Beiträge von Lothar Frohwein

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    Original von meteokoebes
    Was diese Hartz 4- Geschichte angeht. Erstens glaube ich nicht, dass Klar großartig davon leben muss. Der könnte nun als Autor noch genügend Geld erwirtschaften, zweitens hat sich der Staat in den letzten 30 Jahren auch erheblich verändert. Der Staat, den er damals bekämpft hat, ist nicht mehr der Staat, in dem wir heute leben. Drittens hat er die letzten 26 Jahre auf Staatskosten verlebt. Nun können einige bestimmt heraussuchen, was die Staatskasse teurer kommt. Hartz 4 oder eben Haftstrafen ;)

    Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass dem Klar alles weggepfändet wird, was über den gesetzlichen Freibetrag hinaus geht. Er hat auch materiell genug Schaden angerichtet.

    Streng genommen gehört die Todesstrafe nicht in diese Diskussion. Aber nur Staaten mit dem "Rachemodell" praktizieren sie, denn sie ist quasi das "Aushängeschild" dieses Modells (Stuktur: Mord, Todesurteil, Hinrichtung, die Tat ist gesühnt, alle freuen sich und alles ist wieder gut).

    In diesen Staaten ist lebenslang überwiegend wörtlich gemeint.

    Nun ist es aber auch so, dass diese Staaten (mit Ausnahme Teilen der USA) unserem Kulturkreis nicht sonderlich nahe stehen.

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    Original von Zwetschge
    Wieso muss dann noch eine Mindeststrafe von 26 Jahren festgelegt werden, nach der er entlassen wird? Wieso muss ein Straftäter nicht seine komplette Haftdauer verbüßen? Das ist es, was ich nicht verstehe. Nicht nur in diesem Fall, sondern allgemein betrachtet.

    Eine Frage, über diem man stundenlang diskutieren kann, ich versuche sie mal möglichst kurz und arg vereinfacht zu beantworten:

    Es gibt grundsätzlich zwei Modelle, aufgrund derer Staaten bestrafen, Strafen begründen oder Strafen vollstrecken. Das "Rache (Auge-um-Auge) - Modell", wie es z.B. in den USA praktiziert wird und das "Resozialisierungsmodell", das hierzulande gilt.

    Ziel des Strafvollzugs ist nicht die "Rache", sondern die
    Wiedereingliederung des Täters in die Gesellschaft. So steht es z.B. im Strafvollzugsgesetz.

    Wenn man jetzt also jemanden tatsächlich lebenslang wegschließt, kann das Vollzugsziel nicht mehr erreicht werden.

    Im Normalfall ist es so, dass zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe Verurteilte nach 15 Jahren erstmals einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung (auf Bewährung) stellen können. Dieser Antrag wird dann angenommen oder abgelehnt.

    In manchen Fällen stellt das Gericht bereits im Urteil die "besondere Schwere der Schuld" des Täters fest. Dann darf der Antrag nicht "schon" nach 15 Jahren gestellt werden, aber irgendwann eben doch, da auch für diese Täter das Resozialisierungsziel gilt. Wann sie den Antrag stellen dürfen, legt das Gericht fest, hier waren es 26 Jahre.

    Ist dieser Antrag dann begründet, d.h. es wird einem Täter attestiert, dass er nicht mehr gefährlich ist, muss er (unter Auflagen) rausgelassen werden. Das Resozialisierungsziel, in der Gesellschaft straffrei zu leben, ist erreicht.

    Das entgegenstehende System sagt: "Wir wollen die Tat rächen, auch als Genugtuung für die Opfer bzw. deren Angehörige".
    In vielen Ländern hätte man den Klar demnach hingerichtet.

    Welcher Ansatz gerechter ist, ob der Täter eine "zweite Chance" (und auch die Chance zur wenigstens finanziellen Wiedergutmachung) bekommt oder ob ein Staat das Recht hat, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und im Zweifel auch mit dem Risiko von nicht mehr korrigierbaren Fehlurteilen zu töten, das mag jeder für sich entscheiden.

    Ich bin Verfechter unseres Modells.

    Diskussionen kommen immer bei Härtefällen auf.
    Hier, wenn Leute zu früh entlassen werden und erneut straffällig werden, wie es immer wieder vorkommt oder wenn Leute besonders schlimme Taten begangen haben.

    Dort, wenn Unschuldige hingerichtet werden oder zig Jahre unschuldig in der "Todeszelle" saßen, wie es immer wieder vorkommt.

    Ein perfektes System, das allen gerecht wird, von allen als gerecht empfunden wird und das keine Fehler macht, gibt es leider nicht.

    Wenn schon eine Heimniederlage gegen die Übermannschaft aus Kiel und ein Remis gegen den Zweiten aus Lemgo ausreichten, um den Trainer zu wechseln, muss man sich heute fragen, was nun passieren muss? Denn am Trainer lag bzw. liegt es offenbar nicht, dass die Kröstis hinter den berechtigten Erwartungen des eigenen Umfeldes zurückbleiben.

    Wie fällt denn die (Fehler-)Analyse der Fans aus, die die Mannschaft regelmäßig beobachten?

    Wenn monatelang die Gehälter nicht gezahlt werden, muss der Ligaverband einschreiten dürfen, einschreiten und auch künftig die Gehaltszalungen kontrollieren (derzeit wieder aus aktuellem Anlass). Tut er es nicht, muss er sich Veräumnisse und Unterstützung von Wettbewerbsverzerrung/schlechter Außenwirkung vorwerfen lassen.

    Wenn es ohne solche äußeren Anzeichen wie ausbleibende Gehaltszahlungen einen Betrug gibt, kann die HBL dafür nicht verantwortlich sein. Wie denn auch? Aber sobald es hinreichend Anzeichen für einen möglichen Betrug gibt, muss geprüft und ggf. eingeschritten werden.

    Nach dem 10:15 in der 31. Minute sah es nicht gut aus für die schläfrig und emotionslos wirkenden Mindener. Der TVG spielte bis zur sicheren Chance und traf, während GWD zu schnell abschloss und unvorbereitet aus dem Rückraum warf.

    In der ersten Halbzeit waren die Torhüter auf beiden Seiten schwach, im zweiten Abschnitt steigerte sich Medhus deutlich. Auch weil die Deckung aggressiver wurde (TW und Deckung schaukelten sich gegenseitg hoch). So kamen Emotionen ins Mindener Spiel und die Halle wachte auf. Während in der ersten Halbzeit bei GWD noch viel über die Mitte lief, wurden jetzt die Außen gesucht, die nach Belieben trafen. Andy Simon machte ein tolles Spiel (8/10) und auch Gylfi Gylfason traf jetzt. Andersson und Rominger hielten in der 2. HZ 2 Bälle, Medhus 12. Das reicht eigentlich schon als Erklärung für die Wende zum 28:24. Zudem fiel Anders Oechler mit einer Daumenverletzung aus und Kneer stand völlig neben den Schuhen. Einzig Olli Köhmann konnte (in der 2. HZ) im Rückraum der Gäste überzeugen, die jetzt sehr viel leichte Fehler machten. Bei Minden traf nun auch Hegemann, Just (fehlte in der Anfangsformation) motivierte, so fand das Spiel letztlich aufgrund der besseren Abwehr, der TW-Leistung und dem größeren Biss in der entscheidenden Phase seinen verdienten Sieger.

    Ohne jegliche Torwartleistung ist auswärts nichts zu holen. In der zweiten Halbzeit war (mit 2 Ausnahmen) jeder Mindener Wurf ein Treffer. Irgendwie fehlte dem TVG die Entschlossenheit zur Gegenwehr, als Minden auf- und überholte und hat sich klassisch den Schneid abkaufen lassen. Das Aufbäumen in den Schlussminuten nach offener Deckung kam etwas zu spät.

    Ein sehr unterhaltsamer Nachmittag!

    Er war doch schön in den Medien und hat mit seinem "Trick" geholfen, Flensburg zu besiegen! Das reicht doch als Grund! ;)

    Mopo:

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    Boss schwört auf Julius Caesar ...
    Vereinszukunft: Rudolph will bleiben / Großes Lob für Trainer Martin Schwalb
    DIRK HOFFMANN, LARS ALBRECHT

    Der Sieg gegen Flensburg hat auch die Nerven von HSV-Boss Andreas Rudolph beruhigt. Erst in einigen Wochen will sich der 53-Jährige entscheiden, ob er weiter Präsident bleibt. Die Signale, die er aussendet, sind jedoch positiv.

    In der kommenden Woche gibt es erste Gespräche mit Präsidium, Aufsichtsrat und sportlicher Leitung. Der Mäzen, der seit vier Jahren viel Herzblut und viel Geld (15 Millionen Euro) in den Verein steckt und auch Identifikations- und Vaterfigur in einem ist, will den HSV unabhängiger von sich und seiner Kohle machen. Das damit verbundene Ziel: Mehr Leistung aus allen herauszukitzeln. "Wenn es um die Existenz geht, ist ein anderer Druck da, der leistungsfördernd ist, das hat schon Julius Caesar erkannt", versucht Rudolph seine Idee zu umschreiben. "Ich will nicht mehr das Auffangnetz sein."

    Aber er will dabei bleiben, wenn die Gespräche nach seinen Vorstellungen laufen. "Es kann auch sein, dass ich noch ein paar Jahre weitermache. Ich trete nur zurück, wenn es dem HSV nützt", sagt der Unternehmer. Eine Aussage, die für sich steht. Ein Kompliment macht Rudolph seinem Trainer: "Martin Schwalb ist gewachsen an und in dieser Situation. Unglaublich, wie er lernt, bei dem Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen."

    Ja, der gilt ab sofort. Wurde mir gestern telefonisch von einem Mitglied der L-Kommission bestätigt. Vier Pluspunkte.

    Vorteil: Man sieht auf den ersten Blick, wo die HSG steht, ohne rumrechnen zu müssen.

    Nachteil: Falls die HSG erfolgreich Rechtsmittel einlegt, müssten die Punkte wieder draufgepackt werden.

    Nach aktueller Rechtslage sind die Punkte aber weg. Und Tabellen sollen aktuell sein...

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    Original von jochenj
    Das einzige was sich zur Farce entwickelt sind die Threads hier im Forum, in denen ständig jeder unbedingt noch seine Meinung als (kleiner) Fan eines (kleinen) Vereins gegen die da oben in der HBL-Führung äußert.

    Sinn und Zweck eines solchen Forums ist, dass jeder im Rahmen der Spielregeln seine Meinung frei äußern darf und vor allem auch soll. Egal wie "klein" er im Vergleich zu manch (vermeintlich) "Großen" ist und unabhängig davon, ob er alles versteht.

    Normal ist auch, dass man nicht jerdermanns Meinung teilen muss.
    Sonst wäre das Leben so richtig langweilig. :P

    Klar ist weiter, dass dies hier kein hochwissenschaftliches Symposium ist, an dem ausschließlich ausgewiesene qualifizierte Fachleute teilnehmen!
    Wat wär´das langweilig! :D

    Sondiere ein wenig und du wirst den einen oder anderen brauchbaren Beitrag finden.

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    Original von TLpz

    Ist nicht relevant da ja jeder andere Spieler auch ins Tor gehen darf/kann. Bei der Argumentation würde der Regelverstoß (bzw. ob spielentscheidend oder nicht) von der Qualität des SPielers abhängig gemacht. Kann auch nicht sein...

    Das ist richtig. Es müsste eine Prognose erstellt werden. Aber das hat das DHB-Bundesgericht auch schon gemacht, wenn es gesagt hat, dass eine Mannschaft, die 25 Sekunden vor Schluss mit einem Tor hinten liegt und den Ball nicht hat "mit hoher Wahrscheinlichkeit" den Ausgleich nicht mehr erzielt und deshalb das Merkmal "spielentscheidend" verneint.

    Also Prognosen sind grundsätzlich erlaubt. Ob die sich nun auf die Qualität eines Spielers beziehen oder auf die Wahrscheinlichkeit eines Ballverlusts mit damit verbundenem Gegenstoß und Torgewinn der angreifenden Mannschaft, macht für mich erst einmal keinen Unterschied.

    In unserem Fall hätte für 20 Minuten ein Feldspieler ins Tor gemusst. Binnen zwei Minuten wurden drei Tore aufgeholt... Wie ist das da mit der Wahrscheinlichkeit?

    @ Uwe: Alles Auslegungssache. Wir haben die Aussage damals so empfunden, als ob er genau wusste, was er tat.

    Es kommt darauf hier aber gar nicht an, weil es mir um das Merkmal "spielentscheidend" ging. Also Änderung des Sachverhalts: Der einzige Torwart von B wird bei o.g. Spielverlauf aufgrund einer unstreitigen Regelwidrigkeit nicht disqualifiziert.

    Spielentscheidend?

    @ Uwe: Der SR hat die Situation richtig wahrgenommen, aber in Kenntnis der Regeln bewusst falsch entschieden. Zitat: Das ist zwingend rot!" - Antwort SR: "Ja, eigentlich schon. (!) Aber der Andi macht das nicht mit Absicht und B hat nur einen TW." --> M.E. Regelvertoß.

    Sehr bedenklich finde ich auch das erneut der "besten Liga der Welt" nicht gerecht werdende Kommunikationsverhalten der HBL.

    Bislang ist zu diesem Thema noch keine offizielle Pressemitteilung herausgegeben worden, dennoch bestätigt Frank Bohmann ausführlich gegenüber der Sportbild die vielen Medien bekannten Gerüchte. Wenn auf diese Weise Exklusivmeldungen verteilt werden, müssen sich die anderen Medien Gedanken über ihre Art und Weise der Berichterstattung machen. Und das tun sie. Das weiß ich aus diversen Gesprächen von gestern Abend.

    Mit einem Mitglied der L-Kommission war nämlich klipp und klar vereinbart, dass es seitens der HBL keine Aussagen bis zum Versand der Pressemitteilung geben wird.

    Frank Bohmann hat das anders gesehen. Na ja, Hauptsache mit "rauchendem Colt" in "Europas größter Sportzeitung" gestanden. Hilfreich war das aber auf Sicht sicher nicht.

    Sunnys Ansatz kann ich nicht nachvollziehen. Tatsachenentscheidungen sind nicht überprüfbar. Relgelverstöße schon.

    Mein Lieblingsbeispiel zu der obigen Diskussion, ob und wann ein Relgelverstoß spielentschiedend ist. Ich habe es selber erlebt.

    Mannschaft B ist Mannschaft A überlegen, hat aber nur einen (sehr guten) Torhüter mit. Beim Stand von plus 7 für B, 20 Minuten vor Schluss, stürmt der Torwart von B dem Gegenstoß laufenden A1 entgegen und pumpt ihn stumpf um. Entscheidung des SR: Siebenmeter für A und Hinausstellung für TW B.

    Ich sage: "Das ist zwingend rot!"

    SR, der wie sich später herausstellte zusammen mit TW B in einem Auto angereist war, sagt: "Ja, eigentlich schon. (!) Aber der Andi macht das nicht mit Absicht und B hat nur einen TW."

    In den zwei Minuten, in denen B mit einem Feldspieler im Tor spielte, verkürzte A auf minus 4. Danach, als "Andi" wieder reindurfte, lief das Spiel wieder wie vorher.

    Am Ende waren es 8 oder 9 für B.

    Für mich ein spielentscheidender Regelverstoß, obwohl das Spiel mit acht oder neun Toren Differenz ausging und der Fehler schon recht früh (40.) passierte, als B noch hoch führte. Oder was meint ihr?


    PS: Wir haben keinen Einspruch eingelegt. Lohnt nicht und in unserer Klasse ist das Ergebnis eh fast egal. Selbst wenn wir den Einspruch durchbekommen hätten, hätte es ein Wiederholungsspiel gegen B mit Andi und einem weiteren TW gegeben, das wir noch deutlicher verloren hätten. Und der SR, den man immer wieder trifft, wäre ewig stinkig gewesen. Wir haben das mit ihm im stillen Kämmerlein geklärt. Es gibt für solche Situationen keine gerechte Lösung.
    Es ist also eine rein theoretische Frage, ob hier ein spielentscheidender Regelverstoß vorlag.