Beiträge von El Duderino

    Was ich immer lustig finde bei den Ausreden der anderen Mannschaften: "Die Füchse haben ja nur Glück, dass sie keine Verletzungen haben und Gidsel immer fit ist!"

    Selbstverständlich sind der SCM und die MT deutlich mehr gebeutelt, was Verletzungen betrifft, als die Füchse. Aber kommt denn niemand auf die Idee, auch das als Qualitätsmerkmal anzusehen? Verletzungen gehören zum Sport, sind aber doch keineswegs rein Glück oder Pech, gerade in der Anzahl, wie Sie bei manchen Vereinen auftreten.

    Auch die Füchse hatten in den vergangenen Saisons massive Verletzungsprobleme, haben aber den Athletik-Bereich über die Jahre neu aufgestellt und anscheinend arbeiten Sie da besser als andere Mannschaften.

    In diesem körperbetonten Sport halte ich eine gute Athletikabteilung für unabdingbar, um das Restrisiko von Glück/Pech bei Verletzungen maximal möglich zu minimieren. Ich weiß nicht, wie woanders gearbeitet wird, es ist aber schon erstaunlich, dass dieses Argument immer kommt und als Aufhänger genommen wird, warum dieses oder jenes nicht funktionieren kann. Und das von den Mannschaften, die verletzungsgeplagt sind - und immer soll es nur Pech sein und man schaut nicht auf die eigene Arbeit in dem Bereich.

    Du meinst also Berlin hat das goldene Mittel gegen Sprunggelenksverletzungen, Achillessehnen- und Kreuzbandrisse gefunden und alle anderen machen lieber gar nichts und riskieren dafür die Ausfälle ihrer Spieler für 6 oder mehr Monate? :irony:

    Ich bin kein Mediziner, aber ich glaube, diese Verletzungen lassen sich nicht so einfach durch ein besseres Athletiktraining verhindern. Übrigens hat der SCM selbst nie über die Situation gejammert, sondern eine "Jetzt erst recht"-Mentalität entwickelt (oder beibehalten).

    Persönlich finde ich, dass die Füchse verdient am Platz an der Sonne stehen, weil sie gute Arbeit leisten.

    Trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass der SCM noch besser arbeitet.

    Das Fans über ein "was wäre wenn" nachdenken, finde ich völlig in Ordnung,

    allerdings nur, wenn es um die eigenen Spieler geht,

    anderen Teams Verletzungen zu "wünschen" finde ich traurig.

    Meisterreife Vorstellung der Füchse Berlin im Topspiel!

    Der SC Magdeburg hat den "Zwergenhandball" kultiviert und jetzt echauffieren sich die rot-grünen Fans, dass in einer anderen Mannschaft ein noch besserer "Zwerg" spielt, der den aktuellen Zeitgeist des Handballs und der Regelauslegung noch besser für sich nutzt.

    Freundschaft!

    Arcosh hasst den SCM, will das aber immer schön intellektuell rüber bringen, und kotzt ab, dass sich die Eiche nicht an ihm stört. :lol:

    dafür kriecht er einfach zu offensichtlich aus der Deckung hervor, die feine Klinge will gekonnt sein. 8o

    Mal sachlich, Berlin hat verdient gewonnen. Verloren hat die dauergestreßte MT Melsungen , mit einem Jonsson, Balenciaga, Kristopans, Sipos ohne jede Normalform. Die haben ihre Kräfte im Vorfeld gelassen. Die MT hat in dieser Saison lange, trotz teilweise 8 verletzter Spieler, sehr gut gegen gehalten. Man spielt die beste Serie ever. Hat sich heute trotz allem nicht abschlachten lassen. Die Moral ist vorhanden aber es fehlte die mentale und körperliche Frische. Am schlechtesten waren heute für mich die Schiris mit manchen fragwürdigen Entscheidungen. Berlin wird in der Verfassung auch die CL gewinnen und wird sicher deutscher Handballmeister. Eher verliert der SCM gegen Lemgo oder gegen die SG, als das Berlin noch etwas liegen läßt.

    In den meisten Punkten gebe ich dir recht und die Meisterschaft ist eine Sache, aber bezüglich der Champions League kann ich nur sagen, unterschätze niemals den SCM. Wenn es dazu kommt ist es ein Spiel, ein Finale und da ist grundsätzlich alles möglich.

    Berlin hat uns heute gezeigt was noch fehlt für CL-Niveau. Eine ganze ganze Menge. Das sie noch Punkte lassen erscheint mir aktuell nicht wahrscheinlich. Ich bleib dabei, drücke dem SCM die Daumen, dass das doch noch klappt irgendwie.

    so viel fehlt euch da mit Sicherheit nicht mehr, aber ohne Elvar Örn und die Verletzten wird es am Anfang der nächsten Saison sicher nicht einfach. Ein bisschen mehr Mentalität würde ich euch wünschen.

    Das tut jetzt sicher unglaublich weh, so auszuscheiden, aber es war trotzdem ein gutes Spiel der MT. Es ist verdammt schwer, den ersten Titel zu gewinnen, aber ihr kommt immer dichter ran und heute fehlte wirklich nur ein bisschen, um ins Finale zu kommen. Und das nächste "Finale" ist schon in wenigen Tagen, also Kopf hoch und weitermachen . . .

    El Duderino

    Lies bitte nochmal, bevor du schimpfst. Ich habe geschrieben, dass wir diese Grundsätze überdenken sollten SOFERN es eine Relevanz für die überwiegende Mehrheit hat.

    Für die Beurteilung unseres Jobs gibt es keine absolute Wahrheit. Was der eine Zuschauer gut findet, nervt den nächsten und so weiter. Allen können wir nicht gerecht werden.

    Wenn ich jetzt aber ständig Dinge ändere, weil es 3, 5 oder auch 100 Leuten nicht passt, werde ich zum Fähnchen im Wind. Ich hinterfrage vieles und am allermeisten mich selbst. Die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten darf, wissen das. Und ich ändere Dinge, wenn sie nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen (Grundlage der Beurteilung ist dann aber eher die Masse und nicht der einzelne) oder wenn ich die Kritik eines Einzelnen nachvollziehen kann. Ich habe hier schon viele wertvolle Impulse bekommen, für die ich dankbar bin. Aber welchen Schuh ich mir anziehe, ist meine Entscheidung. Das Recht musst du mir schon lassen.

    Erstmal vielen Dank für Deine Antwort. Glaube mir, ich habe es mehrfach durchgelesen und nicht geschimpft, sondern meinen Eindruck wiedergegeben und in die Schuhauswahl einer Frau greife ich schon gar nicht ein. ;)

    Das angesprochene Interview nach dem Spiel mit Andy finde ich auch völlig in Ordnung, kann aber andere gut verstehen, wenn Sie das Spoilern an dieser Stelle nicht mögen. Mir ging es mehr darum, wie dein Beitrag rüberkam, hier die allwissende Sportjournalistin und dort der ahnungslose Zuschauer, welcher die großen Zusammenhänge nicht erkennt. Achtung, das habe ich jetzt bewusst überspitzt formuliert und es ist auch nur mein persönlicher Eindruck.

    Außerdem kann ich mir zum Beispiel kaum vorstellen, dass es Zuschauer nervt, wenn sie nicht die Ergebnisse der anderen Spiele erfahren, weil es ja genug Möglichkeiten gäbe, diese sogar fast sekundengenau mitzulesen.

    Das Du es nicht allen recht machen kannst, ist mir auch klar und das verlangt (hoffentlich) auch keiner. Aber ist unser Ansatz so schwer nachzuvollziehen?

    Vielleicht noch ein kleines Beispiel, wie es Kollegen von euch handhaben. Nehmen wir die Zusammenfassungen im Fussball. Dort werden während der einzelnen Partien auch nicht die Endergebnisse der anderen Spiele angesagt (zumindest ist mir das noch nie aufgefallen) und für den Zuschauer bleibt so die Spannung bis zum letzten Beitrag erhalten. Auch in der einleitenden Moderation wird nur der Tabellenstand des letzten Spieltages erwähnt und vielleicht noch das Ergebnis vom Spiel des Vortages. Warum machen sie das so? Ich schätze, um dem Zuschauer die Spannung zu erhalten und ich vermute mal, die haben dort auch das kleine und große ABC des Sportjournalismus gelernt.

    Aber sei es, wie es sei, ich habe verstanden, wie ihr und du das handhabt und freue mich, darüber Klarheit zu haben. Ich für meinen Teil werde dann eben Vorberichte und Nachbereitung meiden, wünsche Dir aber weiterhin viel Erfolg bei Deiner Arbeit.