Ich sehe das etwas anders. Ob eine Fehlentscheidung vorliegt hängt nicht davon ab, was der Schiedsrichter gesehen oder nicht gesehen hat sondern von dem, was passiert ist. Die Entscheidung des Schiedsrichters kann subjektiv (d.h. aus seiner Perspektive) richtig sein und dennoch eine Fehlentscheidung. Sie ist also nicht vermeidbar.
Eine andere Situation ist wenn die Schiedsrichterentscheidung nicht zu dem von ihm beobachteten (wahrgenommenen) Aktionen passt. Diese sind vermeidbar.
Ähm, nicht ganz. Eine Entscheidung hängt davon ab was passiert ist, wie der Schiedsrichter dies gesehen/wahrgenommen hat und wie er sie interpretiert hat. Wir müssten also grundsätzlich erstmal wissen was der Schiedsrichter gesehen hat. Und da ist schon mal ziemlich sicher das dieser keine framegenaue Betrachtungsmöglichkeit hat. Bei den von frank1706 gemessenen Zeitabständen besteht durchaus die Möglichkeit, das der SR in Realgeschwindigkeit zu dem Entschluss gekommen ist, dass hier ein Nichtniederlegen des Balles erfolgt ist. Beim Betrachten in Realgeschwindigkeit hätte ich auch so entschieden. Das der Ball nach dem Pfiff von einem Spieler aufgenommen wurde und schneller hätte weitergespielt werden können war zum Zeitpunkt der Entscheidung des SR (also der Entscheidung im Kopf) höchstwahrscheinlich nicht vorhersehbar. Die von frank1706 gemessenen Zeitabstände untermauern dies...
Und noch eines wird gern vergessen: Bei dem Spiel handelt es sich um ein Spiel aus einer unteren Klasse. Da ist das Leistungsniveau eines SR natürlich auch ein anderes wie in der BuLi...