Das Problem liegt auf der Hand: Golla hat mit der vorschnellen Vertragsunterschrift einen Fehler gemacht, den er nun rückgängig machen möchte. Der MT Melsungen entsteht dadurch ein Schaden, für den sie zu Recht eine Ablöse fordert. Da ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt so gut wie sicher scheint, geht es im Kern nur noch um die Ablösehöhe und die Verteilung der Kosten: Verzichtet Melsungen auf einen Teil der kolportierten 1,5 Millionen Euro, zahlt Flensburg die Ablöse, oder beteiligt sich Golla selbst durch Eigenleistung bzw. Gehaltsverzicht? Aus meiner Sicht wäre es am fairsten, wenn Golla den Hauptteil der Summe übernimmt – etwa durch Gehaltsverzicht –, da er das Problem verursacht hat. Das mag angesichts seiner gesundheitlichen Situation hart klingen, aber Profisport ist nun mal ein Business. Die gerechteste Lösung wäre daher: Flensburg zahlt die 1,5 Millionen Euro Ablöse und Golla verzichtet über fünf Jahre auf jeweils 300.000 Euro Gehalt. Mit den verbleibenden 200.000 Euro im Jahr würde er noch immer zu den Spitzenverdienern der Liga und sowieso des Landes gehören.