Beiträge von alter Sack

    Veritas Wittenberge, Narva Berlin....

    NARVA N(Stickstoff)Argon VAkuum. Auch sehr logisch. Das Gasgemisch, was in die Leuchtstoffröhre kommt.

    Um noch mal auf die Konsumgüterproduktion zu kommen. Ich meine, sogar auf der Stralsunder Werft gab es eine Abteilung, die Kinderdreiräder herstellte. irgendwas mit Spielzeug. Gab es das auch im SKET? SKET war doch Kranbau und hat Devisen reingebracht, oder? Die Stralsunder Werftschiffe gingen komplett in die SU. Aus heutiger Sicht unfassbar wie die in einem Jahr 35 Fischtrawler rausgekriegt hatten.

    Um bei den Schuhen zu bleiben. Empor spielte definitiv in Adidas. SCM vermutich auch. Aber ob der ASK oder SC Leipzig das auch hatten, weiss ich nicht und wage es auch zu bezweifeln.


    Gerade der SC Leipzig machte damals, wie beschrieben, aufgrund von Kader und Ausstattung einen armen Eindruck. Ich dachte, damals, dass die zur Eisenbahn gehörten, wegen Lok Leipzig. War aber nicht so. Kamen ja aus dem DHfK. Wo könnten die ihre Spieler geparkt haben. Das waren ja alles Staatsamateure. Brauchten ja einen Pseudojob. Ich meine, dass Wahl auf der Warnowwerft als Maschinenschlosser "eingeschrieben" war. Beim SCM waren vermutlich alle beim SKET. Wenn die SC Leipzigspieler aus historischer Verbundenheit irgendwo an der Uni einen Verwalungsjob hatten, war das von der Kohle her sicher nicht so interessant.

    Auch in Leipzig muss es Mittel und Wege gegeben haben, die Stars besser auszustatten. Peter Hofmann und Mike Fuhrig waren ja wichtige Spieler. Wahrscheinlich wurde da am Auto und der Wohnungsvergabe gedreht.

    Die höchsten Gehälter wurden doch in der Schwerindustrie gezahlt, im Bergbau und in der Kohle.


    Ich denke, dass war den Handballspielern aus Egogründen schon wichtig. Ich meine die Schuhe, nicht die Kohle.

    Bei Vereinen kommt mit die Frage, warum Grubenlampe Zwickau (DDR Liga) so hieß. In Zwickau wurde der Trabant gebaut. Bergbau war doch da schon lange tot. Wikipedia gibt keine Auskunft.

    Übrigens gibt es bei den Zugehörigkeiten der BSG (kann man auch Wikipedia nachlesen ) auch durchaus poetische Kreationen. Bei Aktivist (alle Betriebe aus dem Tagebau, Kohle) war das recht naheliegend. Der Urvater aller Aktivisten war ja Adolf Hennecke, ein mythischer Bergarbeiter. Rotation ist da schon pfiffiger (im Handball Rotation Prenzlauer Berg). Das waren die Druckereien. Da muss man schon um die Ecke denken.


    Frage an an die SCM Vertreter. Stassfurt firmierte doch unter Fernsehwerke Stassfurt. Welches Modell wurde da produziert? Gab in meiner Erinnerung nur zwei Modelle. Den schwarz-weissen Kofferfernseher (hatten wir) und dann die großen Farbfernseher (Colorant?).

    Natürlich nachvollziehbar, dass man von Bissel so etwas nicht erwarten kann. Trotzdem hat er sich damit sehr unbeliebt gemacht und es gab ja da auch auch noch irgendwann mal eine Episode als es zwischen Coburg und dem HCE gekracht hatte. Da kam er auch nicht gut weg. Es steht aber ausser Frage, dass so ein Mann für den Verein wie ein Sechser im Lotto ist. Das ist ja auch nicht nur irgendein Anwalt, sondern auf seinem Gebiet einer DER Anwälte,

    Nochmal zur Vita von Eyjolfsson. Seine Stationen in Deutschland waren Weibern (Frauen), MES Kassel, Eisenach, Hüttenberg,Erlangen.
    Macht genau vier Vereine. Weibern machte glaube ich finanziell den Sittich. Kasssel mit dem schillernden Unternehmer ebenso. MIt Eisenach war er aufgestiegen, dann wieder runter. Dort wurde er entlassen als sich abzeichnete, dass der Wiederaufstieg nicht klappte. Wie der Weg von Eisenach nach der Entlassung ging in Bezug an Anzahl Trainer/Platzierung, kann jeder selbst sehen. Von daher oute ich mich hier schon als Fan von Eyjolfsson und stelle richtig, dass es eben nicht 10 Vereine waren. Was nicht heisst, dass der Mann perfekt ist. Kenne ihn ja ja nicht und es wird schon so gewesen sein, dass die Entwicklung beim HCE vielleicht auch stagnierte, weil er als Typ mit der Mannschaft nicht 100 pro auf eine Linie schwamm. Ist wohl sehr detailversessen, aber das ist Hörensagen.

    Fan von Eyjolfsson bin ich, da ich live mitgekriegt hatte wie der Hüttenberg aus Liga 3 per Durchmarsch in die 1. Liga geholt hatte. Eine historische Glanzleistung mit dieser Halbprofitruppe.

    Jetzt ist er in der Schweiz bei den Kadetten. Hat ja noch 20 Jahre als Trainer. Vielleicht sehen wir ihn noch mal in der Bundesliga.

    Und was das Graue Maus Image angeht. Wie hier schon geschrieben wurde: Als Fan wäre mir doch relativ egal ob das Image grau oder bunt ist. Erlangen ist ein Handballverein mit ner 2ten Mannschaft in Liga 3. Gute Jugendarbeit. Die Halle ist gut gefüllt. Kann man sein Bier trinken und Bundesliga genießen. Alles andere ist doch egal.

    Einzig die Besetzung des Aufsichtsrat, welchem ich in dieser Besetzung mit Bissel, Fackelmann, von Pierer, als den qualitativ hochwertigsten der Liga bezeichnen würde, ist zu entnehmen, dass gerade diesen Wirtschaftskapitänen ein Platz an der Sonnenseite der Liga und damit der Berichterstattung wichtig ist. Einfach nur dabei statt mittendrin dürfe denen zu wenig sein. Ich werfe mal ne These in den Raum. Wenn ich mich in deren Kosmos bewegen würde, wäre doch das Minimalziel der Familie Braun zu zeigen, wie man ohne exorbitanten Cashburn auch auf einen CL Platz kommt.

    Die Trainerwechsel waren imho auch nicht ganz so intransparent. Wenn ich mich richtig erinnere, hat man Andersson den nächsten Schritt nicht mehr zugetraut und Eyjolfsson hatte einfach aufgehört zu sprechen. Gab eine Kreis ab Folge, in der Christoph Benesch das geschildert hat, vielleicht kann sich Capitano erinnern, ich weiß es nicht mehr genau.

    Erst nach Verkündung des Abschiedes hat Eyjolsson nichts mehr interessiert.
    Ich habe Benesch in Erinnerung, dass er die Mannschaft im Angriff nicht genug weiterentwickelt habe. Abwehr war topp, aber eben Angriff nicht und dann kamen ja auch gleich die Lobpreisungen mit dem Gipfel der in meinen Augen zum Fremschämenden Begründung (Keine Entscheidung gegen Eyjolfsson, sondern für den Menschen Haaß). Das hatte ja keiner verstanden. Vorher Wannenmacher es nicht zugetraut und dann Haaß, der bis dato in der A-Jugend üben durfte.

    Ich habe schon geschrieben, dass es Haaß unter diesen Umständen sehr gut macht. Aber.....

    Für Eyjolfsson war das ein sehr großer Gesichtsverlust. Der HCE hatte ihn in Hüttenberg rausgekauft. Ich denke für ihn war in der Karriereplanung der HCE der Schritt zu einem der Top4 Vereine. Zumal ich mich nicht erinnern kann, dass es aus dem Fanlager Kritik an der Spielweise gab, wobei ich das natürlich auch nur hier hätte lesen können, und hier steht wenig.

    Und die PK als Bissel das sehr empathielos mit irgendwelchen Business as usual abtat gehört zu den weniger ruhmreichen Kapiteln der jüngeren HCE Geschichte.

    Ich habe in Prag mal Botas-Schuhe gekauft. Es hat aber bis weit nach der Wende gedauert um rauszukriegen was Botas heißt. Schuhe auf tschechisch. Da nennen die Tschechen ihre Schuhe Schuhe. Marketing kann so einfach sein

    In Ermangelung von tights, wie man heute sagen würde, also halblangen Pantalons, ist ein Läufer unserer Laufgruppe mit lila Damenunterhosen gelaufen. Die Rüschen waren abgetrennt., aber man wusste es. War auch kein Thema.

    Ich glaube am ende hatten alle Läufer tschechische Schuhe, gabs auch ab und an im Laden. Aber war sehr schwer zu bekommen.

    Weiterhin interessant BSG Motor Ascota Karl Marx-Stadt, Ascota setzt sich zusammen aus Astra und ????. Und bei Ascota kommen wir zu einem der bekanntesten BSG Sportlern. Ein Jahrhuntertalent im Radsport,welcher immer wieder bei der DDR Meisterschaft Olaf Ludwig, Uwe Raab, Ampler und Co. aber insbesondere dem Verband mit seinen Siegen den dicken Finger gezeigt hat.

    Ich meinte Wolfgang Lötzsch

    Dann noch eine Anekdote mit einem Exzentriker aus Stralsund. Der unterrichtete Marxismus/Leninismus an der medizinischen Fachschule. War dort offenbar unterfordert und auch einer der erste Läufer. Der war so 83 Gründer der ersten Winterbadergruppe in Stralsund. Winter- oder auch Eisbaden war sehr populär in der DDR und stark gefördert. Meine Mutter und ich auch dabei. Jedenfalls war seine Form des Exhibitionismuses/Protestes, dass er am 1.Mai als einziger Vertreter der Winterbader in dem Großen Zug mit nichts als einer roten Badehose marschierte. Und das waren vielleicht 10 Grad und Nieselregen. Der war bestimmt ne dreiviertelstunde draußen. Winterbaden hat auch null komma nix mit Kälteempfindlichkeit zu tun. Der fing dann auch als einer der ersten von Yoga zu erzählen. Als ich in irgendeinem Anfall von pubertärem Überschwang mal erwähnte, dass ich gerne Karate machen würde, stand der irgendwann vor der Tür und lieh mir ein tschechisches Karatelehrbuch. Da waren einfach nur diese Schrittfolgen drauf. Hab natürlich nix verstanden und auch kein echtes Interesse. Aber der war letztlich so unterfordert, dass er alle Energie darauf verwandt hat sich über alle Kanäle sein Zeug zu besorgen.

    Ich denke das Thema BSG könnte man noch etwas weiteraufdröseln Es zeigt nämlich wie der Sport auch Exzentrikern im Rahmen des politischen System eine Bleibe unter Gleichgesinnten bot. Um mal interessante Namen in den Raum zu werfen. Im Handball noch die BSG Sirokko Neubrandenburg. Ich dachte bis heute, dass das ein Nahrungsmittelkombinat war. Jetzt lese ich bei Wikipedia, dass die StandheizungeÖlheizungen gemacht haben. Woher der Name Sirokko kommt bleibt im Dunkeln.

    Bei diesem Satz im Wikipediaartikel musste ich schmunzeln

    Zitat

    Als Konsumgüterproduktion wurde ein Fahrradseilschloss mit einer Jahresstückzahl von ca. 600 000 hergestellt.

    Ich kann mich jetzt auch noch an die Fahrradschlösser erinnern. War so ein Steckschlüssel mit Wellen und viereckig. 600 Tausend jedes Jahr. bei 16 Mio. Fahrraddiebstahl war ein Thema.

    Bei den Damen dann noch UT Erfurt. Umformtechnik. Handball oberliga.

    Weiterhin interessant BSG Motor Ascota Karl Marx-Stadt, Ascota setzt sich zusammen aus Astra und ????. Und bei Ascota kommen wir zu einem der bekanntesten BSG Sportlern. Ein Jahrhuntertalent im Radsport,welcher immer wieder bei der DDR Meisterschaft Olaf Ludwig, Uwe Raab, Ampler und Co. aber insbesondere dem Verband mit seinen Siegen den dicken Finger gezeigt hat.

    In Rostock gab die BSG Fiko Rostock Fischkombinat. Gibt es heute noch. Die haben sich so Mitte der 80er dem Triathlon verschrieben. Ein Sport der nicht gefördert wurde, aber offenbar doch Unterstützung durch das Kombinat erfuhr. Ich war damals in der Langlaufszene aktiv und damit musste man auch automatisch einen Triathlon machen. Ich glaube meine Triathlon war 400 meter schwimmen, 40 km Rad und 10 km Lauf. Am Start war Fahrradtechnisch alles. Von uralten Rennrädern über Westräder bis zu Diamant ohne Gangschaltung. Ich hatte letzteres und bin getreten wie ein Irrer.

    Meine Mutter war eine ungewöhnliche Frau für DDR Verhältnisse. Die fing Mitte der 70er Jahre mit Ausdauerlauf an, auf einem Dorf auf Rügen. Sie hat glaube als eine der ersten Frauen am berühmten Rennsteiglauf teilgenommen (72 km). Der Lauf ist heute noch Kult. Damals gab es praktisch keine Laufschauhe in der DDR, sie ist also in diesen Schulturnschuhtretern gelaufen (Spitzname Essengeldturnschuhe in meiner Jugend) Wir sind später im Urlaub nach Prag gefahren, auch weil es dort Laufschuhe gab. Selbst in den 80ern war das sehr schwer zu bekommen. Germina hatte wenig im Angebot. In dieser Laufszene habe ich einige sehr interessante Typen getroffen.

    Ich selber spielte bei der BSG Post Magdeburg Frauen Oberliga. Samstag spielten wir gegen einer Clubmannschaft, Sonntag um 11 gegen einer BSG Mannschaft. Als Junior bestritten wir das Vorspiel vor den Frauen. Manchmal sogar 2 Spiele hintereinander gemacht. Trainiert haben wir nur 2 mal in der Woche , nach der Arbeit. Für das Auswärtswochenende bekamen wir 15 ddr Mark Spesengeld. . Schöne Zeit gewesen.

    Auf die Frauen sind wir überhaupt noch nicht eingegangen. Da war das Publikumsinteresse wohl auch nicht so groß. Ich glaube da war die Spitze auch nicht so ausgeglichen. Ich meine am Ende hat oft Leipzig oder Magdeburg gewonnen.
    Ich war bei Europacupspielen der Empordamen. Katja Kittler, Heike Dombrowski (später Axmann, Olaf Axmann war ein RM aus der zweiten Reihe) Andrea Stein (heiratete Matthias Bölk, einen gute Aussen), Katja Kohlhagen. Birgit Wagner war die einzige und bester Rechtshänderin auf RA. Hat später dann glaube ich in Buxte gespielt. Was Hameln und Fredenbeck bei den Herren war Buxtehude bei den Frauen. Axmann, Stein, Wagner, wenn ich nicht irre.


    Meine Schwester lag mit der er Torfrau Bärbel Suckow im Krankenhaus. Die hatte was am Knie und meinte, "das wars mir dem Sport, ich werde Bibliothekarin") Die war auch in der Nationalmannschaft. Da könnte man natürlich jetzt auch eine Reihe von herausragenden Spielerinnen nennen. Sind ja auch viele in den Westen.

    Da der Name Jürgen Rode gefallen ist. Der sah damals bei Empor schon alt aus, aber dass der seit 73 schon bei Empor war ist schon eine Überraschung. Der spielte dann nach der Wende noch irgendwo bei Hamburg (Barmbecker TV?). Jürgen Rohde ist immer noch bei Empor auf der Bank aktiv. Ich vermute Betreuer. Sein Kollege Andreas Rohde war auch nicht schlecht. Beide waren nicht verwandt.

    Solche Name wir kali werra tiefenort werde ich auch nie vergessen. da wir nie westfernsehen hatten (irgendwie kam meine mutter nie auf die idee in eine Antenne zu investieren, obwohl im block fast jeder eine am Balkon hatte) war ich konsument des ddr fernsehens. und die junge welt hatten wir auch abboniert. der sportteil war annehmbar. da war waren immer die fussballtabellen drin. ich weiss noch, dass das als kind so einen magischen klang hatte, Tiefenort, also ob die im schacht spielten.
    Im DDR Fernsehen muss es auch öfter handballspiele aus der DDR Oberliga gegeben haben. Ich kann mich an eine komplette halbzeit erinnern. das muss so 86 gewesen sein. da hat dynamo gegen den sc leipzig gespielt. ein leipziger hatte kurz nach der Pause rot bekommen. leizig hat das ding trotzdem gewonnen mit 5:6. ich kann mich noch an den spieler pester erinnern. entweder bekam er die rote karte oder war ein wichtige torschütze. jetzt gibt es irgendwo eine nachwuchsspielerin mit dem Namen, die mit ihm vermutlich verwandt ist. lange jahre nach der wende habe ich hier in der Gegend Mike
    Fuhrig getroffen und ihn auf das spiel angesprochen. Er konnte sich noch gut daran erinnern.
    Dann noch zwei persönliche Anekdoten. Warum glaube ich, dass der ASK in einer Kaserne trainiert hat? Bei einer Pokalendrunde saß ich nicht weit von der Spielerbank. Der Kapitän Schulz musste im letzten Spiel verletzt zuschauen. Der ASK gewann das letztlich unbedeutende Spiel, hatte vorher aber mit ihm verloren. Kapitän war dann Uwe Kern, der Torwart. Schulz meinte zu Kern "nicht schlecht gemacht" Kerns Antwort: "Du weisst doch, alles eine Frage der militärischen Führung". natürlich ironisch/scherzhaft. Das war mir damals mit 14/15 auch schon klar. Aber der ASK war was die Bezahlung anging ja eine Sondernummer. Die bekamen ja Sold und damit nach Offiziersrang, d.h. egal wie gut die waren, die alten bekamen das meiste. War bei den Fussballern der ASG Vorwärts Stralsund so. Da war der älteste Mittelfeldmann Major. Ich reimte mir so zusammen, dass deren Abwehrmann Bernd Ast, die meiste Kohle bekam. War auffällig in der jungen Truppe, dass Ast deutlich älter war. Ob das so stimmt wurde nie bestätigt, bzw. habe ich nie erforscht. Gibt dazu ja bestimmt einen Haufen Diplomarbeiten von Historikern.

    Der Vater von Frank Wahl hab mich mal bei einem Schulsportturnier gepiffen. War sehr peinlich. Ich war erst eine Woche vorher in die Schule/Klasse gewechselt. Meine eigene Vereinspraxis lag 3 Jahre zurück. War sehr nervös. Ich achtete im ersten Angriff nicht auf die 6 M Linie und lief bis auf 5 M zurück. Wahl senior gab 7 M.

    Bei Köthen weiß ich nur, dass dies die Heimat von Chr. Prokop ist. Ich habe die immer nur als Hochschule wahrgenommen, dass da auch LPG mit drinsteckt wusste ich nicht.

    Vor allem hatte ich Köthen immer mit einer Medizinischen Fachschule in Zusammenhang gebracht. Eine meiner "Crushs" ging dorthin um was medizinisches zu studieren. Die Geschichte der BSGen und den Zusammenhang weiter aufzudröseln lohnt sich schon.Durch die Schreiberei hier kommen auch immer mehr Bilder hoch. Bei dem Zweiligaspiel von südost spielt auch noch Kurrat(Helmut?) mit. Der hatte schon graue Haare. Ich war damals so 14 und wusste nicht, dass der ja auch mal oberliga gespielt hatte. Der muss 40 gewesen sein. Von daher stellt sich die Frage, ob die Kombinate für die Nachkarriereplanung Jungs wie Dreibrodt und so auch mit atttraktiven Jobs versorgt haben. Wahlscheinlich waren die ja dann Jugendtrainer. Aber soviel Platz für Hauptberufliche Trainer gab es ja dann auch nicht. Aus dem was ich in Stralsund mitgekriegt habe (auf der Werft) hast du dir ja dann einen Hängemattenjob gesucht in dem du dich ausruhen konntest und bist dann nach der Arbeit mit Feuer deinem Hobby nachgegangen.

    Zitat

    Noch besser aber finde ich, dass sich heute wieder Clubs oder Spielgemeinschaften trauen sich lustige Namen zu geben. In Machdeburch gibts da z. B. Roter Stern Sudenburg, Torpedo Buckau, Internazionale Magdeburg oder Besiegdas Magddeburg.

    das ist aber eine Hipsterironisierung. Es gab ja auch im Westen in der Spontiszende der Grünen solche Spaßtruppen.

    Es gab schon in der Endphase der DDR auch Punktbands wie Torpedo Mahlsdorf oder Wartburgs für Walther die damit spielten.

    Ich war nie in Trinwillershagen, aber das muss schon eine riesige LPG gewesen sein.

    Es war ja eine 1:1 Förderung der Betriebe durch die Vereine. Gerade in der Stahlindustrie gab es offenbar sehr mächtige Fussballaffine Kombinatsdirektoren. Ich erinnere, dass Stahl Brandenburg Europacup gegen Göteborg gespielt hat. Da kam ein Steffen Freund her. Die haben das richtig Asche verdient. Gab zwar auch mal ne oberligatruppe Stahlbrandenburg/Kirchmöser, aber wieder Name nahelegt, war das vielleicht ne kleinere Gießerei. Ich glaube, dass Stahl eisenhüttenstadt auch mal handball in der DDR Liga hatte.

    Hab in der Vergangenheit auch immer ein Auge auf Werder Bremen gehabt und hoffe dort entwickelt sich nun auch mehr.

    Mit dem Unterschied, dass dern Fussballern von Werder finanziell in der Liga das Wasser sehr stark am Hals steht. Die schließen die Saison mit richtig Miesen ab. Aber immerhin den den Handballdamen: Trainer bleibt, paar Neuverpflchtungen. Dürften die Klasse halten und dann auf bessere Zeiten hoffen.

    Werder wird im Fussball eigentlich immer um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Da wird es irgendwann auch mal in die 2.Liga gehen. Muss man kein Prophet sein.

    Wow, da muss ich aber erst mal mit den Augen und Ohren schlackern. Heinrich von Pierer im Aufsichtsrat des HCE. War ja praktisch viele Jahre mein Chef-Chef Chef Chef ...Der ist doch großer Tennisfan. Wird seine Alters(un)ruhe auch mit einigen Mandaten ausfüllen. Also der Aufsichtsrat sieht schon sehr prominent und kompetent besetzt aus, was den wirtschaftlichen Teil anbelangt. Handballtechnisch hat einzig Stefan Adam eine Vergangenheit, oder? Interessant auch, dass Adam bei den Brose Baskets in Bamberg im Aufsichtsrat sitzt.

    Adam ist doch bei der DEG raus. Der wäre doch ein Mann für die sportlichen Belange.

    Geht aber am Thread-Thema etwas vorbei finde ich. Es ist ja doch wieder Kalter Krieg und Klassenkampf

    Liefert aber doch auch schöne Bilder und solange dann auf nicht auf einmal wieder jemand das ganze mit Antisemitismus in Verbindung bringt, worauf hin man gleich wieder eine Seite überscrollen kann muss.... Ist ja auch ein Teil gesamtdeutscher "Handballerinnerungskultur" vor der Wende, genauso wie die EC-Begegnungen zwischen Rostock - TUSEM oder eben Blatter und Radig. Blatter spielte doch dann kurz auch noch beim THW.

    Da hier ZAB Dessau gefallen ist. Ich habe mir noch mal die LIste der Oberligisten angeschaut. Findet man unter bundesligainfo.de - Handball von A bis Z
    Allein die BSG Namen waren ja rein phonetisch aus heutiger Sicht ein Genuss.

    ZAB Dessau - Zementanlagenbau Dessau
    LOK RAW Cottbus - Reichsbahn Ausbesserungswerk Cottbus

    Bei Eberswalde habe ich auf Anhieb nicht gefunden, wofür das KE steht
    Handballabteilung der BSG SVKE Britz, der Betriebssportgemeinschaft des Britzer Fleischkombinates
    Als ich die gesehen hatte (mit Klaus Gruner, wobei ich den nicht mehr physisch vor Augen hatte) musste ich immer grübeln, ob von den Spelern wirklich einer mit der Produktion der Würstchen was zu tun hatte.

    Einer der beeindruckendsten BSG Namen war schon damals, allerdings im Fussball, RB Trinwillershagen. Rotes Banner Trinwillershaben. Die waren in der Bezirksliga Rostock immer vorne dabei. Das war einer der Muster LPGs, die man in den 50er und 60er Jahren im nach sowjetischem Vorbild pushte. Also so eine Art Überbleibsel aus der Stalinära, wenn man so will.

    Kennt sich jemand mit HG 85 Köthen aus. Insofern in interessant, da es hier zu einer Fusion verschiedener BSGen kam. Man lese bei Wikipedia nach. Kamen ursprünglich aus einer LPG und Spielern der Pädagogischen Hochschule. Aber ZAB und Einheit Halle (Einheit = Kommunalverwaltung) haben auch Spieler beigetragen.
    link

    Das war ja sportpolitisch in gewisser Weise innovativ und muss doch einen Diskurs im Vorfeld zur Folge gehabt haben.

    Ganschow war ne Dynastie. Der alte Ganschow und Lakenmacher müssten in den 70ern gespielt haben. Die hat hier vermutlich keiner mehr gesehehen. Rainer Ganschow war in meiner Zeit Trainer bei Empor. Hatte zwei Söhne Ulf und Heiko haben ja auch hoch gespielt.
    Ganschow war ja auch Trainer in Tunesien und Algerien Anfang der 80er, d.h. der hatte schon die richtige Welt gesehen und auch Devisen. Der war als Trainer schon sehr souverän.
    deshalb kam wahrscheinlich die tunesische Nationalmannschaft immer zum Neujahrsturnier.

    Wenn ich so zurückdenke welche Spieler ich noch Erinnerung hatte, die herausstachen:

    Holger Schneider
    dann gab es in Eisenach einen Kalbitz, der hatte einen unglaublichen Armzug.
    Als Spielmacher klaus dieter schulz vom ASK
    Jean baruth Linksaussen
    eben diese Olaf Köppe von Löbau weil der in dem Spiel glaub ich 10 Tore gemacht hat und als einziger Torgefahr entwickelte
    Olaf Pleitz vom ASK, ein unglaublicher Steineschmeisser. Mindestens 2 Meter.
    Fiedler vom SCM auf RM.

    Das Kreisläuferduo von Empor war damals sehr stark. Matthias Hahn und Thilo Strauch. Hahn hatte dann ja noch sehr lange in Flensburg erfolgreich gespielt. Den hab ich noch in Erinnerung weil der als junger Kerl (und später ja auch) so ein Schlaftablettenphysiognomie hatte. Der konnte aber die Bälle richtig gut fangen. Strauch war ein sehr athletischer Typ, Hahn mit Hang zum Moppel

    Dann auch eine interessante Erinnerung. Nicht alle Emporspieler hatten eigene Autos. Stefan Garbe RA saß zweimal mit Sporttasche und Freundin im gleichen S-Bahnabteil.
    Ach Christian Langner (RM) lief nach einem Spiel durch die S-Bahn. Das hatte mich damals gewundert, denn Langner war ein wichtiger Spieler.

    Von der Bezahlung her muss es in der DDR große Unterschied zu den Fussballern gegeben haben. Von den Hansakickern hörte man, dass die im Neptunhotel oft in der Bar feierten. (Wobei das auch so 90/91 gewesen sein kann. 87 wohnte Juri Schlünz (mittelfeldstar) noch in Lichtenhagen in der Platte und den Torwart Kunert hatte ich mit Kinderwagen im bus gesehen.

    Unanbhängig von den Namen könnte man auch noch mal das Jugendsystem beleuchten. In Stralsund gab es einen Armeestützpunkt.Dort war ein Leistungszentrum der ASK Frauen. Die besten von denen wurden nach Frankfurt delegiert. Ich glaube, dass die Jungs auch eine Art Schwerpunkt hatten. Da gingen auch welche zu Empor. In der DDR hieß das ja TZ (Trainingszentrum). Meine Mutter war nebenbei in der Leichtathlethik in einem TZ als Trainerin tätig. Da konnte man erahnen was es in Sport für eine Masse an Jobs gab. Der TZ Leiter war hauptberuflich angestellt. Nun hatte nicht jeder Kreis TZs für jede Sportart, aber auf die Masse gesehen müssen das schon ein paar Tausende Jobs gewesen sein. Ich war in Stralsund beispielsweise in einem Ruder TZ für kurze Zeit. Und gesichtet wurde ich mit 12 oder so für Kanu. Würde hier noch jemand gesichtet? Die vermaßen da ja die Gliedmaßen. Weil meine Beine wohl für die Größe recht kurz waren, wurde es dann Kanu. Bin aber nur dreimal hingegangen. Die paddelten mitten in der Stadt auf einem Teich. Wurden Handballer gesichtet? Kann ich mir nicht vorstellen. Brauchte man ja alle Körpergrößen. Also allein für den Kreis Stralsund gab es mit Gewichtheben. Leichtathletik, Rudern und Kanu mindestens vier TZs mit Hauptamtlichen.

    Georg Rotenburger war natürlich auch so ein BSG-Hero. An den den Wechsel zum SCM kann ich mich erinnern. War dann ja wohl um 87 in Vorbereitung auf Olympia. Zu Holger Schneider gab es auch Zeitungsartikel danach. Der hatte Westverwandtschaft und die Familie wollte den Kontakt nicht abbrechen. Ich meine aber, dass er dann bei Post der einzige Profi war. Musste nicht arbeiten sondern hatte noch Spezialtraining. Das ist ja auch das interessante, dass die BSGen durchaus "gefallenen" Sportlern eine lukrative Karriere ermöglicht haben. Im Handball tippe ich da auch bei Dirk Schnell auf solche Gründe. Schnell war noch nicht sehr alt beim Wechsel nach Eisenach und der erste bei dem ich mich an Trickwürfe erinnern kann. Beim ASK haben sie ja bestimmt in einer Kaserne trainiert. Allein diese braunen Sportanzüge waren ja die gleichen wie bei jedem Soldaten. Motor Eisenach wurde vom Wartburgwerk gesponsort und wer Zugang zu Ersatzteilen hatte war ein König.
    Am krassesten war das aber im Fußball. Erinnert sich noch jemand an Steffen Karl? Später Borussia Dortmund. Der wurde doch beim HFC rausgeschmissen und spielte dann für Stahl Hettstett 2. Liga.
    Hat jemand mal 2Liga erlebt. Ich war 87 in Stralsund bei Motors Aufstieg dabei. Die gehörten zur Werft, holten 7 Punkte und gingen wieder runte. Das krasse aus heutiger Sicht, dass war eine dieser standardisieren Dreifachturnhallen, d.h. überhaupt keine Zuschauertribüne. Nur diese Turnbänke an der Seite und dann vielleicht noch 1 Meter bis Spielfeldrand. Passten vielleicht 120 Leute rein.

    Eine nicht klassische Karriere nahm übrigens Maik Handschke (später Dormagen, Essen). Der startete bei Post Schwerin, also BSG und wurde dann zur Armee gezogen und ging zum ASK nach Frankfurt. War damals schon absehbar, dass der was werden würde.

    Edit: Stephan Hauck beim SCM vor der Wende? Habe ich nicht präsent. Und warum? Dynamo hatte gegen Ende mit Baruth, Grosser, Neitzel und ihm Nationalspieler.

    Rein stimmungsmäßig wird ja immer die Assmannhalle verklärt. Kann ich mir gut vorstellen. War ja für DDR-Verhältnisse recht groß und Eisenach eigentlich immer die stärkste BSG.

    Was noch so auffällt. Nie hat es eine BSG geschafft sich vor einem SC zu platzieren. Ich denke da kann man nicht ausschließen, dass es zum Ende hin Einflussnahmen gab, damit die Existenzberechtiung einzelner SCs nicht in Frage gestellt wurde. Auch Empor trug den FDGB Pokal immer zu Hause aus und hat in den letzten Jahr das Ding immer gewonnen.