Beiträge von nicnamejue

    Ganz eindeutig nein. Niemand sollte dazu gezwungen werden soziale Dienste zu nutzen nur weil der Verein denkt er würde damit mehr erreichen. Wer denkt das der Handball professionell ist weil er tiktok oder Instagram hat, bei dem läuft was falsch. Die Liga müsste eine umfangreiche Seite mit Statistiken und Berichten bieten, dass würde Leute bringen. Mich stört dieses Denken die sozialen Netze würde alle erreichen und sind toll. Nein, sie begrenzen den Zugang für einen großen Teil der Gesellschaft und Zeichen ein Verzehrtes Bild.

    Ich stimme dir zu, akzeptiere aber, wenn ich was verpasse, wenn ich es eben auf meinen Kanälen nicht mitbekomme. Mir ging es mehr um die Vereine. Die sollten sich auch Gedanken machen, ob sie nicht doch ei en Mehrwert durch attraktive und aktuelle HPs hätten.

    Mit dem Begirff alter Männer bitte etwas vorsichtiger sein ;) Ich selbst bin aktuell 81, hatte seit 1970 (während des Studiums) den ersten Kontakt zur IT (damals EDV) gehabt über Studien- und Diplomarbeiten und dann seit 1973 als wiss. Mitarbeiter in einer Großforschungseinrichtung immer mit den aktuell neuesten IT-Systemen agiert. Sozusagen vom Lochstreifen bis zum Smartphone :) . Seit 2012 habe ich nuLiga im HVN und in Bremen (jetzt HVNB) als Verbandsadministrator mit eingeführt, die erforderlichen Schulungen abgehalten und gemeinsam mit den anderen LV und der Systemfirma das System nuLiga weiterentwickelt. Parallel dazukamen auch Schulungen in anderen LV (Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Parallel habe ich ein WIKI mit den Anleitungen angelegt, diese fast alle selbst geschrieben und einen UserHelpDesk zusammen mit der Systemfirma betreut. So, das musste mal raus :)

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Nur schade, dass du nicht im DHB-Headquarter sitzt :hi:

    Aber im ernst, mir ist das schon klar, dass ich da unzulässig pauschaliere. Die Situation war mir aber einfach zu "schön", um sie nicht für eine kleine Lästerei zu nutzen. Wer den Schaden hat...

    Habe zwar noch nie gehört, dass eine Homepage Grund dafür sein kann, dass man 2 Spiele mehr besucht, aber wenn das bei dir so ist, alles ok 👌

    ZB Saisonvorbereitungsspiele. Ligaspiele weniger.

    Auch ältere Leute besitzen heutzutage ein Handy und haben größtenteils WhatsApp.

    Ich zähle mich noch nicht zu den älteren, und du magst Lachen, aber Whatsapp habe ich auch nicht. Und schon vielfach festgestellt, dass alleine dadurch mein Leben deutlich entspannter verläuft.

    Inwiefern wirtschaftliche Verluste ?

    Wenn zB. irgend ein Event, das ich, wenn ich davon gewusst hätte, besucht hätte, wenn ich davon auf der HP erfahren hätte.

    Es fängt aber schon mit der emotionalen Bindung an, die durch eine gut gepflegte HP entstehen kann und die mich vielleicht zum Besuch von 1, 2 Spielen mehr motiviert.

    Mir ist schon klar, dass das alles auf Insta besser und einfacher für die Vereine geht und diese Kanäle wichtig sind. Ich weise nur darauf hin, dass es auch Nachteile für die Vereine haben kann, die HP manchmal über Jahre nicht mehr anzufassen.

    Falls der DHB ihm vor 2 Monaten wirklich die operative Projektverantwortung gegeben hat, wäre das doch sehr fragwürdig

    Ach, ist doch eine typische Situation: ein Haufen alter Männer muss ein IT-Projekt wuppen, wovon sie erstens alle keinen Plan und worauf sie zweitens alle keinen Bock haben, weil man da nicht nur organisieren, sondern auch richtig arbeiten muss. Und dann fällt der suchende Blick auf den jungen Kollegen, der doch allein deshalb, weil jung, eine hohe Affinität zu allem haben muss, was nach 2000 erfunden wurde. Und sich, was auch ganz praktisch ist, nicht wehren kann, sich vielleicht sogar über die übertragene Verantwortung freut. Im Zweifel ist er dann auch der ideale Sündenbock...

    Wer schaut denn heutzutage noch auf eine Homepage von einem Verein ?

    Insta, TikTok sind viel wichtiger

    Wurde ja schon des öfteren gesagt hier: Handballzuschauer sind häufig ü50 und maximal auf HPs unterwegs, aber auf keinen SM-Kanälen. Ich verzichte auch bewußt auf Insta, Chinesen-Tiktok und Co. Wenn ich auf einer HP die von mir gesuchte Info nicht finde und dadurch etwas verpasse, ist das halt so. Ich habe dadurch manchmal emotionale Verluste, wirtschaftliche Verluste gehen aber zulasten der Vereine ( und sonstige HP-schlamper).

    Wir waren schon vor Deinem Hinweis "aktiv" - aber wir Mods/Admins können auch nicht alles lesen und dann richtig reagieren. Dafür dann gerne auch die Meldefunktion benützen

    Am "politischsten" habe ja bislang ich selber geschrieben.

    Die aus meiner Sicht hier diskutable Frage ist, inwieweit politisches Engagement ab einer gewissen Ebene sich mit einem Amt wie dem des DHB Präsidenten verträgt.

    Dabei darf es dann m.E. aber keinen Unterschied machen, ob man sich bei einer "Mainstream-Partei" oder bei einer (legalen) politischen Randpartei engagiert.

    Ich frage mich ja, wie man Präsidenten eines der größten Sportverbände sein kann und zugleich Oberbürgermeister einer größeren Stadt und beiden Ämtern gleichermaßen gerecht werden kann. Andererseits muss ein DHB Präsident ja auch von etwas leben, solange das ein Ehrenamt ist...

    Was das Thema politisches Engagement anbelangt, wäre es mir am sympathischesten, wenn ein DHB-Präsident ab einer bestimmten Ebene, beispielsweise Landtag und Bundestag, freiwillig darauf verzichten würde.

    Wußte gar nicht, dass er für das BSW antritt, das macht ihn mir gleich noch mal sympathischer...

    Dieser Kommentar der Bildzeitung sagt alles und ist ausnahmsweise gar nicht so blöd:

    "Seit 2015 ist Michelmann Präsident des DHB, dem weltweit größten Handball-Dachverband, über den vor allem „herkömmliche Medien“ berichten."

    Ich frage mich ja, was er uns mit diesem Satz hier genau sagen will: „Wer jetzt noch nicht begriffen hat, in welcher Situation wir uns befinden im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung gegen Russland, dem ist wirklich kaum noch zu helfen.“

    Die Frage ist halt auch, welchen Vorteil der Frauen Handball hat, welches Alleinstellungsmerkmal, mit dem protzen kann, so dass man auf bestehende Strukturen locker verzichten kann.

    m.E. lebt der Frauenhandball im Wesentlichen von der Fankultur vor Ort und wird es auch nie schaffen, eine ausreichende Fanbasis überregional aufzubauen. Das wäre aber erforderlich für einen Umzug in die nächste Großstadt. Vielleicht können das 1, 2 Topclubs schaffen, aber nicht die komplette erste Liga. Und dann zieht eine Professionalisierung in Liga 1 zwangsweise auch Schritte in Liga 2 nach sich, wenn sich die erste Liga nicht komplett entkoppeln will. Und damit wird es dann noch kritischer.

    Es ist Fakt, dass die HBF die nächsten Schritte zur Professionalisierung gehen muss.

    Muss? Sorry, du bringst nur unsachliche Todschlagargumente.

    Natürlich fände ich es auch toll, wenn die HBF hypen würde. Ich befürchte nur, dass das auf dem eingeschlagenen Weg der "Professionalisierung" nur eine Blase verursacht, die früher oder später platzen wird, wie es der Natur einer Blase nunmal entspricht. Und ich befürchte, wenn dann das Eventpublikum weiterzieht zur nächsten Blüte, ist die Stammfanschaft nachhaltig vergrault. Nicht umsonst wachsen erfolgreiche Unternehmen organisch. Ein solches, organisches Wachstum würde ich mir auch für die HBF wünschen, auch wenn das länger dauert und von den Vereinen in unterschiedlich schnellen Schritten vollzogen wird.

    In einer idealen Welt ohne Ressourcenknappheit hast du recht. Aber in einer solchen leben wir nunmal nicht.