Beiträge von Lothar Frohwein

    Zitat

    Original von FloWHV
    Überzogene Einkaufspolitik, hohe Ziele mit großen Worten aber nix dahinter

    Nun ja. Was heißt überzogene Einkaufspolitik? Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn das Geld da ist, ist es legitim, es für gute Spieler auszugeben, um die notwendigerweise hohen Ziele zu erreichen. Andere Vereine machen das genauso. Kiels Spieler sind auch nicht vor der Ostseehalle einfach vom Baum geschüttelt worden und spielen für ein Butterbrot und die Ehre.

    Der HSV wäre tot, wenn man nicht versuchte, mittelfristig um den Titel zu spielen. Mit einem Ziel: "Wir wollen einen Mittelfeldplatz und ein wenig die Großen ärgern", könnte man in Hamburg den Laden gleich dicht machen. Das interessiert bei der Konkurrenz aus anderen Sportarten niemanden dort. Hier ist der Unterschied zu kleinen und ländlichen Vereinen, die dort traditionell verwurzelt sind.

    Nix dahinter? Das mag für die letzten Jahre zutreffen. Aber aktuell sieht es doch anders aus. Hamburg hat bislang drei Spiele verloren. In Magdeburg, in Flensburg und daheim gegen Kiel. Somit ist der HSV im Rennen um die CL-Plätze. Zudem noch im Pokal und im EC vertreten. Voll im Soll, sozusagen.

    Käme ein liquider handballverrückter Sponsor zum WHV, der mal eben 2 Mios oder mehr pro Saison locker macht, würdet ihr genau so vorgehen und versuchen z.B. Kehrmann oder Velyky zu verpflichten.

    Natürlich ist die Abhängigkeit zum Präsidenten da und das ganze Ding steht und fällt mit ihm, aber noch steht es. Dass es mal fallen könnte, ist reine Spekulation. Vielleicht schafft es das Management ja, durch Gewinnung neuer Sponsoren, die Abhängigkeit nach und nach zu verringern.

    Große Worte? Okay, die wirken auf die Handballfans in Deutschland verschieden. Aber dem HSV muss es darum gehen, Sport interessierte Leute in Hamburg für den Handball zu mobilisieren. Da müssen große Worte her, die Aufmerksamkeit erregen. Namen, die man kennt müssen fallen. "Wir haben da ein großes Talent aus der 2. Liga Süd an der Angel", hilft da nicht weiter. Aber "Kehrmann" bringt eine Schlagzeile und somit Medienpräsenz.

    Wie diese "großen Worte" auf Handballfans anderer Vereine im Rest des Landes wirken, muss dem HSV völlig wumpe sein, denn von denen hat der Verein nichts.

    Man wird sehen, wie sich die Sache entwickelt. Mit Berlin (okay, die haben Tradition) rückt vielleicht bald ein Verein nach, der ähnlich agieren muss. Die Konkurrenz schläft nicht.

    Die Auswirkungen?

    Natürlich droht kleineren Klubs die Gefahr angesichts der finanziell überwältigend ausgestatteten Konkurrenz durch die Roste zu fallen.

    Aber: Wenn es pro Saison bald zehn oder zwölf Vereine gibt, die zum Erfolg verdammt sind (CL-Platz, Titel o.ä.), werden von denen zwangsläufig mindestens die Hälfte das Ziel nicht erreichen, was auch Auswirkungen auf den künftigen Etat oder Fortbestand haben könnte.

    Und dann kommen wieder die soliden (tradionellen) "Kleinen" ins Spiel...

    Man muss auch durchaus mal sehen, dass der Klub jetzt nicht mehr serienweise Negativschlagzeilen produziert, die dem Image der Bundesliga geschadet haben. Der HSV ist etabliert.

    Für mich mittlerweile ein normaler Verein mit großen Ambitionen, bei dem die Medienarbeit aufgrund der entsprechenden Strukturen in der Hansestadt eben anders gestaltet ist, als anderswo.

    Wegen des Termins unter der Woche und der relativ frühen Anwurfzeit, ist kein Fan-Bus zustande gekommen. Einige Unentwegte machen sich mit einem Bulli auf den Weg.

    Über die Favoritenrolle muss man sich jedenfalls keine Gedanken machen. Hens hin oder her. Für Branko, Alois und Henning dürfte es dennoch ein interessantes Spiel werden. Für den TuS geht es auch darum, die lange verletzten Damjan Blecic und Branko Kokir spielerisch unter Wettkampfbedingungen wieder ins Spiel zu integrieren, denn ab Samstag geht es richtig um die Wurst.

    Eine völlig unnötige Niederlage für GWD. Bis zum 18:13 (41.) mit Chance auf 19:13 war GWD in allen Belangen besser. Vor allem auf RR und im Tor. Danach reichte eine simple Umstellung auf 5:1 (Allendorf vorgezogen), um GWD völlig aus dem Rhythmus zu bringen. Matosevic hielt 8 Bälle im ganzen Spiel, GWD warfüber das Tor, trat in den Kreis, schloss überhastet ab und Wetzlar kam Tor um Tor heran und witterte plötzlich die Chance.

    Karpidis per Kempa auf Zuspiel Ivankovic (der Neuzugang war an 3 der letzten 4 Tor bringenden Aktionen beteiligt, fiel vorher aber nicht auf) traf in der 57. zum 21:22, der ersten HSG-Führung. Gundjonsson glich letztmalig aus. Nach einer Zeitstrafe gegen Jonsson (Fuß) traf Ivankovic zum 22:23 (58:08), Hock kassierte eine Hinausstellung. Arne Niemeyer, der in dieser entscheidenden Phase für Just gekommen war, traf Matosevic mittig. Ivankovic machte im Gegenzu alles klar. Nach einem Fehler von Just vollendete Matosevic ins leere GWD Tor zum Endstand.

    GWD hat den Sack nicht zugemacht und Wetzlar den Sieg geschenkt. Die HSG hat diese überraschende Chance genutzt. Das muss man erst einmal schaffen.

    Zitat

    Original von Meikel
    Sollte der WHV es schaffen, wäre doch mal WHV-Düsseldorf ein schönes Los...egal wer Heimrecht hat. Müssen ja nicht immer dieselben Teams in Hamburg beim Final Four antreten...

    Och das wird schon so kommen, dass die HSG nach Hamburg und der WHV nach Weißdergeier muss. ;)

    Nach der Reise nach Bensheim weiß ich, was ein sog. "Pflichtspiel" ist... Rückkehr 3.30 Uhr...

    40 Minuten lang wilde Tempohatz. Ein Spiel für die Zuschauer.

    Gegen diese Kröstis sind wir derzeit chancenlos. Ich bin mir auch sicher, dass die zuhause niemand mehr schlägt, wenn die SG in dieser Besetzung aufläuft.

    Es war aber wie immer bei der SG sehr nett!