Magdeburg mit glücklichem Sieg über Melsungen
Keineswegs wie ein Aufsteiger spielte heute die MT Melsungen in Magdeburg auf. Die von Dr. Ratislav Trtik betreuten Gäste führten fünf Minuten vor Spielende noch mit 29:28, bevor vier Treffer in Folge dem routinierteren Gastgeber den glücklichen 32:29-Sieg brachten. Magdeburg setzte sich durch den Sieg mit nun 7:3 Punkten zumindest über Nacht an die Spitze der Bundesligatabelle, Melsungen rangiert mit 4:4 Punkten auf Platz Neun. Vor 4800 Zuschauern war Renato Vugrinec mit sieben Toren bester Werfer für die Gastgeber. Beim Aufsteiger traf Daniel Valo (8) am erfolgreichsten.
Daniel Valo brachte die Gäste aus Melsungen in der Anfangsminute mit 1:0 in Führung. Vor 4.800 Zuschauern glich Karol Bielecki aus und Tkacyzk und Sprenger brachten den Favoriten mit 3:1 in Führung. Dies gab dem Gastgeber aber keineswegs die notwendige Sicherheit, mit einem Doppelschlag glich der Aufsteiger aus und ließ sich auch in der Folge nicht abschütteln. Beim 6:3 führte der SCM noch einmal mit drei Toren, doch Melsungen wechselte in der Abwehr auf eine offensivere Variante.
Magdeburg benötigte einige Minuten um sich darauf einzustellen, doch nach dem 8:8 übernahm der Gastgeber das Kommando. Tkaczyk, Vugrinec und Grafenhorst brachten den SCM wieder mit drei Toren in Führung. Der in der ersten Halbzeit treffsichere Vugrinec und Sprenger bauten den Vorsprung kurz vor der Halbzeit sogar beim 17:12 sogar auf fünf Treffer aus, doch Melsungen zeigte sich unbeeindruckt und konnte zur Halbzeit den Abstand nach einem von Hazl verwandelten Siebenmeter den Abstand beim 14:17 wieder auf drei Tore.
In der Halbzeit änderte Trtik unterdessen erneut die Abwehrformation des Gastgebers, die nun ein 4:2-System spielten. Magdeburg hatte mit dieser offensiven Deckung nun große Probleme, den Bördestädtern unterliefen unter dem Druck der Melsunger Abwehr nun zahlreiche Fehler, zudem zeigte sich Melsungens Torhüter Zoran Djordjic erneut in glänzender Verfassung. Melsungen wusste die Schwächephase des Gastgebers zu nutzen, in der 38. Spielminute gelang Sanikis der Ausgleich zum 19:19.
Doch damit nicht genug, die Magdeburger schlossen nun häufig überhastet ab und so übernahm der Aufsteiger in der Bördelandhalle durch Hazl beim 21:20 sogar die Führung, die der Außenseiter durch Karsten Wöhler sogar auf 22:20 ausbauen konnte. Wöhler stand auch kurz darauf im Mittelpunkt des Geschehens, als er Bielecki unsanft stoppte und dafür von den Schiedsrichtern den Roten Karton gezeigt bekam. Magdeburg nutzte die Überzahl um auszugleichen, aber Melsungen ließ sich davon ebenso wenig beeindrucken, wie von der neuerlichen Magdeburger Führung durch Sprenger.
Kurtagic brachte den Aufsteiger fünf Minuten vor Spielende mit seinem Treffer zum 29:28 sogar wieder in Führung, doch in den Schlußminuten sollte das Glück auf Seiten des Gastgebers sein. Im Tor wusste sich Johannes Bitter in den entscheidenden Minuten zu steigern und hatte zudem Glück, als beispielsweise Hazl beim Stand von 29:31 von der Siebenmeterlinie nur den Pfosten traf. Auch eine offene Deckung half Melsungen nun nicht mehr, nach Abatis 32:29 war die Begegnung entschieden. In die Freude über zwei glückliche Punkte mischten sich von den 4.800 Zuschauern allerdings auch einige Pfiffe.
SC Magdeburg - MT Melsungen 32:29 (17:14)
SCM:
Vugrinec (7/3), Bielecki (6), Sprenger (5), Tkaczyk (4), Kuleschow (3), Grafenhorst, Roggisch (je 2), Abati, Kretzschmar (je 1), Theuerkauf (1/1)
Melsungen:
Valo (8), Hazl (5/2), Kurtagic (4), Sanikis, Wöhler (je 3), Kraus, Hruby (je 2), Kontic, Pregler (je 1)
Zeitstrafen: 6/2 + Disqualifikation Wöhler (43.)
Siebenmeter: 4/7, 2/4
Spielfilm:
3:3 (5.), 6:4 (8.), 6:5 (12.), 8:7 (15.), 9:8 (18.), 10:8 (20.), 11:9 (22.), 14:12 (25.), 17:14 (HZ)
18:16 (33.), 19:18 (36.), 20:21 (39.), 22:22 (42.), 25:24 (45.), 26:26 (48.), 28:28 (52.), 28:29 (55.), 32:29 (EN)
quelle