TuS Ferndorf 25/26

  • Ohne jetzt ein Fass aufmachen zu wollen: Das Siegerland ist erst beim Wiener Kongress 1815 zu Preußen gekommen und war vorher über fünf Jahrhunderte dem Haus Nassau zugehörig. Von diesem stammen auch die bis heute verwendeten oranischen Farben im Siegener, Kreuztaler und auch Ferndorfer Wappen - man teilt sich hier also nach wie vor das Blau-Orange/Gold mit dem könglichen Emblem der Niederlande. Entsprechend "unpreußisch" ist es hier angesichts der relativ kurzen Geschichte eigentlich. Die politischen Verbindungen gingen über Jahrhunderte eher "nach Süden" als nach Norden, was bis heute sichtbar ist. Das könntest du, als Hesse, auch eigentlich wissen;)

    Darüber weiß ich als Exil-Westfale natürlich bestens Bescheid. ;) Deswegen heißt es ja auch nicht Borussia Ferndorf bei euch. Oder Nassau Kreuztal.

  • Danke Andi.Waffen57. für die interessante Aufklärung. Wollte gerade recherchieren.

    Daher vielleicht die Verbundenheit. Ferndorf/Dessau. Das Fürstentum Anhalt hatte eine starke Verbindung zum Haus Nassau. Daher auch der Name des Nachbarstädtchens "Oranienbaum" Königen Beatrix war auch schon zwei mal da. Ich weiss aber nicht ob zum Miitageessen geblieben ist. ;)

  • Ohne jetzt ein Fass aufmachen zu wollen: Das Siegerland ist erst beim Wiener Kongress 1815 zu Preußen gekommen und war vorher über fünf Jahrhunderte dem Haus Nassau zugehörig. Von diesem stammen auch die bis heute verwendeten oranischen Farben im Siegener, Kreuztaler und auch Ferndorfer Wappen - man teilt sich hier also nach wie vor das Blau-Orange/Gold mit dem könglichen Emblem der Niederlande. Entsprechend "unpreußisch" ist es hier angesichts der relativ kurzen Geschichte eigentlich. Die politischen Verbindungen gingen über Jahrhunderte eher "nach Süden" als nach Norden, was bis heute sichtbar ist. Das könntest du, als Hesse, auch eigentlich wissen;)

    Ich weiß, es ist krass off-topic, aber deine Sichtweise kann ich so ganz nicht nachvollziehen. Der entscheidende m.E. maßgebliche Punkt ist ja, dass das Siegerland zu Zeiten der Gründung der Turnvereine preußisch war. Vor 1815 war ja noch nix mit Sportvereinen in den damaligen deutschen Gebieten. Von daher finde ich deine Argumentation schon etwas speziell…

  • Es ging mir darum, zu betonen, dass wir hier trotz der unbestreitbaren Einflüsse des Preußischen kein preußisches Kernland sind sondern längere und engere Beziehungen zu Nassau hatten, bevor der Wiener Kongress kam. Klar ist der TuS Ferndorf dann im Kaiserreich entstanden und klar gibt es auch zig preußische Einflüsse - aber wir sind hier ein gewisser Spezialfall und als Region Siegerland eben weder klassisch preußisch, noch klassisch Nassauisch. Wir waren sogar mal kuz französisches Departement unter Napoleon (Berg). Also einmal alles😄

  • Und noch ein Nachtrag, herrsunshine: Beim TuS Fanblock in der Stählerwiese, da wo die Brigade C immer steht, hängt jedes Spiel ein sehr altes und schon lange verwendetes "Ferndorf"-Banner schräg an der Wand. Das ist in den Stadtfarben blau-orange gemalt. Heißt: Die Farben Nassaus (und der holländischen Krone) hängen indirekt jedes Spiel in der Stählerwiese.

  • Da die sportliche Analyse trotz der passablen Leistung gegen Dresden nach wie vor die gleiche bleibt, im Nachgang des Elbflorenz-Heimspiels mal ein anderes Thema:

    Soweit ich mich recht entsinne, war es nun das erste Mal seit der Hallenerweiterung, dass die Stählerwiese 2x hintereinander ausverkauft war (zumindest auf dem Papier). Aber auch unabhängig davon ist der TuS ligaweit Spitzenreiter in einer konkreten Kategorie: Der Hallenauslastung! Kann gerne auf der Seite der HBL nachgeprüft werden. Wir haben eine durchschnittliche Auslastung von 95% und einen Schnitt von 1337 Zuschauern bei einer Kapazität von 1400.

    Natürlich muss dieses Niveau erstmal gehalten werden, wofür der Klassenerhalt essenziell wichtig wäre. Das ist alles völlig un-selbstverständlich.

    Aber angesichts der aktuellen Zahlen gibt es schlichtweg nicht mehr viel "Luft nach oben" oder anders gesagt Wachstumspotenzial.

    Mich würde wirklich brennend interessieren, wie die Verantwortlichen auf diese Thematik blicken. Vielleicht kann da einer der lokalen Sportjournos mal nachfragen.

    Eine überspitzte Position wäre: Eigentlich muss man die Stählerwiese schon wieder ausbauen und versuchen, auf 1700-1800 Plätze zu erweitern. Ich bin mir sicher, dass im Siegerland solche Zuschauerzahlen möglich wären wenn man kontinuierlich und behutsam weiter wächst wie in den vergangenen 15 Jahren. Dafür müsste wahrscheinlich die Halle D abgerissen und durch eine vergleichbare Tribüne wie hinter dem Tor Richtung Zweifachhalle ersetzt werden. Ich weiß, ein völliges Hirngespinst. Aber de-facto kann der TuS bezüglich des Zuschauerzuspruchs aktuell kaum noch weiter wachsen. Zur Erschließung neuer "Kundenkontingente" wären genug Plätze und vor allem Sitzplätze allerdings unerlässlich.

    Wie denkt ihr anderen TuS Fans dazu? Und wie gesagt, vielleicht kriegt man ja auch mal ein offizielles Statement vom Verein dazu.

    Und mir ist klar, dass ein Abstieg diese Debatte erstmal vollständig beenden würde.

  • Was ist Halle D ?

    Etwa die vom Parkplatz gesehen rechts?

    Wenn ja da spielen noch andere drinn.

    Schwierig die Situation

    Wenn du von der Haupttribüne zum linken Tor schaust, ist kurz davor so eine Doppeltüre, da gehts in die Halle D, die Kleinsten im TuS üben dort. Da ist auch zum Saisonabschluss die Party der "Ersten".

    :lol:  Fußball + Schnelligkeit + Intelligenz = HANDBALL :lol: