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Ich fremdele da etwas mit. Ich habe ca. 5-6000 Titel auf dem Telefon, 10000 auf dem Tablet und insgesamt noch lange nicht alles auf mp3, also Festplatte oder ein Gerät gebracht. Insgesamt schätze ich vielleicht so um die 20-22000 Songs, die das alles ergäbe, aber um das etwas zu vereinfachen habe ich mir einige "Playlists" auf USB-Stick gezogen und da nehme ich gern auch kleinere. 8 GB sind um die 800 Songs und die liegen im Auto und sind aber auch schnell zu Hause mal in den Receiver gesteckt oder die Schlafzimmeranalage.
Ja, bei der Technik muss ich mich auch immer wieder kneifen. Die Songs auf dem Telefon machst Du mit Android und dann externe Speicherkarte?
Auch hier mal ein Vergleich zu früher. Ich kann mich erinnern an die Bekanntschaft mit dem Bruder eines Kumpels. Da war ich ca. 10 Anfang der 80er. Der Bruder war Mitte 20 und Bauingenieur. Der hatte ein riesige Plattensammlung und erzählte uns Pimpfen ganz stolz wieviele (400 oder so) er hat. Mit leuchtenden Augen zeigte der uns ne Platte von Yes. Das hatte mich sehr beeindruckt. Wir hatten zu Hause vielleicht 10 Platten. Die einzige die ich öfter hörte war Mireille Matthieu. Jedenfalls besorgte dieser Nerd sich die Platten z.T. in Ungarn. Auch das ein Erinnerung an die späten 80er. Ich weiss noch wie ich überlegte in Budapest die Scheibe "Ö" von Grönemeyer zu kaufen. War aber zu teuer. Mit so einer Platte kam man ja überhaupt erst in die Tauschringe rein. Das spräch sich schnell rum, wer Westplatten hatte. Nur haben diejenigen die Platten nicht verliehen sondern wenn überhaupt selbst im Austausch Kassetten überspielt. Mit einem Kratzer hat man damals oft eine Freundschaft für längere Zeit intensive beschädigt.
Jedenfalls musste ich an diesen Bruder nach der Wende ab und an noch denke. Der konnte seinen ganzen DDR-Lebensinhalt ja mit Mauerfall zum Wertstoffhof fahren. Wobei es ja auch im Westen exzessive Plattensammler gab. Ich erinnere mich noch gut an Plattenläden in Hamburg. Da konnte man Stundenlang rumsuchen und probehören.
Heute ist das Mittel der Wahl für einen Sammler dann ja wohl ein Mediareceiver, d.h. PC mit Festplatte. Spotify hat für meinen Bedarf mehr als genug. Das läuft bei mir auch immer in Wellen auf längeren Autofahrten. wenn ich keine Lust auf Podcasts höre wird von einer Band aus meiner Playlist, nach der mir gerade der Sinn steht, das Songradio angeworfen und dann gibt es wieder Entdeckungen.
Wie wichtig Musik ist scheint mir z.T. genetisch aber zum größten Teil in der Kindheit begründet. Bei uns war Musik nie ein Thema. Bei Dir Einfluss durch den Bruder. Meine Theorie ist auch, dass je nach Typ Musik als eine Art Resonanzverstärker für die jeweilige Gefühlslage wichtig ist. In der Spätpubertät war Nick Cave wichtig, bei Liebeskummer und so (People ain't no good, oder fifteen feet of pure withe snow), für Stressabbau nach dem Job beispielsweise Rammstein. Es gibt aber auch völlig a-musikalische Menschen (meine Frau, hab nach vielen Jahren noch nicht rausgekriegt was ihr gefällt. die ist völlig indifferent)