Beiträge von daabefuggeler

    - wenn ich finn in der vorwärtsbewegung sehe, kommt automatisch der biss in die tischkante-

    sorry- hab ich natürlich nicht erkannt, dass das ein lob ist

    Lemke hat nie für meinen Lieblingsverein gespielt
    Ich schaue daher was ihn angeht durch keine TBV, SCM oder MT Brille

    Muss aber sagen, dass ich inhaltlich bei hlp bin, egal ob man jetzt in eine Tischkante beißt, mit dem Kopf schüttelt oder selbigen in einem Handtuch versteckt...

    Ja, Lemke ist ein super Spieler im Mittelblock und offensichtlich einer oder der beste "Blocker" Europas und wohl auch weltweit.
    So weit so gut.

    Wenn es aber dann nach Ballgewinn in den Gegenzug geht, ist es leider seit SCM Tagen vorbei mit seiner Herrlichkeit.
    Zu TBV Zeiten, war er auch ein sehr passabler RL Shooter, aber mittlerweile ist er im Gegenzug/Umschaltspiel nur noch schwerlich zu gebrauchen bzw. wirkt da eher als Bremse.

    Glaube genau das ist auch der Punkt, weshalb Prokop zunächst auf ihn verzichtet hat.
    In Prokops ursprünglichen Plan wollte er auf eine Truppe setzen, die nach Ballgewinn dem Gegner überfallartig den Gegenstoss über die erste und zweite Welle (mit dem aussendeckenden Angriffsspezialisten Weber) nur so um die Ohren haut.

    Recht schnell hatte sich aber eben herausgestellt, dass Lemke für die deutsche Defensive als Fixpunkt unverzichtbar zu sein scheint und Prokops "Leipziger Abwehr Modell" im Nationalteam nicht wirklich greifen mag.
    Dieser Umstand jedoch sollte weiterhin nicht über Lemkes Defizite im Spiel (nach) vorne hinwegtäuschen.
    Letztes Paradebeispiel erst gestern als der herausgelaufene Landin in der Lage ist Lemke bzw. dessen Pass abzukochen.

    Weil er in den Spielen danach, da wo es auch auf ihn als Kapitän und Führungsperson ankam, leider eben nicht glänzen konnte. In dem Spiel wo man ihn gefühlt am wenigstens gebraucht hat, da konnte er liefern. Und das ist doch weder irrational, sondern schlicht relativ objektiv.

    Wer sich die Quoten genauer anschaut findet dort Björnsen auf 1. Hat er international das gleiche Renomee wie ein Gensheimer? Nein..

    Extra für Neuling123 versuche ich es noch mal ganz rational mit der Gensheimer Turnierstatistik:

    Montenegro:
    9von10 = 90 Prozent

    Slowenien:
    7von11 = 64 Prozent

    Mazedonien:
    5von7 = 71 Prozent + 2x "Turnovers"

    Tschechien:
    3von5 = 60 Prozent

    Dänemark:
    1/2 = 50 Prozent + 1x "Turnover" + 1x 2min-Strafe

    Fazit (meinerseits):
    Analog zum Rest der Truppe stark ins Turnier gestartet gegen Montenegro mit einer sehr überzeugenden Quote und Leistung
    Nach dem Auftaktspiel kam Gensheimer mit seiner Quote (Feld + 7m) in den 4 darauf folgenden Spielen kein einziges mal mehr auf 75% oder höher
    Sorry, aber da kann ich bisher nur resümieren, 1mal wirklich (Welt)klasse und 4mal danach (alles 4 recht knappe bzw. sehr knappe Spiele) weder große Klasse und erst recht nicht Weltklasse gezeigt!
    In bisher 4 von 5 Spielen eher "verwachst" führt dann auch definitiv zu keinem sehr guten oder guten Gesamteindruck. Übrigens stimmte in den 4 letzten Spielen entweder die Bilanz aus dem Feld ODER von der 7M Linie aber leider nie beides in einem Spiel.
    Hoffe das war jetzt nicht zu irrational.
    Gegen Spanien hat aber natürlich auch unser Capitano Uwe noch die Chance seine Bilanz und seine Performance aufzubessern, also besser mal die Hoffnung noch nicht vollends aufgeben!

    Mal im Vergleich dazu, der "alte" (Rechts)Außen Hans Lindberg hatte gestern 9/11 = 82 Prozent zu bieten und das eben in einem äußerst knappen und umkämpften Spiel bei dem es am Ende auf jeden Fehlwurf/"Turnover" ankommt

    Man konnte nicht vorher wissen, dass Lemke und Wiede besser und wichtiger für's Team sind als Roschek und Janke? ?(

    Dafür haben das aber erstaunlich viele gewusst...

    Nein, das konnte man nicht WISSSEN

    Vermuten, erwarten, schlussfolgern etc. konnte man viel.
    Auch du hast einiges vorher vermutet. Manches davon hat sich erfüllt, anderes hingegen (vermutlich auch) nicht.

    Wissen tun wir jetzt hinterher so einiges. Auch der BT weiß nun nach 5 Spielen ganz sicher einiges mehr als vorher.
    Wenn der BT mittlerweile nicht auch mehr wüsste, wäre ja Lemke noch immer mit der MT im Trainingslager im Süden.

    Insofern muss man glaube ich schon ein wenig aufpassen, was man denn wirklich weiß und was man lediglich vermutet/erwartet und dann erst hinterher wusste.
    Wie super (oder auch nicht) Wiede bei diesem Turnier eingeschlagen hätte, wissen wir alle nicht, können wir nur vermuten.

    Vor dem Turnier wussten wir auch alle, dass Gensheimer ein (sehr) guter 7m Schütze ist, jetzt steht er nach 5 Spielen bei 67% (10/15), was alles andere als super ist.
    Ebenso haben wir gestern (inkl. BT) alle gehofft und erwartet, dass er seinen 7m rein macht, ist leider auch nicht passiert.
    Hätte das der Trainer oder Co-Trainer gewusst, wäre vermutlich gleich ein anderer zum 7m gegangen. (schätzungsweise Reichmann, der nun immerhin bei 4/5 = 80% bei diesem Turnier steht)

    Also ich bin jetzt sicher kein Anhänger von "Rheinland SR " und seinen Äusserungen

    aber wenn man 2 Spieler ( Janke und Roscheck ) miztnimmt und dann flugs nach 2, 3 Spielen wieder heimschickt, dann...waren es eventuell eben doch nicht die "Besten Spieler"? :)

    Heute am 22.1. kann man ganz leicht genau so argumentieren
    Vor dem Start des Turniers als Prokop seinen Kader nominiert hatte, um seine Ideen mit der Mannschaft umzusetzen, wusste man das genau eben noch nicht!
    Darum geht es!

    Ja, jetzt sind wir alle schlauer und jeder auch der BT hat erkannt, Roscheck für Lemke war keine gute Idee.
    Hätte es sich als super Idee herausgestellt, wäre Prokop halt jetzt der Dagur 2.0, noch besser als der Isi, ein wahres Genie.....

    Prokop hatte sich an der Stelle verzockt, aber vom heimischen PC aus, kann man darüber leicht urteilen, die Entscheidungen die ein BT im wahren Leben treffen muss, muss man da ja zum Glück nicht treffen.
    Glaube der Druck für den neuen Trainer und die Spieler dürfte vor und während eines solchen Turniers doch erheblich höher sein als für die Schreiberlinge hier im Forum, insofern machen die Herren offensichtlich auch viel mehr Fehler als wir hier.....

    Es wurden nicht die besten Spieler mitgenommen - und das setzt sich jetzt fort!
    Dafür Spieler, mit denen er in Leipzig zusammengearbeitet hat und die wohl kein anderer Nationaltrainer mitgenommen hätte.
    Dafür musste ein Lemke und und ein Wiede zu Hause bleiben (Wiede immer noch). Dies trug zu Beginn maßgeblich zu ner schlechten Abwehr und schlechtem Angriff bei; jetzt vor allem schlechter Angriff, Verunsicherung; mangelndes Vertrauen zwischen Mannschaft und Trainer usw.

    Wer hat eigentlich deiner Meinung nach die Deutungshoheit, wer die besten Spieler sind und wer nicht?
    Du, der Bundestrainer, die Kanzlerin, Hanning, das deutsche Volk oder wer?

    Du sagst, es wurden nicht die besten Spieler mitgenommen und dann ist das so oder wie läuft das?
    Man kann ja mal in dem Thread nachschauen als hier etliche Leute nach den Island Spielen "ihren" Kader benannt hatten, den sie gerne hätten.
    Ohne jetzt wirklich nachzuzählen: 20 Vorschläge und dabei im Kern vielleicht immer das selbe aber dennoch 18-19 unterschiedliche Zusammensetzungen im Detail
    Über Wiede ja/nein, über brauchen wir einen zweiten Linksaußen Ja/Nein, bis hin wie viele Rechtshänder brauchen wir wirklich für den Rückraum, etc.

    Bei all den Diskussionen und unterschiedlichen Meinungen lautet dein fachmännisches (und vermutlich einzig wahre) Urteil nun, der BT hat nicht die besten Spieler mitgenommen.
    Grund 1: weil du das sagst / Grund 2: Vetternwirtschaft zugunsten des Ex-Klubs
    Fakt ist aber auch niemand außer dir weiß aber wie gut Wiede bei diesem Turnier wirklich wäre und niemand außer dir (und dem BT selbst) weiß ob es wirklich Vetternwirtschaft war.

    Könnte ja zB statt Vetternwirtschaft genau so gut ein Plan gewesen sein, eine "kleinere" beweglichere Abwehr hinzustellen und damit den ein oder anderen Gegner zu überraschen.
    Irgendjemand (vermutlich der BT selbst, vielleicht auch du) hat dann aber festgestellt, der Plan geht nicht so auf wie gedacht und hat entsprechend reagiert und Lemke zurückgeholt.
    Selbiges ist auf LA passiert, man hat festgestellt Weltklasse Uwe sucht derzeit eher seine Weltklasse Form also hat man Dahmke noch mit dazu geholt.

    Die wahren Experten (wie du oder dein Favorit Schwalb) oder Hellseher, die alles schon vorher wussten, sind halt leider derzeit nicht in Amt in Würden:
    - Lemke passt besser als Roscheck
    - Wiede wäre derzeit der Kracher schlechthin, Janke hingegen die Fehlbesetzung schlechthin
    - Gensheimer nicht ganz in Form, daher brauchts einen Dahmke im Kader

    Nach nun 5 Spielen sind wir in der Tat alle schlauer und können diverse Baustellen benennen.
    Aber man kann gerne ja mal zugeben, dass man vor dem Turnier durchaus andere Erwartungen/Vorstellung hatte oder man tut eben weiterhin so als hätte man ja eh schon alles seit Wochen/Monaten genau so vorhergesehen, Vetternwirtschaft halt.....

    Zumindest Dortmund in Person von Watzke war in der Tat zu doof.
    Die hatten die Chance vom Standing bei Spielern und finanziell deutlich näher an die Bayern heranzukommen. Wurde durch persönliche Eitelkeiten vertan. Dabei hatte man sogar das Wegkaufen der Bayern zunächst gut kompensiert.

    Stimmt, u.a. die Schwächung der Offensive (Abgänge von Lewandowski und Götze, als der noch in der Lage war in etlichen Spielen wirklich den positiven Unterschied zu machen) hatte man zB mit Leuten wie Dembele und Aubameyang (+Pulisic) recht gut kompensiert.
    Sportlich kann man Leuten wie Aubameyang und Dembele also herzlich wenig nachsagen, nur leider sind halt Torgefahr/Torerfolge und Schnelligkeit nicht alles im Mannschaftssport.
    Sprich sportlich hat(te) man guten Ersatz aber auch Theater und Unruhen ohne Ende.

    Schaut man sich die Abwehr an, kann ich dir, was das Kompensieren angeht schon nicht mehr wirklich folgen.
    Hummels hat man versucht durch Ginter (ist schon weg), Bartra (soll weg), mit Abstrichen Subotic (soll weg), Toprak und künftig mit dem Neuzugang aus Basel zu ersetzen.
    Wirklich gelungen ist das bisher aber definitiv nicht.
    Gerade unter Bosz war doch die Abwehr lange Zeit ein absoluter Hühnerhaufen, aber keinesfalls einer Spitzenmannschaft würdig.
    Alles in allem geht das Kompensieren von absoluten Leistungsträgern natürlich auch immer wieder mal gut, im Idealfall sogar häufig gut, aber eben nicht immer.
    Ist also ein Riesenunterschied ob man nun regelmäßig absolute Leistungsträger ersetzen muss oder ob man der Krösus ist, der genau das eben nicht muss und sich munter bei der "Konkurrenz" bedienen kann.

    Was die persönlichen Eitelkeiten angeht, nehme ich an, beziehst du dich auf die Tuchel Trennung.
    Da braucht man vermutlich nicht mal ansatzweise drüber zu diskutieren, ob man sich da aus sportlicher Sicht einen Gefallen getan hat.

    Dennoch tue ich mir ganz schwer damit zum Fazit doof/Blödheit/persönliche Eitelkeiten zu kommen.
    Warum?
    Ich persönlich war nie dabei, wie man intern miteinander umgegangen ist und kann auch nicht wirklich beurteilen wie viel der erfolgreiche Trainer intern wirklich kaputt gemacht hat (z.B. Abgang des erfolgreichen Chefscouts)
    Wir alle kennen aus der Presse nur Bruchstücke dessen was da so alles vor sich ging. (z.B. steht ja immer noch der Vorwurf im Raum TT hätte seine Vorgesetzten im Zuge des Bomben-Attentats öffentlich vorgeführt indem er manche Sachen anders dargestellt hat als sie denn abgelaufen sein sollen)
    Und bei diesen Bruchstücken versuchen natürlich alle Parteien möglichst gut weg zu kommen, damit am Ende der schwarze Peter möglichst bei der anderen Partei landet.
    Da ist eben ein Fußballverein auch wieder nur ein "normales Wirtschaftsunternehmen", sprich du kannst zwar erfolgreiche Arbeit abliefern, wenn du aber zwar sehr gute Arbeit ablieferst aber in deinem Vorgesetzten/Kollegen/Mitarbeiter-Verhalten zu oft oder zu massiv daneben greifst, bist du irgendwann deinen Job los.
    Egal wie eitel deine Bosse sind oder auch nicht.

    Vielleicht gibts auch noch etwas mehr als nur schwarz oder weiß? Vielleicht kann die Mannschaft auch nicht das umsetzen, was der Trainer will? Oder die Mannschaft will es nicht umsetzen oder etwas von beidem? Vielleicht kann oder will die Mannschaft auch nur Dagur-Handball spielen? Dann brauchen sie nämlich auch keinen Trainer, weil Dagur Geschichte ist? Oder vielleicht benötigt der Anpassungsprozess doch etwas mehr als nur 5-6 Spiele, von denen die aktuellen aufs högschtem Niveau unter högschtem Druck gespielt werden müssen.
    Wurde eigentlich unter Dagur sofort von 0 auf peng der heute bereits legendär verklärte Handball gespielt? Weiß ich gar nicht mehr oder brauchte das nicht auch eine Anlaufphase?
    Vielleicht kam der EM-Titel für die Truppe ja auch zu früh und sie hat vielleicht nicht mehr die Mentalität und Unbekümmertheit aus 2016? Vielleicht wird sie von Gegnern jetzt auch anders angenommen? Vielleicht kommen sie mit der Hochjubelei der Jubelpresse auch nicht klar? Ich weiß es nicht. Das einzige, was ich weiß, ist, dass der Prokop nach dem Spiel gegen Slowenien gescheitert war. Das wahrscheinlich früheste Scheitern der Handballgeschichte. :irony:

    Finde ich sehr treffend, welche Fragen du da aufführst!

    Dieses ständige Gejammer a la der "Dagur Handball war viel schöner und bei der EM 2016 unter Dagur war eh alles besser" geht mir nämlich langsam aber sicher auch gehörig auf den Zeiger.
    Ja, mir hat 2016 auch einiges besser gefallen, aber Dagur ist auf eigenen Wunsch gegangen und kommt wohl so schnell nicht wieder.
    Selbst wenn er in 2-3 Wochen wieder auf der Matte stehen würden, ist das niemals eine Garantie dafür, dass wir wieder den schönen und erfolgreichen "Dagur-Handball" von 2016 sehen würden.
    Genau das weiß sicher auch Dagur und mich würde es sehr wundern, wenn er das nicht auch genau so einschätzen würde: Europameister 2016, Olympia Bronze 2016, das ist und wäre auch unter Dagur nicht endlos so weitergegangen (siehe WM 2017)

    Bei der EM 2016 hat nun mal nach der Auftaktniederlage dann gegen Spanien quasi alles geklappt.
    Als Underdog ins Turnier gegangen, mit der Auftaktniederlage dieses Underdog Image auch noch schön gefestigt und ab dem Moment könnte man quasi unbekümmert und ohne die ganz großen Erwartungen aufspielen.
    Mit dieser Ausgangslage hat man eben dann wirklich das Optimum rausholen können.
    Mit Wolff hatte man einen bärenstarken Rückhalt und Leute wie Kühn, Kohlbacher und Häfner kamen quasi wie Phönix aus der Asche.
    Zudem hatte man mit Martin Strobel einen (erfahrenen) Spielmacher mit von der Partie, dessen Nationalmannschaftskarriere bereits 6,5 Jahre alt war und der bei der EM 2016 das Turnier seines Lebens spielte.

    Kurzum, bei der EM 2016 passte quasi alles.

    Viele der positiven Fügungen 2016 (Leistung Strobel, überragende Quoten T. Reichmann, Unbekümmertheit, Underdog Rolle, internationaler Durchbruch einiger Spieler) waren aber eben einmalige Ereignisse.
    Und nur wer das alles ausblendet und ebenso ausblendet, dass man nun einen neuen Trainer hat bei seinem ersten eigenen NM-Turnier hat, der kann es sich dann einfach machen und der Argumentation von einem großen Teil der Medien folgen "wir haben wohlmöglich gerade den stärksten Kader aller Zeiten inkl. dem vielleicht besten LA der Welt"
    Ja, der Kader ist sehr stark, ob es der stärkste aller Zeiten ist, sie mal dahin gestellt, insbesondere auf RM sehe ich eine große Schwachstelle, da ein Schmid/Duvnjak/Cindric/Zarabec/Lauge/Olsen/Sagosen/Gottfridson/Strobel 2016/Pieczkowski/Ernst/etc. in unseren Reihen schlicht nicht zu finden ist. Fäth, Weber und Drux sind allesamt auf ihre Weise torgefährlich aber es sind alles 3 keine genialen Spielmacher, die in der Lage wären als Motor der Mannschaft auf RM zu agieren.
    Genau so nütz einem der vielleicht nominell beste LA der Welt nix, wenn er seine PS aktuell nicht auf die Platte bringen kann.
    Erinnert sei da an Reichmann 2016, weniger Vorschusslorbeeren aber gerade vom 7m Punkt traumwandlerisch sicher.
    Das sind einfach alles so die paar wenigen Prozent, die am Ende darüber entscheidet, ob es +1 / +-0 oder -1 ausgeht.
    (Ver)Einfach(t)es Beispiel von gestern: Lindberg eiskalt von der 7m-Linie: 4/4, wir kommen halt nur auf 1/2 und am Ende steht ein 26-25 für die Dänen auf der Anzeigetafel

    Prokop hat sicher im Vorfeld und zu Beginn des Turnieres nicht alles richtig gemacht.
    Genau so wie seine Spieler hat er aber eben auch nicht alles falsch gemacht.
    Insofern sollte man das Spanien Spiel erst noch einmal abwarten, noch besteht ja eine gewisse Resthoffnung auf das Halbfinale.
    Erst wenn das Turnier dann wirklich für das deutsche Team vorbei ist, kann man ein endgültiges Fazit ziehen.
    Ich gehe fest davon aus, dass ein gewisser Kreis beim DHB (Hanning / Prokop / Kromer / Roggisch etc.) das Turnier im Nachgang noch mal gründlich aufarbeiten wird.
    Daraus gilt es dann die richtigen Lehren zu ziehen.
    Wie hier immer wieder manche (mit offensichtlichem Schaum vor dem Mund) dass sehr baldige Ende von Prokop herbeireden wollten, kann ich einfach nicht nachvollziehen.
    Zielsetzung war zu keiner Zeit ihm einen Vertrag bis Ende Januar 2018 zu geben und dann mind. Platz 3 bei der EM oder er fliegt, sondern man will mit ihm was vernünftiges aufbauen um dann 2019 (WM) und vor allem 2020 (Olympia) voll da zu sein.
    Das sollte sich der ein oder andere anscheinend immer wieder mal vorsagen, genau so wie die Tatsache dass die Ära Dagur zu Ende ist und ständiges Nachtrauern den deutschen Handball definitiv nicht weiter bringen wird!

    Viel spannender ist das auch nicht. Und was können die Bayern dafür wenn Dortmund und Co. zu doof sind?!

    Nein, ich bin kein Bayern-Fan, und toll finde ich es auch nicht, aber es liegt an den anderen Clubs besser zu arbeiten.

    Die anderen sind zu doof uns sollten besser arbeiten, klingt doch super.

    Dann mal etwas Fleisch an den Knochen:
    Wie hat das "besser arbeiten" denn konkret auszusehen mit Leuten wie Hummels, Süle, Rudy, Wagner, Lewandowski, Goretzka, Dembele und Aubameyang?
    (man hätte "von früher" auch noch ne Handvoll Leverkusener oder Leute wie Götze aufzählen können, die Liste stellt also nur eine halbwegs aktuelle Auswahl dar)
    Würde mal behaupten bei diesen Spielern haben sich die "Verfolger" aus Dortmund, Hoffenheim und Schalke jahrelang gar nicht mal so doof angestellt, immerhin waren/sind ja alle mittlerweile beachtliche Bundesligaspieler oder mitunter sogar Spieler mit internationalem Format.
    Wenn man die beiden zuletzt genannten Spieler mal raus lässt, muss man aber doch mal klar feststellen, dass der FC Bayern in Deutschland am oberen Ende der Nahrungskette steht.
    Sprich wenn Hoeneß und/oder Rummenigge anrufen haben die Spielerberater und Spieler der anderen Bundesligisten a) direkt die Dollar/Euro-Zeichen in den Augen und b) wittern sie die Möglichkeit des Titel Sammelns in einem Ausmaß wie es ihnen in good old Germany eben nur der FC Bayern bieten kann.
    Insofern hat der FCB doch hier zu Lande eine ähnliche Stellung wie mittlerweile PSG in Frankreich.
    In Spanien gibt es immerhin 2 Vereine mit derart gelagerten Möglichkeiten und in England wohl 4-5
    Mag also sein, dass Man City und Barcelona in dieser Saison mal einigermaßen deutlich Meister werden, allerdings sehe ich schon einen gewissen Unterschied zwischen 9 und 16 Punkten Vorsprung und vor allem würde ich mich doch sehr wundern, wenn sich nun Barcelona und Man City plötzlich zum Serienmeister mausern, die nicht nur dieses Jahr (recht deutlich) nationaler Meister werden, sondern den Titel nun auch in den kommenden 5-6 Jahren jedes Mal aufs neue verteidigen können.
    Insofern kann man in Sachen Dominanz schon zwischen einer Momentaufnahme und jahrelanger Langeweile unterscheiden.

    Sprich ein schlichtes ihr seid zu doof und arbeitet mal besser erscheint doch aufgrund der finanziellen Möglichkeiten und der damit verbundenen Spielerkader schon äußerst zynisch.

    Mal etwas "märchenhaft" auf den Handball übertragen:
    Nächstes Jahr holt der THW Pekeler, übernächstes Jahr dann Schmid und Appelgren.
    Die abgebenden Mannheimer werden darauf hin dann 5 Jahre lang nicht mehr deutscher Meister --> Fazit: Mannheim ist zu doof und muss besser arbeiten

    Zitat:
    "Nach dem Abgang von Philipp Bauer reizte mich natürlich die sehr schwere — aber nicht völlig unmögliche Aussicht — nächstes Jahr mit den Jungs 2. Liga spielen zu können."

    Immer diese Neuzugänge..... die hauen da mitunter Statements und Zielsetzungen raus, die sie besser mal vorher mit dem roten Teufel abgesprochen hätten ;)

    Und dann landen derlei Aussagen auch noch auf der offiziellen Homepage des Vereins und direkt darunter die Lobeshymnen zweier Offizieller über den neuen Spieler.
    Da kann also hinterher keiner sagen, man hätte nichts davon gewusst oder derlei (geheime/"sehr schwere") Ziele zu veröffentlichen sei nicht erwünscht...

    Wicklein spielt

    Dennoch steht es nach 17min 11-4
    Die Höhe des Zwischenergebnisses überrascht

    Dass aber die Punkte vermutlich in Gelnhausen bleiben werden, davon musste man nüchtern/objektiv betrachtet bereits vor Spielbeginn ausgehen

    Gelnhausen ist zu Hause ein galliges Team, der Trainerwechsel dort war sicher auch nicht verkehrt und NES ist ja auswärts jetzt nicht unbedingt dafür bekannt dass man sich förmlich zerreißen würde.
    Genau das müsste man aber um in Gelnhausen ernsthaft was (1 oder 2 Punkte) zu holen

    Edit: 17-7 nach 26min - Autsch

    Zurecht. Aber bitter für Gensheimer. Da hat er wohl bewiesen, dass er eben doch nicht Weltklasse genug ist, um die Position alleine auszufüllen.

    Hoffentlich spielt Dahmke im nächsten Spiel direkt von Beginn an.

    Genau das hoffe ich auch

    Neben einem besseren, verlässlicheren Rückraumspiel, würde uns auch ein LA gut zu Gesicht stehen, der seine 4-5 freien Wurfchancen von Aussen oder im Gegenstoss allesamt reinmacht.
    Und dafür muss man in aller Regel weder Weltklasse noch Kapitän sein.

    Zur Weltklasse wird man genau dann wenn man diese Konstanz/Fehlerlosigkeit regelmäßig abruft.
    Sehe ich derzeit bei Gensheimer leider nicht, eher Durchschnitt.
    Also warum nicht Mal einen anderen LA versuchen ob dieser derzeit nicht ein glücklicheres Händchen hat.

    Auch wenn Personaldiskussionen müßig sind, ich würde Wiede jetzt schnell einfliegen lassen, als Spielertyp und Entscheider fehlt er..ob dafür Janke (als Bauernopfer), Weber oder Häfner geopfert werden ist gleich..

    Wiede klingt mittlerweile nach ner guten Idee
    Ich würde aus dem Pool Kühn/Janke/Häfner sogar 2 Leute heimschicken und neben Wiede noch einen Linksaußen (vermutlich Dahmke) einfliegen lassen.
    Den eingeflogen LA würde ich dann gegen DEN auch anfangen lassen, um Gensheimer mal aufzuzeigen dass er derzeit von Weltklasse und der Weltbeste meilenweit entfernt ist.
    Sein Lari-Fari auftreten auf und neben der Platte ist eines Kapitäns und (Möchtegern) Leaders absolut unwürdig!
    Aber Hauptsache nach dem Spiel schon wieder bester Laune beim Interview, 2mal Pfosten hihihi, alles nur Pech, hihihi.
    Vorne und Hinten nicht auf der Höhe aber Hauptsache noch alles lustig finden, genau so geht Selbstreflexion, echt zum Brechen!!!

    Statt Mal zu sagen, wir können mit dem Mist den wir da fabrizieren derzeit absolut nicht zufrieden sein, und dass sich da Mal jeder Spieler (Torhüter ausgenommen) selbstkritisch hinterfragen muss auch er als Mister "den ersten Wurf im Spiel versemmel ich eh und sorge da als Kapitän direkt bei allen anderen für die nötige Sicherheit..."
    Aber dazu ist er offensichtlich nicht in der Lage!

    Ganz ehrlich, Typen wie Wolff und Heinevetter polarisieren, aber denen merkt man an dass sie jede Sekunde die sie auf dem Platz stehen zu 100% wollen und dass sie auch massiv angefressen sind wenn was schief läuft.
    Vielleicht wären diese offensichtlichen (Über)Ehrgeizlinge ja Mal mögliche Kapitäns-Kandidaten, die dann auch für etwas mehr Feuer sorgen.

    Man muss ja auch nicht immer gleich Spieler und Trainer rausschmeissen wenn was suboptimal läuft. Aber mit "einfach weiter so" bedient man eher Leute die keine Ahnung haben. Wenn es ein System gibt, dann ist das zugeschnitten auf kleinere schnellere Leute, aus der Not geboren weil er im Verein keine grosse Wahl hatte. Wir haben aber jetzt ENDLICH mehrere grosse starke Werfer, und binden die einfach nicht richtig ein. Nimmt mal einer davon den falschen Wurf sitzt er 30 Minuten oder das ganze Spiel auf der Bank. Sowas MUSS man im DHB ansprechen, nicht über die Bildzeitung aber intern. Und das muss man auch abstellen. Wir haben unterschiedliche Spielertypen, wir haben starke Spielertypen, wir müssen nicht krampfhaft ein System spielen das man mit lauter 1,60-Gartenzwergen spielt. Wir müssen nicht jeden Angriff jeden Wurf durch ein Eins-gegen-drei durch Drux, Weinhold oder Weber abschliessen. Das sah gegen Island viel besser aus, und die Frage ist *warum*. Wenn an der Stelle gearbeitet wird, prima. Wenn man stattdessen Kühn und Fäth rausschmeisst, weiter auf Wiede verzichtet, und lieber noch ein paar 1,60-Gartenzwerge sucht die sich bitte ans System halten, dann a) gute Nacht, und dann möchte ich b) keine Spiele dieser Mannschaft mehr sehen.

    Das Zauberwort heisst "Arbeit", und "gemeinsam". Nicht Prokop raus.

    2 Anmerkungen dazu:

    1)
    Ja, gegen Island sah insbesondere im Angriff vieles besser aus als es sich dann gegen Slowenien oder Mazedonien zeigte
    ABER Anno 2018 scheinen Slowenien und auch Mazedonien eben auch stärker einzuschätzen zu sein als eben Island, zumal bei einem der Kantersiege gegen Island mit Palmarsson auch noch deren absoluter Motor fehlte
    Zumal was auch noch erschwerend hinzu kommt, sind die Abwehrintensitäten: Island in der Vorbereitung vs. Slowenien und Mazedonien in den beiden Pflichtspielen
    Gefühlt war das in etwa so wie Oberliga (wir müssen alle morgen unserem eigentlichen Beruf nachgehen) vs. Champions League KO-Phase (sprich es geht um alles)
    Und da müssen wir noch nicht einmal über die "Fangquote" der Isi-Torhüter in der Vorbereitung sprechen
    Um eines klar zu sagen, ja auch ich bin der Meinung dass der deutsche Angriff sich steigern muss, aber es gibt da für mich durchaus Faktoren, die erklären warum man gegen Island noch glänzen konnte, es sich aber dann gegen Slowenien und Mazedonien ganz anders darstellte

    2)
    Dieses eher pauschalisierende "gemeinsam" ist mir auch irgendwie etwas zu vereinfachend dargestellt
    Ja, du willst weniger 1:1 sehen und dafür mehr Fokus auf unsere Shooter legen
    Denke was RR angeht, sind wir uns einig, da kann/sollte man es bei Weinhold belassen
    Wenn man von Shooter spricht denke ich auf RL als erstes an Kühn (dahinter dann Fäth und vielleicht irgendwann Weber, der ebenfalls eine Fackel im Arm hat)
    Wen aber siehst du konkret auf RM, der am ehesten in der Lage ist sich aus 1:1 Situationen raus zu halten und stattdessen dann derjenige ist, der unsere Shooter erfolgversprechend ins Spiel bringt?

    Wenn es in der 1. Halbzeit nicht besser ist, wird man in der 2. auch nicht plötzlich eine ganz andere Spielqualität entwickeln. Das wird dann eher Monate brauchen statt nen Tag.

    Mal ehrlich, geht es nicht in erster Linie darum erfolgreich zu sein und Attribute wie Spielqualität/Attraktivität/Spielkultur/Souveränität sind doch alle Teil der B-Note oder etwa nicht?

    Insofern wird auch das heutige Halbzeitergebnis nur ein Zwischenschritt bzw. eine Momentaufnahme sein.
    Gegen Slowenien haben wir die erste Halbzeit mit 5 Toren verloren, die zweite dann mit 5 gewonnen.

    Wenn wir heute nach 60min mind. 1 Tor mehr als die (keinesfalls zu unterschätzenden!) Tschechen auf der Habenseite verbuchen können, sollten wir erst einmal zufrieden sein.
    Dann nämlich sind wir weiter im Rennen und es warten dann danach die nächsten beiden Endspiele auf uns, bei denen dann erneut in erster Linie das Ergebnis zählt.

    Aber ok, selbst bei einem möglicherweise knappen Sieg heute, kann man ja schon diverse Reaktionen hier vorhersehen.
    Der ein oder andere erwartet eben auch heute wieder einen Kantersieg, bei dem man den Gegner möglichst 60min lang dominiert.
    Nüchtern betrachtet fürchte ich aber, dass auch heute das selbe gilt wie in der Vorrunde schon: die allermeisten Gegner sind einfach zu stark als dass sie Deutschland nach allen Regeln der Kunst auseinander nehmen könnte...
    Aber, dass die Konkurrenz bei diesem Turnier schlichtweg riesig ist, zeigt alleine die Tatsache, dass quasi jeder gegen jeden an einem guten/schlechten Tag gewinnen und verlieren kann. (die eher schwachen Österreicher vielleicht mal ausgenommen, selbst Montenegro war definitiv kein Kanonenfutter)
    Diese Ausgeglichenheit führt dann eben auch dazu, dass es schon nach der Hinrunde nur 3 ungeschlagene Mannschafften gab (FRA, MZD, GER)

    Was glaube ich der ein oder andere nicht ganz verstehen kann oder will ist, dass der EM Titel 2016 nicht bedeutet, dass man nun 2018 (mit neuem Trainer und umgestaltetem Kader) ebenso stark ist und quasi automatisch ins Halbfinale kommen MUSS

    Ich für meinen Teil, freue mich auf das heutige Spiel und hoffe natürlich auf einen Sieg der (ehemaligen) Bad Boys!
    Danach wird man dann sehen, inwieweit das deutsche Team in der Lage sein wird auch dem amtierenden Olympiasieger Paroli zu bieten, Zukunftsmusik......

    klares Jein ;)
    3 Hauptrundenspiele des Gastgebers mit guter Sicht für 120€ mögen ja noch ein guter Deal sein
    4 Spiele des Presidents Cup nach dem in aller Regel kein Hahn kräht für 160€ hingegen sind ein äußerst schlechter Deal

    Allgemein finde ich persönlich ohnehin dass 40-50€ für ein einziges Handballspiel schon eine gewaltige Hausmarke sind.
    Klar für ein WM Finale mögen 50€ oder drüber ein angemessener Preis sein, aber etwa für ein Bundesligaspiel, auch für ein Spitzenspiel finde ich Ticketpreise in der Region 40/50€ einfach sehr heavy
    Das solls aber erst mal mit dem Off-Topic (meinerseits) gewesen sein, Diskussionen über die Kartenpreise der WM 2019 sind anderswo sicher besser aufgehoben als hier

    Von der Spielintelligenz würde ich es Fäth noch am ehesten zutrauen, wenn er sich daran erinnert, was er bei Balic mal gelernt hat.

    sicherlich auch ne Variante

    inwieweit Fäth (noch) in der Lage wäre, zB einen Kühn ins Spiel zu bringen ist natürlich von Außen immer schwer zu beurteilen
    Im Verein hatte er in der jüngeren Vergangenheit ja quasi durchgängig einen Nenadic neben sich, der entweder die Kugel (meist erfolgreich) selbst drauf geprügelt hat oder dann Leute wie eben Fäth die Abschlüsse ermöglicht hat
    Sprich zumindest in der jüngeren Vergangenheit war Fäth im eigenen Verein, was den Spielaufbau angeht eher in der Komfortzone (nehmen statt geben ;) ) unterwegs
    Das soll aber natürlich bei weitem nicht heissen, dass er nun irgendwie alles spielerische verlernt hat und selbst nur noch ein reiner Shooter ist

    Aber auch was die Trägheit bzw. die Probleme in unserem Angriffsspiel angeht, gehe ich doch zu 100% davon aus, dass Prokop sich noch weitaus mehr Gedanken macht als wir alle hier, wo man ansetzen könnte und wo schnellstmöglich noch Verbesserungen zu erzielen sind.
    Ist ja schließlich auch sein Job ;)

    Bei der ganzen Diskussion um Lemke im deutschen Team habe ich mich gestern gefragt, wo bleibt eigentlich Guardiola bei Spanien? Ist er nicht mindestens genauso wichtig für jede Abwehr wie Lemke. Einen Mittelblock mit Morros/Guardiola, besser geht es doch eigentlich nicht oder?

    Ich nehme an du meinst Gedeon Guardiola?!?

    Der gute Mann stand gestern im Spiel Spanien vs Dänemark auf der Platte
    Insofern kein Grund ihn zu vermissen ;)