Beiträge von Lothar Frohwein

    Ja, das sind schon richtige Taktikfüchse beim "Fachmagazin" Handball-Woche - nach eigenen Angaben immerhin die "größte Handballzeitschrift Europas".
    (OK, die Handball-Woche als Sonderheft ist zugegebenermaßen tatsächlich recht groß, knapp ein Zentimeter länger und breiter als das Handball-Magazin - Die Standardausgabe ist noch viiiieel größer).

    Die Handball-Woche enthüllt in dem heute erschienenen Saisonsonderheft EXKLUSIV die neue revolutionäre Taktik des TuS Nettelstedt-Lübbecke, mit der der Klassenerhalt frühzeitig sichergestellt werden soll/wird:

    In der graphischen Rubrik "So wollen sie spielen" findet sich folgender, bemerkenswerter Rückraum:

    Der linke Rückraum ist mit einem gewissen "R. Renato" besetzt. Vermutlich ist Renato Rui gemeint, doch der ist ja bekanntlich Linkspfote und eigentlich ein Rechtsaußen, der auch gut auf Rechtshalb eingesetzt werden kann. Vielleicht ist aber auch ein Neuzugang gemeint, den wir alle noch nicht kennen...

    Weil der linke Rückraum somit besetzt ist, spielt Michal Jurecki ab sofort im rechten Rückraum. Heidmar Felixson und Lars Friedrich werden nicht erwähnt.

    Fast alle Bundesligatrainer erwarten in dieser Saison keine besonders erwähnenswerten taktischen Neuerungen (s. Interviews in der HW). Doch da hatten sie wohl nicht mit der Neuerung "Linkshänder auf RL und zeitgleich Rechtshänder auf RR" gerechnet...

    Vorteil: Die Außen können so viel besser und schneller von den Halben in Szene gesetzt werden und so wird das Spiel breiter gemacht! Genial! Es fragt sich nur, warum vorher noch niemand auf diese scheinbar simple Idee gekommen ist. Aber das Konzept der schnellen Mitte, das Lemgo seinerzeit zum Meister machte, war ja auch nicht wirklich schwierig.

    Man muss eben nur darauf kommen... :D

    Neue Westfälische

    Zitat

    „Isch habe 18 Prozent“
    Schlämmers Spaßpartei bei Jugendlichen beliebt

    Hamburg (nw). Die „Horst- Schlämmer-Partei“ aus Hape Kerkelings Kinofilm „Isch kandidiere“ könnte mit 18 Prozent der Stimmen rechnen, wenn sie bei der Bundestagswahl am 27. September tatsächlich anträte. So viele Wähler bejahten in einer Forsa-Umfrage für den Stern die Frage, ob sie die „Horst-Schlämmer-Partei“ wählen würden. Die meisten Anhänger gibt es bei den Jüngeren: In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen hielt es jeder Vierte für denkbar, bei der Partei sein Kreuz zu machen. Die Mehrheit (73 Prozent) würde aber ausschließen, für die „Schlämmer-Partei“ zu stimmen. Forsa befragte 1.000 Bundesbürger.

    Ohne Worte

    Pressemitteilung DHB

    Zitat

    DHB-News 11.08.2009: DHB-Präsidium und Schiedsrichterausschuss beschließen befristete Nichtansetzung von neun Monaten für Lemme/Ullrich In der gemeinsamen, außerordentlichen Sitzung des Präsidiums und des Schiedsrichterausschusses des DHB entscheiden beide Gremien einstimmig: Gegen die Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich wird aufgrund der Nichtmeldung des bekannten Sachverhalts beim Spiel Chekhov gegen Valladolid im April 2006 eine „befristete Nichtansetzung“ für neun Monate (gerechnet ab dem 16.03.2009) verhängt. Begründung: Nach der Feststellung des Schiedsgerichts der EHF ist den beiden Schiedsrichtern ausschließlich die Nichtmeldung des Bestechungsversuchs vor dem Spiel Chekhov gegen Valladolid im April 2006 anzulasten. Hierbei stellte das EHF-Schiedsgericht auf der Basis einer unabhängigen Spielanalyse fest, dass die Spielleitung keinerlei Anlass zu Beanstandungen ergab. Unter dieser Vorraussetzung waren das Präsidium und der SR-Ausschuss des DHB einstimmig der Auffassung, dass die auf neun Monate befristete Nichtansetzung eine angemessene Ahndung des den Schiedsrichtern zur Last zu legenden Verstoßes ist. Kommentar DHB-Präsident Ulrich Strombach: „Es ist mir wichtig, feststellen zu können: Alle Mitglieder der beiden Gremien sind übereinstimmend der Meinung, dass für einen bloßen Formalverstoß, nämlich einen Bestechungsversuch nicht gemeldet zu haben, eine befristete Nichtansetzung von neun Monaten eine ausreichende Bestrafung darstellt.“

    Ist ja alles richtig, was ihr schreibt. Wo liegen die Lösungsmöglichkeiten?
    Es gibt durchaus Parteien, die sich für Volksabstimmungen einsetzen. Nur: kann man die wählen? Wer verbirgt sich dahinter? Oder schlicht: warum werden die nicht über die 5%-Hürde gewählt?

    Es ist eben derzeit so, dass viele Wähler verdrossen sind. Der eine deshalb, der andere aus einem anderen Grund. Ich z.B. sehe die Diestwagensache mit Ullalala emotionslos, weil ich ohnehin der Ansicht bin, dass Minister und Abgeordnete viel zu wenig verdienen.

    Gibt man ihnen einen ihrer Verantwortung entsprechenden Lohn (und verbietet gleichzeitig Nebeneinnahmen, soweit möglich), würden sich sicherlich auf viele Leute für diese Jobs interessieren, die sich mit der Materie auskennen (und die jetzt in Unternehmen sitzen, Freiberufler sind oder an den Unis hocken), weil das einfach lukrativer und attraktiver ist.

    Wer mit einer Kompetenz, die der Verantwortung gerecht wird, hat denn wirklich Lust, seinen Job aufzugeben, um vielleicht für 4 Jahre Gesundheitsminister zu werden, wenn er weiß, dass er über solche Banalitäten stolpern kann (oder von der BLÖD wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird), wie mit dem Dienstwagen nach Spanien zu fahren, obgleich diese Fahrt als Privatfahrt verrechnet wird und ihm die entsprechwenden Richtlinien dieses Recht ausdrücklich zugestehen?

    Da muss man ja schon einen "Knigge-Beauftragten" einstellen, der vor möglichen Taten warnt, die die Springer-Presse und somit viele Wähler als "moralische Verfehlungen" auffassen.

    Herrliche Ablenkung. Die wirklichen Zukunftsthemen interessieren nicht mehr.

    Demnächst wird noch der Bundestagspräsident abgesägt, weil (in seinem Verantwortungsbereich) während der Sitzungen Mineralwasser für z.B. 1,20 Euro/Pulle ausgeschenkt wird, obwohl es doch donnerstags im Marktkauf ne ganze Kiste für 99 ct gibt...

    Was bewirkt denn die populitische Aubauschung der Ulla-Geschichte neben der Tatsache, dass der SPD geschadet wird?
    Die nomalen Bürger sagen sich unreflektiert frei nach Hilmi (Bang-Boom-Bang): "Er hat uns bescheißt. Bescheißen wir eine andere - Kreislauf!" und mogeln bei ihrer Steuererklärung, bei ihrer Haftpflichtversicherung, machen blau etc. und schaden damit allen und letztlich sich selbst.

    Es krankt an vielen Ecken.

    Niemand sagt offen, dass es vielleicht 2035 (eher 2020) keine Renten mehr geben wird/geben kann, wie wir sie heute kennen. Dann bekommt jeder Rentner ab 75 - unabhängig davon ob oder wieviel er eingezahlt hat - 500-600 Euro aus der staatlichen Kasse und gut ist, muss aber trotzdem weiter voll einzahlen, wenn er denn arbeitet.

    Niemand sagt offen, welche Folgekosten die Atomstromgewinnung für die nächsten 1000 oder mehr Generationen haben wird und dass man aus dieser Nummer sinnig, aber jedenfalls rauskommen muss und deshalb die Energiepreise massiv steigen müssen.

    Subventionen werden verschleudert. Öffentliche Kohle wird falsch investiert (z.B. Straßenausbau statt Schienennetzausbau für Güter) Egal.

    Nur eine Handvoll Leute steigen (ansatzweise) durch unser Steuer- oder Rechtssystem durch. Sowas darf in einem gesunden Staat nicht sein. Auch wenn es mich selbst betrifft: Solange ein durchschnittlich intelligenter Bürger für einfache bzw. gängige Rechts- oder Steuerfragen einen Anwalt oder Berater braucht, um keine Nachteile zu erleiden, ist der Staat krank.

    Solange mehr verwaltet und normiert als bewirkt wird, erst recht.

    Es werden immer nur (aus reiner Bequemlichkeit) Symptome behandelt und Schnellschüsse (z.B. in der Bildungspolitik) gemacht, nicht nur um die Wahl zu gewinnen, sondern manchmal nur, damit man überhaupt was macht. Ob das Sinn hat oder nicht, interessiert nicht. Z.B. An kleinen Schulen müssen Lehrer schon heute mehr Zeit für Verwaltungsaufgaben aufwenden als für Unterrichtevor- und -nachbereitung. Da kann Pisa nur in die Hose gehen.

    u.v.m.

    Letztlich frage ich mich, was denn noch alles passieren muss, damit das Volk wieder demonstrieren geht. Offenbar geht es der weit überwiegenden Anzahl der Leute noch viel zu gut und Bequemlichkeit und Resignation überdecken alles andere. Da will ich mich gar nicht ausnehmen.

    Ups, ist aufgrund einer gewissen Aufgebrachtheit etwas lang geworden und daher ganz sicher etwas unstrukturiert... Zum Glück geht die Arbeit jetzt weiter ;)

    Nun gut, es bliebe ja jedem überlassen, zur Wahl zu gehen und seine Stimme ungültig zu machen. Hauptsache, die Leute bekommen ihren Hintern hoch.

    Die Gegner der Volksabstimmungen meinen, dass viele Themen zu wichtig und komplex seien, um sie nach dann sicher vereinfachenden, plakativen und polarisierendem Wahlkampf auch von der dann zum Zeitpunkt der Abstimmung herrschenden Grundstimmung beim "Wahlvolk" abhängig zu machen.

    Ein auch nicht ganz von der Hand zu weisendes Argument. Schwieriges Thema, obwohl ich persönlich den o.g. Stern-Kommentar im Wesentlichen so unterschreiben würde.

    So würde aber jeder dazu angehalten, sich eine Meinung zu bilden und Verantwortung zu übernehmen. Die Parteien wären gezwungen, sich mehr um die Wähler zu kümmern und die Inhalte auch wirklich zu vermitteln. Beim Verstoß gegen die Pflicht könnte man 100 Euro nehmen, die in bestimmte Projekte fließen.

    Zu Schämmer: Wenn der tatsächlich eine Partei gründete und anträte, bekäme er seine 5 Prozent. Da bin ich mir recht sicher. Viele Leute sind in "Denkzettel-Stimmung", scheuen sich aber (zum Glück noch), eine radikale Partei zu wählen. Also bleiben sie zuhause. Einen aus ihrer Sicht harmlosen "Ulk" würden aber wohl einige mitmachen, um die etablierten Parteien bloßzustellen.

    Die Bestrafung des Vereins ist nicht unproblematisch (auch wenn ich die vorigen Meinungen teile).

    Wozu kann denn eine Verdachtsverurteilung führen?
    X und Y spielen gegeneinander. Ein Y wohlgesonnener Mensch (kein Offizieller, den man kennt) geht zu den SR und sagt, er käme von Verein X und bietet Kohle an... Die SR melden das und Verein X hat ein Problem. Y freut sich...

    Auch. Ich wohne auf der niedersächsischen Seite der Grenze zu NRW. Und bei uns im Dorf hängen schon die Plakate für die Buta-Wahl.

    Aber die Kommunalwahl-Plakate sind auch nicht besser. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit weiß, für welche Wahl da grad gelächelt oder gesülzt ("Mehr Bildung - Weniger Steuern") wird...

    Nun ist es ja auch nicht gerade so, dass gegen die allgemeine Politikverdrossenheit von verantwortlicher Stelle etwas unternommen wird.

    Ich glaube nicht, dass sich meine Ansichten und meine Einstellung zu den mir wichtigen politischen Themen in den letzten vier Jahren deutlich verändert haben. Dennoch fällt es mir erstmals schwer, eine Entscheidung zu treffen, außer derjenigen, jedenfalls wählen zu gehen.

    Da mir seit einigen Tagen immer mehr weit überwiegend vollkommen aussagelose Plakate entgegenspringen (von denen ich glaube, sie schon tausendmal vorher gesehen zu haben), denke ich, es ist an der Zeit, ein Thema zur Bundestagswahl 09 aufzumachen.

    Wie geht´s aus?

    Man kann auch über die Rechtmäßigkeit des Trainingsverbots diskutieren. Die rechtliche Grundlage steht zwar im ADR, aber ob diese Regelung unter verfassungskonformer Auslegung Bestand haben kann, ist zumindest diskussionswürdig.

    Vergleichbar: Ein in Firma X angestellter LKW-Fahrer verliert für eine bestimmte Zeit seine Fahrerlaubnis bzw. er erhält ein Fahrverbot. Die Firma kündigt dem Faher nicht. Das Gericht untersagt dem Fahrer und der Firma (!) zusätzlich, dass der Fahrer Touren anderer Fahrer begleitet und beim Be- und Entladen hilft.

    Sowas würde sofort kassiert, bzw. die fiktive entsprechende Regelung im StGB.

    "Für den Fall der vorzeitigen Vertragsauflösung kommt es zur Zahlung einer Ablösesumme." - Was bedeutet diese Klausel?

    Eine Bedingung für die Vertragsauflösung kann es nach Wortlaut (Vertragsauflösung ist zeitlich vorgelagert) nicht sein, nur eine Folge der Vertragsauflösung (unter der Bedingung Angebot 1. oder 2. Liga sowie mindestens ein Jahr), deren Nichteinhaltung an keine Folgen geknüpft ist.

    "kommt es zu"... Wie kommt es dazu? Wer zahlt was an wen? Innerhalb welcher Frist? Was passiert, wenn nicht gezahlt wird?

    Wenn eine vorzeitige Vertragsauflösung unter der Bedingung der Zahlung einer Ablöse (in bestimmter Höhe) stehen soll, muss man das auch so schreiben.

    Zitat

    Original von meteokoebes
    Ja, aber rückwirkend doch nicht vor dem Zeitpunkt des Bekanntwerden der positiven Probe und sinnvollerweise eigentlich nicht in einem Zeitraum, wo der Spieler auch noch acht Bundesliga-Spiele, sowie mehrere Länderspiele absolviert hat. Ab dem 21. Juni (Ende der EM-Qualifikation) hätte ich verstanden, so sieht das ganze einfach nur nach Kuhhandel aus.

    Doch:

    Zitat

    10.9.1 Nicht dem Athleten oder der anderen Person zurechenbare Verzögerungen

    Bei erheblichen Verzögerungen während des Disziplinarverfahrens oder
    anderer Teile des Dopingkontrollverfahrens, die dem Athleten oder der anderen Person nicht zuzurechnen sind, kann die ADK den Beginn der Sperre auf ein früheres Datum vorverlegen, frühestens jedoch auf den Tag der Probenahme oder des anderen Verstoßes gegen Anti-Doping- Bestimmungen.

    Hier wurde das ADR beachtet.

    Dass die Sperre rückwirkend ausgesprochen werden kann, wenn das Verfahren ohne Schuld des betroffenen Athleten verzögert wurde, ist im Anti-Doping-Reglement ausdrücklich normiert.

    Die Fragen sind vielmehr:
    Warum und durch wen wurde das Verfahren mit welchem Verschuldensgrad verzögert?

    Warum erfuhr die Öffentlichkeit von diesem Fall eher als der Athlet?

    Ist für den Fall, dass ein erneuter Dopingfall auftritt, jetzt dafür gesorgt, dass das Verfahren (wie es im ADR zwingend festgeschrieben ist) "zügig" durchgeführt wird?

    Wie kann es sein, dass der DHB Vize-Präsident Recht ungeachtet einer entgegenstehenden zwingenden Verfahrensvorschrift ("unparteilich") Vorsitzender der urteilenden Anti Doping Kommission des DHB ist?

    Zumindest die Verhängung der höchstmöglichen Geldstrafe (was macht man eigentlich, wenn jemand absichtlich dopt, sich uneinsichtig zeigt und das Verfahren blockiert?) mit einer sehr zweifelhaften Begründung (entgegen dem Wortlaut des ADR) vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Geldstrafen dem DHB zufallen und das Präsidium für die Finanzen verantwortlich ist, lässt übel aufstoßen.

    Wie kann es sein, dass der (in dieser Eigenschaft nicht vom DHB unabhängige) Bundestorwarttrainer ebenfalls in diesem Verfahren richtet? Gleiches gilt für den Mannschaftsarzt...

    Ohne irgendetwas unterstellen zu wollen und zu können: Aber durch eine (wie auch im ADR zwingend festgeschriebene) unparteiliche Besetzung der ADK werden Interessenskonflikte vermieden und der DHB macht sich nicht angreifbar.

    Angenommen, es stünde demnächst ein wichtiges Spiel der DHB-Auswahl gegen Tschechien an...

    Gut, Galia, aber auch die WADA, NADA, EHF und IHF könnten gegen den Spruch der ADK vorgehen. Zuständig wäre dann erst einmal das Schiedsgericht des DHB. Ein echtes Schiedsgericht, bei dem die Parteien jeweils einen Richter bestimmen und man sich auf einen Vorsitzenden einigt. Die Sperre würde während dieses Verfahrens aber nicht außer Kraft gesetzt.

    Wenn der WADA oder NADA das Strafmaß zu gering sein sollte, kann sie Einspruch einlegen.