Beiträge von herrsunshine

    Ohne jetzt ein Fass aufmachen zu wollen: Das Siegerland ist erst beim Wiener Kongress 1815 zu Preußen gekommen und war vorher über fünf Jahrhunderte dem Haus Nassau zugehörig. Von diesem stammen auch die bis heute verwendeten oranischen Farben im Siegener, Kreuztaler und auch Ferndorfer Wappen - man teilt sich hier also nach wie vor das Blau-Orange/Gold mit dem könglichen Emblem der Niederlande. Entsprechend "unpreußisch" ist es hier angesichts der relativ kurzen Geschichte eigentlich. Die politischen Verbindungen gingen über Jahrhunderte eher "nach Süden" als nach Norden, was bis heute sichtbar ist. Das könntest du, als Hesse, auch eigentlich wissen;)

    Ich weiß, es ist krass off-topic, aber deine Sichtweise kann ich so ganz nicht nachvollziehen. Der entscheidende m.E. maßgebliche Punkt ist ja, dass das Siegerland zu Zeiten der Gründung der Turnvereine preußisch war. Vor 1815 war ja noch nix mit Sportvereinen in den damaligen deutschen Gebieten. Von daher finde ich deine Argumentation schon etwas speziell…

    Ohne jetzt ein Fass aufmachen zu wollen: Das Siegerland ist erst beim Wiener Kongress 1815 zu Preußen gekommen und war vorher über fünf Jahrhunderte dem Haus Nassau zugehörig. Von diesem stammen auch die bis heute verwendeten oranischen Farben im Siegener, Kreuztaler und auch Ferndorfer Wappen - man teilt sich hier also nach wie vor das Blau-Orange/Gold mit dem könglichen Emblem der Niederlande. Entsprechend "unpreußisch" ist es hier angesichts der relativ kurzen Geschichte eigentlich. Die politischen Verbindungen gingen über Jahrhunderte eher "nach Süden" als nach Norden, was bis heute sichtbar ist. Das könntest du, als Hesse, auch eigentlich wissen;)

    Darüber weiß ich als Exil-Westfale natürlich bestens Bescheid. ;) Deswegen heißt es ja auch nicht Borussia Ferndorf bei euch. Oder Nassau Kreuztal.

    Das Main-Kinzig-Derby hat gehalten, was es versprochen hat und war bis in die Schlussminute spannend. Es hat mit der HSG einen verdienten Sieger gefunden.

    Ärgerlich war im buchstäblichen Sinne des Wortes am Rande des Spiels, dass man es mit dem Verkauf der Stehplatzkarten es offensichtlich zu gut gemeint hatte: Es wurden so viele Tickets verkauft, dass für etliche Fans im Stehplatzbereich der Blick auf das Spielfeld verwehrt blieb. Von den Sitzplätzen in den unteren Reihen war es teilweise nicht möglich auf das Spielfeld zu schauen, weil einem die Sicht durch die Stehplätze davor genommen wurde. Bei Ticketpreisen von 15 € für einen Stehplatz ein echtes Ärgernis! Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

    Das mit der Planungssicherheit, mag in der Theorie so sein. In der Praxis können Entscheidungen über Abstieg/Aufstieg, auch erst am letzten Spieltag fallen. Also muß dann auch vorher, zweigleisig geplant werden. Ist im Prinzip jetzt schon so und wird sich durch eine andere Aufstiegsregelung, auch nicht ändern.

    In der Praxis halte ich es für möglich, dass bei einer Aufstiegsregelung, bei der der Meister ohne Relegation aufsteigt, es Vereine geben wird, die frühzeitig über die sportliche Qualität und wirtschaftlichen Strukturen verfügen, den Aufstieg frühzeitig einzutüten. Das ist der entscheidende Unterschied. Den Teams aus Liga 2 mutet man ja auch keine Relegation zu. Die dürfen ja ach ohne Nachsitzen die Klasse halten (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

    Da hat sich der Mann klar und gut geäussert. Bei dieser Antwort gehe ich jedoch nicht mit.

    Es ist ein Unterschied ob ich als Verein versuche langfristig hochzukommen oder absteige. Das aktuelle System ist für Aufsteiger ganz klar ein Nachteil. Habe ich ein zweigleisige Staffel, so kann ich bei klarem Aufstiegskurs schon im Dezember bei Sponsoren mit dem Klingelbeutel rumgehen. Die Verträge werden i.d.R. im Februar gemacht. Das kann der Trainer auch zielgerichtet erfahrene Vollprofis locken und die Chance drin zu bleiben wird höher. Und vor allem kann ich das Verletzungsrisiko für die Aufstiegsrunde rausnehmen. Die Absteiger aus Liga 2 haben einen diametralen Business case und eben nicht das Verletzungsrisiko in den Entscheidungsspielen.

    Im jetzigen Fall haben wir dann halt Truppen wie Oppenweiler die sportlich komplett uninteressant sind und die Liga 2 uninteressanter machen.

    Als Fan/Konsument gibt es nichts geileres als die Sason 24/25 und die Chancen auf ähnliche Szenarien würden mit der Zweigleisigkeit signifikant steigen.

    Das sehe ich auch so: Durch den Modus der Aufstiegsrunde wird die finale Aufstiegsfrage künstlich zeitlich nach hinten verschoben.

    Je nach Saisonverlauf haben die meisten Zweitligisten recht früh Planungssicherheit, sind hier also im Vorteil. Haben zudem schon die wirtschaftlichen Strukturen aufgebaut.

    Hier wird meiner Meinung nach Augenwischerei betrieben.

    Ich finde das Interview sehr lesenswert und die Einordnung Bauers zur 3. Liga absolut treffend.

    Sein Credo ist ja, dass sowohl Verband als auch Vereine gefordert sind, die Strukturen zu schaffen für eine „neue“ 3. Liga. Also der Verband sollte reformieren zu zwei Staffeln mit je einem direkten Aufsteiger und die Vereine müssen sich professionalisieren.

    Mir gefällt außerdem der ganzheitliche Ansatz der HSG Konstanz, da ist man sicherlich auf einem guten Weg. In Hessen hat der TV Gelnhausen eine ähnliche Philosophie entwickelt, die eine neuer Perspektive auf die Vereinsarbeit eröffnet hat.

    Altenholz verzichtet auch. Theoretisch könnte es noch eine Mannschaft aus dem Süden geben; Läuft aber alles auf 6 Teilnehmer hinaus. je 1 Team aus den 3 Staffeln NW, NO und SW in 2 Gruppen, Die jeweils Gruppenersten steigen auf. Also wird es eine Gruppe mit zwei Staffelsiegern geben und die andere Gruppe mit 2 Staffelzweiten. Das wird gelost.

    Ja wenn man demnächst dort hinfährt und dort mit hoher Wahrscheinlichkeit die Meisterschaft entschieden wird, wäre es dumm sich nicht mit der Hallenkapaziät zu befassen. Die ist nämlich auch dafür relevant wieviele Auswärtsplätze vergeben werden.

    Die Anzahl der Auswärtsplätze ist im Ticketshop gut gelöst: Man kann online Tickets im Gästeblock erstehen. Diese sind im Shop dunkel hinterlegt und befinden sich auf der rechten Seite. Meist startet der VVK etwa 14 Tage vor dem nächsten Heimspiel, also sprich nach dem 11.04.

    In Gelnhausen freut man sich sicherlich über viele Gästefans. Das Gelnhäuser Publikum gilt als sachverständig, sportlich fair und vor allem als begeisterungsfähig. Seit die Vereinsführung auf den eigenen Nachwuchs und auf Spieler aus der Region setzt, stehen die Zuschauer wie ein Mann hinter der Mannschaft und unterstützen „ihre“ Mannschaft leidenschaftlich.

    Mag sein, dass die Meisterschaft in dem Duell Gelnhausen vs. Saarlouis entschieden werden wird. Aus meiner Sicht sollte man den Gewinn der Staffelmeisterschaft in diesem Jahr nicht überbewerten. Wenn wirklich die Aufsteiger im Modus 2 3er Gruppen ermittelt werden sollten, ist es eher ungewiss, ob man als Staffelsieger wirklich einen Vorteil hat.

    Sorry, aber da steht einiges in Deinem Beitrag, was nicht der Wahrheit entspricht:

    Braunchweig hat meines Wissens nach noch nie 2.Liga gespielt, führt aber wieder mal die Nord-Ost-Gruppe an.

    Als Vinnhorst hoch ging, war es in Hannovers Norden deren erste Zweitliga-Saison.

    Gelnhausen - keine Erfahrung, wie es aktuell in der zweiten Liga läuft (Halle, Boden, Technik).

    Dazu haben Gelnhausen und Vinnhorst auch keine durchschnittlichen Zuschauerzahlen, die an der 1000-er Marke kratzen.

    In Gelnhausen kratzt man schon an der 1000er Marke: Aktuell sind es 915 Zuschauer pro Spiel, wobei das Topspiel gegen Saarlouis noch aussteht und da kommen sicherlich 1300 oder mehr Menschen in die Halle.

    Die HSG Hanau hat auf ihrer HP eine Übersicht über die Zuschauerstatistik.

    In der handballworld ist folgendes zu lesen:

    In der Staffel Süd der 3. Handball-Liga hingegen ist die Situation komplex bis schwierig: Von den Top6 der Liga haben mit Kornwestheim, Heilbronn-Horkheim und Würzburg aktuell schon drei Klubs ihren Verzicht erklärt, zudem sind die Bundesligareserven vom HC Erlangen und den Rhein-Neckar Löwen nicht aufstiegsberechtigt.

    Damit wäre aktuell die SG Pforzheim/Eutingen in der Pole-Position - sie liegt allerdings derzeit auf dem vierten Platz und müsste diesen verteidigen. Einen Platz in den Top4 können aber auch noch Neuhausen/Filder, Pfullingen und Konstanz erreichen, die auf Tuchfühlung liegen. Allerdings müssten die Verfolger noch mindestens einen Klubs aus den Top3 verdrängen, damit der Süden zwei Teams in die Aufstiegsrunde entsendet.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die nachfolgenden Teams überhaupt an der Aufstiegsrunde teilnehmen wollen.

    Es ist leider davon auszugehen, dass im Süden - ähnlich wie bei der HSG Hanau - kein Klub die wirtschaftlich-strukturellen Anforderungen für einen möglichen Aufstieg nach Liga 2 erfüllen kann.

    Es wird jetzt aller Voraussicht zwei Dreiergruppen mit jeweils einem Teilnehmer aus den 3 Staffeln geben, wobei im Modus jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel dann jeder 4 Spiele bestreitet.

    Das erhöht natürlich die Chancen im Aufstiegsrennen und die Einnahmen für jedes Team erheblich. Spannend ist, wie man über die Zusammensetzung der Gruppen entscheiden wird, Schließlich ist klar, dass es in einer Gruppe zwei Staffelsieger miteinander zu tun bekommen werden.

    Da ließen sich schon 2 richtig attraktive Staffeln bilden, kann dann gerne zur Talentförderung mit den besten 2. Mannschaften der 1. Bundesliga aufgefüllt werden. Zu den oben genannten könnte man noch Wetzlar Hagen ergänzen.

    Unterm Strich trägt das definitiv zur Professionalisierung in den Vereinen bei und sportlich würde die Lücke zwischen 2. und 3. Liga kleiner werden.

    Die Hanauer sind bzgl. der Zuschauerzahlen auf Rang 3 hinter SL und Gelnhausen und Staffelübergreifend mit P21 auch im oberen Drittel. Vor allem würde mich Interessieren woher Deine Insiderinfos zum Sponsoring stammen.

    Bei den Zuschauerzahlen lohnt es sich schon genau hinzuschauen; Rang 3 klingt erstmal gut, aber es klafft schon eine deutliche Lücke von mehreren hundert Zuschauern pro Spiel zwischen den führenden Teams aus Saarlouis, Gelnhausen und eben Hanau.

    Und Platz 21 staffelübergreifend finde ich persönlich eher ziemlich bescheiden für einen ambitionierten Drittligisten.

    Manchmal (in der Vergangenheit) habe ich auch ganz privat vermutet, dass die Teilnahme auch von einigen Teams als gute Gelegenheit für eine Art Trainingsspiele oder Austesten auf hohem Niveau interessant war (möglicherweise eventuell auch eine zusätzliche Geldquelle - ich will hier niemanden etwas unterstellen). Aber wehe, es tritt der Ernstfall ein und du musst hoch . . .

    Deshalb dürfte inzwischen die Zurückhaltung größer sein, außer bei jenen, die meinen sie gehören ohnehin in die 2. BL. Davon haben in einigen Staffeln ein paar ihr Ziel noch im Visier, Rimpar und Konstanz eher nicht, Aue in anderer Staffel ist vielleicht näher dran - doch ob das noch Sinn macht?

    Das sehe ich ganz ähnlich so. Die Aufstiegsrunde wird in meinen Augen auch genutzt, um sich nochmal auf einer anderen Bühne mit einem höheren sportlichen Niveau zu präsentieren. Für die Spieler sind diese sportlich vielleicht das Highlight ihrer Karriere, gerade dann wenn es am Ende nicht gereicht hat für den großen Wurf.

    Die „kleinen“ Vereine sehe ich da ein wenig in der Zwickmühle zwischen sportlichem Wille zum Aufstieg auf der einen Seite und begrenzten finanziellen Mitteln auf der anderen Seite , die durch fehlende wirtschaftliche Infrastruktur bedingt ist und einen Aufstieg eigentlich nicht erlauben.