ich finde den FIlm ausgesprochen gelungen. Wenn man es zulässt, kann man sich einigermaßen in diese beklemmenden Gefühle der Menschen hineinversetzen (dass ich nach dem Film husten musste, lag allerdings an meiner Erkältung). Die absurden Bilder von Frauen, die einen Kinderwagen hinter sich herziehen und nicht merken, dass er längst verbrannt ist, eine Frau, die in der Ruine ihr Esszimmer fegt, dieser unbändige Lärm, der jedes Wort verschluckt....und dieser Wahnsinn, einen Mann, der sein gerade geborenes Baby auf dem Arm trägt und nur eine Schüssel sucht in einem völlig zerstörten Haus (vielleicht sogar sein eigenes) wird von noch absurderen Nazigestalten als Plünderer erschossen. "Hier, halten Sie mal", sagt einer der Gestalten zu einer vorbeigehenden Frau und drückt ihr das Baby in den Arm. Ich denke, diese Szenen beschreiben diesen ganzen Wahnsinn.
Ob es nun richtig war, eine Liebesgeschichte da mit einzubinden, kann man sicher diskutieren, aber ohne wäre es nur eine Dokumentation. Der Engländer sieht am Ende, wozu er selber beigetragen hat all die Jahre. Sieht nicht mehr die Nazis in den Deutschen, sondern Menschen wie in Coventry. Mich hat der Film sehr berührt. Hollywood hätte das sicher ne Nummer dicker gemacht, aber mir hat es so gereicht