Ob das wirtschaftlich tragbar ist kann bezweifelt werden
Die Frage ist doch wo die Mehrkosten in Liga 1 liegen würden. Ich würde tippen, dass man nicht unbedingt in die Mannschaft investieren würde, um dauerhaft drin zu bleiben. Somit wäre meine Theorie, dass der Etat gar nicht so stark angehoben werden müsste. Die Zuschauerbasis wird in jedem Fall schon mal nicht kleiner.
Wenn man Potsdam aus Sicht der Füchse sieht, so ist das DER Baustein zur Berlinalisierung. In dieser Saison macht das Konzept/Projekt mit Lichtlein, Beneke und Langhoff einen gehörigen Schritt. Potsdam würde dann noch interessanter werden für junge Hochkaräter, die irgendwann mal EL/CL spielen wollen. Neben der rein Berliner Kaderschmiede gibt es ja auch Personalien wir Joshua Thiele, ehemaliger Juniorennationalspieler. Der wird es vermutlich nicht schaffen, ist aber nur ein Beispiel.
Ein Aufstieg wäre für jeden der "Normalospieler" wie Thiele, Ferjan oder Akakpo ein Karrierehighlight. Sollte es nach menschlichem Ermessen wieder runter gehen, ist für Potsdam wohl da kleinste Drama. Dann gibt es in jedem Fall keine schlechteren Karriereoptionen. Potsdam wird ja in dem Konzept immer ein Team sein mit niedrigem Altersdurchschnitt, wo man mit 25-27 Platz machen muss.
Der Wegfall des Zweispielrechtes ist auf der Minusseite zu sehen. Das wird doch aber auch nur in dieser Saison durch die Ausfälle bei den Füchsen durch Langhoff und Beneke gelebt. Wenn die Not nicht so groß ist, wird das auch nur selten praktiziert. Ist von der Belastungssteuerung ja auch grenzwertig, wie aktuell bei Beneke zu lesen.
Ich sehe nicht, dass bei Bob Hanning die Energie nachlässt. Mit Siewert und Kretzschmar hat er bei Füchsen Leute installiert, die den Laden offenbar gut am Laufen halten. Wer weiß, vielleicht holt er sich ja noch ein Trainertalent für Potsdam und holt dann wirklich den OHC als Pendeltruppe zwischen Liga 3 und 2 ins Portfolio.