Passend dazu kann ich ein bisschen was zu meiner Hertha Leidenschaft erzählen. Ich bin seit Ende der 90er Fan und wer sich im Fußball ein bisschen auskennt, weiß, dass es seitdem eine sportliche Berg- und Talfahrt war. Ich liebe diesen Verein, völlig unabhängig davon, wo dieser spielt. Aber selbstverständlich haben mir rein sportlich gesehen, die Zeiten mit Marcelinho und co mehr Spaß gemacht, als in die letzten Jahre. Dadurch unterstütze ich den Verein nicht weniger oder liebe diesen weniger, nein, aber trotz der Verbundenheit existieren immer mal wieder Phasen, wo sich Resignation, Wut und und Unverständnis einstellen. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mir der Verein immer Spaß gemacht hat. Das wäre in meinen Augen auch ein wenig irrational und realitätsfremd. Jedoch war oder ist mir der Verein in diesen Zeiten nicht weniger wichtig. Es sind nur andere Emotionen im Spiel und der Wille sowie der Wunsch, das sportliche Leiden zu beenden und den Verein sportlich besser dastehen zu sehen, ist infolgedessen natürlich stärker ausgeprägt.
Kurz: Es ist vollkommen normal, dass einem ein Verein mal mehr oder auch mal weniger Spaß machen kann. Die Verbundenheit ist davon aber vollkommen unberührt. Freude, Verzückung, Frust, Wut. Das sind alles Emotionen, die dazu gehören und den Sport und die Leidenschaft zu dem machen, was sie für uns sind: Unverzichtbar.
Schön beschrieben.
Allerdings ist die Historie des THWs denn doch noch eine andere. Und genau da scheiden sich eben die Geister.
Ich hab Panas auch noch spielen sehen, aber ohne Wislander hätten wir jetzt erst gar nicht diese hohen Ansprüche. Ich freue mich immer noch über Wislanders Verpflichtung, habe aber auch noch genau im Ohr das damalige Unverständnis der Verpflichtung in seiner ersten Saison.