität in der Bundesliga: Zwei Mannschaften auf Augenhöhe treffen aufeinander. Die eine ist Aufsteiger mit vielen absoluten Neulingen in der Liga und hat der wichtige Spieler verletzt. Die andere ist in Bestbesetzung und vor allem in der Liga etabliert. Hat solche Spiele schon zig Mal gespielt. Die andere gewinnt etwas glücklich.

    Das ist normal. Wenn dem THW im Spiel gegen Hamburg drei wichtige Spieler fehlen, können die das auch verlieren. "Bundesliga ist eine andere Sportart", hat JUL mal gesagt. Viele HSG-Spieler lernen eben noch, weil sie die Sportart noch nicht genug kennen.

    Das Positive war, dass sich die HSG ihre freien Chancen erspielt hat. Darauf muss aufgebaut werden. Wenn Spieler dann die Freien verblasen, kann der Trainer nichts dafür.

    Ich glaube auch, dass einige HSG-Fans auch erst einmal mit der neuen Situation klar kommen müssen. In den vergangenen sechs Jahren wurde fast jedes Heikspiel gewonnen und Kay saß auf der Bank. Die gegnerischen Keeper waren fast immer schlechter und gegen Hock hatte kaum eine Zweitligaabwehr ein Mittel. Jetzt sind die Parameter anders.

    Wichtig ist, das Positive mitzunehmen. Auch diese bittere Erfahrung wird der Mannschaft in ihrer Entwicklung helfen. Vor der Serie war klar, dass die realistische Chance auf den Klassenverbleib 50% ist. Die Chancen sind seit gestern nicht gesunken. Gebt der Sache Zeit und bleibt ruhig, ansonsten kann die HSG das Ziel nicht erreichen

    Hut ab davor, dass sich der SCM im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen so weit konzentriert hat, das Ding locker zu gewinnen. Das macht wirklich Spaß zuzuschauen!

    Für Melsungen sehe ich pechschwarz, wenn sich nichts verändert. Das ist keine Mannschaft. Es stimmt hinten und vorne nicht, ein Konzept ist auch nicht zu erkennen. Und desinteressierter kann die Körpersprache eines Trainers nicht wirken. Ohne Kelentric wäre das ein Debakel geworden...

    Das Problem der Kröten ist, dass sie es nicht geschafft haben oder schaffen, diejenigen absoluten Weltklassespieler zu verpflichten, die man braucht, um in der Bundesliga und der CL ganz nach oben zu kommen. Diese Spieler gehen woanders hin oder bleiben da wo sie sind. Auf Schulnoten heruntergebrochen läuft in Mannheim eben viel "gut" oder "gut +", vielleicht in der Spitze auch mal ein "sehr gut -" rum. Das ist alles prima, aber für die Nielsen-Ziele reicht das eben nicht.

    Jetzt kann man überlegen, ob an diesem "Zustand" die Trainer schuld waren/sind.

    Ich habe seit 1993 mit einer oder zwei Ausnahmen jedes TuS-Spiel in FL gesehen. Das Ergebnis war jedesmal deutlich für die SG. Lediglich im City-Cup-Halbfinale 99 war es einmal knapp.

    Also: nichts erwarten, dann kann die "Erwartung" nie enttäuscht, sondern nur übertroffen werden.

    Zitat

    Original von Steinar

    Im Normalfall ein Spiel, wenn sich die Spielleitende Stelle anhand des Berichts zu mehr veranlasst sieht.

    Nicht zwei Wochen gem. der neuen RO? War ja offensichtlich ein Foul aus dem laufenden Spiel, kein Vergehen im ruhenden Spiel...

    Oder wie ist das jetzt? ?(

    Tja. Da gewinnt ein pomadig auftretender Tabellenachter der Vorsaison, der den Kampf nur bedingt angenommen hat bei einem couragierten, kämpferisch und auch spielerisch starken Aufsteiger in der spielentscheidenden Phase auch noch sicher. Willkommen in der Bundesliga-Normalität, HSG! :(

    Eine große Persönlichkeit verlässt die Bühne. Velco hatte für alles immer eine bildhafte - oft zutreffende - Erklärung und war ein ganz Großer im Handball. Er wird fehlen!

    R.I.P, Velco.

    Tabelle ist wie hohe Mauer mit Leiter davor!
    Erste klettert hoch, schaut drüber und sieht wunderschöne Frau mit großen Brüsten.
    Zweite sieht nur Arsch von Erste!"

    Velimir Kljaic

    Zitat

    Original von Katsche85
    Was mich stutzig macht ist, dass vorallem junge Spieler involviert sind deren Muttersprache nicht deutsch ist, die den Leuten vertraut haben, mit denen sie diese Geschäfte getätigt haben.

    Ich denke mal, dass das Modell auch für Muttersprachler (ohne fachspezifischen Hintergrund) schwer bis gar nicht bis ins letzte Detail zu durchschauen war.

    Den Artikel gibt es noch ausführlicher und detaillierter (ab Montag) im Print oder schon jetzt als (kostenpflichtiges) PDF bei Spiegel-Online. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich ihn hier nicht einstellen.

    Demnach ist Geirsson bislang der einzige Spieler, der im Zusammenhang mit der Immobiliengeschichte seinen Namen genannt haben möchte. Der Rest schämt sich angeblich.

    Die finanzierenden Banken sind jedenfalls auch im Fokus. Zumindest der Geirsson-Anwalt geht offenbar auch gegen die Finzierer vor.

    Katsche85: Geirsson kaufte laut Print-Artikel die Wohnungen zwischen dem 01.11.06 und dem 18.05.09. Inzwischen habe die Sparkasse Paderborn drei von Scholz an Geirsson vermittelte Wohnungen verkauft. Zwar mit Verlust, sodass sich Geirssons Schulden "nur" noch auf "gut zwei Millionen" belaufen.

    Interessant am Artikel ist, dass sich alle als Opfer sehen. Geirsson, Holpert und auch Scholz...

    Die juristische Kern-Frage in dem gesamten Komplex dürfte sein: "Wo endet die Eigenverantwortlichkeit?"

    Der größte Spieler, der je in der Bundesliga gespielt hat, war Valerie Savko (Kreis). Der Ukrainer spielte in der Saison 96/97 (01.01.96 - 30.06.97) eine Halbserie beim TuS Nettelstedt. Er maß je nach Quelle zwischen 2,20 und 2,24m. Zuvor war er in der zweiten Liga in Herdecke aktiv. Ich weiß nicht mehr, wieviel er gewogen hat, aber schätzungsweise war er auch der schwerste Spieler der Bundesligageschichte. Schuhgröße 58.