Man sieht beim THW schon, dass bswp. ein Johansson als aufstrebender Spieler einen anderen Willen ausstrahlt als einige drumherum. Und das fehlt mir bei Jicha als Trainer, zumindest im Spiel. Die Auszeiten sind immer nur Jugo 4, Aalborg links, usw. Und den Rest müssen die Spieler schon selbst machen. Gestern hat er das Spiel auch damit erklärt, dass die Spieler eben die richtigen Entscheidungen treffen müssen. Das mir irgendwie zu wenig. Ich erkenne bei ihm irgendwie nicht, dass er Wege findet einem Spiel eine Wende zu geben. Und das ist keine ganz neue Entwicklung. Schon in den Spielzeiten zuvor war zu oft der Faktor Landin der größte für den Erfolg. Es kann da nicht der Anspruch vom THW sein, dass man das Torhüterduell gewinnen muss, um Spiele zu gewinnen.
Eigentlich weiß man immer, was der THW machen wird. In der Abwehr wird irgendwann auf das 3:2:1 umgestellt und offensiv auf 7:6. That's it. Das kommt fast schemenhaft. Ich kann mich irgendwie lange Zeit an kein Spiel mehr so richtig erinnern, wo man so den Eindruck hatte, dass etwas den Gegner so richtig vor Probleme gestellt hat, weil es vlt. auch etwas unerwartetes war. Vor einiger Zeit gab es mal ein Spiel gegen (ich glaube) Flensburg, wo man plötzlich einen offensiven Halben mit Landin in der Abwehr ausgepackt hatte, wo dann der Gegner gar nicht so richtig wusste, was er da machen muss. Hat er am Ende auch nur kopiert, aber das war mal etwas, wo man dachte: Da hat man sich mal was überlegt, um den Gegner vor unerwartete Aufgaben zu stellen.
Ist eine schwierige Sache wahrscheinlich. Unter Jicha spielt der THW schon deutlich besser als unter Gislason. Das sah eigentlich zu Beginn der Amtszeit von Jicha nach einer richtigen Verbesserung aus, aber irgendwie stagniert es gerade doch sehr vom Coaching her.