Ein interessantes Sammelsurium von Beschwichtigungen und "Erklärungen" dieser tatsächlich nicht einzigartigen Schiedsrichter-"Leistung". Am besten finde ich ja die Argumentation Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Verhaltens von HHMüller. Der Verein hat also Schuld und die Schiedsrichter wissen vor dem Pfiff schon, dass die beiden nach dem Pfiff wieder das Rumpelstielzchen geben und lassen sich von diesem Gedanken überhaupt nicht beeindrucken. Vielleicht ist diese These ja gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt...
Ich empfehle allen, die es als normal oder sogar als gut und richtig empfinden, was die Schiedsrichter bei diesem Spiel vom Stapel gelassen haben, mal zu überlegen, welchen Eindruck die Fernsehzuschauer, zumindest die Kundigen unter ihnen, von der offiziellen Regelinterpretation und damit auch vom aktuellen Zustand des Frauenhandballs in Deutschland bekommen. Wenn man dann noch in Erwägung zieht, dass unter diesen Zuschauern auch eine erhebliche Anzahl von handballinteressierten Kindern einschließlich ihrer Eltern zu finden sein wird, bekommt man vielleicht eine Vorstellung davon, welcher Schaden hier angerichtet wird. Und dann an anderer Stelle hier im Forum jammern, dass kein gescheiter Nachwuchs mehr aufkommt...
Dass ich auf der anderen Seite froh bin, dass sich wenigstens in diesem Punkt so langsam ein Problembewusstsein entwickelt, möchte ich nur mal als Fußnote anmerken.
Und allen, die mal schnell eine Viertelstunde eines Spiels angucken und dann alles korrekt einschätzen können kann ich nur empfehlen, auch weiterhin beim Gucken zu bleiben. Mit Sehen wird das eh nichts mehr ...