Beiträge von nicnamejue

    Sachlich gebe ich dir recht, der Einsatz der Spielerin in beiden Mannschaften macht Sinn. Formal glaube ich, hier liegt das gleiche Problem vor, wie bei Prandis Jahrhundertwurf (muss (irgend)ein Fuß den Boden berühren oder immer der gleiche?).

    Zugegeben, das ist in beiden Fällen undeutlich formuliert. Aber ich vermute, dass in beiden Fällen die Beschränkung auf dem gleichen Fuß/der gleichen Mannschaft liegen soll. Während das für mich beim Freiwurf Sinn macht, sehe ich das beim Thema Zweifachspielrecht wie du.

    Damit meine ich, die rechtlichen Zusammenhänge, so wie von Zickenbändiger ausgeführt, vorsorglich gleich mit in den Antrag reinschreiben. Also nicht nur "Wir beantragen ein Gastspielrecht für XY", sondern ergänzen "da, im Gegensatz zu einem Zweifachspielrecht, das nach § 19a SpO erst für Jugenspieler ab Altersklasse C möglich ist, ein Gastspielrecht nach § 19b SpO ohne Altersbeschränkung beantragt werden kann".

    Wie sagt man? "mit der Nase auf den Berg stupsen", oder so ähnlich.

    für die neue Saison gilt neues Spiel, neues Glück. Den Antrag müsst ihr neu stellen, ihr könntet ihn gleich mit einer ausführlichen rechtlichen Würdigung versehen, die es den Schnarchköppen im Verband gefällig leicht verständlich aufbereitet, dass ein Unterschied zwischen Gast- und Zweifachspieltecht besteht.

    Oldenburg - Wildungen 48:34 ?

    Als Mannschaft in der höchsten deutschen Spielklasse fast 50 Tore zu bekommen ( und das gegen einen Gegner aus dem Mittelfeld ) , naja !

    Darf man ja wieder nichts zu sagen ....

    Könnte eben auch andersrum formuliert werden:

    "Mensch, die Oldenburger, echt coole Socken! Fast 50 Tore in der ersten Liga! Ok, gegen Wildungen, nicht gerade eines der Top-Teams, aber sind ja trotzdem immerhin ein Erstligateam. Das muss man erst mal schaffen!"

    der HC Erlangen, grundsätzlich ja immerhin ein leistungsfähiger Verein, hat mitgeteilt, dass er bei den Damen auf eine Meldung für die 2. Liga verzichtet.

    Als Gründe werden v.a. finanzielle Gründe angegeben, ein fehlender, deutlich 6stelliger Betrag, die Pflicht zur Ausstellung von Arbeitsverträgen inkl. Versicherung, Verpflichtung zu Bürgschaften und anderes.

    Im Grunde nichts Neues, dass aber ein Vetein wie Erlangen schon nicht mehr in der Lage ist, die stetig steigenden Snforderungen zu erfüllen, gibt mir zu denken.

    Erlangen rühmt sich in der Mitteilung, zu Recht, für seine Jugendarbeit. Darauf soll nun der Schwerpunkt liegen. Wie an anderer Stelle schon häufiger diskutiert, braucht es, manche meinen einen 1. Ligaverein, manche sagen, 2. Liga genügt auch, um A und B-Jugendliche an die nationale Leistungsspitze heranzuführen. Hier haben wir nun ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die Breite an Vereinen, bei denen das möglich ist, weiter verknappt.

    Ich komme einmal mehr zum Fazit, dass der Professionalisierungswahn des DHB und der Ligabetriebe im weiblichen Bereich in eine Falle führt.

    interessant finde ich schon lange die Beobachtung, dass Jungs von klein an allesamt großen Spaß an solch technischen Übungen wie Drehwürfen haben, dies eigeninitiativ bei jeder Gelegenheit üben, während Mädchen das überhaupt nicht interessiert. Insofern ist die Aufgabe, solche Dinge an Mädchen heranzubringen, umso größer.

    Der DHB nimmt jetzt nicht ohne Grund das Heft des Handelns in die eigene Hand.

    das ist absolut zu begrüßen. Der Frauenhandball ist jede Mühen wert. Ich habe nur Zweifel, dass das Vorgehen wie bislang kommuniziert so sinnvoll ist.

    Und es kommt gerade in Zeiten knapper Kassen darauf an, klug vorzugehen. Bei Lösungen, denen direkt das Etikett "ansonsten haben sie es zumindest versucht" anhaftet, habe ich Bedenken.

    finde gerade §20 RO DHB. Demnach können auch Jugendspieler ab C-Jugend mit Sperren von bis zu 4 Spielen belegt werden. Eine Sperre ist also möglich. Frage nur, ob diese auf bereits gespielte Spiele rückwirkend verhängt werden kann und diese dann wieder mit 0;2 / 0:0 gewertet werden?

    Persönliche Strafen gegen den Spieler gibt es meines Wissens im Jugendbereich nicht.

    ok vielen Dank euch schon mal für Praxisbeispiel und Fundstelle. D.h. also, der Spieler kann nach dem Einsatz in der 3. Altersklasse direkt wieder in AK 1+2 eingesetzt werden, ohne dass im Nachhinein ein Eingriff in die Spielwertung droht, weil er im Nachgang zB für 2 Wochen (in direkten Anschluss an den falschen Einsatz) gesperrt wird o.ä.?

    aus der wA können sie auch niemand hochziehen, da sind die fetten Jahre erst einmal vorbei. Letzter Platz in der BWOL mit 2:20 Punkten...

    Von Außen betrachtet habe ich aber trotzdem einen guten Eindruck von der derzeitigen Jugendarbeit. In der wB spielen sie auch ohne herausragende Einzelakteure aufgrund einer sehr stabilen, eingespielten Gesamtleistung oben mit und auch in der C scheint es zu passen, virtuelle Tabellenführung in der Württembergliga.

    Und so etwas kostet Geld , in meinen Augen viel Geld... Wo kommt das her? Von der Sportförderung des Bundes?

    Wie ich schon geschrieben hatte, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Bund, gerade in Anbetracht der letzten großen Einsparaktionen bei diversen Sportverbänden, hier so ohne Weiteres das Füllhorn ausschüttet.

    Ich vermute, am Ende gibt es eine wie auch immer gestrickte, halbgare Umsetzung, die dann als Feigenblatt herhalten muss, dass man das Möglichste getan hat.

    Wie schade, der Mädchenhandball hätte es echt verdient und nötig, dass der DHB sich ihm mit ganzer Kraft annimmt. Aber auf diese Art, befürchte ich, geht die halbe Kraft für Reibungsverluste drauf. Heiße Luft entweicht schon an den ersten Ecken, wie die hier aufgezeigten Reaktionen der Vereine zeigt. Physiker scheinen beim DHB schlechterdings keine zu sitzen, sehr schade.