In der zweiten Halbzeit ist der Magdeburger "Kopf-durch-die Wand-Zwergenhandball" an der körperlich großgewachsenen Defensive des TSV Hannover-Burgdorf gescheitert. Die Schiedsrichter haben eine körperbetonte Abwehr zugelassen und nicht ständig sanktioniert, wenn ein kleiner gewachsener Angriffsspieler mit gesenktem Kopf auf einen Abwehrspieler zuläuft. Mir persönlich gefiel diese Spielleitung, weil sie fördert und erfordert, dass die Mannschaften ihre Tore mannschaftlich herausspielen und das Angriffsspiel nicht primär von Einzelaktionen lebt.
Prinzipiell gebe ich Dir recht, ich mag die internationale Linie des Mehr-Laufen-Lassens auch mehr. Gestern waren aber sehr abenteuerliche Sachen bei, die auch nichts mit kleinen Angriffsspielern im Rammbock-Modus zu tun haben. Wenn Saugstrup einen Ball nicht bekommt, weil er klar am Trikot gezogen wird (wofür er selbst in HZ1 noch 2 Minuten bekam), wenn OIM für einen klaren Schlag ins Gesicht nicht mal einen Freiwurf erhält, nur weil er noch aufs Tor wirft, hat das nichts mit Zulassen einer körperbetonten Abwehr zu tun. Hannover war ja nicht überhart, aber bei regelgerechter Auslegung hätten sie das Spiel eben mit 3, 4 Zeitstrafen verlassen und nicht mit 1.
Der SCM war gestern nicht gut genug, um das Spiel trotz einseitiger Schiedsrichter zu gewinnen. Aber meiner Meinung nach hätte der SCM trotz der eigenen schlechten letzten 20 Minuten bei guter Schiedsrichterleistung (insbesondere in der Aufholphase Burgdorfs) das Spiel gewonnen.
Stark fand ich den Dyn-Kommentator, der das genauso sah und sich auch traute, das mehrfach zu thematisieren. Er betonte das sogar direkt nach dem Schlusspfiff, dass die starke Hannoveraner Leistung sehr durch die Schiris begünstigt war. Aber vielleicht ist der ja auch nicht neutral, sondern heimlicher SCM-Fan - kann ich natürlich nachvollziehen. 
Meine Meinung: Die Schiris wurden aufgrund ihrer Unerfahrenheit zu Heimschiedsrichtern. Fehler sind natürlich immer erlaubt; hier entstand dadurch allerdings eine gewisse Einseitigkeit.