Beiträge von alter Sack

    also mir als nur mäßig fußballinteressiertem ist das ergebnis eines freundschaftsspieles völlig egal. wenn die deutschen nationalspieler sich die leistung schönreden mit der ausrede, dass die effizienz bei ihnen besser sei, dann ist das nur lächerlich. aber jetzt versteht man auch linekers spruch mit dem 1:0 und den deutschen. mit so einem fußball und vor allem dem schönreden macht man sich halt unbeliebt. lieber in einem freundschaftsspiel mit fliegenden fahnen untergehen als sich ein unentschieden ermauern.

    Die Frage ist ja auch wie Sachleistungen der Sponsoren bewertet werden. So hat fast jeder Klub einen Autosponsor, der den Spielern ein Leasingauto zur Verfügung stellt. Taucht das nun monetär im Etat auf?
    letztlich ist die zahl der vollprofis ein maß für den "wohlstand" der klubs.

    ich glaube mit "solide" hat man ihn gut umschrieben. hab ihn ein paar mal gesehen. prädikat "internationale spitzenklasse" würde ich nicht vergeben. aber vielleicht hat auch der vfl einen etat der irgendwann mal am limit steht.

    schwer nachzuvollziehen, warum der vfl nicht leute wie schmetz oder jonsson genommen hat. die schätze ich höher ein.

    ich habe allerdings schon jevers intellektuelle kombinationsfähigkeit bewundert, von meinem kleinen beitrag auf meine tätigkeit bei einer militaristischen vereinigung zu schliessen. aber das ist natürlich schon ein wahlargument. wenn ich die schwarzen wähle kann ich also wieder meinen nahkampfanzug aus dem keller holen?

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    Original von franky77
    SED-recycled zum Thema Rente.

    echt gut der link. vor allem der vorschlag der finanzierung. hat nicht der gute alte marx schon erkannt, dass das kapital dorthin fliesst wo es sich am schnellsten vermehrt. da würden die reichen aber schnell ihren wohnsitz verlagern.

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    Die Beitragsbemessungsgrenze soll an- und später aufgehoben werden. Menschen mit höheren Einkommen sollen also in größerem Umfang für die solidarische Finanzierung der Renten herangezogen werden, ohne dass ihre Ansprüche in gleichem Maße steigen. Wenn alle Einkommen herangezogen werden, können die Beitragssätze gesenkt werden.

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    Nein, hier hat man - auch mit viel Geld - Dinge versaubeutelt und der Vorwurf geht eindeutig an die "Wessis" wie mich, die Einheit nicht als Aufbruch genutzt zu haben sondern das "weiter so" in den Vordergrund zu stellen, obwohl auch hier schon erkennbar hätte sein müssen, daß unsere Art von Staatswesen - nämlich eine Art von DDR-light mit Reise- und Redefreiheit - auch auf dem absteigenden Ast war und ist.

    meine überzeugung ist, dass in einer demokratie der leidensdruck für echte reformen schon mächtig groß sein muss, damit sie einsetzen. zur zeit der wende hatte sich das alles noch nicht abgezeichnet. die großen trends hatten noch nicht eingesetzt. ich hatte das glück 1991 für eine jahr nach korea zu gehen. das ist ja der absolute turbokapitalismus. ich hab mich damals schon gefragt, wie es die westdeutschen schaffen mit so wenig arbeit einen so hohen sozialstandard zu halten. mittlerweile sind firmen wie samsung vorbei gezogen und es zeigt sich immer mehr, dass vieles liebgewonnene nicht mehr finanzierbar ist.

    erschreckend ist jedoch die langsamkeit, mit der sich die reformen hinziehen. man denke an die renten- und gesundheitsreform.

    worüber ich am meisten den kopf schütteln muss, ist das verschliessen vor ganz einfachen fakten.
    beispiel rentenreform. die statistik belegt, dass die deutschen zu wenig kinder bekommen und der demographische wandel sehr stark ist.
    da kann man sich doch zusammenrechnen dass man entweder die renten kürzt oder das rentenalter hochsetzt. doch wenn dann themen wie "rente mit 70" auf den tisch kommen sind die aufschreie groß und viele schütteln immer noch ungläubig mit dem kopf.

    ich seh "uli den wolf" sehr gern spielen. der geht immer da hin wo es weh tut und packt auch hinten ordentlich zu. dabei aber ohen fiese fouls. was mir auffällt ist, dass er in vielen vorberichten als angeschlagen gemeldet wird. dementsprechend humpelt er auch oft fast übers feld und schaut immer recht finster. ich glaube er wird auch mit tiedtke nicht ins zweite glied fallen. für einen jurastudenten sieht er vielleicht etwas gewagt aus. aber solche typen braucht die liga.

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    Original von Ellob
    Kongo - Deutschland 10:48 (6:21)

    Scheint wohl seeeehhhhhr Spannend gewesen zu sein

    habt ihr mal die statistik des kongolesischen keepers gesehen. 2 von 50 würfen gehalten. macht eine quote von 4%.
    ich schätze beim kongo handelt es sich um eine ihf-hilfsprojekt. hatte mal gelesen, dass die weibliche nationalmannschaft der elfenbeinküste in gerade einmal einer dunklen halle trainiert. wie mag es da im bürgerkriegsland kongo aussehen?

    ich hatte ja nur darauf gewartet, dass ein schwabe den guten mörike rausholt. das bringt mich auf eine der ausgangsfragen zurück. warum lest ihr überhaupt gedichte. sieht im augenblick ja eher so aus, als ob jeder nochmal schnell seinen literaturleistungskurs durchgeht.
    mir zum beispiel sagt lyrik, welche vor allem darauf aus ist die neuesten wortkreationen zu schaffen, nicht viel. auch die gefühlvollen liebes- oder naturgedichte sind nicht mein fall. mörike ist deshalb nicht meine richtung.
    bei mir muss ein gedicht assoziationen wecken oder wegen seiner brachialität überzeugen. deshalb auch meine vorliebe für rammsteintexte. unter der brutalen oberfläche der worte verstecken sich da nämlich ganz interessante dinge. in der ddr habe ich sehr gern gedichte gelesen, die voller ironie sind. heine und wolf biermann sind da zu nennen. wobei ich an biermann ja erst in der wendezeit rangekommen bin.

    Hat eigentlich schon mal einer einen poetry slam besucht? die gibt es hier in in frankfurt oft. da sieht man die volle bandbreite. wutschnaubende klein-che-guevaras neben 40 jährigen, die ihren mutterkomplex in versform vortragen. sehr unterhaltsam meistens.

    ein netter vertreter der direkten sprache ist übrigens charles bukowski.
    frauen sehen ihn ja meist nur als sexisten an und das folgende gedicht gehört vielleicht eher ins chauvi-forum. ich finde sie jedoch sehr gut.

    sieht man am wochenende jemand aus der ehrenwerten gemeinschaft beim edeka-cup in heddesheim? werde da sein und würde natürlich auch gern meine bekanntschaftsliste erweitern. Im übirgen könnte man doch einen wettbewerb ausloben. wer sammelt innerhalb eines jahres die meisten persönlichen bekanntschaften. muss dann in der galerie mit foto belegt werden. als preis könnte man dann ja den "Deutschlandfan" ausloben. Also der, welcher mit allen anderen Fans am besten kann.

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    Original von juju
    ich komme aus dem, was mal "SBZ" war, um mal mit gottfrieds worten zu reden und ich bin weder frustriert, noch dumm, noch verlange ich von der BRD, dass sie mir gefälligst eine festanstellung bereitet. UM GOTTES WILLEN!!! ich studiere, habe 2 nebenjobs, die super viel spaß machen und zeit für meinen freund.......

    liebe grüße
    Julia

    das ist wie beim handball. viele flensburger fans sind auch keine ultras und ticken normal. gottfried hat nicht die gesamtheit der ossis gemeint.

    nur gehe ich nach dem ausgang der landtagswahlen und den hochrechnungen auch davon aus, dass ca. 1/3 der bevölkerung im osten ein wertebild hat, welches dem meinen in einer solchen weise gegenüber steht, dass ich mir schon meine gedanken mache und auch angst bekomme.

    Gottfried

    Zitat

    Meiner Meinung nach fehlt immer noch die Auseinandersetzung in der ehemaligen DDR mit der ehemaligen DDR; nicht daß man den Menschen dort ihr ganzes Vorleben vorhält, wie dies bislang besserwessihaft geschehen ist, sondern daß man auch mal klar und deutlich macht, daß die DDR von den Personen und Systemansätzen in den Abgrund gestürzt wurde, denen heute heuchlerisch-nostalgisch wieder Lafontaine, Gysi, Bisky und wie sie alle heißen mögen, nachfolgen.

    darüber habe ich auch lange nachgedacht und bin zu dem schluss gekommen, dass eine ehrlich und persönlliche abrechnung für die meisten menschen zu hart ist und daher die vergangenheit idealisiert wird.

    ich sehe das in meiner direkten verwandschaft. die wurden im alter von ca. 45 von der wende betroffen. das tiefere nachdenken über die "verschenkten" lebensjahre in bezug auf die ökonomische bewertung muss ein schock gewesen sein.

    ich nehme mal als beispiel meine mutter. die war lehrerin. ich kann mich erinnern, dass sie noch mitte der 80er jahre einen russischen schwarz-weiß-fernseher in vielen monatsraten abgestottert hatte.
    materiell gesehen war wohl jeder mcdonalds-verkäufer im westen besser gestellt als ein lehrer im osten.
    so stellt also eine ganze generation fest, dass die ganze buckelei, die jahre warterei auf den trabbi, die vielen stunden arbeit in der arbeiter-wohn-genossenschaft für die eigenen vier wände, nicht hätten sein müssen, wenn man einfach nur im westen geboren wäre.

    dies wohlgemerkt nur im vergleich an den rein materiellen indikatoren des wohlstandes. ob das leben im westen nun glücklicher gewesen, da der wohlstand einfacher zu erreichen war, steht ja auf einem anderen blatt.

    ich persönlich würde meine kindheit in der ddr auch als durchaus interessant beurteilen. mir hat das pionierlager spass gemacht und sport konnte man sowieso ohne ende machen.

    doch letztlich werden sich viele leute im osten fragen, wo sie jetzt stehen könnten, wenn sie ihre fertigkeiten in einen normale karriere im westen eingebracht hätten.

    sich einzustehen, dass 20 jahre arbeit im kosten-nutzen-verhätnis für den arsch waren, ist ziemlich hart. wenn dann die leute noch direkt in die arbeitslosigkeit wandern und keine chance haben, diesen "rückstand" je aufzuholen, ist der psychologische super-gau perfekt.

    das beispiel mit bautzen zieht meiner meinung nach nicht.
    die betroffenen fälle waren keine signifikante masse. ich denke eher, dass sich das bild im kopf festgesetzt hat, dass im vergleich zu den gulags in der SU, das ganze ein kindergarten war. politische inhaftierungen wurden in der ddr seit den 70er jahren ja eher selten. die widerspenstigen wurden aus ihren jobs gedrängt und mussten sich unter dem dach der kirche oder als malocher einen lebensunterhalt verdienen. das war aber in den 80er durchaus auch attraktiv.