und ich dachte, in den US of A wird man schon für Kaugummiausspucken zu lebenslanger Haft verurteilt...so kann man sich täuschen
Beiträge von Olaf
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Die Kieler sitzen hauptsächlich in T (Telekom-Tribüne) ...zumindest sitze ich als Exil-Kieler da

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wollten die da nicht Frauenhandball zeigen?
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hab ja ganz den neuesten Mielke vergessen...
ZitatAlles anzeigen
´Der Philosoph an der Regattastrecke
Yorck Polus berichtet fürs Zweite von der Regattastrecke. Er sagt, wie der Wind weht und stellt keine albernen Fragen. Er war selbst mal Ruderer. Im Internet steht, Polus sei "Doktor der Philosophie in den Fächern der Sportwissenschaft und Sportmedizin". Oh. Man neigt dazu, Sportjournalisten zu unterschätzen. Börsenberichterstattern dagegen wird jeder Unsinn abgenommen.
Allerdings schätzen Olympia-Reporter ihre Potenzen auch nicht immer so realistisch ein wie Norbert König. Der ZDF-Mann gestand, sein Wissen über das Degenfechten stamme von "zwei, drei Journalistenlehrgängen". Sympathisch. Aber vielleicht hätte man ihm einen Praktiker mitgeben sollen, der mehr erkennt als das Leuchten der Trefferlampen. Auch beim traditionell umstrittenen Geräteturnen hätte eine Autorität nicht geschadet, zumal die Wettbewerbe in einer Montagsdemonstration kulminierten. Das Hallenpublikum war über die vermeintlich zu schlechte Note für einen russischen Athleten außer sich. Der ARD-Kommentator wirkte kompetent, aber irgendwie wartete man auf das Urteil eines Turn-Gottes vom Kaliber Ginger, um sich vor dem Fernseher so richtig aufräufeln zu können. Nach zehnminütigem Massenprotest wurde die Note leicht geliftet. Es nützte dem Russen nicht viel. So ähnlich hatte auch die Bundesregierung auf die ersten Demonstrationen gegen Hartz vier reagiert.
Nach der letzten Turnerin fiel der Satz: "Ich glaube, in Deutschland sind rumänische Trainingsmethoden nicht durchzusetzen." Selbstverständlich sind sie das. Deutschland bewegt sich. Soeben hat Bundestagspräsident Thierse alle Ostdeutschen aufgefordert, sich nicht nur an den alten Bundesländern zu orientieren. Auch Polen sei ein Gradmesser. Übermorgen ist es das Donaudelta.
Aber all die Reformen, die Entbehrungen, sie werden sich lohnen. Geherin Melanie Seeger musste sich drei Mal übergeben und wurde trotzdem Fünfte: "Ich habe mich voll ausgekotzt und bin so glücklich darüber, Wahnsinn."
Andre Mielke
Erschienen in der Welt am 25.8. -
das fehlt noch, dass die Handball amerikanisieren...lass die man schön beim baseball bleiben
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das ist sicherlich das Problem mit dem Zeitunterschied, dass einige da nicht auf die Reihe kriegen
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tschuldigung....
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dazu fehlt mir die Kraft...
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entweder gegen Frankreich oder gegen Russland...in jedem Fall nicht gegen Kroatien, worüber ich echt froh bin
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Deutschland - Spanien 32:30 (30:30, 27:27, 15:16)
nach SiebenmeterwerfenDeutschland: Fritz (THW Kiel), Christian Ramota (TBV Lemgo) -
Frank von Behren (VfL Gummersbach), Stephan (TBV Lemgo/9/5), Baur
(TBV Lemgo/3), Dragunski (VfL Gummersbach), Zerbe (TBV Lemgo/4),
Zeitz (THW Kiel), Kehrmann (TBV Lemgo/4), Schwarzer (TBV Lemgo/9),
Kretzschmar (SC Magdeburg/2), Petersen (THW Kiel), Jansen (HSV
Hamburg/1/1)Spanien: Hombrados, Barrufet - Entrerrios 1, O'Callaghan,
Belaustegui 2, Garralda 3, Duschebajew 5, Lozano, Hernandez 2, Perez,
Colon 2, Garcia 7/1, Romero 6/1, Urios 2Schiedsrichter: Arnaldsson/Vidarsson (Island)
Zuschauer: 7000
Strafminuten: 8 / 8 -
die Jungs kosten mich den letzten Nerv. Soviele klare Chancen bekommt man in diesem Spiel nicht mehr. Daniel Stephan gefällt mir besser als zuletzt, aber Baur hat das Spiel noch nicht in den Griff bekommen
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Island sichert sich Platz 9 durch einen 29:25-Sieg über Brasilien
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und da ist er wieder, fasst genau die Sachverhalte zusammen und stellt Zusammenhänge her, die wir alle auch irgendwie spüren, aber niemals so ausdrücken könnten....
ZitatAlles anzeigenTief einatmen, tief ausatmen
Schade, dass die Läuferinnen kein ZDF empfangen - "Dabei sein ist alles"von André Mielke, erschienen am 24.8. in der WELT
Poschi kann einem Leid tun.
Dieser Satz muss in den Duden. Er offenbart das Dilemma der reformierten Groß- und Kleinschreibung. Aber er zeigt auch ihre gewaltigen Ausdrucksmöglichkeiten. Man kann damit Aussagen, die sich eigentlich ausschließen sollten, gleichzeitig formulieren.
Poschi kann einem Leid tun. Auf der ersten semantischen Ebene beschreibt das einen evidenten Sachverhalt. Wolf-Dieter Poschmann hat mit seinen asthmatisch anmutenden Moderationen schon manchem Syntax-Ästheten seelische Schmerzen zugefügt, vulgo: Leid (an)getan.
Das war einfach. Nun zur zweiten, komplexeren Interpretation: Poschmann berichtet im Augenblick aus dem Olympiastadion über Leichtathletik. Kaum jemand wird dem früheren Mittelstreckenläufer ernstlich vorwerfen wollen, davon verstünde er auch nichts. Poschmann kennt sogar das Grundgesetz des Hammerwerfens: "Ein guter Wurf akzeleriert, ein schwacher eskaliert." Nebenbei bekommt man von ihm Insider-Tricks gegen Seitenstechen. Das ist nun mal "das Schrecklichste, was es gibt". Da hilft nur: "tief einatmen, tief ausatmen, und dabei ganz tief mit der Hand rechts reindrücken." Wenn's warm und feucht wird, dann kann man die Hand wieder rausziehen. Das war dann schon die Leber. Leider konnten die Marathonläuferinnen unterwegs das ZDF nicht sehen. Deshalb mussten viele aufgeben.
Das Leben könnte so schön sein zwischen Springgrube und Tartanbahn. Doch leider werden Sportreporter nicht nur wegen Sehstörungen (Faßbender-Syndrom, Morbus Rubenbauer) angefeindet, nein, ein historisch jüngerer Vorwurf ist, die Innung jubele sich über synthetisch produzierte Rekordleistungen hinweg. Das hat die Reporter geärgert. Jetzt nörgeln sie nicht nur an gedopten Sportlern herum, sondern auch an solchen, die schon mal mit dem Trainer eines möglicherweise gedopten Sportlers gefrühstückt haben. Die Reporter wollen ja nicht wie Volltrottel dastehen. Jetzt stehen sie da wie Gerüchteküchen. Sie haben leider keine andere Chance. Poschi kann einem Leid tun. Es geht um Mitleid. Ehrlich.
Noch bevor eine russische Kugelstoßerin Gold holte, hatte Poschmann mit zwei, drei wohl dosierten Bemerkungen angedeutet, dass ihre Leistung mit Vorsicht zu genießen sei. Für solche Grobprognostik verfügen die Journalisten über modernes rhetorisches Equipment. Man kann erstens dezent auf gewisse anatomische Besonderheiten hinweisen, zweitens auf eine seltsame Scheu vor Auslandsstarts, drittens auf rätselhafte Leistungsexplosionen, viertens auf zwielichtiges Betreuerpersonal, und bei russischen Athleten ist fünftens sowieso alles zu spät. Poschmann wählte die Verdachtsmomente zwei, drei und Moskau. Treffer. Die Sportsfreundin wurde inzwischen überführt und ihrer gerechten Strafe zugeführt.
Am Sonntagabend ging es um die schnellsten Pharmaverbraucher der Welt. Über die Trainingskameraden des Mitfavoriten Maurice Green munkelte Poschmann vorweg: "Drei Namen, drei Dopingfälle. Aber er ist schadlos geblieben." Und nach dem Rennen über das Starterfeld: "Hier sind acht Männer, die Anspruch haben auf die Unschuldsvermutung, bis ihnen jemand das Gegenteil beweist." Poschmann vermochte das nicht. Genauso wenig wie sein Co-Kommentator Peter Leissl, denn der musste ja noch die Siegerehrung einer russischen (!) Diskuswerferin (!!) mit Ornamenten verzieren: "Es gibt einen Dopingfall in der eigenen Mannschaft. Wir wollen ihr nicht unterstellen, dass das systematisch geschieht, aber..." - Pause ... Pause ... - "na ja".
Gewiss sind das schreckliche Zustände. Das Publikum möchte zwar nicht betrogen werden, aber mit der halben Wahrheit fühlt es sich auch nicht wohl, und die ganze will gar keiner wirklich wissen. Vielleicht sollte man bei Sportübertragungen einen Hinweis einblenden, etwas wie: "Bei Zweifeln an der Legitimität der erbrachten Leistungen fragen Sie bitte Ihren Sportarzt oder Apotheker."
Bis dahin mal was ganz anderes: Wo treibt sich eigentlich der norwegische Thronfolger herum, der ja zur Eröffnungsfeier auch in Athen zugange war? In seinem Land wurden berühmte Gemälde gestohlen, von zwei Vermummten. Wir wollen Kronprinz Haakon und seiner Mette ja nichts unterstellen, aber ... na ja.
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schade für Schöne, so ist er erneut nur Handball-Tourist...
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der Ticker meldet gerade, dass Hens auch für das Viertelfinale ausfällt....
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kann es und ist gekommen...
von HiF übernommen:
So geht es weiter: DHB-Team um 18.30 Uhr
In der Nacht wurde der weitere Fahrplan für das olympische Handballturnier festgezurrt. Die DHB-Auswahl trifft nun am Dienstag um 18.30 Uhr auf den Viertelfinalgegner Spanien.
Der Zeitplan für Dienstag lautet:08:30 Uhr, Spiel um Platz 11
Slowenien - Ägypten10:30 Uhr, Spiel um Platz 9
Island - Braslilien13:30 Uhr, 1. Viertelfinale
Korea - Ungarn15:30 Uhr, 2. Viertelfinale
Kroatien - Griechenland18.30 Uhr, 3. Viertelfinale
Deutschland - Spanien20:30 Uhr, 4. Viertelfinale
Frankreich - RusslandDerzeit ist geplant, dass alle Viertelfinalspiele auf ATHEN3 live zu sehen sind, das Spiel der DHB-Auswahl soll ab 18.30 Uhr im ZDF zu sehen sein. Auch Eurosport und der ORF werden vereinzelt Spiele der Viertelfinals live übertragen. Sowie ein genauer Terminplan vorliegt, werden die TV-termine aktualisiert.
TV-Tipp
Di, 24.08.04, 18:30 - 20:10 Uhr, live auf ATHEN3
Olympia 2004: Viertelfinale Herren: Deutschland - Spanien -
er scheint Hamburger zu sein, etwa unser Alter, hab aber leider noch nichts Näheres über ihn in Erfahrung brinen können...Ich weiß auch noch nicht, ob er Medien- oder Sportexperte ist, oder beides...
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Noch ein Nachtrag: Dadurch, dass die deutschen Volleyball-Damen soeben aus dem Turnier geflogen sind (USA gewann 3:0 gegen Kuba) gibt es am Dienstagnachmittag kein Konkurrenzprogramm zum Handball...
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naja, sollen wir jetzt etwa die Spieler auf den Mars jagen? Nach der Niederlage gegen die Jugos in Slowenien und dem Unentschieden gegen Frankreich hatten wir doch auch schon keien Chance mehr auf den EM-Titel. Gut, Zuariner hat natürlich recht, ins Halbfinale kam man nur, weil insbesondere Frankreich und Jugoslawien unnötige Niederlagen kassierten, aber in der k.o-Rund geht es nunmal von Null los. Diesmal klarer Vorteil für uns.
Hauptsache Kretsche verkrampft nicht, wenn er beim Stand von 25:25 einen TG läuft, 9 Sekunden vor Schluss....
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Unser neuer Freund scheint Fußball nicht unbedingt zu mögen, der Mensch wird mir immer sympathischer....
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Olympia zu Gast in Mecklenburg- VorpommernAm Samstag fielen in Athen 32 Entscheidungen. Da musste man Schwerpunkte setzen. Die ARD entschied sich für das olympische Fußballturnier, das offenbar gerade in Mecklenburg zu Gast war.
Die Nationalmannschaft des FC Schönberg 95 traf auf die pfälzische Auswahl des 1. FC Kaiserslautern. Angekündigt war das Spiel als Teil der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Es gehorchte jedoch dem angeblich olympischen Motto, wonach Teilnahme alles sei: Schönberg nahm teil und Kaiserslautern alles.
Aus Respekt vor den Sportlern zeigte das Erste alle null zu 15 Tore und fand noch Zeit für neckische Zwischenschnitte. Es gab auch ausführliche Berichte von anderen Städtevergleichen aus Saarbrücken, Lübeck oder Paderborn. Die Übertragungen aus Athen wurden dafür eine Dreiviertelstunde lang unterbrochen. Niemand sollte sich beklagen, dass man den DFB-Pokal ausnahmsweise auch in den Dritten hätte abhandeln können. Wer die Schwerpunktsetzung während dieser Spiele kennt, der ist einfach nur erleichtert, dass Kaiserslautern lediglich 15 und nicht 1500 Mal traf.
Dann holte die Lagenstaffel der Herren Silber. Europarekord. Tagelang waren am Beckenrand in aller Ausführlichkeit Verlierer ausgeschlachtet worden, nun hatte Reporter Wilfried Mohren gerade zweien der vier grandiosen Schwimmer kurz gratulieren dürfen und sich dem Dritten zugewandt, als er abbrechen und ins Studio zurückgeben musste. Es wirkte, als wären die Chinesen soeben auf dem Mars gelandet.
Tatsächlich, etwas Außerordentliches war geschehen: Man hatte einen Werbetrailer für Reinhold Beckmanns Talkshow produziert und musste ihn unbedingt ausstrahlen. Ausgerechnet jetzt, in der Minute des größten deutschen Schwimmerfolgs bei diesen Spielen. Nichts kann die bisherige Berichterstattung treffender kennzeichnen. Talking geht vor walking. Oder so.
André Mielke
erschienen in: Die Welt, 23.08.04