Nicht nur die EHF ist zufrieden, sondern auch der Großteil der nicht-deutschen Vertreter - die maßgeblich die jüngsten Reformen der Champions-League vorangetrieben haben - und von Seiten der deutschen Vereine gab es auch keine lautstarken Proteste oder Änderungswünsche. Die starke deutsche Liga mit in der Regel höheren Zuschauerzahlen bei Ligaspielen als bei Spielen in den europäischen Wettbewerben ist fast ein Alleinstellungsmerkmal in Europa. Insofern sind die Interessen der HBL-Vereine eher der Spezialfall als die Regel im europäischen Vergleich.
In der Vergangenheit wurde doch immer wieder die CL durch für mich intransparente Setzungen von Teilnehmern aufgefüllt.
Das Leistungsvermögen in den einzelnen Ländern verschiebt sich doch ständig. Welche Nation hat folglich sportlich Anspruch auf wieviel Plätze? Nicht nur die deutschen Vereine hätten Anlass zum Protest.
Ausgangspunkt für mich war auch, dass ich die gegenwärtige Gruppenphase für den Kampf um die vergoldete Ananas halte. 6 von 8 Teilnehmern der Gruppenphase kommen weiter! Da muss frau/mann schon sehr handballverrückt sein, um dies auf Dauer noch spannend zu finden.
Oder handelt es sich um Training unter Wettkampfbedingungen? Nein, weil diese unnützen Reisestrapazen hinzukommen. Jedes Spiel weniger ist ein Gewinn für die Spieler!
Im Übrigen: Mir wäre lieber gewesen, der THW hätte seine Reserven nicht in Aalborg verpulvert, sondern in Flensburg eine ausgeglichene Partie abgeliefert. Der 6. Platz in der Gruppenphase würde mir reichen. Jedenfalls ist er besser als der 5. , um auf den FCB erst im Endspiel treffen zu können.