Beiträge von Valter

    Freundschaft!

    Er hat immer ganz klar gesagt, dass er keine kleinen Handballer will, sondern bewegliche und ballsichere. Das ist der Kern. Julian Köster ist durchaus nicht der klassische Wiegert-Spieler, aber mit seinen Fähigkeiten auch nicht komplett ungeeignet für seinen Handball. Karol Bielecki würde z.B. komplett aus dem Raster fallen.

    Da dürfte es Julian Koster aber schwer haben, denn im Angriff ist er leider immer wieder für den einen oder anderen TF verantwortlich.

    Ich hab mir jetzt mal die Hauptgruppen angesehen. Platz 1 ist ja auch noch möglich, dann könnten 3 deutsche Mannschaften im FF drohen. Andererseits mischt Sporting seit gestern auch noch um Platz 1 in der Gruppe IV mit. Mal abwarten.

    Sporting (allein schon wegen der Costa-Brüder) und Nantes gehören schon ins FF.

    An Reichmann kann sich der Kollege von der MT noch was abschauen . Auch bei den 7 Metern.

    Vor allem zeigt er den "jungen Wilden", dass es auch mit Köpfchen und nicht nur mit purer Gewalt geht. 35 ist ja eigentlich auch noch kein Alter für einen Aussenspieler. Und wenn er jetzt noch an Fitness hinzugewinnt und sich nicht verletzt, könnte ich mir vorstellen, dass er noch bei einem anderen Erstligisten für die kommende Saison unterkommen könnte.

    Eine Stunde später und ich bin immer noch nicht aus dem Kopfschütteln raus.

    In anderen Sportarten würde man jetzt prüfen, ob es ungewöhnliche Wetteinsätze auf so einen Spielverlauf gab. Der SCM hat das Spiel bis zur Halbzeit völlig unter Kontrolle. Es gab null Anzeichen, dass Hannover das Spiel drehen könnte. Doch dann macht Wiegert ein Trainingsspiel draus und unterlässt alle notwendigen Maßnahmen, um den Sieg zu sichern. Unvermögen oder Absicht - was anderes bleibt da nicht übrig.

    Da schleicht sich vielleicht auch bei manchem ins Unterbewusstsein ein: Und zum Schluss gewinnen wir ja sowieso.

    Kornecki hat bei ner halben Stunde mehr Spielzeit aktuell 1 Parade mehr als Quenstedt. Dafür aber auch 16 GT mehr kassiert. Darios Quote ist 1 % besser als die von Kornecki. Man muss natürlich vorsichtig beim Vergleich der Zahlen sein (wie übrigens bei allen Statistiken), da beide nicht die selbe Abwehr vor sich haben. Quenstedt nach Eisenach könnte passen, deren 2. TW hatte ja bisher so gut wie keine Spielzeit.

    Kann man das überhaupt vergleichen? Hannover stellt eine klassische Abwehr, Eisenach hingegen spielt in der Abwehr doch sehr unkonventionell.

    Der Aufsichtsrat beim THW wirkt bei Transfers grundsätzlich nicht mit. Wenn es in das Budget passt, kann der Spieler geholt werden.

    Formal wird es so sein. Irgendeiner muss schließlich Verträge unterzeichnen und seinen Kopf hinhalten, wenn sich Verpflichtungen als Flops erweisen. Daher wird auch der Geschäftsführer froh sein, dass ein intensiver Austausch mit dem Aufsichtsrat stattfindet und nach einvernehmlichen Lösungen gesucht wird. Ansonsten bräuchte man im Aufsichtsrat auch keine Handballexperten, sondern lediglich Finanzexperten.

    Du glaubst doch zum Beispiel nicht, dass die letzten Kieler Neuzugänge ohne das ok von Jicha passiert sind?

    Ich schrieb oben, gegen den ausdrücklichen Willen des Trainers, wird man niemanden verpflichten. Man wird aber vermutlich Trainerwünsche ablehnen, auch nicht unbedingt nur aus finanziellen Erwägungen.

    Die letzten Kieler Neuzugänge sind vermutlich sogar Wünsche des Trainers. Auf jeden Fall mußten relativ viel Leute davon überzeugt werden. Es gilt dabei ja der Grundsatz, einvernehmliche Entscheidungen treffen zu wollen.

    Also ich habe schon den Eindruck das Berlin, Kiel und Flensburg Spieler holen, die für den Trainer passend sind. Im letzteren Falle aber natürlich bisher alles Spieler, die von Machulla gewollt waren, inklusive des noch bei den Löwen spielenden Halbrechten.

    Deswegen würde ich Hinze und Krickau momentan was das angeht noch für gut vergleichbar halten. Sie hatten bisher nicht zu viele Möglichkeiten auf die Kaderplanung Einfluss zu nehmen. Während Krickau aber das Glück hat, dass der recht ausgewogen zusammengestellt ist, hat man das in Mannheim eben nicht.

    Es geht ja in dieser Diskussion letztendlich darum wer verantwortlich ist dafür, dass man bei den Löwen die sportliche Ziele nicht erreicht. Ist es der Trainer, der ein gutes erstes Jahr hatte und einige Impulse gesetzt hat? Kann sein das er den Bezug zur Mannschaft verloren hat. Kann aber auch sein das das eine ganz angenehme Sündenbock-Lösung ist.

    Trainerwechsel gab es in den letzten Jahren einige bei den Löwen. Weiter oben nicht ganz so oft.

    Wenn ich als Verein auf den Trainer setze, und ihm allein die Weiterentwicklung der Mannschaft überlasse, wie derzeit bei dem SCM oder der MT, wozu braucht die SG dann einen Vranjes?

    Du hast Vorstellungen, echt? Vielleicht war es ja so bei den RNL und deshalb das Chaos seit Jahren. Was soll eine mittelfristige Kaderplanung ohne Trainer, ohne Kenntnis des Konzepts und Spielsystems, das in ein paar Jahren praktiziert wird? Wenn ein Trainer kurzfristig wechselt und irgendwo neu anfängt, muß er mit dem Kader arbeiten, den er vorfindet. Anschließend wird der Kader dem Spielsystem entsprechend umgebaut. Kann man aktuell wunderbar bei der MTM beobachten.

    In Mannheim sucht man noch nach den richtigen Wegen für die Zukunft.

    Ich gebe dir völlig Recht, dass die Realität vielfach eine andere ist. Darin sehe ich auch ein Hauptproblem der RNL, indem im Managment Fehler bezüglich der Kaderplanung gemacht wurden.

    Nur in seltenen Fällen funktioniert es, dass ein Trainer langfristig bleibt und passend zu seiner Spielidee den Spielerkader umbauen darf (Musterbeispiel SCM und möglicherweise die MT).

    Andere erfolreiche Vereine haben eine Spielidee, entsprechenden Sachverstand im Management und planen ihre Weiterentwicklung doch eher unabhängig vom Trainer (Bsp. sind für mich die SG, die Füchse und der THW).

    Ohne den Wert eines Großturniers für die Entwicklung von Spielern unterschlagen zu wollen, wäre es vermutlich dennoch vermessen, so zu tun als wäre der "Riesensprung" Kösters das (alleinige) Werk des Turniers, der Nationalmannschaft oder Gislassons.

    Verantwortlich für die Weiterentwicklung eines Spielers kann doch nur der Vereinstrainer sein, der täglich mit ihm arbeitet.

    Im Regelfall wird der Nationaltrainer den Spieler so einsetzen, wie auch seine Rolle im Verein ist. Bei Köster ist dies m.E. weitgehend gegeben: Er spielt zentrale Abwehr und zusammen mit Knorr (statt Mappes) RL.

    Verschätzt hat sich Alfred m.E. bezüglich der Einsatzzeit von Köster (betraf auch Knorr). Er hätte ihm mehr Pausen gönnen müssen. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass generell keine annähernd gleichwertige Besetzung vorhanden war und Heymann, der zukünftig in diese Rolle hineinwachsen könnte, nach seiner Verletzung nur dosiert eingesetzt werden konnte.

    Wer macht den dort die Kaderplanung? Der Hausmeister?

    Jedes Vereinsmanagement wäre schlecht beraten, wenn es die Kaderplanung dem Trainer überlassen würde, wobei natürlich Ausnahmen (z.B. die Rolle von Bennet Wiegert beim SCM) die Regel bestätigen.

    Es ist davon auszugehen, dass z.B. beim THW nicht einmal der Geschäftsführer eine Spielerverpflichtung ohne Mitwirkung des Aufsichtsrates vornehmen kann. Natürlich wird jeder Trainer Vorschläge unterbreiten und es wird auch kein Management einen Spieler verpflichten, den der Trainer ausdrücklich nicht will.

    Ich würde davon ausgehen, dass im jeweiligen Vereinmanagement und Aufsichtsgremium Fachleute sitzen bzw. sitzen sollten, die über den Tellerrand hinausschauen, d.h. insbesondere eine mittelfristige Kaderplaung im Auge haben, die davon unabhängig ist, wer gerade Trainer ist.