so kritische Töne hat man seit Jahren nicht mehr gehört beim THC-ist ja immerhin ein Ausschnitt aus einer Pressemeldung-ich sage das zwar auch schon länger-aber mir glaub man ja nicht-Spaß beiseite
PM THC
Nicht ganz mit leeren Händen ist die Mannschaft aus Graz zurück, unsere Beste, auch die beste THC-Spielerin der Saison, Annika Lott wurde mit der Trophäe für die beste Werferin geehrt: 87 Tore in 14 Spielen, 68 seit der Gruppenphase, wie es die EHF zählt.
Es sollte die große “Rot-weiß-blaue Party” werden, alles war dafür hergerichtet: Über 200 treue THC-Fans waren mit Begeisterung und Zuversicht nach Österreich gereist, die “Rote Wand” bestimmte die Atmosphäre in einer ansonsten eher spärlich gefüllten Halle. Partystimmung auf allen Wegen, aber sie erreichte die Mannschaft nicht. Wo waren Siegeswille und Kämpferherz, das Team hatte sich so viel vorgenommen, war mit viel Zuversicht ins Turnier gegangen und ließ dort fast alles vermissen. Dabei war man mit 3:1 und 4:2 doch ordentlich ins Halbfinale gestartet. Wie man dann dem Gegner einen 6:0 Lauf zum 4:10 gestatten konnte, bleibt genau so rätselhaft wie die vielen technischen Fehler, die Fehlwürfe an Pfosten und Latte. Es hat nicht nur an der schwedischen Nationaltorhüterin gelegen, dass die Bälle nicht rein gingen. Das Halbfinale hatte der THC bereits nach 20 Minuten verloren, dabei war Ikast Handbold nicht die befürchtete Übermannschaft. Die Niederlage war am Ende deutlich, aber die Mannschaft hatte sie sich zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben. Nach diesem vermasselten Auftakt wollte unser Team gegen die BVB-Damen aus Dortmund, die erst nach Siebenmeter-Werfen am Finaleinzug gescheitert sind, im Spiel um die Bronzemedaillen alles besser machen. Im Spiel um Platz drei klappte schon der Auftakt nicht, und selbst wenn die THC-Mannschaft immer wieder auf drei Tore heran eilte, den Bock konnte sie in keiner Phase umstoßen. In dem Spiel war die niederländische Nationaltorhüterin Yara ten Holte im BVB-Tor die Matchwinnerin. Die Superquote von 53% gehaltener Bälle sagt alles. Die sich häufenden Fehler, das Wurfverhalten im Angriff - beides war an diesem Tag katastrophal. Schluss mit der Kritik: Mannschaft und Trainer werden das Turnier aufarbeiten, die richtigen Schlüsse ziehen, um es zukünftig besser zu machen. Sie bleiben im Großen und Ganzen in der kommenden Saison beisammen, verstärken sich noch und werden erneut angreifen. Zum Sport gehören Siege und Niederlagen, man kann sich an Siege gewöhnen, an Niederlagen eher nicht. Unsere Enttäuschung ist zwar groß, aber der Glaube und die Liebe zu unserem Team sind nicht erschüttert. Das schweißt uns eher zusammen. Zusammen siegen - zusammen verlieren, das spricht für Teamgeist.