Beiträge von TLpz


    Ich sehe das etwas anders. Ob eine Fehlentscheidung vorliegt hängt nicht davon ab, was der Schiedsrichter gesehen oder nicht gesehen hat sondern von dem, was passiert ist. Die Entscheidung des Schiedsrichters kann subjektiv (d.h. aus seiner Perspektive) richtig sein und dennoch eine Fehlentscheidung. Sie ist also nicht vermeidbar.
    Eine andere Situation ist wenn die Schiedsrichterentscheidung nicht zu dem von ihm beobachteten (wahrgenommenen) Aktionen passt. Diese sind vermeidbar.

    Ähm, nicht ganz. Eine Entscheidung hängt davon ab was passiert ist, wie der Schiedsrichter dies gesehen/wahrgenommen hat und wie er sie interpretiert hat. Wir müssten also grundsätzlich erstmal wissen was der Schiedsrichter gesehen hat. Und da ist schon mal ziemlich sicher das dieser keine framegenaue Betrachtungsmöglichkeit hat. Bei den von frank1706 gemessenen Zeitabständen besteht durchaus die Möglichkeit, das der SR in Realgeschwindigkeit zu dem Entschluss gekommen ist, dass hier ein Nichtniederlegen des Balles erfolgt ist. Beim Betrachten in Realgeschwindigkeit hätte ich auch so entschieden. Das der Ball nach dem Pfiff von einem Spieler aufgenommen wurde und schneller hätte weitergespielt werden können war zum Zeitpunkt der Entscheidung des SR (also der Entscheidung im Kopf) höchstwahrscheinlich nicht vorhersehbar. Die von frank1706 gemessenen Zeitabstände untermauern dies...

    Und noch eines wird gern vergessen: Bei dem Spiel handelt es sich um ein Spiel aus einer unteren Klasse. Da ist das Leistungsniveau eines SR natürlich auch ein anderes wie in der BuLi...


    Merkwürdig!

    Eine genaue Auswertung des Videos bezeichnest du als falsch, weil das Video Fehler haben kann.
    Sind dann auch nicht alle anderen Beiträge hier im Thread falsch, denn es beziehen sich alle auf das ("eventuell fehlerhafte") Video.

    Oder ist das Video nur falsch, wenn man es genau auswertet?

    Nein! Falsch ist nur das Video einseitig auszuwerten! Und eine Reaktionszeit der Schiedsrichter (von der Entscheidung im Kopf zu pfeifen bis zum tatsächlichen Pfiff) gehört eben genauso dazu wie die theoretische Möglichkeit, dass das Video nicht völlig synchron läuft.

    Falsch ist auch den SR eine Fehlentscheidung nachweisen zu wollen indem man das Video pro Frame analysiert. Die SR haben im Spiel diese Entscheidungshilfe nicht und müssen in Realgeschwindigkeit entscheiden. Das haben alle die hierzu Beiträge geschrieben haben auch so gemacht.


    Was daran jetzt falsch ist und bestraft werden muss entzieht sich meinem Verstehen. Aber TLzp wird es erklären.
    Gruß Frank

    Ja, was daran falsch ist kann ich dir erklären.


    Ich habe den Video heruntergeladen und Frames gezählt um auf die Zeiten zu kommen.

    Das ist daran falsch. Der SR hat keine Möglichkeit im Spiel das Video herunterzuladen und Frames zu zählen. Also zählt nur die Realgeschwindigkeit, alles andere ist für eine Diskussion irrelevant. Weiterhin ignorierst du dass das Video technische Fehler haben kann (Woran erkennst du das Bild und Ton absolut synchron sind und nicht vielleicht 0,3 Sekunden versetzt?) und das eben auch ein SR eine Reaktionszeit hat. Dem Spieler gestehst du diese ja auch zu...

    Ich weiß nicht, was du für einen "Kick" gesehen haben willst.

    Er nimmt den Ball auf, als er mit beiden Beinen auf dem Boden steht, jedoch mit dem Oberkörper weit vorgeneigt ist. Danach macht er mit dem rechten Bein 1 Schritt vorwärts , um das auszugleichen. Als er dann los läuft wirft er den Ball 20 cm neben die Stelle, wo sein rechter Fuß stand - zusätzlich noch in Richtung eines Gegenspielers, der dadurch den Ball eben NICHT holen muss, sondern nur aufnehmen.

    Einfacher hätte er es dem Gegenspieler kaum machen können


    Nach Sichtung des Videos muss man sagen: Korrekte Entscheidung der Schiedsrichter! Der Ausführungsort des Freiwurfes ist der Ort, an dem der Angreifer mit dem Fuß spielt. Der Pfiff zum Freiwurf kommt bevor der Angreifer den Ball wieder mit den Händen aufnehmen will. Dort steht ein Gegenspieler der denn Ball evtl. direkt aufnehmen könnte. Durch das Wegwerfen des Balles (auch wenn es "nur" ein paar Zentimeter sind, verschafft er dem Gegner einen weiteren Nachteil).

    Dass dort wo der Ball hinfällt auch gerade ein Abwehrspieler steht und den Ball aufnimmt ist Zufall und war für den SR evtl. so nicht "vorhersehbar" (Stellung der SR ist im Video nur erahnbar). Wahrscheinlich waren die SR eher der Auffassung das der 1. Gegenspieler den Ball hätte aufnehmen können...

    Und was passiert, wenn Leipzig die Lizenz für die 1. und 2. Liga nicht bekommt? Lt. Pressebericht müssen die dann in der 3. Liga aufgenommen werden. Heißt das dann, dass Birkenau doch absteigt oder wird es insgesamt dann eine Mannschaft mehr?

    Nö, dieser Fall wäre doch super einfach zu lösen: Kommt Leipzig 1 in die 3. Liga muss Leipzig 2 zwangsläufig dort raus. Also Leipzig 2 = Leipzig 1...

    Vielleicht legt die SR-Neuausbildung den Schwerpunkt ein wenig zu sehr darauf, dass Freiwürfe nur dann angepfiffen werden, wenn der Werfer mit den Fersen vor der 9-m-Linie steht, anstatt mal über das "Was erwartet mich eigentlich und wie gehe ich damit um" und die Stressbewältigung zu sprechen.

    Im Leben ist nun mal nicht jede "Kritik" fair, ausgeglichen und sachlich; damit muss man / frau umgehen lernen, gerade in jungen Jahren.

    Ich gebe Recht, dass in der SR- Ausbildung zu wenig auf die Stressbewältigung und den Umgang mit "schwierigen" Zuschauern gelegt wird.

    ABER:
    Wenn schon Zuschauer angeblich "Narrenfreiheit" geniessen dann ist es umso wichtiger, das Offizielle und Vereinsverantwortliche respektvoll mit den Schiedsrichtern (und allen am Spiel Beteiligten) umgehen. Hier hapert es oftmals, i.d.R. je tiefer die Liga oder je weiter der Spielort von eienr Großstadt entfernt ist...

    Nach den Berichten haben die gemachten Äußerungen nicht, aber auch garnichts mit "Kritik" zu tun. In Anbetracht der Stellung der beiden hoffe ich, dass das Sportgericht den Spielabbruch bestätigt und beide Herren eine entsprechende Strafe erhalten.

    Könnte er vielleicht unentgeltlich bei Leipzig spielen? Die einstweilige Verfügung betrifft ja nur den Arbeitsvertrag. Und wenn er dort nicht arbeitet, sprich keinen Lohn erhält?

    Und wenn er nicht bei seinem Arbeitgeber Eisenach auf der Matte steht können die ihn ja abmahnen und kündigen... :D

    Kann es nicht sein, dass man (warum auch immer) nun plötzlich auch in Eisenach eine Möglichkeit gefunden hat, die alle anderen immer für möglich hielten?

    Alle anderen (außerhalb Eisenachs) hier interessiert auch nur Handball. Das für die jetzt vorgestellte Lösung die Gymnastikhalle der Turner unbrauchbar gemacht wird und diese keinen Ersatz finden interressiert eben nicht. Aus diesem Grund werden die Eisenacher diese Lösung wohl erst jetzt als aller-aller-allerletzte Möglichkeit präsentiert haben.

    Nun hat die HBL Eisenach in der HBL- konformen Halle. Die Gegentribüne ein Witz, neue Kameraposition ein Witz, aber eben HBL-konform ohne Ausnahme. Als Eisenach hätte ich 7 Reihen mit 2 Stühlen aufgestellt. Steht in den HBL- Regularien eigentlich drin ob die Plätze der Gegentribüne verkauft werden müssen??? Könnten ja auch leer bleiben. Sieht genauso scheiße aus im TV. Wobei, das wird sich ja eh nicht nach Eisenach verirren...

    [quote='yellowpanther','index.php?page=Thread&postID=812248#post812248']
    3) Ich darf theoretisch auch außerhalb des Spielfeldes sein wenn ich innerhalb dribble, zum Beispiel nach einem ungenauen Pass der mich beim Gegnstoß über die Linie "treibt" ich aber weiterhin in der Bewegung nach vorne bin und in Richtung gegnerisches Tor dribble. (natürlich sollte ich schnellstmöglich wieder ins Feld gehen)
    [quote]

    Nein, darfst du nicht. Dadurch verschaffst du dir ja auch einen Vorteil.

    Hatte ich einen ähnlichen Fall in einem Jugendspiel (D-Jugend).

    Grüne Karte wurde von mir auf den Tisch gelegt, Zeitnehmer und Sekretär haben auch ca. 3 Sekunden "Kaffeepause" gemacht und dann erst den Buzzer gedrückt.

    In den drei Sekunden hatte meine Mannschaft dann einen nicht erfolgreichen Torabschluss, Gegner (Heimmannschaft) hatte Tor ab bzw. Ball.

    Schiedsrichter hatte aber die erhobene grüne Karte von mir im Augenwinkel gesehen, wo meine Jungs (Gästemannschaft) noch im Angriff waren, und hat dann nach dem Timeout auf Freiwurf bzw. Ballbesitz für die Gastmannschaft, also mein Team entschieden.

    Das wäre dann wohl nicht richtig gewesen oder ?

    Jein. Das du nach einem TTO in Ballbesitz bleibst ist richtig. Da nach deinen Ausführungen deine Mannschaft zwischen dem Übergeben der grünen Karte und dem Pfiff des Zeitnehmers den Ball verloren hat, hätte das TTO nicht mehr gewährt werden dürfen. Weder vom Zeitnehmer noch vom Schiedsrichter. Demnach liegt der Fehler bereits bei der Gewährung des TTO, nicht in der Spielfortsetzung nach diesem.

    Übrigens macht das Kampfgericht sicher in den wenigsten Fällen Kaffeepause. Da am Pult gibt es auch noch andere Dinge zu tun...

    Nö warum? Sie spielen ja jetzt schon 3. Liga, warum sollte dies bei einem Abstieg der beiden genannten in die 2. Bundesliga dann nicht mehr möglich sein? Es gibt keine Regelungen das zwischen 1. und 2. Mannschaften eines Vereins eine bestimmte Anzahl Spielklassen - Unterschied sein müssen...

    In deinen 2 kurzen Ausführungen verwechselst du eher Härte mit Regelwidrigkeiten. Solche sollten natürlich geahndet werden. Sicher handelt es sich um ein Spiel der unteren Klassen, da wird i.d.R. unsauber verteidigt und auch unsauber gepfiffen. Man kann auch hart spielen ohne die Regeln zu verletzen.

    zu 1.: Natürlich ist eine Auflösung von Spielgemeinschaften möglich. Warum auch nicht? Da es in der Speilordnung keinen gesonderten Passus zur Auflösung einer Spielgemeinschaft gibt dürfte m.E. die jährliche neue Anmeldung gelten. In den Landesverbänden kann davon natürlich abgewichen werden.

    zu 2.: Warum sollte der Verband das nicht anerkennen? Grundsätzlich melden die Vereine ihre Mannschaften ja für die neue Spielrunde dem Verband, dieser prüft die Ligazugehörigkeit. Wenn sich beide Vereine der Spielgemeinschaft da einig sind sollte es ja kein Problem geben.

    DWenn nun mir der DHB oder IHF eine Szene so dokumentiert dann halte ich mich daran, akzeptiere es erst einmal und pfeife auch danach.

    Du verwechselst etwas: Nicht der DHB oder die IHF haben diese Szene dokumentiert (oder als offizielle Lehrmeinung deklariert). Hier hat ein Journalist einen Artikel unter Verwendung von Aussagen eines IHF- Verantwortlichen geschrieben. Dieser muß inhaltlich und regeltechnisch nicht 100%ig richtig sein wenn der Journalist nicht umfassende Regelkenntnis hat. Er formuliert den Artikel so dass es für ihn stimmig ist, da ist oftmals etwas aus dem Zusammenhang gerissen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Jürgen Scharoff als einer der beiden obersten IHF-Regelwächter sich durchaus mit seinem Kollegen Hanspeter Knabenhans und den IHF-Justiziaren abspricht, bevor er eine "offizielle" (da medial wirksam und auf Grund seiner Rolle) Meinung vertritt. Damit ist diese Interpretation der Szene meiner Meinung nach de facto zur IHF-Lehrmeinung geworden... Wenn wir dann das noch in Frage stellen, können wir auch gleich über die Regeln selbst diskutieren - und nicht über deren Anwendung. Ich für meinen Teil werde mich bei einer ähnlichen Situation an Scharoffs Aussagen orientieren...

    Oh du heiliger, unfehlbarer IHF- Regelwächter :D

    IHF- Lehrmeinung ist nicht das was ein IHF- Mitglied in einem Interview von sich gibt. Dies kann eben auch durch den Journalisten falsch widergegeben werden, auf die Beiträge hat die IHF schließlich keinen Einfluß. Lehrmeinungen sind natürlich auch nur in offiziell von der IHF freigegebenen Dokumenten zu finden. Im Bericht von handball-world sind auch Ungereimtheiten zu finden. Ca. in der Mitte steht Scharoffs Aussage: „Der Werfer macht, bevor der Wurf ausgeführt ist, mit seinem linken Bein einen Ausfallschritt nach vorn und verstößt damit gegen die Bestimmung der Regel 15:1, Absatz 3, wonach er seine regelgerechte Position bis zur Ausführung beibehalten muss.“

    Das deckt sich auch mit meiner Meinung das es sein könnte, das er einen Schritt macht bevor der Ball die Hand verlassen hat. Anhand des youtube- Videos läßt sich das aber kaum beurteilen, vielleicht hat Scharoff ja anderes Bildmaterial gehabt.

    Weiter unten im Text steht: "Dies war jedoch bei Celica der Fall - der Treffer, der die Entscheidung brachte, hätte nicht zählen dürfen. Das ist auch die Meinung des Regelexperten: „Im vorliegenden Fall hat der Werfer durch seine Bewegung diese regelgerechte Position vorher verlassen“, unterstreicht Scharoff. „Die Schiedsrichter können in diesem Fall das Spiel gemäß Regel 2:4 Abs. 3 sofort durch Pfiff beenden. Sie brauchen das Ergebnis des Wurfes nicht abzuwarten.“ "

    Dies könnte m.E. auch eine Wiedergabe von Scharoffs Einschätzung in einem falschen Kontext sein, die Texte herum sind vom Journalisten.

    Fakt bleibt: Eine Schrittbewegung bei der Ausführung des Freiwurfs ist nicht regelwidrig solange der Ball die Hand vor dem Abheben des 2. Fußes verlassen hat.

    Aber FAKT ist, daß wir uns alle einig sind, daß dieses Tor ungültig war !!!!

    Ähm, nein. Ich bin der Ansicht das dieses Tor regelgerecht war unter der Annahme das die SR eintschieden haben dass der Ball die Hand des Werfers verlassen hat bevor das hintere Bein den Boden verlassen hat. Und ich bin auch der Ansicht dass das Regelwerk diesbezüglich KEINE Lücken hat. Vielmehr deuten viele eben nur etwas in die Regeln hinein was dort nciht steht. Du auch, zum Beispiel mit dem "Nachziehen" des Beines. Ist völliger Humbug, steht auch nicht in den Regeln. Und Lehrwarte (insbesondere in den unteren Ligen) haben die Weisheit auch nicht unbedingt mit Löffeln gefressen. Scheinbar auch Scharoff nicht (oder seine Aussagen wurden fehlerhaft wiedergegeben, soll ja im Journalismus desöfteren vorkommen).

    Viele sind auch nicht in der Lage mehrere Regeln zu "kombinieren". Bei diesem Freiwurf sind das eben die Regel 7 (Spielen des Balles - dort steht was ein Schritt ist), Regel 13 (Freiwurf - dort steht wie die Spieler aufgestellt sein dürfen usw.) und Regel 15 (Ausführung der Würfe - dort steht wie ein Wurf auszuführen ist bzw. wann er als ausgeführt gilt). In keiner dieser 3 Regeln kann ich den Verbot einer Schrittbewegung beim Freiwurf entdecken. Weder in welche Richtung ein Schritt erfolgen darf oder nicht, noch ob die Bewegung schulterbreit oder sonstiges sein darf. Daher war das Tor m.E. korrekt (unter Annahme meiner obigen Aussage). Eine Irregularität des Tores konnte bisher keiner anhand der Regeln nachweisen. Nur anhand von Deutungen und Äpfel-Birnen-Vergleichen...

    Einzig logische Erklärung wäre, wenn der Wurf von der Mittellinie nach den Schlusspfiff die Hand des Werfers verlassen hatte.

    Falsch, wir sind ja nicht beim Basketball. Der Ball müsste beim Ertönen der Schlußsiene bereits im Tor sein damit dieses zählt. Evtl. ist dies nicht so gewesen, da ist es auch unerheblich ob ein Feldspieler (der dort nicht hätte sein dürfen) im Tor stand. Für mich eher unerklärlich warum in einer solchen Situation der 7.Feldspieler noch gegen den eigentlichen Torwart wechselt anstatt selbst ins Tor zu gehen...