Das Zehnder das so durchzieht, halte ich nach wie vor für relativ einzigartig und jeder der das aus Zehnders Sicht verteidigt, sollte sich gut überlegen wie gut er genau das bei seinem Verein finden würde.
An eine solch stattliche Ablöse, die im schlechten Verhältnis (Verein-Spieler) bezahlt wurde, kann ich mich jedenfalls grad nicht erinnern. Und ich würde das in einem ähnlich gelagerten Fall auch für vollkommen verwegen halten. Egal ob bei meinem Verein oder woanders.
Meist werden solche Ablösen ausgehandelt, weil der Spieler für den Verein einen gewissen Wert hat/hatte oder der Spieler dem Verein viel zu verdanken hat.
Aber eine üppig bezahlte Ablöse für einen Spieler, der bei diesem Verein weder herausragende, der Ablöse abgemessene Leistungen gebracht hat, noch sich wohl gefühlt hat und lediglich einen gültigen Vertrag hatte (die einen sagen so, die anderen so) ist mir neu. Ansonsten wäre der Sportler nur noch eine Art Handelsware.
Von daher halte ich es auch für irrelevant, diesen "Ablösewert" in einem solchen Fall wie Zehnder-Erlangen überhaupt zu beziffern und zu verlangen.
Da das in der Praxis, zum Glück, kaum vorkommt und man sich bei Unstimmigkeiten vor "erbrachter Leistung" wieder trennt und es gut sein lässt, sind solche Fälle auch kaum bekannt.