Beiträge von alter Sack

    Böse Menschen könnten auch behaupten, dass die Spieler gar nicht wechseln wollen. Sie könnten weiterhin in Nordhorn in der zweiten Liga für genügend Schmott eine ruhige Kugel werfen.


    Da muss man gar nicht "böse" sein. War sehr augenfällig in der vergangenen Saison. Als es um die Wurst ging gabs ne Heimniederlage gegen Dormagen. Die sind dort mit Liga zwei zufrieden und wissen, dass für eine realistische Erstlligaplanung die aktuelle Mannschaft nicht genug Qualität hat.

    Noch einmal zum wichtigsten Punkt aus meiner Sicht: Am 1.6.2016 gelten die Regel und die IHF-Regeln werden umgeschrieben. Damit sind doch "ALLE" Klassen von der Regelung betroffen, oder? Falls nicht braucht es doch über die Spielordnung Ausnahmegenehmigungen, oder?
    Ich denke da in erster Linie an den logistischen Aufwand. Es müssen ja alle Zeitnehmer zu dem Verletzungspassus geschult werden. Wo kriegt man blaue Karten her?
    EDIT: Blaue Karten kann man online schon kaufen.

    Scheinen dann dach Bruttogehälter zu sein. Die Bildzeitung halte ich bei Gehaltssummen schon für recht vertrauenserweckend. In der Liste passt eigentlich nur Wiede nicht ins Bild. Fäth sollte dreimal soviel verdienen wie ein Halbrechter?
    Auch Lichtleins Marke scheint mir verdammt hoch für einen Klub wie Gummersbach.
    Der Herr Fischer hatte doch in seiner Kolumne den Etat aus einem Finanzbericht gezogen.

    Zitat

    um 30. Juni 2014 wies die Gewinn- und Verlustrechnung der HSG Wetzlar einen Etat von 4,25 Millionen Euro aus, zum 30. Juni 2015, so der Entwurf, wird er 4,45 Millionen betragen. Alleine die Personalkosten der Grün-Weißen liegen dem Vernehmen nach bei 3,1 Millionen,

    Bei 3,1 Mio Personalkosten wären das pro Spieler 200 Riesen Brutto, was aber nicht stimmt, da Trainer und Geschäftsstelle ja auch noch ca, 10 Leute sein werden. Somit dann wohl in der Tat Bruttogehälter.

    Noch mal ein Einwurf zur Budgetdebatte. Die Sportbild hat letzte Woche die Gehälter der Nationalspieler offen gelegt und in einen Vergleich zum Fußball gezogen.
    Ich fand eher interessant, dass Steffen Fäth aktuell in Weztlar mehr als ein Viertel mehr verdient als etwas Fabian Wiede. Sogar Kohlbacher hat noch mehr als Wiede. Die Gehaltssummen zeigen, dass man in Wetzlar sehr gut verdienen kann und das reine Spielerbudget sich in Melsunger Sphären bewegen müsste. Nur mal, um auf meine Hauptkritik, dasss man sich als Underdog im Vergleich zur Betriebssportgruppe geriert.

    Hast du die Biographien der drei überprüft oder einfach mal so rausgehauen? Ich meine kann ja sein das sich das so verhalten hat, aber ohne das genauer zu wissen, verhältst du dich eigentlich auch nicht anders als Cachay. Zumal es dann ja nicht erklärt wie sich ein Professorenkind wie Götze dann gegen so ein "Käfigkind" in den Jugendmannschaften durchsetzt.


    Es ging um eine Unterscheidung der Motive von Migranten. Unter die fällt Götze nicht.

    Die von mir genannten Beispiele bringe ich auch nur, da zumindest Boateng und Jones sich ja auch in den Medien und durch ihr Tattoos als "Ghettokids" stilisiert haben und damit als role model fungieren. Die Studie des Professors bringt es ja auch auf dem Punkt.

    Letztlich spielt bei jedem Jugendlichen, der von der Bundesliga träumt auch die Kohle Rolle, nur dürfte das bei einem "Professorensohne" bei normaler Begabung mit 12 erledigt haben, wogegen die Kids aus der Unterschicht dann auch in Erwägung ziehen mal in der zweiten türkischen Liga Geld zu verdienen.

    Mein Hauptpunkt war ja auch die "sutile Exklusion". In Handballbvereinen sehe ich keine Kids aus schwierigen sozialen Verhältnissen, zumindest nicht in der signifikanten Häufung wie bei Vereinen wie dem FC Maroc oder "Türk Neustadt". Ich sehe nicht, dass bei den Eltern auf der Tribüne der Schichtarbeiter-/Lkwfahrer neben dem Bürohengst seine Tochter anfeuert. Mein Sicht aus einer westdeutschen Großstadt.


    Zitat

    Ein wesentliches Motiv für begabte männliche Migranten, Fußball als Sportart
    zu wählen, besteht darin, im Fußballsektor einmal Geld verdienen zu können,
    und zwar als Spieler oder auch als Trainer. Sofern im deutschen Fußball eine
    Karriere nicht gelingt, ist es immer noch möglich, in die Türkei zu wechseln und
    dort hochklassig und gegen Bezahlung zu spielen. Diese Möglichkeit bieten andere
    Sportarten nicht."

    Die eigentliche Intention von Eilenberger war aus seiner Sicht akademischer Natur. Seiner Meinung nach muss dieser Diskurs jetzt her und um das in der Mediengesellschaft zu schafffen braucht es eben eine "Bombe".

    von seinem Twitteraccount

    Zitat


    In den Geisteswissenschaften spricht man diesbezüglich übrigens von einem "kalkulierten Tabubruch". Er soll diskursöffnend wirken.

    Es gibt, als Artikel, Aufklärer und Aufbrecher. Das war ein Brecher. Bin froh um die Diskussion, die jetzt beginnt. Die ist wichtig.


    Insgesamt muss man den Artikel für den Handball als positiv betrachten. Immerhin gab es ein paar Artikel in den großen Gazetten.

    Und immerhin wissen wir nun, was für interessante Forschungsgebiete es gibt. Der Herr Cachay sucht nach subtilen Botschaften auf Handballmedien, welche Migranten am Eintritt hindern.

    Zitat

    Cachay will zum Beispiel herausfinden, ob es "indirekte Formen der Fremdexklusion" im Handball gibt. So nennt die Wissenschaft unbeabsichtigte Signale, die Menschen von einem Vereinseintritt abhalten könnten. Er analysiert dafür unter anderem Homepages von Vereinen und Zeitungsartikel und prüft, ob es für Menschen mit Migrationshintergrund möglicherweise subtile kulturelle Hürden gibt, die sich im Selbstbild und in der Sprache ausdrücken.

    Kann ich ihm aus meiner Sicht auch so liefern. Während die Mesut Özils, Jermain Joneses oder Prince Boatengs, sich in den Gangs im Käfig beweisen mussten und sich dort "street credibility" erkämpften ist Handball ein Angestelltensport der Mittelschicht. Nicht ganz ein Akademikersport wie Hockey, aber eben kein Sport für Migranten der ersten oder zweiten Generation, deren Eltern noch Burger braten, putzen oder an der Stanze malochen. Verbreiteter Beruf unter Handballerin ist Versicherungsmakler oder Bürokaufmann. Der physische "Vollkontaktsport" als Ausgleich zum wohltemperierten Angestelltendasein. Passt nicht zu den Traumwelten um direkten sozialen Aufstieg der genannten Arbeitsmigranten.

    Bin ja auch etwas gespalten bei diesem Interview. Ich denke, dass Konzept kann schon ein Lücke füllen

    Zitat

    Handball ist zwar fast überall in Europa populär, aber in vielen Ländern mit viel zu geringer Leistungsdichte. Medwedi Moskau hat keine nationalen Gegner mehr, Barcelona nicht und Paris geht die Konkurrenz auch aus. Veszprem und Kielce dominieren in Ungarn und Polen. Wir müssen diese Teams nur mit den deutschen Spitzenclubs zusammenbringen, Skandinavien und den Balkan mit einbeziehen. Das Ganze verbinden wir in Großarenen mit Kunst und Kultur, ländertypischem Kolorit, niveauvollem Ambiente, Food & Beverage. Dann haben wir eine multikulturelle Handball-NBA made in Europe, auf die die ganze Welt schaut.

    Dazu der Gedanke, dass Handball eine Schub auf weltweitem Niveau erfahren würde.
    Gütschow war bisher nie als Großsprecher aufgegreten, sondern hat sich als Spielervermittler vor 25 Jahren einen in dem Gewerbe seriösen Ruf erarbeitet.
    Anderseits solche Prosa

    Zitat

    Mit der Kombination aus hanseatischer Bodenständigkeit und Fernweh hätte Handball funktioniert. Kapitäne und Kaufleute wollen nicht ins Sauerland fahren, sondern nach Hongkong und Shanghai. Ich bin mir sicher, Andreas Rudolph hätte in der PHL niemals die Lust verloren, weil er niveauvolle Mitstreiter gehabt hätte.

    Da frag ich mich auch, ob da nicht Bewusstseinerweiternde Substanzen im Spiel waren. Andererseits vielleicht auch gewollt, um den Kontrast zum Provinzhandball noch stärker heraus zu heben.

    @Capitano
    Wiegert hat in vier Spielen einen Punkt geholt. Ich befürchte der Junge könnte einfach nur verheizt werden und es könnte noch ein verdammt lange Rückrunde werden.

    Ich versteh immer noch nicht, warum aus der Übergangslösung Jungandreas keine Dauerlösung wurde.

    1 Erlangen
    2. Minden
    3. Coburg

    Kandidat weiterhin TV Emsdetten. Nordhorn will meiner Meinung nach nicht hoch.

    Absteiger. Wenn nichts passiert Absteiger Nummer 1 empor rostock. Wieder mal kein Geld für einen gescheiten Rückraum. Ansonsten wird es wieder eine richtig geile ausgeglichene Saison.

    lag ich doch gar nicht mal so falsch zu Saisonbeginn. Rostock mittlerweile fast am Tabellenende angekommen und oben wird der Zieleinlauf in der Reihenfolge über die Bühne gehen.

    Överby hat nur gegen Kroatien kurz in der Abwehr gespielt und das auch nicht sehr erfolgreich. Hat auf mich nicht den Eindruck einer Topgranate gemacht.
    Hykkerud ist weitaus besser und bei Burgdorf unter Vertrag. Da sollte für die Füchse schon mehr drin sein. Zumal man bei dem jungen Spanier wohl auch noch auf den Durchbruch eher wetten muss und deshalb eine bessere Kragenweite her sollte.

    Ich möchte an dieser Stellte vielleicht mal einen Schritt zurück gehen und uns fragen wie die aktuell sich verschärfende Debatte überhaupt entstand. User Flink hatte als erster seinen Beitrag mit einem doppeldeutigen Ironiesmilie versehen. Konkret wurde dann zum erste Mal Karl.

    Zitat

    Warum kommt eigentlich keiner auf die Idee, dass die deutsche Mannschaft (oder einzelne Mitglieder) vorsätzlich gehandelt hat?

    Wäre durchaus rational - Spielunterbrechung durch das Kampfgericht, Ball ruht.... besser als wenn er fließt...(dass das im Nachhinein nicht erforderlich war, war nicht absehbar)

    Karls Beitrag hat für mich einen sehr "dialektischen Charakter". Er wirft keine Verschwörungstheorie in den Raum sondern fügt der rein regeltechnisch bezogenden Diskussion einen neuen Blickwinkel hinzu. Andere User, (mich eingeschlossen) greifen den Gedanken auf, da sie diesen Aspekt bei betrachten der Bilder im Fernsehen nicht dem Lager der Verschwörungstheoretiker zu ordnen und es intellektuell als bereichernd empfinden diesen Faden aufzunehmen. In der Gewissheit, dass andere User mit Elephantengehirnen in der Geschichte nach ähnlichen Fällen suchen, um diese entstehende These zu untermauern. Und dann springen andere User bei und sind baff, wie man angesichts der emotionalen Bilder und der Gänsehaut überhaupt solchen "absurden" Gedanken haben kann. Das scheint mir ein sich wiederholendes Muster in diesem Forum, welches nun einmal "deutsch" ist, d.h. Diskurslastig.

    Oh man, welch Spiegelbild unserer Gesellschaft, in der wir uns aus Indizien unsere einzig gültigen Wahrheiten erschaffen.... Herzlichen Glückwunsch!


    sowie an Borah: mal was grundsätzliches aus meiner Sicht.

    Wir sind hier ein einem Freakforum. Wir hatten 8,3 Millionen Zuschauer im TV. Wenn es viel sind, lesen hier vielleicht 2000 Leute im Thread mit. So deute ich die Forenstatistik.
    Der Kern der Vielschreiber hier verfolgt den Handball sehr intensiv. Das ganze hat doch nichts mit Rufmord oder Unterstellungen zu tun. Wir philosophieren letztlich darüber ob ein Coach eine Lücke im Regelwerk ausgenutzt hat, oder nicht. Es gibt für einige Freaks hier, die sehr viel Handball gesehen haben und beispielsweise wissen, was die Lex Lövgren ist und ihre Folgen, Anzeichen, dass das da was "unrund" lief. Man tauscht Argumente aus, stellt fest, dass man nie ne Aufklärung haben wird, legt es zu dem Akten und holt in 5 Jahren, wenn der nächste "unrunde" Vorfall hochkommt, dass Thema wieder hoch. Aus Borahs Beitrag lese ich schon wieder, raus, dass wir Simon Ernsts untadeligen Ruf schädigen und seine Karriere zerstören. NIcht nachvollziehbar für mich im Zeitalter von Social Media sowie angesichts der eingangs zitierten Verbreitungszahlen. Bei manchen Usern hab ich auch den Eindruck man ist ein Vaterlandsverräter und will den Sieg schlecht machen weil man diese Diskussion führt.Das hat sich aber schon gebessert. Erinnere mich nur ungern an 2007 als selbst von mir sehr geschätzte User mich im Finalthread nieder gemacht haben, weil ich aufgezählt habe wie eklatant die letzten 10 Minuten gegen Frankreich abliefen. Sorry, aber für mich bringt dieses Forum keinen Wert wenn ich hier Parolen lese wie "und morgen hauen wir die Norweger weg". Dafür gibt es Facebook. Die Zahl solcher Beiträge hält sich ja in sehr kleinen Grenzen.

    Im übrigen habe ich mal die norwegische Medien quer gelesen. Dort hat man sich aufgeregt, weil 1972 bei den olympischen Spielen Deutschland gegen Norwegen gespielt hat. Das Spiel endet 15:15 und damals hat ein Deutscher den letzten Konter per Foul unterbunden. Damals gab es noch nicht die Lex Lövgren. Tenor: Jetzt haben die schon wieder beschissen weil wir 7 Sekunden hatten.

    Und letztlich habe ich aus meiner Sicht auf einen gravierendenPunkt hingewiesen. Es ist völlig egal, ob der Bundes-Dagur das ausgeheckt hat oder nicht. Das liegt dann im Auge des Betrachters und dessen moralischem Normengerüst, zu sagen "abgewichste Sau" "unfair" oder "mir völlig egal. Falls sich aber dann wirklich wieder jemand meldet und das Regelwerk ändert, hat das bleibende Konsequenzen. Wieder eine Regel mehr, die man aufgebrachten Eltern ruhig erklären muss.