Beiträge von handbollsfan

    Das kann man bei den U 21 Weltmeister die zu Olympiafahrern wurden noch verlängern.

    Nimm mal den Uscins als Beispiel. Der hat die Saison 22/23 HBL+Pokal gespielt, im Juli 23 U 21 WM, danach schnurstraks HBL 23/24+Pokal nebst Europapokalspiele, WM 24 + Olympia 24. Man kann an diesem Beispiel feststellen, dass es einige gibt, die knapp 3 Jahre kaum eine vernünftige Pause hatten.

    Er hat nur im Vergleich zum zb SCM nicht die starke Belastung der internationalen Spiele mit dem Verein gehabt. Würde daher sagen, dass er da ungefähr gleich bei rauskommt von der Belastung.

    Darum ist es einfach viel zu viel und wir werden immer mehr Spieler mit schwereren Verletzungen sehen oder ein Abwandern der Stars aus der Liga, wenn da kein Stopp kommt.

    Aus medizinischer Sicht definitiv nachvollziehbar, wenn man einen Bogen - mit mindestens 8 Schritten - um die HBL macht 🙈

    Aber denkst du nicht, dass die meisten Erstligisten ungefähr die gleichen Kenntnisse und Voraussetzungen haben?

    Es gab vor 2 Jahren extra ein Meeting vom DHB dazu im Rahmen der U21 WM in Berlin 😉

    Das Problem ist halt - vor allem dieses Jahr - die hohe Belastung.

    Überlegt mal das Pensum eines Natio-Spielers:

    - 34 Spiele Bundesliga allein

    - DHB Pokal natürlich unterschiedlich nach Einstieg und Ausstieg aus dem Wettbewerb

    - International (CL ist ja allein in der Vorrunde schon eine Belastung von 14 Spielen, dann ⅛ & ¼-Finale, und Final4)

    - EM im Januar (wobei die EM ja schwerer zu spielen ist, als WM)

    - Olympia im Sommer

    Dann wieder WM im Januar...seit 1,5 Jahren fast null Pause.

    Dadurch kann ja gar keine richtige Vorbereitung mit Athletiktraining stattfinden, geschweige denn die Regeneration nach der langen Saison.

    Das alles grenzt nur noch an "Raubbau" am Körper.

    Was für Trainingsmöglichkeiten bei jedem Bundesligisten vorherrschen, ist vermutlich doch schon recht unterschiedlich, aber jetzt rein spekulativ.

    Ich glaube einfach, dass du - zum Teil - gar keine große Verletzungsprophylaxe bei dem "Stundenplan" mehr machen kannst, auch, wenn es theoretisch einer der wichtigsten Punkte im Training sein sollte.

    p.s.: egal, wie gut jemand ist in der Trainingsplanung, die intrinsischen Faktoren der Spieler kann man nicht immer beeinflussen 😉

    hlp: Ich lese hier in den letzten Tagen weniger "Wettjammern", sondern - beginnend auf Seite 13 im Berlin-Melsungen-Thread - von einigen Usern die Unterstellung, dass Verletzungsfreiheit ein Verdienst und Verletzungsanfälligkeit ein Versagen des Athletiktrainings sei. Also nach dem Motto: Selbst schuld. Dein Vorredner handbollsfan klingt auch so ein bisschen danach, wenn auch nicht so extrem.

    Gibt halt verschiedene Verletzungsmechanismen. Intrinsische und extrinsische Faktoren bei Verletzungen.

    Die eine ist mit Müdigkeit, was auf zu viel Belastung deutet.

    Dann gibt es physische Präposition, also, dass jemand "anfälliger" für Verletzungen ist.

    Hormone spielen auch eine Rolle.

    Dann Körperliche Fitness/der Fitnesszustand.

    Alter nicht zu vergessen und vorherige Verletzungen.

    Anderes wäre zb Hallenböden, Equipment, Fouls vom Gegenspieler. Eben äußere Einflüsse.

    Wenn ich zb einen unnötigen Kontakt bekomme, dann haben wir den Faktor Gegenspieler, der den Großteil der Verletzung ausmacht. Aber es wirkt auch oft der Faktor "kann mein Körper die Situation stabilisieren" mit ein.

    Durch Athletiktraining kann ich versuchen, den Sportler und seinen Körper bestmöglich für ein Spiel/eine Saison vorzubereiten, aber oft spielen eben Faktoren mit rein, die man nicht willentlich beeinflussen kann 😉

    Je länger die Saison, desto wichtiger wird der Punkt Regeneration und moderate Trainingssteuerung.

    Auch Sprunggelenksverletzungen können mit "zu müder Muskulatur" zusammenhängen.

    Die Stabilität des Sprunggelenkes basiert auf einer muskulären und ligamentären Stütze. Da die meisten Handballer meist kaum noch intakte Bänder haben, spielt die Muskulatur eine noch wichtigere Rolle. Bei guter Muskulatur kann ein "umknicken" zum Teil abgefangen werden 😉

    Bei Achillessehnenrupturen im Leistungssport liegt meist eine Vorschädigung durch die Belastung vor. Manchmal auch durch das vorherige "Fitspritzen", was ja zum Glück in den letzten Jahren etwas nachgelassen hat.

    Hat mal jemand die Häufigkeit der Verletzungen beim SCM hinterfragt / analysiert?

    Aber auf ernsthafter Basis und mit Fakten begründet.

    Ohne Vereinsbrille nach hier oder dort.

    Ohne Bashing von diesem und jenem.

    Einfach sachlich und nüchtern.

    Ein Punkt wird die hohe Anzahl der Natio-Spieler sein. Während andere sich in der Zeit ausruhen können, müssen die immer liefern. ABER: das Problem haben andere Vereine auch 🙈

    Der nächste Punkt: Tanzen auf vielen Hochzeiten und dadurch noch mehr Spiele. CL mit der "aufgeblähten" Gruppe, DHB Pokal, Bundesliga (und nicht wie in anderen Ligen max. 4 schwere Spiele in der Liga, sondern jedes Spiel ernstzunehmen) und dann der Super Globe.

    Dann nicht zu vergessen: wir hatten ein Olympia-Jahr. Also NOCH mehr Spiele und NOCH geringere Vorbereitungszeit. Das Pensum diese Saison ist schon fast krank.

    Und vielleicht, ohne Bashing betreiben zu wollen: zum Teil wenige Wechsel im Spiel. Also ein volles Nutzen der Bank (die,die da sind).

    Insgesamt eine einfach zu hohe Belastung. Das kann der Körper über mehrere Jahre nicht kompensieren.

    ABER, wie gesagt, das haben andere Mannschaften auch in der HBL.

    Die Umsetzung der Schrittregel ist bei fast allen Mannschaften mittlerweile ein Problem. Was aber auch durch das "nicht-pfeifen" der Schiedsrichter gefördert wurde. Wenn es bei einem Verein nicht gepfiffen wird, dann machen es die anderen nach, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben. Normales Business, leider.

    Da hätte Jutta mal ein Machtwort sprechen müssen 🙈

    Es gibt auch nur noch ganz wenig Spieler, die den klassischen Nullschritt beherrschen 😉 die meisten sind mittlerweile in Handballrente.

    Mit dem ab nächster Saison erlaubten Nullschritt aus eigenem Prellen kannst Du es sein lassen, noch Schritte mitzählen zu wollen. Der SC Magdeburg hat rechtzeitig den Regeltrend erkannt und das eigene Spiel darauf ausgerichtet und nahezu perfektioniert.

    Naja, noch gilt die alte Regel, also müsste man jetzt viele Aktionen abpfeifen. Und ob das dann "perfekt" wäre, ich bezweifle es...

    Vieles richtig, u.a. dass wir zur Vermarktung des Frauenhandballs auch interessante "Gesichter" brauchen - auf dem Spielfeld und daneben. Die wachsen nicht auf den Bäumen. Aber eine gute Kommunikations- und Marketing-Strategie könnte da einiges anschieben!

    Nebenbei bemerkt: helfen würden auch mehr Frauen in Führungspositionen in DHB und bei den Ligaverbänden sowie den Landesverbänden. Oder eine Bundestrainerin!! Im Fußball gab es schon deren drei!! Aber der Handball ist in der Selbstdarstellung und der Denke ein Männerbündnis.

    Es wäre ja schon einmal ein Schritt nach vorne, wenn in der Bundesliga mehr Frauen das Sagen an der Seitenlinie hätten...nächste Saison 2....

    Vergibt die EHF nicht auch Wild Cards?

    Statt dieser sollte einfach der EL-Sieger ein Upgrade beantragen können, wenn er möchte. Wenn nicht, dann kann die EHF ja eine Wildcard vergeben. Wäre die vermutlich einfachste Lösung und am schnellsten umzusetzen.

    Das andere lässt sich vermutlich nur schwer durchsetzen...auch, wenn es zum Teil den Wettbewerb attraktiver gestalten würde.

    Aber funktioniert ihr ganzes Konstrukt auch mit der ersten Mannschaft in der 2.Liga? Wieso sollten sich junge Spielerinnen nun für Leverkusen und nicht für Blomberg, THC, Bensheim oder gar Leipzig entscheiden?

    Das ist ja oftmals das Problem. Und vergiss Dortmund nicht, die sind schließlich Vizemeister geworden ☝🏼

    Leipzig leistet Klasse Jugendarbeit (amtierender Deutscher Meister) mit einem Team in Liga 2. Und die Jugendspuelerinnen bekommen vermutlich eher Einsatzzeiten in einem 2. Ligateam, als bei einem 1. Ligisten.