Beiträge von Coach85

    Zitierst du bitte die zugehörige Regel oder die Regelauslegung?

    Ich habe überraschenderweise den Text im IHF Regelwerk nicht gefunden.

    Bei uns im SR-Kader-Lehrgang wurde klar gesagt, dass sich an der Regelauslegung der IHF nichts geändert hat.

    Es muss ein klarer Kopftreffer vorliegen, ein Streifschuss reicht nicht. Man soll daher das Augenmerk darauf legen, ob sich die Flugrichtung des Balles merklich verändert.
    Habe dazu auch bei mehreren Quellen bei der Ankündigung der Regeländerungen diesen Passus gelesen, der diese Auslegung bestätigt (u.a. http://www.handballreferee.at, http://www.handball.ch, http://www.hvnb-online.de). Eine weitere Änderung oder nachträgliche Anpassung ist mir nicht bekannt.

    Relativ früh im Spiel ist der SR erstmal gar nicht schlecht, aber mit der Zeit wurde er immer merkwürdiger. Zu Beginn der zweiten Halbzeit nämlich pfeift der Schiedsrichter 7-m-Wurf gegen unsere Mannschaft. Der Schütze vergibt (bzw. unser TW pariert großartig), der Ball prallt allerdings zurück und hüpft mit ziemlich niedriger Geschwindigkeit aus dem Torraum raus. Ein gegnerischer Spieler nimmt den Ball und macht einen riesigen Ausfallschritt mitten in den Kreis. Erst als er mit seinem Fuß locker 1,5m im Kreis steht, wirft er, und trifft. Der SR gibt den Gegnern das Tor und sagt "Hab ich nicht gesehen, tut mir leid". Wenn es jetzt knapp, 3-5cm gewesen wären... aber wirklich so gut wie niemand stand um den Werfer herum und es konnte jeder sehen.

    Ist immer ärgerlich, sollte natürlich nicht passieren, aber sowas kann dem SR mal durchrutschen.

    Dann, ungefähr 15 Minuten vor Ende der Partie (Stand 14-15 für die Gegner) wirft der Außen komplett frei einen Gegenstoß an den Kopf unseres Torwarts bzw. so an eine Hälfte des Gesicht. Der Ball geht ins Tor, unser TW geht nur noch zu Boden.. Der SR gibt den Gästen das Tor und pfeift lediglich Anwurf für unsere Mannschaft. Erst als unser Trainer 20 Sekunden lang vergeblich den SR zu rufen versucht pfeift er dann endlich mal Time-out und unser Trainer darf unseren TW behandeln. Er konnte dann übrigens auch nicht mehr weiter spielen. Sind für mich auch 2 Minuten verstehen, da gibt es eigentlich keine Diskussion für mich...?

    Der Ball ging ins Tor, daher kann man es ggf. als Streifschuss auslegen, der straffrei ist. Wenn der Ball keine eindeutige Richtungsänderung nach dem Kopftreffer hat, ist es regeltechnisch in Ordnung.

    Dann ist es 3 Minuten vor Ende und unser Trainer will Time-out nehmen (Spielstand 17-19). Er legt die grüne Karte hin. In unserer absolut topmodernen Halle haben wir allerdings leider keine Sirene. Unsere Zeitnehmer pfeifen also in eine extra Pfeife, die der SR aber einfach mal gekonnt ignoriert. Unsere Spieler legen den Ball auf den Boden, weil "ist ja Team-Time-out". Ne ein gegnerischer Spieler nimmt sich den Ball einfach, wirft aufs leere Tor und kriegt das Tor sogar vom SR!!!!! Antwort vom SR: "Tut mir leid, hab ich nicht gesehen, dass du die grüne Karte hingelegt hast". Kann ich leider ABSOLUT NICHT nachvollziehen. Da würde mich mal interessieren wie Ihr das seht, vielleicht hat der SR ja sogar regeltechnisch Recht. Dann revidiere ich meine Aussage. Zugegeben, mit einer anständigen Anlage hätte es nie diese Situation gegeben und der SR hatte sowas vielleicht auch noch nicht.

    Der Pfiff vom Kampfgericht zum TimeOut beendet das Spiel. Alle Aktionen danach sind egal (außer persönliche Strafen). Wenn er trotz Hinweis des Kampfgerichtes weiter das Tor zählen lässt, ist es ein klarer Regelverstoß.

    Nun dann, es reicht noch nicht. Eine Minute vor Schluss steht es 19-20 (immer noch für die Gäste). Wir kriegen einen 7-m-Wurf. Unser Schütze läuft hin zum 7-m, hat den Ball in der Hand. Der Schiedsrichter pfeift schon an. Da läuft der TW der Gegner einfach weg und macht dieses bekannte "Auswechseln-Zeichen". Soweit ich weiß ist das regeltechnisch eine gelbe Karte. Der SR gibt aber den Gegnern Time-out und lässt den Torhüter in aller Ruhe wechseln. Unser Schütze verwirft anschließend und dann ist Schluss.

    Der verspätete TW-Wechsel ist progressiv zu ahnden. Wenn der Schütze bereit steht und erst dann der Wechsel angekündigt wird, ist es zu spät. Kurz vor Schluss ist das also eine Hinausstellung gegen den Torwart.

    Die Frage: Wie geht ihr jetzt hier weiter vor?
    Wir haben es folgendermaßen gemacht. Ich habe einmal noch kurz mit meinem Partner gesprochen und dann bin ich folgendermaßen vorgegangen: ich gehe zur MV von NB und habe ihr gesagt, dass ihr TTO noch gar nicht genommen wurde und ich selber Time-out gepfiffen habe. Daher durfte sie die Platte gar nicht betreten. Für den Kommentar davor kriegt sie dann auch gelb und da das Betreten der Spielfläche ohne Erlaubnis unsportliches Verhalten ist, habe ich ihr erklärt, dass sie 2 Minuten kriegt. Hat sie auch so angenommen, mit dem Hinweis, dass die am Zeitnehmertisch etwas "konzentrierter" sein sollen. Hab ihr dann noch kurz gesagt das die halt auch neu sind und dann war das soweit geklärt. Endstand dann übrigens 39-12.

    Da es ein Missverständnis und auch ein Fehler vom Kampfgericht war, hätte man es bei einer Verwarnung durchaus belassen können. Die 2 min. sind nicht falsch, zumal die Aussage "Könnt ihr denn gar nichts?" durchaus auch eine direkte Hinausstellung rechtfertigt.

    Nummer 8 von JS kriegt ziemlich "flott" gelb, da sie von hinten am Trikot gezogen hat. Danach macht sie allerdings damit weiter, lässt teilweise gar nicht mehr los. Sie kriegt die Hinausstellung (Spoiler) erst in Minute 48 (das wird der MV von WH auch nochmal aufgreifen). Ich hätte vermutlich schneller 2 Minuten geben sollen. Teilweise griff sie dann auch in den Wurfarm...

    Dann kommt es zu der Situation, dass JS Auszeit nimmt. Der Offizielle B von JS kommt zu mir und sagt "Fang mal bitte endlich an Schritte zu zählen. Ich komme teilweise auf 5-6!" Und er hatte auch Recht, teilweise war das viel zu viel. Ich habe mich dann kurz mit meinem Partner abgesprochen und wir wollten dann auch mehr drauf achten. Zu dem Zeitpunkt hat der MV von WH uns übrigens schon zwei Mal auf ein angebliches "Kreis-ab" aufmerksam gemacht, zu dem ich kurz angemerkt haben möchte, dass ich als Feldschiedsrichter sehen konnte, dass da jedes Mal noch mindestens 2 Füße zwischen gepasst haben. Seht ihr sowas häufiger, dass MV sowas lamentieren? Vielleicht in der Hoffnung, die SR würden dann auf Verdacht abpfeifen?

    In einem Angriff von WH lasse ich dem Mittelmann (oder hier eher "Mittelfrau" xD) 4 Schritte sogar noch durchgehen, nur damit sie dann noch 3 Schritte macht und dann anfängt zu prellen. Pfeife ich ab und ihr Trainer erzählt an der Seitenlinie, dass das "niemals" Schritte wären, hinten dran sowas wie "Als SR sollte man sowas sehen können". Angesichts der angesprochenen lauten Halle muss er das wohl extra laut gesagt haben, weil ich sonst eigentlich kein Wort von irgendwem verstehen konnte (sogar die Spielerinnen haben sich "5 mit!!" angeschrien, weil sie sich kaum hören konnten). Soweit so gut, ich will ja auch nicht zu kleinlich sein, lasse ich ihm durchgehen.

    Dann ist erstmal Halbzeit (18:16 für JS). In der Halbzeit wurde uns dann einmal von einer Zuschauerin gesagt, wir sollten einfach weiter machen, wir machen das größtenteils sehr gut und souverän und wir sollen uns nicht von Zurufen irritieren lassen.

    Es ist gut, dass ihr euch traut, auch schnell ein Zeichen zu setzen. Es ist dann jedoch schwer, den Übergang zur Hinausstellung zu schaffen. In euren Augen war die Spielerin wsl. immer knapp unter der weiteren Strafbarkeit, aber auch die Menge macht das Gift. Man kann also dazwischen nochmal sagen, "hey, du hast dafür schon gelb bekommen, bisschen vorsichtiger" und dann beim nächsten oder übernächsten Mal die 2 min. geben und auch klar zeigen, dass es jetzt 2-4 mal.

    Am Ende muss man das Pfeifen, was man sieht. Manche Trainer versuchen sich einen Vorteil zu verschaffen und so lange von außen zu beeinflussen, bis es gepfiffen wird oder sie ruhig gestellt werden, Manchmal reicht es beim vorbeigehen zu sagen, dass er nicht jede Entscheidung kommentieren soll und dass es unsportlich ist. Wenn es dann so weiter geht auch hier wieder, die Menge macht das Gift, dann mal die Verwarnung geben mit dem Hinweis, dass du ihn schon ermahnt hast.

    Bei Schritte muss man für sich eine Linie finden. Meist ist es so, wenn es komisch aussieht und man innerlich zuckt, sind es Schritte. Aber das hier öfter mal ein vierter Schritt durchrutscht und laufen gelassen wird, lässt sich nicht vermeiden.

    Das Kompliment der Zuschauerin zeigt ja, dass ihr auf dem richtigen Weg seid.

    In der zweiten Halbzeit, als Torschiedsrichter pfeife ich ein Tor von Mannschaft WH zurück, weil die Spielerin vorher Schritte (5-6) gemacht hatte, die aber nur, weil sie vorher einen kleinen Schubser bekommen hat. Ihr Trainer an der Seitenlinie regt sich wieder auf und sagt dann ziemlich genau "Die Gesundheit meiner Spieler ist wohl egal". Ich achte dabei in aller Regel ziemlich genau darauf, ob jemand verletzt ist oder ob eben ein solch gesundheitsgefährdendes Foul stattfindet. Ich wollte dem MV für diesen Spruch allerdings nicht mal etwas geben, allerdings macht er dann gut 10 Sekunden noch so weiter, während seine Mannschaft schon weiterspielt. Dann, weil er eben nicht aufhört und nur sowas erzählt wie "Meine Spielerinnen werden hier nur verletzt" und "Die reißen nur" usw. halte ich das Spiel kurz an und gebe ihm die Verwarnung. Wortlos. Er wusste auch genau wieso. Er redet dann allerdings weiter "Du musst aber auch mal meine Spieler schützen" und "Pass doch mal ein bisschen auf". In solchen Situationen bin ich mir dann unsicher: reicht das für eine Hinausstellung? Oder sollte ich das einfach (wie ich es getan habe) wortlos hinnehmen?

    In Minute 44 und 48 gibt es dann übrigens noch zwei Hinausstellungen gegen JS, einmal für Stoßen in der Luft und einmal für Trikotziehen (die Nr. 8). Dann kommt allerdings Minute 50 und es bricht noch einmal das Chaos der Welt aus. Ich pfeife Freiwurf für JS kurz bevor die Sirene losklingelt (Spielende). Der Trainer von WH fängt schonmal an sich zu beschweren "Das war echt unmöglich" und läuft einfach aufs Spielfeld. Obwohl noch ein Freiwurf ausgeführt werden muss. Tja, da gibt es dann halt nochmal die Hinausstellung (was allerdings an und für sich total unnötig war, weil in der D Jugend sowieso keine Unterzahl existiert). Der MV hat sich dann auch absolut geweigert das Spielfeld für den Freiwurf nochmal zu verlassen und meinte dann lieber mich weiter vollzutexten. Ich hatte die Hand dann schon an der roten Karte (Frage an Euch: berechtigt, ja/nein?) als mein Partner gesagt hat ich soll es lieber sein lassen bevor er austickt oder so. Ich meinte zwar, dass der MV sich dann sicher sein kann das hier was abgeht wenn er austickt aber er hat mich dann überredet es sein zu lassen. Freiwurf ging daneben (Ausführung mit dem MV von WH auf dem Feld (er wollte es ja nicht verlassen)). Endstand war dann 34-20 für JS.

    Die Verwarnung gegen die Bank war gut. Man hat jetzt zwei Möglichkeiten, die Verwarnung geben und sich dann schnell abdrehen und zum Kampfgericht gehen und die VW eintragen lassen, oder stehen bleiben beim MV. Dann muss aber eine klare Ansage folgen: "Ruhe, jetzt ist Schluss!", wenn er dann nicht aufhört, ist die 2 min. spätestens beim 2. Satz notwendig. Genauso, wenn er euch zum KG folgt und weiter macht.

    Das wichtigste ist eine Linie zu finden, auf die sich die Mannschaften einstellen können. Im Idealfall baut man die Progression mit Ermahnung und Verwarnung auf, außer es ist natürlich ein größeres Vergehen, was direkte Hinausstellung/Disqualifikation erfordert. Dann hat man manchmal auch den Effekt, dass die Spieler schon mit einer entschuldigenden Geste das Feld verlassen, wenn die TimeOut gibst. Aber gut, dass ihr dann zum Ende 44./48. dann aber euch getraut habt, die Hinausstellungen zu geben.

    Das letzte Verhalten des Trainers geht gar nicht. Null Komma Null! Da hilft nur eine klare Ansage, dass noch ein Freiwurf ausgeführt werden und er das Spielfeld verlassen muss. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, dann ihn Fragen, ob er einen Spielabbruch provozieren möchte? Dann klare Ansage: "Runter! 3, 2, 1 ..." ist er dann nicht wieder runter vom Feld oder zumindest sehr flott auf dem Weg dahin, beendet ihr das Spiel und gibt die Disqualifikation mit Bericht. Das ist wie eine Aufforderung zum Spielabbruch zu werten, je nachdem wie er auf euch zukommt, kommt auch eine "Bedrohung" in Frage. Problem ist, so lange solche Kameraden damit durchkommen, machen sie immer weiter. Wenn sie mal die Grenzen aufgezeigt und eine entsprechende Strafe bekommen, kann sich was ändern.

    Alles davor ist von den Schilderungen normales Trainer/Schiedsrichter-Geplänkel, was nervig uns anstrengend ist, da er halt besonders seine Grenzen austestet, aber mit dem man durchaus umgehen kann. Das am Ende ist aber ein absolutes No Go von ihm!


    Aber Glückwunsch, dass ihr euer erstes schweres Spiel gemeistert habt. Diese Erfahrungen werden euch bei euren weiteren Schritten helfen. Ich drücke euch die Daumen und weiter viel Spaß beim Pfeifen. Und nicht von solchen Typen verunsichern lassen!

    Das Problem dabei ist immer, dass sich die Unruhe von der Bank immer sehr schnell auf die Spieler und das Publikum überträgt und man, egal ob man gut oder schlecht pfeift schnell eine unnötige Hektik in so ein Spiel kommen kann.

    Es ist immer schwierig, da man Anfängern an der Pfeife eigentlich erstmal raten muss, sich auf die Geschehnisse auf dem Spielfeld zu konzentrieren. Aber genau das führt bei solchen schwierigen Sportkameraden eben gerne mal dazu, dass man in Fahrwasser geraten kann, aus denen man schwer wieder rauskommt.

    Wenn du einen Coach/Betreuer dabei hast, spreche dich mit ihm ab, dass er ein Auge auf die Bänke hat und auf die Trainer einwirkt.

    Den Umgang mit schweren Spielern/Trainern/Publikum muss man lernen.

    Für den Anfang sollte man sich nicht zu viel mit außen beschäftigen, daher würde ich in dem Fall raten, solltest du keine Unterstützung dabei haben, den Trainer beim ersten kleineren Vergehen (wenn es sich ergibt) im Vorbeilaufen darauf hinweisen, dass das für dein Empfinden zu viel von außen war und er runterkommen soll. Dann beim nächsten Vergehen, TimeOut und eine klare Ansage auf "Augenhöhe" zu machen oder mit der Progressionsreihe zu starten (je nach Stärke des Vergehens). Wichtig! Nach dem TimeOut und der klaren Ansage machen leider viele den Fehler, dann weiter immer wieder auf den Trainer einzugehen. Nein, ab da muss dann Schluss sein, denn die Grenzen sind gesetzt. Entweder lernt er es dann schnell und du hast Ruhe im Spiel, was meist spätestens ab der VW der Fall ist, oder er muss mit den Konsequenzen seines Handelns (2 min., DoB/DmB) leben.

    Es ist immer schwer, das erste Mal diesen Schritt bei einem Trainer zu gehen, aber meist führt es zu deutlich mehr Entspannung auf und neben dem Feld und wird dann sicherer und kann sich Step by Step mehr in der Kommunikation mit dem Trainer trauen, ohne das die Kernaufgabe, der Fokus auf das Spielfeld drunter leidet. Aber das muss sich einfach entwickeln.

    Wenn das Problem an der Auswahl der Bilder liegt, warum führt man nicht einfach ein, dass die Gäste einen zweiten Videooperator mitbringen der mit draufschaut? Dann haben wir 2 Augen Heim und 2 Augen von Gast.

    Dann können die beiden den SR schonmal die auf den ersten Blick beste Kameraeinstellung zeigen lassen, die für den jeweiligen Operator bis dahin am aufschlussreichsten ist und wenn die SR dann noch weiteres Material benötigen, sich dann durch weitere Perspektiven arbeiten, die sie dann anfordern.

    Das wäre eine schnelle unkomplizierte Lösung und es sind dann beide Vereinsbrillen am Bildschirm vorhanden. Und auf dem Niveau einen Operator mitzubringen, sollte jetzt nicht das große Problem sein.

    Wir hatten es vor 10 Tagen bei einem Spiel der Oberliga Frauen, nach rund 15 min. Spielzeit. Spielerin bekommt in der erweiterten zweiten Welle auf den ersten Schritt einen Impact in den Rücken, macht danach noch zwei Schritte durch die Lücke, ihr Tor und rutscht in unseren Augen kontrolliert ab. Wir haben es bei einer Zeitstrafe gg. Gast belassen und jeder war zu dem Zeitpunkt mit der Entscheidung einverstanden und zufrieden.
    Als Heim dann zwei Minuten vor der Pause für eine Aktion von der Seite im Gegenstoß DoB bekam, wurde die Szene aber nochmal vom Trainer der Heimmannschaft als Vergleich herangezogen.
    In unseren Augen war jedoch ein größerer Impact und auch eine deutlichere Auswirkung zu sehen: Spielerin kam direkt zu Fall, hatte deutlich weniger Kontrolle beim landen/abrutschen und konnte ihr Tor auch nicht mehr machen, obwohl das eine seitlich und das andere von hinten war.
    Am Ende muss man als SR in wenigen Bruchteilen von Sekunden entscheiden, wie man die Situation (Impact & Auswirkung) wahrgenommen hat.
    Das Video vom Spiel stand uns zwei Tage später zur Verfügung, wir haben die beiden Szenen gesichtet und uns auch im Nachgang in unserem Strafmaß bestätigt gefühlt.

    sehr komische Entscheidungen bei dem Spiel SLO-ISL.
    Die Aktion auf RA kann mit Einsatz des VB auch mal schnell DoB sein, zumal die Linie davor sehr, sehr kleinlich und überzogen war.

    nachdem es noch eine Situation auf RA gab:
    RA ISL: für mich DoB da er auf den Fuß steigt und leicht wegknickt
    RA SLO: bleibt beim ausholen am Körper (Ellenbogen hängen), Ecke war mal gut entschieden

    Ich schaue nur sehr selten Fußball. Ich hatte letztens den Eindruck, dass der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen lies und auf die Entscheidung aus dem Keller wartete.

    Beim Fußball mag das vielleicht funktionieren, aber wie soll es beim Handball funktionieren? Eventuell sind zwischenzeitlich 4 Tore gefallen.

    Möglicherweise könnte noch eine Trainerchallenge eingeführt werden. Aber nur dann eine Änderung der Entscheidung wenn es klar falsch war.

    Und man könnte ja mal die Kosten des Videobeweises zwischen Fußball und Handball vergleichen.

    Laut Perplexity wurden in der Saison 2022/23 knapp 17M€ in der Fußball Bundesliga für den Videobeweis ausgegeben.


    Über die Einführung der Trainerchallenge wird immer wieder diskutiert.

    Jetzt gab es im DFB-Pokal ja das rüde einsteigen gegen den Dortmunder Couto, wo sich alle aufgeregt haben, dass es jeder gesehen hat, außer die SR. Gut, 1. Runde Pokal, gibt es halt keinen Videobeweis. Eine ähnliche Situation muss es jetzt aber in der 1./2. Liga am letzten Wochenende gegeben haben, wo der VAR scheinbar nicht eingegriffen hat. Genau für solche Fälle wäre die Challenge (z.B. 2x pro Spiel pro Team) gut. Wenn die Challenge zu keinem Erfolg führt, sollte halt eine Auswechslung gestrichen oder eine gelbe Karte gegen den Trainer verteilt werden.

    Im Handball ist das natürlich schwierig, aber auch da könnte man mit Challenge arbeiten und Verwarnung gg. MV.


    Dann war wohl meine erste Live-Wahrnehmung in der Halle doch die bessere! Die Wiederholung hatte ich nur auf dem Handybildschirm des Nebenmannes gesehen, der es sich das auf DYN angesehen hat. Soviel zum Thema gute Kameraperspektive und ausreichend große Bildschirme beim Videobeweis.

    Ich bin der Meinung, dass man die Szene mit Wiede definitiv so auslegen kann wie die SR, dass Johansson durch den ersten Kontakt die Balance verliert und in den Abwehrspieler fällt. Natürlich ist es in dieser Situation bitter, dass Johansson dann wg. Behandlung und nicht gegebener Strafe für drei Angriffe pausieren muss. Das ist sicherlich nicht im Sinne der Regel, aber ein Problem der Regel und nicht von den SR, Füchse Berlin oder Wiede. Es ist natürlich schade, dass dieses Spiel u.a. durch so eine Szene entschieden wurde, wo meiner Meinung nach weder die SR, noch Wiede, noch Johansson groß was dafür können.

    Am Ende muss man aber erwähnen, dass der THW drei Siebenmeter (5/2 gg. 2/2) verwirft, so dass man sich an die eigene Nase fassen und nicht die Schuld bei den Schiris suchen sollte.

    Ich war als absolut neutraler Zuschauer im Münchner SAP Garden und empfand die Linie und Kommunikation der beiden SR als sehr angenehm. Zudem fand ich die Momente, den Videobeweis zu nutzen in beiden Situationen als völlig richtig, aus der Live-Wahrnehmung empfand ich die Szene rd. 30 Sekunden vor Schluss vom THW als direkte Disqualifikation, nach den Bildern war aber am Ende Zwei-Minuten völlig legitim und richtig entschieden.

    Ich fand, dass das Damen-Spiel zwischen dem Thüringer SC und HSG Blomberg-Lippe zuvor paar mehr "hä"-Momente zu bieten hatte.

    Absolut erschreckend, wieviel Macht ein Spieler im Fußball mittlerweile hat...

    Ich wünsche mir, dass wir im Handball NIEMALS solche Verhältnisse bekommen !


    https://m.bild.de/sport/fussball…2dfcf2f6778fbc0


    Ich finde das schwierig von Außen zu beurteilen. Auch wenn Lewandowski erstmal als Sieger aus dem Machtkampf hervorgeht, werden wohl am Ende alle verlieren.

    Irgendwie haben sicher alle ihren Teil dazu beigetragen und wir wissen nicht, wie die Stimmung in der Kabine und beim Verband sind und was letztendlich zu den jeweiligen Entscheidungen (Kapitän absägen / Rücktritt des Trainers) geführt haben. In der (Lücken-)Presse steht immer nur der offizielle (beschönigte) Teil, was genau im Hintergrund alles vorgefallen ist, kann keiner von uns abschließend beurteilen.

    Sehr, sehr schwierig!
    26 Monate sind schon brutal, wenn man bedenkt, dass es ein Berufssportler ist, der auch davon lebt.
    Auf der anderen Seite riskiert er mit seiner dummen Aktion auch eine schwere Verletzung des Gegners, der natürlich genauso davon lebt.

    Blaue Karte, völlig unstrittig , mehrere Monate Sperre zwingend notwendig. Fraglich ist, ob es über zwei Jahre sein müssen, wenn man bedenkt, dass die meisten Sperren über paar Spiele gehen. Er und das Urteil haben damit wsl. seine Karriere beendet.
    Vom Bauchgefühl her wäre ich bei einer Sperre bis zum Ende der Hinrunde der kommenden Spielzeit, aber nicht bei zwei kompletten Saisons.

    Vielleicht kann man in solchen Fällen auch mal ein Urteil fällen, das folgende Faktoren beinhaltet:
    Mindeststrafe 1: z.B. 12/2025 (Ende der Hinrunde 2025/26) - vorher darf er auf keinen Fall zurückkehren
    Mindeststrafe 2: z.B. 3 Monate nach dem Comeback von dem verletzten Gegner - kann er ab Saisonstart wieder angreifen, dann gilt die Mindeststrafe 1, kann er erst z.B. in 11/2025 aufs Handballfeld zurückkehren, dann gilt die Sperre ab da noch 3 Monate - beendet so eine Aktion die Karriere des Gegenspielers, dann beendet es auch automatisch die eigene Karriere.

    Das würde dann auch das abbilden, was man ggf. seinem Gegenspieler angetan hat, mit der dummen Aktion.

    Der Übergang von der C- zur B-Jugend ist vor allem im weiblichen Bereich extrem.
    Neben der neu hinzukommenden 6:0-Fleischmauer kommt auch noch der größere 2er-Ball dazu. Sprich man muss lernen, das größere Spielgerät ordentlich zu händeln und soll dabei auch noch aus weiterer Distanz über einen Block werfen? Das ist zu viel auf einmal.
    Ich wäre auch dafür, zumindest eine Halbzeit in der C-Jugend die Deckungsform freizugeben.

    Der Trainer kannte die Regeln gut und hat sie versucht zu seinem Vorteil auszunutzen, daher ist nichts verwerfliches daran und wird in jeder Sportart irgendwie so gehandhabt.
    Genauso verstehe ich nicht, wenn sich Trainer beschweren, dass man beim 7m nicht die Zeit anhält, sie könnten ja immer einen TW-Wechsel machen, dann muss der SR die Zeit stoppen.
    Sollte das in Zukunft häufiger vorkommen, muss man am Ende des Tages über ein Wahlrecht in den Regeln nachdenken, dass die Mannschaft in den letzten 30 Sekunden entscheiden kann, ob sie den 7m möchte, oder nur einen FW und damit die Chance bekommt, die Zeit runterzuspielen.

    ja, steht auch völlig unstrittig im Regelwerk:

    7.12:
    Wird eine Tendenz zum passiven Spiel erkennbar, wird das Vorwarnzeichen (Handzeichen Nr. 17)

    gezeigt. Dies gibt der ballbesitzenden Mannschaft die Gelegenheit, die Angriffsweise umzustellen,
    um den Ballverlust zu vermeiden. Falls sich die Angriffsweise nach dem Anzeigen des
    Vorwarnzeichens nicht ändert, kann jederzeit auf passives Spiel entschieden werden. Wird von der
    angreifenden Mannschaft nach maximal 4 Pässen kein Torwurf ausgeführt, also, wenn der 5. Pass
    von einem Mitspieler angenommen wurde, wird auf Freiwurf gegen die ballbesitzende Mannschaft
    entschieden (13:1a, Verfahren und Ausnahmen siehe Erläuterung 4 Abschnitt D).
    Die Feststellung über die Anzahl der Pässe treffen die Schiedsrichter im Sinne der Regel 17:11.


    17.11:
    Entscheidungen der Schiedsrichter oder der Delegierten aufgrund ihrer Tatsachenfeststellung oder

    Beurteilung sind unanfechtbar.
    Nur gegen Entscheidungen, die im Widerspruch zu den Regeln stehen, kann Einspruch erhoben
    werden.
    Während des Spiels sind nur die jeweiligen „Mannschaftsverantwortlichen“ berechtigt, die
    Schiedsrichter anzusprechen.