Alles anzeigenDas sehe ich auch so, der Spieler auf RM muß wie das Wort " Spielmacher" schon implementiert Spielgestalter sein und das Spiel mit seinen Aktionen lenken und führen.
Er sollte seine Mitspieler durch kreative Übersicht sowie Assist inzeniert einsetzen.
Er muss Spiele und Gegner lesen und verstehen können. Sehen wann ein Spiel (Ball) schnell oder oder mal besser langsamer ruhiger mit mehr Geduld geführt werden muss.
Für mich ist RM die Königsposition im Handball. Denn er beeinflusst maßgeblich den "Tor"-Erfolg seiner Mitspieler auf RL und RR sowie am Kreis und Außen.
Natürlich sollte er selbst auch eine gewisse Torgefahr ausüben, aber in erster Linie manschaftsdienlich für den Torerfolg seiner Mitspieler spielen.
Egomanen sind auf dieser Position falsch.
Auf solche Eigenschaften und Fähigkeiten muss aber auch ein RM-Spieler intensiv trainiert und gefördert werden und das geschieht, nach meiner Meinung, in den meisten Vereinen der HBL und auch in unserer Nationalmannschaft leider wenig bis garnicht.
Das ist der Grund warum uns gute, herausragende, deutsche Spielgestalter in den Vereinen der HBL und so auch in der Nationalmannschaft fehlen.
Volle Zustimmung! Aber wer sich mal mit den Sichtungen in der Jugend befasst, der versteht das Problem.
Es werden größtenteils die Kinder und Jugendlichen in die Auswahlen gebracht, die ihren eigenen Abschluss suchen. Je mehr Tore in den Spielberichten, desto besser. Der eigene Abschluss steht im Vordergrund. Natürlich wird in Stützpunkttrainings auch mal Kooperation mit dem Kreis o.ä. gemacht, aber das ist Nebensache.
Man sieht es in vielen Mannschaften der JHBL: Ein Mittelmann oder eine Mittelfrau, die überragende 15 Tore wirft, aber die Nebenleute nicht unterstützt. Die scheinbar unspektakulären Leute werden aussortiert.
Meiner Meinung nach sollte zusätzlich auf Spielintelligenz (auf das ganze Feld gemünzt) und Struktur scouten, dafür mehr Kriterien in den Katalog aufnehmen. Aber das macht das Scouting komplexer und erfordert viel Arbeit.
Das ist keine Kritik an Juri Knorr, sondern allgemein.