Beiträge von Andi.Waffen57

    Wieder das gleiche Fazit: Wieder eine deutliche Weiterentwicklung sichtbar, wieder nicht für Punkte gereicht. Aber das Nordhorn-Spiel hat mir trotz des Ergebnisses Mut gemacht, dass man es noch hinbiegen kann. Das waren die bisher stärksten zusammenhängenden 45 Minuten. Gegen einige schwächere Mannschaften hätte das für einen Sieg gereicht.

    Hier wird immer getönt das man einen Weltklasse Trainer hat. Und genau das ist meiner Meinung das Problem, der macht in der ersten Halbzeit alles richtig, um dann in der zweiten Halbzeit komplett zu versagen,.
    Dieser Trainer hat in der 2.ten Halbzeit mehr Angst zu versagen als die Spieler selbst.


    Wo genau liegt denn das Versagen des Trainers, wenn dem Kader a) die Erfahrung und Routine, b) die Führungsqualität und c) die spielerische Kreativität fehlen, auf die Deckungsumstellung in der 44. Minute zu reagieren? Das Spiel ist ganz offensichtlich verloren gegangen, weil man damit nicht klargekommen ist. In der 43. macht Rüdiger den 6-Tore-Vorsprung klar, in der 44. dann kommen Nordhorner Auszeit und neue Deckung und dann trifft der TuS erst in der 51. Minute wieder - da sind es nur noch +2.
    Ernsthaft, wo soll der Trainer versagt haben? Soll er deiner Meinung nach wild durchrotieren, immer wenn eine Formation zwei Angriffe am Stück nicht funktioniert? Meinst du das ist stabilitätsfördernd? Oder hätte er anders aufstellen sollen? Gegen die offensive Deckung war das gewählte Personal mEn das angemessenste, was er hat. Und genau an diesem Punkt scheitert es, und nicht beim Trainer. Es ist eben nicht das Personal da, was man braucht, um solche Phasen durchzustehen. Da kann der Trainer einem eher Leid tun, als dass er irgendwie Verantwortung tragen würde.

    Das heutige Aue-Spiel bestätigt mich in der Einschätzung des letzten Posts. Wieder war zwar eine Weiterentwicklung zu sehen, wieder hat es am Ende aber nicht gereicht. Wieder schleicht sich der Zweifel ein, dass es ohne (sofort weiterhelfenden) Neuzuwachs für die Position des Spielgestalters sehr, sehr eng werden wird. Dass den Großteil der Partie neben Bornemann im Rückraum Persson (Jahrgang 2000, wie L. Michel!) und J. Schneider (Etatmäßiger Linksaußen) spielen, mit Siegler und Strakeljahn aber 2 Neuzugänge für diese Positionen auf der Bank sitzen bleiben, spricht Bände.


    Nachtrag: Sportjournalistische Qualität, für die man auch noch Geld bezahlen soll, impliziert für mich, die Namen der Spieler des lokalen Teams, über das man berichtet, zu können. Im unten verlinkten Westfalenpost-Artikel hat der TuS die geforderten Neuzugänge offenbar schon geliefert, man kann nun zusätzlich mit Lutger Ten Velde, Sven Persson und dem Engländer Borneman aufwarten.
    Quelle (Die korrigierens wahrscheinlich noch, spätestens wenn sies hier lesen): 301 Moved Permanently

    Um hier in der Ligapause wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren: Im SZ-Artikel nach dem Hamm-Spiel war ein Andersson-Zitat, in dem er sinngemäß sagte, dass ein Entwicklungsprozess sichtbar ist und man Schritt für Schritt besser wird. Dem kann ich nur zustimmen. Die erste Halbzeit gegen Hamm war für mich die bisher Beste der Saison. Sie hat eine Weiterenwicklung gezeigt, die zwar nicht in großen Sprüngen stattfindet, aber dennoch beständig ist. Man sieht auf individueller Ebene, wie auch auf der Kollektiven, was die Pass-, Laufwege und die Chemie angeht, eindeutige Fortschritte. Wer das abstreitet, dessen Gemecker ist vielleicht intentional (Die Kids heute sagen "Hater") oder ihm fehlt ein wenig der Blick. Mich würde hier aber tatsächlich die Einschätzung des Verbal-Diarrhoe-Akrobaten "Nethper" interessieren.

    Jetzt kommt allerdings auch mein "Aber":
    Es hat bisher eben nur für einen geschlagenen Sieg aus 9 Spielen gereicht. Und will man nicht früh in der Saison den Anschluss verlieren, müssen jetzt Punkte her, da hilft alles nichts. Es ist undankbar und man fühlt sich, als würde man dem Team etwas in den Rücken damit fallen, einen guten, richtigen Entwicklungsprozess als "zu langsam" zu deklarieren. Aber die 2. Handball-Bundesliga erwartet eben ein gewisses Level, will man Spiele gewinnen. Und dieses Level hatte man, trotz des besagten Fortschritts, bisher häufig noch nicht länger als 15-20 Minuten am Stück. Und besonders selten eben in den Endphasen. Jede Mannschaft muss durch ihre Endphasen und jede Mannschaft, ob Kiel oder Ruckersfeld, hat dann mit den gleichen Symptomen zu kämpfen. Und die "spiel-lenkenden" Figuren, die Führungsqualität die dann eben gebraucht ist, hat der TuS bisher oftmals nicht.

    In der 47. Minute verkürzt Persson gegen Hamm auf -2. In den letzten 10 Minuten Netto-Spielzeit, der sogenannten "Crunch-Time" macht der TuS dann nur noch 3 Tore, 2x Ten Velde, 1x Rüdiger, keins aus dem Rückraum. Da sieht man genau, was fehlt.
    Vielleicht kann ja mal einer der Presse-Leute die Verantwortlichen im kommenden Nationalmannschafts-Loch fragen, ob es Neues vom Transfermarkt gibt.

    PS: und völlig offtopic: Ich finde den Gedanken von stählerne Wiese nicht falsch, ob man überhaupt auf Biegen und Brechen die Liga halten muss. Das hätte dann aber nichts mit Selbstmord zu tun, wie der Schlingel aus dem Johannland schreibt, sondern mit einem geordneten, vernünftigen Rückzug. Ob so etwas aber wirklich gut tun würde, wissen nur die Verantwortlichen. Und man muss ihnen da auch mal wirklich vertrauen, der TuS ist diesbezüglich das letzte Jahrzehnt in ausgezeichneten Händen gewesen.

    wenn die Mannschaft weiter liefert,


    Da hast du doch den Casus Knacktus. Abgesehen von temporärem (und immer gut vermarktbarem) Erfolg hat die Eintracht nach wie vor wenig zu bieten. Auch mit 1200 Zuschauern, die für Hagener Verhältnisse sehr gut wären, wäre eine hundsmiserable Stimmung in der Halle. Natürlich bringen sportlich starke Phasen immer ein paar mehr Zuschauer - grundsätzlich sehe ich aber einfach nicht, warum sich die Investoren gerade für den Standort Hagen entschieden haben, um einem Handballverein Geld reinzubuttern. Denn die Eintracht ist schon vergleichsweise (in jedem Fall im Ligavergleich) irrelevant und das ist auch denke ich das, worauf hsgfan99 abzielt.

    Am Ende befürchte (oder hoffe?) ich, dass das Projekt da in Hagen den gleichen Weg geht wie die Rhein Vikings. Mal kurz zum Spielball einiger gelangweilter Reicher geworden, nach Interesseverlust dann fallengelassen und in der Versenkung verschwunden. Wäre nichts neues. Und natürlich wäre es auch nichts neues, dass diejeigen, die es mit dem entsprechenden Verein halten, dann unbeirrbar und bis zum bitteren Ende in die Welt blöken, dass "es in ihrem Fall ja ganz anders laufen wird" als bei bisherigen Beispielen, dass "man es nicht vergleichen könne" und dass man es "bei uns ja richtig machen" würde. Wir werden sehen :)

    Aber wie gesagt, wenn man sich als Reicher schon so ein Projekt vornimmt, dann doch auch einen Verein, der ansatzweise interessant ist, ein starkes Umfeld oder eine traditionell frenetische Anhängerschaft hat. Hat die Eintracht aber alles nicht.

    Kaiser fragt sich in der heutigen SZ die auch hier schon angesprochene Frage nach der Spielmacherrolle. Das Fauli für den Rest der Saison ausfällt, ist umso bitterer, als dass sein Spiel gegen Dessau gezeigt hat, dass er unbestritten der dringend nötige Lenker und Denker im TuS-Spiel hätte sein können... Der Artikel geht dann die einzelnen Spieler durch und schreibt bei Strakeljahn, dass die "Variante" mit ihm am wahrscheinlichsten ist. Was vielleicht daran liegen könnte, dass er genau für diese Rolle geholt worden ist?

    Der Punkt ist aber doch gerade, dass er (wie alle anderen) nicht nur in die ihm zugeschriebene Rolle sowieso erst noch hineinwachsen muss, sondern dass nun auch noch "zusätzlich" der wichtigste Spieler als strategischer Kopf der Mannschaft möglichst ersetzt werden soll.

    Und das kann Strakeljahn nicht, das kann niemand. Bisher ist kaum ein Feldspieler mal länger als 60 Minuten konstant im Soll seines Möglichen gewesen. Dahin zu kommen und die jungen Spieler weiterzuentwickeln ist schon schwer genug. Wenn sie jetzt noch intern Fauli ersetzen sollen, ist das zu viel Verantwortung über die ganze Saison hinweg.

    Daher ist Kaisers letztgenannte Option die in meinen Augen einzig rationale: Es muss nachverpflichtet werden. Sijaric hat sich im Text dazu auch schon geäußert. Ich hoffe wirklich, dass etwas möglich ist.

    "Persönliche Gründe".
    Persönliche oder auch private Gründe können durchaus auch einmal der wahre Hintergrund sein.

    Insofern halte ich es für richtig, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen oder diese anzuheizen.


    Falls sich das darauf bezieht, dass ich die Formulierung in Anführungszeichen gesetzt hatte, so habe ich das natürlich ausschließlich aus Zitat-Gründen gemacht. Das man es anders lesen könnte, kam mir gerade erst in den Sinn. Vielleicht aber auch etwas überspitzt, aus Anführungszeichen Spekulations-Anheizung zu machen.

    Läuft hier irgendwo versteckte Kamera? Springt am Samstag der Geist von Kurt Felix plötzlich aus den Katakomben der Stählerwiese hervor und ruft im Mittelkreis "Verstehen sie Spaß?"
    Jedenfalls wird die Situation rund um den TuS nun skurril. Nach bereits 3 Monaten ist der erste hauptamtliche Geschäftsführer der Vereinsgeschichte wieder weg. "Persönliche Gründe" werden in der PM genannt.
    301 Moved Permanently

    Angesichts des desaströsen Saisonstarts mit 2 Klatschen und 4 Niederlagen nochmal ein etwas längerer Text:

    Es fühlt sich ein wenig an wie ein Deja-Vu. Was dem Spiel des TuS - wie zu Beginn der letzten Saison schon - fehlt, ist ein wirklicher Spielmacher, ein Lenker. Einer, der Kreativität und Variabilität in die Struktur des Angriffsspiels bringt. Gibts beides aktuell nicht. Es fehlt, und wenn man ehrlich ist, hat sich da seit dem Hagen-Spiel wenig getan, eine klare Spielidee. Tore sind Einzelaktionen oder erfolgreiche Kleingruppe, ansonsten sehen wir aktuell unendlich viel Stückwerk. Konzeptioneller Handball mit einer klaren taktischen Ausrichtung war gestern ab einem gewissen Punkt nicht mehr sichtbar. In der zweiten Hälfte sah das teilweise, angesichts der Emsdettener Deckung, aus wie Parteiball.

    Und da kann man der aktuellen Truppe aber auch gar keinen Vorwurf machen, denn bisher kann keiner der im Sommer geholten Spieler kann eine solche Spielmacher-Position so ausfüllen, wie es nötig wäre. Matzken konnte das zu Beginn der letzten Saison zwar auch noch nicht, aber er ist in die Rolle hineingewachsen und ist im Verlauf einer Saison zum wichtigsten Spieler "aufgestiegen". Warum gibt es aber beim aktuellen Personal Grund zum skeptisch sein, dass in den nächsten Wochen ein ähnlich kometenhafter Aufstieg wie bei Matzken geschieht? Bei ihm hat man die verfügbaren "Ressourcen" schon zu Beginn der Saison immer wieder aufblitzen sehen. In der aktuellen Generation hat sich bisher leider nur wenig angedeutet. Und die zu korrigierenden "Baustellen" sind teilweise das kleine 1x1 des Handballs:

    - Das Spiel des TuS trichtert viel zu sehr ins Zentrum, die eigentlich starken Außenspieler sind im Positionsangriff kaum eingebunden (War mit Rüdiger gestern in der 1. HZ etwas besser). Man muss den aktuellen Zustand mal damit vergleichen, was Dennis Aust, Miro Volentics oder Zerbe als RA damals für eine Bedeutung im Positionspiel hatten.

    - Dadurch dass es auf kleinem Raum stattfindet, beraubt man die mit Mattis stark besetzte Kreisläufer-Position ihrer Räume und ihrer Wirksamkeit. (Warum spielt Mattis so verhältnismäßig wenig?)

    - Viele Schüsse, vor allem mit zunehmender Spieldauer, sind nicht gut vorbereitet und vielleicht maximal 60-65%-Dinger. Das deutet auf vorher nicht gut vorbereitete Szenen hin - oder auf "jugendliche Unkonzentriertheit". In unserem Fall aber eher ersteres.

    Das sind nur 3 Beispiele, aber eben Dinge, die während eines Spiels von einem Spielmacher a la J.Andersson oder Koke gelesen worden wären. Und die im Angriff des TuS Ferndorf im Oktober 2021 aber leider unverändert 60 Minuten lang auf das Spiel einwirken. Und so macht man sich dann starke Phasen wie gestern gegen Emsdetten zunichte - zusätzlich zur oben beschriebenen, fehlenden Spielidee.
    Aber ich möchte auch noch ein Wort zum Umgang mit der Mannschaft schreiben: Es geht hier, egal was vor der Saison geredet worden ist, um Abstiegskampf. Und der Charakter eines Vereins zeigt sich in den allermeisten Fällen in den unangenehmen Stunden. Jubeln kann jeder. Aber die Zuschauerzahlen bisher waren schwach und auch das Gebaren auf Facebook, wo Leute dem gesamten Kader oder, sogar persönlich angreifend, einzelnen Spielern die "Zweitligatauglichkeit" absprechen (Was für eine peinliche Expertise - gerade in Bezug auf die genannten Spieler), halte ich für den falschen Weg. Wer die Mannschaft nach 4 Spieltagen schon unter den Bus wirft, ist kein Fan des TuS Ferndorf. Großwallstadt ist, genau wie wir, überraschend schwach gestartet. Mit einem Sieg ist man schon wieder vom Abstiegsrang runter. Es sind 4 Spiele gespielt, es ist nichts verloren.

    Am Wochenende gegen Dessau muss auf der Platte eine Reaktion kommen, aber vom Publikum eben auch. Und die muss heißen: Wir stehen hinter euch, jetzt noch mehr als vorher. Die Frage wird sein, ob das Ferndorfer Publikum dazu fähig ist, oder ob es entertained werden will. Denn Entertainment gibt es in der Stählerwiese aktuell nicht zu kaufen.

    Es ruckelt im Nord-Siegerland erheblich zum Saisonstart. Nur 750 Zuschauer, so wenig wie seit lang vergangenen Regionalliga-Zeiten nicht mehr (wobei das ein bisschen unfair ist, denn ein paar werden sicherlich auch immernoch wegen Covid nicht kommen) sehen die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel. Die sportlichen Gründe sind offensichtlich - es muss darum gehen, sie so schnell wie möglich zu beheben. Letzte Saison hat es lange gedauert, bis man das hinbekam und die Mannschft sich letztlich gefunden hat. So viel Zeit gibt es in dieser Saison leider vermutlich nicht. Man hat also nun schon etwas Druck auf dem Kessel und ob das förderlich ist, wird sich zeigen.

    Leider sehe ich, auch wenn ein Urteil nach 3 Spieltagen vielleicht etwas früh ist, bisher keinen adäquaten Ersatz für Torben Matzken. Und Jonas Faulenbach fehlt eben auch noch...

    Kannst dich mal mit mit D.Klein unterhalten, der ist ja auch der Meinung
    1 fehlender Spieler bei Kiel wirkt härter als 3 Topspieler die auf Flensburger Seite fehlen.


    Wenn man genau hingeschaut hat, hat man sehen können, wie sehr das Agieren mit 3 Rechtshändern im Rückraum das Flensburger Spiel beeinträchtigt. Das ist auf diesem Niveau eine beinah nicht zu kompensierende Schwächung der Spielphysik und des "Rhythmus". Schlimmer kann es - egal wie die Namen lauten - eine Mannschaft, die auf 3 Hochzeiten auf Spitzenniveau tanzt, eigentlich kaum treffen. Das wäre für Kiel genauso. Der Rückraum Sagosen-Duvnjak-Zarabec wäre eine völlig neue Art Handball zu spielen/ spielen zu müssen.

    Für diese Verhältnisse hat das die SG exzellent gelöst gegen Barcelona. Letzte Saison hatte man immerhin noch Petersson. Aber bei allem Respekt: Mit dem Rückraum Mensing- Gottfridsson - Mensah über 60 Minuten kann man nicht ernsthaft davon sprechen, dass Kiel nicht deutlicher Favorit ist. Die einzige Rotation am Donnerstag war, dass Mensing auch mal die Linkshänderposition spielen musste.

    Wie wird denn Barcelonas Auftritt eingeschätzt?
    Immerhin gab es auch dort viele Veränderungen, mit der Mannschaft der letzten Saison kann die Truppe wohl nicht mehr verglichen werden.


    Ich fand sie unerwartet stark. Mit Mem und Richardson haben sie lange Zeit mit 2 Linkshändern im Rückraum gespielt. Besonders ersterer war gestern Feldspieler-MVP. Mittlerweile übernimmt er auch deutlich mehr Verantwortung für den Spielaufbau als noch vor 1-2 Jahren. Der Ägypter im Rückraum muss noch ein bisschen geschliffen werden, aber rein von der Spielanlage passt der da hervorragend rein.
    Dinamo Bukarest hat übrigens zum Auftakt Kielce geschlagen. Der Verein ist im Prinzip seit Jahren im internationalen Geschäft einige Beachtung wert.

    Ich habe den Sommer über Sky Sport Ticket (Das für 10€, dass es nicht mehr gibt) behalten und zahle diesen Tarif auch weiterhin. Das Kalkül ist also aufgegangen: Am 27.6. war der letzte HBL-Spieltag, übernächste Woche geht es wieder los - macht 2 Monate (Juli und August) und 20€, die ich "umsonst" bezahlt habe. Die habe ich tatsächlich aber schon nach einem Monat HBL wieder "rausgespart", sofern man von diesem 1 Jahr-20€-Köder-Angebot absieht. Und selbst mit dem dauert es nur 2 Monate, also bis Oktober.

    Sollte mich Sky aus dem Abo hinauswerfen war es das aber für mich, weder kann Sky meine Bereitschaft erwarten, 20€ für HBL im Monat zu zahlen (Köder) und die 30 sind natürlich ein völliger Witz.


    Ein weiterer Spieler auf halbrechts oder gar einer wie dieser...nicht Style von Schmäschke, nie gewesen.

    Nun, Gidsel wechselt erst zur kommenden Saison nach Berlin. Und Sempers
    Vertrag läuft zur kommenden Saison aus. Ganz so abwägig sind die
    Spekulationen daher nicht gewesen. Und um eine Verpflichtung zu dieser Saison - wie du schreibst - wäre es glaube ich sowieso nicht gegangen.

    Die Debatten (hier und anderswo) um die Qualität des deutschen Handballs sind, sport-, erziehungs- und sozialwissenschaftlich betrachtet, seit Jahren exakt die Gleichen. Was daran liegt, dass auch die Ursachen seit Jahren exakt die Gleichen sind und sich daran schlichtweg nichts ändert. Entsprechend ehrt euch die Tatsache, dass ihr die Debatten unermüdlich weiterführt, zwar als Menschen, denen in Zeiten kollektiver Eindimensionalität (Marcuse) noch Fragmente des Lebens geblieben sind, die ihnen wirklich am Herzen liegen - vielleicht im Kontrast zu den jugendlichen Generationen der heutigen Zeit. Sie nützen aber nichts.
    Demokratietheoretisch bringen Meinungsfreiheit und "Debatte" nur dann etwas, wenn aus neu gewonnenen Erkentnissen über die Ursachen bisheriger Missstände Konsequenzen gezogen werden, diese Missstände zu beheben. Das geschieht im deutschen Handball aber nicht. Und wenn man sich sowieso nicht an die vermeintlich "richtige" Meinung hält (die sich in der Demokratie aus der Meinungsfreiheit dialektisch entwickelt), braucht man eh keine Demokratie - und auch keine Meinungsfreiheit. Solange sich die CID-Struktur (French) des DHBs und seiner untergeordneten Institutionen nicht maßgeblich neustrukturiert, sind eure Debatten deshalb vergebliche Liebesmüh.

    Oder ihr diskutiert statt über die sportliche Leistung der Nationalmannschaft darüber, wie man genau das hinbekommt.

    Das ist ein beeindruckender Transfer für einen Zweitliga-Aufsteiger. Nourouzi wird sicherlich mit der Ambition in die 2. Liga kommen, die Mitte-Position im Allstar-Team zu bekleiden - oder zumindest unter den besten Spielmachern der Liga zu sein. Fürn Appel und n Ei wird der sicherlich nicht spielen. Spannende finanzielle Ambition im Angesicht der 800 Menschen, die Handball in Hagen interessiert.

    Dahinter Mannschaften wie Ferndorf, Lübeck und Dormagen [...]


    Da fühlt man sich ja fast geschmeichelt, als erste "Dahinter" Mannschaft genannt zu werden. Dennoch denke ich, dass das einzige seriöse Saisonziel für unseren TuS auch in dieser Saison wieder nur "frühestmöglicher Klassenerhalt - alles andere ist Beigabe" heißen kann. Zumal die letzte Saison gezeigt hat, wie schnell man plötzlich in den Abstiegskampf reingeraten kann.

    Ich rechne zwar in dieser Saison mit einer aus unserer rot-weißen Sicht entspannteren Spielzeit. Mit dem Abstieg sollte (und wird) man weniger zutun haben, als noch in der abgelaufenen Saison. Dennoch hat man da zeitgleich das einzige rational betrachtete Ziel: Der vierte Zweitliga-Klassenerhalt in Folge wäre ein großartiger Erfolg, bedenkt man, dass wir 2005 noch in der Oberliga nie für möglich gehalten hätten, jemals höher als Regionalliga-Mittelfeld zu stehen. Und selbst der Gedanke war vermessen.
    Für mich sind die beiden großen Favoriten diese Saison Gummersbach und Essen. Und angesichts der (hier schon thematisierten) Leistungs-Dichte in der Spitze könnte man fast anfangen, für einen dritten Aufsteiger oder zumindest ein Relegationsspiel zu plädieren. Ansonsten wird die Aufstiegsregelung so ein bisschen zu einem Nadelöhr - in dieser bisherigen Dimension nicht wirklich schlimm aber in jedem Fall ein Fortschrittshemmnis für das ökonomischen Wachstum der Spielbetriebs-GmbHs. Das zeigt sich im Extremfall am Beispiel Regionalliga West im Fußball besonders gut.

    Um es am Fallbeispiel Hamm festzumachen: Für den Verein unseres Ex-Trainers wäre aus sportlicher, wirtschaftlicher, infrastruktureller und allgemein "entwicklungstechnischer" Sicht der Aufstieg in den nächsten 2-3 Jahren ein unumgänglicher Zwischenschritt auf dem Weg zu weiterem Wachstum. Wenn ihr mich fragt, die müssen früher oder später hoch, sonst stagniert man nur herum und so verliert auch das finanzierende Kapital irgendwann sein Interesse.

    Wenn aber jede Saison zwei Teams runterkommen, die in der letzten Saison deutliche ökonomische Vorteile gegenüber den Zweitligisten hatten, PLUS in der oberen Tabellenregion mit Gummersbach, Dresden, Hamm, Bietigheim und evtl. auch Schwartau etliche Teams sind, die alle mehr oder minder auf dem gleichen sportökonomischen Entwicklungsniveau stehen und sich gegenseitig behindern, muss sich Hamm potentiell gegen 7 andere Konkurrenten im Kampf um 2 Plätze durchsetzen.


    Nicht falsch verstehen, ich will an der Stelle nicht sagen, dass die aktuelle Regelung "unfair" oder "ungerecht" oder was für ein Moralismus auch immer sei. Sie ist aber schon ein gewisses Nadelöhr. Mich würde da sehr interessieren, warum die Regelung auf 2 Auf-, 2 Absteiger geändert wurde. Kann das jemand sagen? Wahrscheinlich im Sinne der Interessen der 1.Liga-Clubs? Jedenfalls nicht wirklich im Sinne der "allgemeinen Handballentwicklung".
    Nur das Beste und einen schnellen Klassenerhalt wünsche ich natürlich den guten Freunden von der BSG ZAB Dessau - die beiden Vereine verbindet ja mittlerweile eine gewisse Fanfreundschaft. :rotwerd:

    Wann und für wen gab's denn das Paket für 9,99 €?

    Das war doch nicht der Standardpreis während der Saison.

    War das eine Neukundenaktion für zwei oder drei Monate?


    Nein, das war ein Standard-Paket. Es gab 3 Stück - dieses war das billigste und inhaltlich abgespeckteste. Aber es hatte eben die HBL drin und war damit für viele Handball-Fans das Paket der Wahl. Ich habe bewusst zu Saisonende nicht gekündigt und die 10€ pro Monat in der Sommerpause in Kauf genommen, da ich schon geahnt hatte, dass evtl. keine Rückkehr zu diesem Tarif mehr möglich ist, wenn man aussteigt. Und siehe da: Man kann das dritte nun tatsächlich nicht mehr buchen. Ich habe von Sky aber noch keine Mail zu einer Preiserhöhung bekommen. Bin gespannt, ob sich da noch was tut bis zum Saisonstart.

    Ich sehe die Torhüter-Position nicht so skeptisch wie ihr, Hotti und Puhl sind ein starkes Gespann; wenn beide fit sind. Was an der Stelle einzig anzumerken wäre, sind die - ich nenne sie euphemistisch mal so - ungünstigen Umstände, unter denen man Durica "abgegeben" hat. Aber weder hier noch sonstwo sollte man schmutzige Wäsche waschen - wie schon gesagt sehe ich auch ohne Durica zunächst erstmal keine Baustelle im Tor. Sein Abgang ist vielleicht nicht ganz nachzuvollziehen aber für mich auch nicht wirklich gravierend in seinen Auswirkungen.

    Mir würde es gefallen, wenn man den angesprochenen Brosche als Nummer 3 hochziehen würde (War er auch schon in diversen vorherigen Zweitliga-Saisons), da man mit ihm 2 von 3 Torhüter mit "homegrown-Status" hätte. Er ist allerdings unverzichtbar in der 2. Mannschaft. Apropos: Was aus der und - allgemein gesagt - dem Unterbau wird, ist weiterhin sehr spannend. Mit Linus Michel hat die (als OL-Mannschaft mit lächerlicher Wertschätzung honorierte) "Zweite" einen ihrer wichtigsten Rückraumspieler abgegeben - Ersatz müsste von Extern verpflichtet werden, da es zuletzt keine A-Jugend gab.

    Zu diesem Thema wurde auch in der Westfalenpost zu Beginn des Monats der neue Geschäftsführer interviewt, ich zitiere hier seine Antwort (Artikel ist hinter einer Paywall):WP: Wird es auch zu Ihren Aufgaben gehören, sich um die manchmal
    stiefmütterlich behandelte zweite Herren-Mannschaft und die
    Schnittstelle zum Jugendbereich zu kümmern? Zuletzt konnte der TuS
    Ferndorf aus Personalmangel ja keine A-Jugend melden.

    H: Rein rechtlich gesehen bin ich nur für die erste Mannschaft zuständig.
    Wer mich aber kennt und kennenlernen durfte, der wird bestätigen, dass
    mir das ein großes Anliegen ist. Der TuS ist ein hervorragender
    Ausbildungsverein mit jeder Menge Potenzial. Mit der Handballabteilung
    gibt es bereits viele Gespräche, um Synergien zu finden, damit weiterhin
    viele junge Spieler den Schritt zu den Profis schaffen. Eine A-Jugend
    spielt da eine zentrale Rolle, genauso wie die zweite Mannschaft.
    Kurzfristige Wunder darf man hier aber nicht erwarten. Es geht um einen
    langfristigen Aufbau, wofür viele Partner gewonnen werden müssen.

    Quelle: 301 Moved Permanently

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