Beiträge von Jugendtrainer

    Ganz meine Meinung "Härter schneller"


    Nicht Gewinnen wollen ist böse!!!


    Sondern wenn der Trainer gewinnen will, ist oder wird er böse!!!


    Darum gehts; leider gibts immer noch zu viele Jugendtrainer, die das taktische Können ausspielen oder zu "anderen Mitteln greifen!", um nur ja das Spiel zu gewinnen und das Spiel des Gegners zu zerstören. (ein schönes Beispiel dieser Art: Kreisliga männliche D-Jugend, das eine Team ist der Heimmannschaft mit gut 8 Toren enteilt, nun fordert der Trainer die Jungen auf "härter ran zu gehen", Ergebnis das Heimteam stellt die Deckung von 4:2 auf 5:1 um, klammert, greift in den Wurfarm, etc, der Schiedsrichter ist nicht regelkundig, entsprechende Sanktionen bleiben aus, mitgereisten Eltern die sich Laut beschweren, wird gedroht eine Zeitstrafe gegen den Gast auszusprechen; Drohung des Trainers der Heimmannschaft!
    Das ist böse und nicht der Siegeswille der Jungen Handballer!

    Bei aller ANGST davor daß:
    1. die Kinder den Spass verlieren wenn sie oft und hoch verlieren
    2. die Eltern anfangen zu stänkern
    3. große Klatschen einzustecken


    Meine Antwort:
    Ich begleite zur Zeit ein Team, welches zu Beginn vor gut 6 Jahren hohe Niederlagen kassierte (höchste 42:0 !!!!bei 2X20 Minuten), nun von diesen Kids sind nach 6 Jahren immer noch alle dabei, es sind sogar noch viele dazu gekommen. Die Eltern waren zuerst auch unzufrieden (O-Ton: Warum wartet ihr nicht bis die das Spiel besser Können!), durch Aufklärung und Gespräche mit den Eltern ( Ansatz: Das wöchentliche Wettkampfspiel als zusätzliche Trainingseinheit zu sehen!!) konnte die Ausbildung der Mannschaft in aller Ruhe betrieben werden, nun gehört dieses Team zu den vier Besten des Kreises ( von 24 Teams) ...
    Das Team ist in der Lage die Manndeckung über das gesamte Spielfeld zu spielen, beherrscht als eine der wenigen Mannschaften die 1:5 Deckung und schickt sich an die 3:2:1 als nächsten Lernschritt umzusetzen...
    Und was soll ich sagen wir gewinnen auch schon mal Spiele obwohl wir uns nicht taktisch nach dem Gegner richten, sondern unser Lernkonzept beibehalten ...

    Also hat der DHB dann doch recht wenn er das Rahmenkonzept anordnet, damit auch die "altgedienten" und "erfahrenen" Trainer gezwungen werden von den verkrusteten Trainingsmethoden und auch Denkweisen abzulassen. Gott sei Dank braucht nicht mehr das Pro und Contra diskutiert werden.
    Übrigens tauchen immer wieder die gleichen taktischen Überlegungen auf, nämlich die des Trainers, wie gewinne ich das nächste Spiel, wie gewinne ich die nächste Meisterschaft! Um dieses Ziel zu erreichen ist mir jedes Mittel recht ... oder????


    Die Regel 8:2 und 8:3 werden meistens ignoriert, gerade im Jugendhandball und beim unteren Seniorenspielbetrieb! Aber das schlichte Catchen gehört doch wohl nicht zum Lehrinhalt den ich Jugendspielern vermittele! ODER???


    Wie wird das in anderen Verbänden und Kreisen gehändelt!

    Hallo Zickenbändiger!


    Im Vordergrund sollte doch die persönliche Entwicklung der jungen Sportler stehen, Taktik hat bis zumindest B-Jugend nichts beim Handball verloren, genauso wenig wie das feste Positionsspiel,sondern das Training muß sich anh den Bedürffnissen der Kids ausrichten. Du bist doch auch nicht in die Schule gekommen und hast sofort die Differenzialrechung drauf gehabt, auch nach drei Wochen nicht!
    Daher würde ich an deiner Stelle die Grundzüge der Rahmenkonzeption nochmal eingehend studieren, dann könnte dir der systematische Aufbau der Rahmenkonzeption einleuchten. Denn nicht jedes Kind hat sofort Fernwurfqualitäten, sondern hier sind die Entwicklungsunterschiede sehr groß. Außerdem zeige mir einmal eine weibliche E-Jugend in der alle Kinder einen Stemmwurf oder Sprungwurf von der 10 m -Linie erfolgreich beherrschen!

    Ich kanns nicht glauben was ich hier lese:


    Damit ich besser Handball spielen kann, brauche Harz!!


    Am besten fangen wir schon bei den Minis damit an, denn dann lernen die die Techniken sogar von ganz allein, Harz das Zaubermittel oder so!


    Und alle rutschen dann auf Knien in der Sporthalle rum und säubern diese, geht natürlich von der Trainingszeit ab!!


    Also ich persönlich bin der Meinung: Wer harzen muß sollte aufhören Handball zu spielen!


    Wie wärs mal mit Training?


    Ich selbst habe Harz auch schon ausprobiert, hatte mir damals auch einiges versprochen davon, z.B. den Ball besser zu fangen, aber ich schwitze auch viel und erreichte ich das genaue Gegenteil: Schweiß und Harz = Seife!


    Dazu kommt ein gerechtfertigtes Harzverbot in den Sporthallen, denn diese Sauerei läßt sich immer noch sehr schwer entfernen. Daher auch das Harzverbot seitens der Städte als Halleneigentümer. ( Unser Hallenwart macht sofort das Licht aus bei Harzbenutzung!) Das wissen auch die viele Handballverbände und ahnden das Vergehen mit einer Geldstrafe!


    Als Vorschlag an die Harznutzer:
    Spielt einfach draußen Handball, Sportplatz oder ähnliches! Dann bleiben die Sporthallen sauber, die Kids bleiben nicht am Boden kleben, es gibt keine Verletzungen wegen des stumpfen Bodens usw.

    Bei dem Thema Rahmenkonzeption stelle ich immer wieder fest, daß immer nur die Regelerweiterungen ( Regeländerungen!) diskutiert werden, und zwar ausschließlich die Nachteile. Meine Feststellung nach vielen Jahren Jugendarbeit im Verein ist folgende:
    1. bei neuen Regelvorgaben setzen die Kids diese völlig ohne Vorbehalte um, ersinnen sich selbstständig neue Strategien
    2. egal ob Pflicht oder nicht meine Jugendteams spielen seit Jahren die offensive Abwehr
    3. meine männliche C-Jugend hat als einziges Team im letzten Jahr trotz körperlicher Unterlegenheit eine Manndeckung ab der Mittellinie gespielt und deswegen sogar überraschend deutlich den Titel geholt
    4. alle Gegner haben gern gegen uns gespielt, weil sogar die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle mindestens 20 Tore!!! gegen uns erzielten!
    Wo also ist also das Problem, wenn man versucht einen roten Faden in die Nachwuchsförderung zu bringen, natürlich sind die Dinge nicht perfekt, aber gemeinsam können wir daran arbeiten und unseren Sport noch weiter nach vorn bringen.

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