Beiträge von Andi.Waffen57

    Das heutige Spiel hat eindrucksvoll bewiesen, dass man auf diesem Niveau ohne Linkshänder im Rückraum nicht mehr viel zu melden hat.

    Kompliment an Klatt und Kevic für die ausgetüftelte Variantenvielfalt, um diese Problemzone in den Griff zu kriegen. Leider war es zum Scheitern verurteilt.

    Mit der rechtlichen Etablierung des Nullschritts aus dem eigenen Prellen hat jeder Spieler de-facto 4 Schritte zur Verfügung. Mir gefällt das gar nicht. Das macht es für die Abwehrspieler nur noch schwerer bis unmöglich, ein 1vs1 über Stellungsspiel zu gewinnen.

    Klar, der Sport soll für die Generation "Aufmerksamkeitsspanne und Reizsensibilität durch TikTok ruiniert" attraktiv gemacht werden - heißt noch schneller, noch mehr Tore, noch mehr Run and Gun. Das wird die neue Regel auch sicher hergeben. Bald sind dann 37:41 keine Seltenheitsergebnisse mehr sondern der Standard - der Trend ging da ja auch ohne den vierten Schritt schon hin.

    Und wenn dann auch weiterhin "ein Schritt mehr" nicht gezählt wird, dann sind die Genossen Kristiansson und Konsorten bald regelmäßig bei 5. Nicht mehr lange und man erkennt unseren Sport gar nicht mehr wieder.

    Ich für meinen Teil liebe die Abwehr beim Handball. Abwehrschlachten sind für mich taktisch die schönsten Sipele. Und die aufopferungsvolle Abwehrarbeit wird massivst ins negative revolutioniert durch die neue Regel.

    Warum eigentlich nicht direkt komplett ohne Abwehr spielen - jeden Angriff Schussfalle - und dann sofort wieder zur anderen Seite? Das dürfte den TikTok-Kids doch entsprechen.

    Generell war das Remis Hamm- Nettelstedt gestern für die Eulen aktuell das "schlechteste" Ergebnis. Sie MÜSSEN jetzt gegen Essen liefern.

    Ich finde es ehrlich gesagt absolut daneben, dass das Eulen-Spiel erst am Dienstag ist und generell, dass dieser so entscheidende Spieltag von Mittwoch bis Dienstag gestückelt ist.

    Würde mich mal interessieren, was da das geniale Argument der Entscheider gewesen ist.

    Eine "Abstiegskampf-Konferenz" am Samstag Abend würde doch DYN mitunter die meisten Views der gesamten Saison, ob 1. oder 2. Liga einbringen - wenn plötzlich die Fans ALLER Abstiegskandidaten plus die Handball-Interessierten ohne "Betroffenen-Bindung" gleichzeitig in Massen die Geräte einschalten. Und es wäre rein sportlich um ein Vielfaches attraktiver als so, wie es jetzt ist.

    Aber gut, die Experten im deutschen Handball machen ihre Expertendinge.

    Mit dem Ergebnis aus Hamm gestern ist es amtlich:

    Der TuS Ferndorf kann morgen (!) zuhause (!!) im Südwestfalenderby (!!!) den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen.

    Welch Fügung des Schicksals, dass es ausgerechnet dieses Spiel ist. Als wäre es vorbestimmt gewesen.

    MÄNNER, HOLT DAS DING!!! :love: :love:

    Ich denke mir eher: Die Regularien sind zu strikt. Hüttenberg kann in seiner Halle gegen den BHC und Minden spielen, aber nicht gegen Stuttgart und Hannover?

    Da sitzen die Verantwortlichen womöglich auf einem zu hohen Ross. Man sollte gerade den Dorfverein doch nicht zwingen, seine Identität aufzugeben. Dann läuft was falsch. Und ich finde weder die Hallen-Experience noch die Stream-Experience in Hüttenberg jetzt so gravierend schlecht, dass da nicht auch das Label "Bundesliga" draufgeklebt werden könnte.

    Was wäre dein Gegenvorschlag?

    Die "Alte Schule" für 18er Staffeln: Drei Aufsteiger, drei Absteiger. Keine Relegation oder sonst welcher Schnickschnack. Das "beste Modell" für die Competiveness des gesamten Ligabaums.

    Falls jemanden die sportwissenschaftliche Perspektive hierauf interessiert, sind die Links zu zwei Papers beigefügt, die das Thema diskutieren:

    https://www.researchgate.net/publication/227378904_Optimal_Dynamic_Clustering_Through_Relegation_and_Promotion_How_to_Design_a_Competitive_Sports_League

    https://www.researchgate.net/publication/304636360_Promotion_and_Relegation_in_Sporting_Contests

    Ehrlich gesagt befürchte ich das dann Spiele vor nicht einmal 1000 Zuschauern stattfinden.

    Wohlgemerkt: Wir spekulieren hier völlig wild ins Blaue hinein.

    ABER: Sollte man wirklich aufsteigen - Wenn man dann ähnlich viele Chancen hat wie Potsdam dieses Jahr, dann halte ich deine Prognose für nicht unrealistisch.

    Der Umstand, dass es in einer 18er Liga nur noch 2 Auf- und Absteiger gibt, ist pures Gift für die Wettbewerbsfähigkeit. War eine Lobbyentscheidung PRO erstklassige Sportunternehmen - auf Kosten des Gesamthandballs. Aber DHB/DHL wissen ja, wie in allen Hinsichten, haargenau, was sie tun und sind über jede Kritik erhaben.

    Ich erinnere mich noch, wie hier vor ein paar Wochen schon wieder finanzielle Nöte herbeigeschrieben wurden. Jetzt konnte man einen Spieler langfristig binden, der in den eigenen Reihen zum deutschen Nationalspieler geworden ist.

    So schlecht kann die Lage also nicht sein, sonst würde so jemand in GM keine Perspektive sehen.

    Was genau wären denn die Gründe, die dagegen sprechen in Hüttenberg 1. Liga zu spielen? Gibt es da mittlerweile HBL-Auflagen oderso? Ich erinnere mich, dort vor Ort Erstligaspiele gesehen zu haben. Das ging also früher mal...

    Wir sind, als Aufsteiger mit Mini-Etat, das erst siebte Team der Liga, das die magische 30-Punkte-Schallmauer durchbricht! Noch vor dem großen Rivalen aus Hagen! Das muss es gewesen sein!

    Was für ein Tag für das rot-weiße Siegerland! Die Fußballer aus Siegen steigen nach einem gefühlten Jahrhundert wieder in die Regionalliga auf und der TuS Ferndorf schraubt die Klassenerhalts-Wahrscheinlichkeit auf 98% hoch. Einfach sensationell!

    Mattis Michel, Ferndorfs Kapitän und absolutes Aushängeschild - zudem ein Spieler aus dem gehobenen Zweitligaregal mit 400+ erzielten Toren als 27 jähriger, ist seine gesamte Zeit in der 2. Liga über ganz normal in der Industrie arbeiten gegangen und tut das nach wie vor. Die sportliche Leistung ruft er "nebenher" ab.

    Ich kann Stählerne Wiese nur beipflichten. Weder sind wir eine reine Profitruppe, noch haben wir einen Etat, der im Ansatz etwas mit einer 2 vorne zutun hat. Da sind wir wirklich weit weg von.

    Edit: In dieser Quelle hier beziffern die TuS-Verantwortlichen vor dem Saisonstart auf 1,3 Millionen und betonen, dass er damit so hoch wie noch nie sei: https://www.wp.de/sport/lokalspo…orf-weiter.html

    ist auf jeden Fall eine Region die wenig bis garnicht im Handballfokus steht. Klar, mit Gelnhausen, Hanau und Rodgau gute 3.Ligisten, aber leider eben nicht mehr. Ein Aushängeschild würde der Rhein-Main Region gut tun.

    Ich bezweifel aber, dass der TVH das werden kann. Man ist ein super-sympathischer kleiner Dorfverein, der sich zwar über die letzten Jahre herausragend professionalisiert und entwickelt hat. Aber die (gewollte) Attitüde ist eben, recht ähnlich wie bei uns in Ferndorf, gerade die eigene Kleinheit.

    Daraus wird nicht mal eben so wegen einer Bundesligasaison ein "Catch-all-Verein", der plötzlich größerflächig die Leute anzieht. Und das finde ich auch gut so.

    Was ein komisches Spiel, aber super gekämpft und am Ende noch einen Punkt geholt, auch wenn wahrscheinlich niemand versteht, wie Nordhorn das nicht gewinnt konnte!

    Es war bis Mitte der zweiten Hälfte ein herausragendes Spiel von Nordhorn. Sie haben das mit den zwei Eisbären am Kreis in der permanenten Überzahl klinisch gut ausgespielt. Der Isländer wird mal wer ;)

    Meine Erklärung: Selbst ein 7-Tore-Vorsprung reicht nicht, um den Faktor Hexenkessel zu "killen". Die Halle war zu dem Zeitpunkt zwar leise gespielt, ja. Aber schon ein 2-3 Tore Lauf für die Ferndorfer Mannschaft, wenn man auf 4 Tore oderso rankommt, heizt das Feuer wieder so richtig an. Hinten raus hat es lichterloh gebrannt. Nordhorn wollte nur noch, dass es aufhört. Mit dem letzten Wurf des Spiels kann Ferndorf sogar noch gewinnen.

    Tja, jetzt ist es soweit, was zu befürchten war, tritt im Sommer 2026 ein:

    Köster kündigt Abschied an: Kapitän verlässt den VfL Gummersbach - Oberberg-Aktuell

    Verbunden mit den oben gesammelten Gerüchten kann man vorhersagen, dass die Personalentwicklung im kommenden Jahr spannend werden wird.

    Da ich so einige Indizien sehe, dass der finanzielle Rahmen sich eher verschlechtert hat, wird das nicht einfach werden . . .

    Hoffen wir das Beste!

    Es war doch - rein sportlich - völlig klar, dass man Köster nicht halten können wird. Der VfL ist kein Verein der Weltspitze, Köster muss aber den nächsten Schritt seiner Karriere zu eben so einem Verein gehen. Das sind die Gesetze des Sports. Alles völlig normal, ich wünsch ihm nur das Beste und Verletzungsfreiheit.

    Daraus jetzt den direkten Schluss zu ziehen, dass man in Gummersbach finanziell den Gürtel enger schnallen muss - ich weiß nicht.