Beiträge von Lothar Frohwein

    Zitat

    Original von Felix0711
    Ich denke, ein Beruf, dessen Inhalt es ist, den bildungsmäßigen Lebensweg der Kinder vorzuzeichnen und mitzuprägen, sollte nicht unterhalb eines normalen Ausbildungsberufes angesiedelt sein, Helge ;)

    Das Ganze soll den Beruf auch nicht aberwerten. Ich bin nur der Auffassung, dass die Ausbildung hier falsch läuft. Die Studenten müssen viel eher mit der grausamen Wirklichkeit des Unterrichts konfrontiert werden, um zu erfahren, ob der Beruf überhaupt der richtige für sie ist. Von einigen unbedeutenden Praktika abgesehen, merkt ein GS-Lehrer erst nach sechseinhalb Jahren nach zwei Staatsprüfungen, dass er sich doch mächtig verzockt hat und er keine Kinder mag. Dadurch kommen Lehrer an die Schulen, die uneigeignet sind, weil sie am Beruf keine Freude haben.

    Didaktik und Methodik muss kommen da zu kurz. Es ist alles viel zu theoretisch und geht von falschen (pädagogischen) Ansätzen aus, die sich alle halbe Jahre ändern.

    Nein, ich bleibe dabei: Ein Jahr gestraffte Praxis mit Didaktik- und Methodikkursen, die sich an der Wirklichkeit und nicht an abstrusen pädagogischen Modellen orientieren, sind eine bessere Ausbildung.

    Ich habe hinreichend GS-Lehrerinnen im Freundeskreis, die das nach auch nach einiger Zeit an der Front (so nennen sie es) genau so sehen. Aber dann hätten ja manche Leute keine Arbeit mehr. An den Unis, die Schulämter, die Bezirksregierungen... Wer wil das schon? Es muss ja Leute geben, die nur dafür da sind, schwachsinnige Regelungen zu erfinden, um ihre eigene berufliche Existenz zu rechtferigen...

    Aber ich weiche vom Thema ab:

    Die beiden Studiengänge, die ich hautnah miterlebt habe, gehören grundlegend reformiert. Und mit Reform meine ich nicht, dass irgendwelche Prüfungsinhalte anders gewichtet werden. Es geht um Inhalte.

    Um nochmals zu provozieren: Man darf nicht jeden Furz verwissenschaftlichen. Das wird an den Unis aber (naturgemäß) getan. Manche Dinge gebietet auch der einfach gesunde Menschenverstand und den muss man nicht in Fremdworte verpacken. Den hat man oder man hat ihn nicht.

    Das Verpacken einfachster Lebenssachverhalte in pseudowissenschaftliche Schubladen gipfelnd in nichtssagenden seitenlangen Abhandlungen, die mit Fachausdrücken und Fußnoten überfrachtet sind ist ein ganz gewichtiger Grund dafür, dass es den Hochschulen an allen Ecken und Enden an Kohle fehlt!

    Einsparungspotenzial liegt sicherlich auch in der Reform der Studiengänge.

    Ich kann hier zwar nur für mich sprechen: Aber Jura lernt man nicht in der Uni. Wenn ich insgesamt drei brauchbare Vorlesungen besucht habe, ist das viel. Es waren nicht einmal drei. Genau genommen war es eine. Eine von vermutlich fünfzig, die man belegen musste. Bei mir war es jedenfalls so. Dass was man für die Staatsprüfungen braucht, wurde nicht im Ansatz vermittelt. Vielleicht ist das heute anders, aber ich glaube es nicht wirklich.

    Das Wissen um bestehen zu können, habe ich mir für teuer Geld beim privaten Repetitor geholt.

    Vor diesem Hintergrund könnten Studiengebühren vielleicht bewirken, dass die Studenten (Kunden) Druck machen und das beigebracht bekommen, was sie benötigen. Und nicht Baden-Würtembergisches Wasserrecht, referiert in Bielefeld...

    Anderes Beispiel: Warum zum Henker müssen Menschen, die an Grundschulen unterrichten wollen, vier Jahre studieren und sich mit höherer Mahematik, Physik und Chemie rumschlagen? Man muss doch heute froh sein, wenn ein Schüler, der die vierte Klasse verlässt, überhaupt weiß, was er sich unter Chemie vorzustellen hat. Geschweige denn, dass er wissen muss, wie "Physik" geschrieben wird...

    Das Abi als fachliche Qualifikation muss doch reichen. Ein Jahr Didaktikkurse "an der Front" und es muss reichen. Auch hier aknn viel Geld gespart werden.

    Ich weiß nicht, ob Volkswirtschaftler das schon durchgerechnet haben:

    Was ist für den Staat teurer?

    Die Finanzierung von Erststudiengängen mit der Gewissheit, dass Qualifikatinen geschaffen werden oder ein aufgrund von hohen Studiengebühren rückläufiges Aufkommen an Studenten, was automatisch mit dem Anstieg von Arbeitslosenzahlen verbunden ist?

    Schließlich fallen Studenten nicht der Bundesanstalt für Arbeit oder (i.d.R.) den kommunalen Sozialhilfekassen zur Last.

    Ein wenig ärgerlich, aber letztendlich ist das Remis okay.

    Vielleicht kam Grafenhorst ein wenig zu spät. Aber ansonsten hätte Heiner auch nicht mehr machen können. Glandorf hat in den Spielen zuvor überzeugt und wichtige Tore gemacht. Zeitz nicht. Insofern war diese Entscheidung nachvollziehbar. Zumal Zeitz auch gestern wieder ziemnlich viel dumme Aktionen produziert hat. Bsp: Vorne ohne Not verbaseln, hinten dummes Frustfoul, Zeitstrafe, 2:0 in der Überzahl für Norwegen...

    Ich habe schon überlegt, dieses Thema in das Thema "Manipulation beim Handball" zu verschieben. Auf Remis gibt´s doch die höchste Quote, oder?

    Denn: Ich setze einfach voraus, dass WM-Schris die Regeln (Stichwort: gefährliches Spiel) kennen. Da fällt es schwer, keine Absicht zu unterstellen.

    Leider habe ich bei EM und WM schon oft unterirdische SR-"Leistungen" sehen müssen. Gestern erneut.

    Natürlich ist das möglich! Ich sehe die Gefahr im deutschen Spitzenhandball allerdings bei 0 %.

    In niedrigeren Klassen werden immer mal wieder Spiele absichtlich verschoben. Gerichtsverwertbar beweisen kann man es nicht, aber es sieht ein Blinder mit Krückstock. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Da geht es weniger (fast nie) um Geld (Bier), sondern um persönliche Dinge, Lokalpatriotismus etc.

    Bedenken habe ich auch bei manchen Gespannen, die im Eurpoapokal pfeifen. Für die ist es - je nach Herkunft - sicherlich nicht leicht, "Verlockungen" zu widerstehen...