Beiträge von Outsider81

    @Krö: Unter den Mannschaftssportarten sehe ich uns als Nummer 2. Mir persönlich ist es jedoch DEFINITIV WICHTIGER das der Sport im Mittelpunkt steht und nicht die Show, nur um die Popularität des Handballs zu steigern.

    Jörg Taszman schreibt in der aktuellen EPD-Film " Filmische Jubelerinnerungsarbeit für alte und neue Handballfans. "Wie nebenei erzählt der Dokumentarfilm auch vom Ende der Unschuld im Handball, einer Sportart, die nun immer mehr kommerzialisiert wird."

    Eine Befürchtung die ich teile.

    31.07.2007 13:43

    Michelangelo Antonioni gestorben
    Der italienische Filmemacher thematisierte die Einsamkeit in der Großstadt und schuf mit "Blow Up" einen Kultfilm der 60er Jahre.

    Für seinen Kult-Film "Blow Up" gab es 1967 die Goldene Palme Foto: APA
    Seine bevorzugte Tageszeit war die Dämmerung, seine Themen hießen Einsamkeit, innere Leere und Entfremdung. Und ob seine Filme ein Kassenschlager oder ein Flop wurden, war Michelangelo Antonioni stets ziemlich egal. "Regisseur für wenige", nannte er sich einmal selbst, als "Analytiker der Seele" titulierten ihn italienische Kritiker, für das Österreichische Filmmuseum galt er als einer der wichtigsten "Architekten der Kinomoderne". Am Montag Abend starb Antonioni im Alter von 94 Jahren in seinem Wohnhaus in Rom.

    Poebene prägte ihn künstlerisch. Geboren als Sohn eines Gutsbesitzers in der mittelitalienischen Stadt Ferrara hatte die Landschaft der Poebene prägende Kraft: Der häufige Nebel, das milchige Licht, das die Konturen aufweicht und vieles zerfließen lässt. Als er nach Abschluss seines Studiums zum Diplomvolkswirt an der Universität Bologna im Jahr 1939 nach Rom ging, wollte er sein Leben nur noch den Filmen widmen. Sein erster Dokumentarfilm "Gente del Po" (Die Leute vom Po) entstand 1943 noch mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

    Antoioni-Boom in Wien. Antonionis Name markiere eine zentrale ästhetische Position des 20. Jahrhunderts, einen "Neubeginn in der Geschichte filmischen Erzählens", schrieb das Filmmuseum zur Retrospektive des Gesamtwerks 2003, die einen wahren Antonioni-Boom in Wien ausgelöst hatte. Die Unfähigkeit zu echter Liebe, die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen - das waren die Themen Antonionis, mit denen er - etwa in "Die Nacht" (1961, mit Jeanne Moreau und Marcello Mastroianni) - die ersten ganz großen Erfolge feierte. "Ich habe immer dieselben Filme gemacht", bekannte der Publikums-scheue Antonioni später einmal. "Krankheit der Gefühle" nannte er sein Thema.

    Kultfilm der Popkultur. 1966 schuf Antonioni mit "Blow Up" ein - auch kommerziell erfolgreiches - Meisterwerk. Der Film mit David Hemmings und Vanessa Redgrave erzählt eine mysteriös verschlüsselte Geschichte um Sein und Irrealität aus dem "Swinging London". Antonioni traf damit den Nerv jener Zeit, in der vieles im Umbruch schien, letztlich aber nur oberflächlich modernisiert und warenförmiger wurde. Berühmt wurde die Schlussszene - ein Tennisspiel ohne Ball. "All seine Abenteuer verebben im Nichts", schrieb ein deutscher Kritiker ratlos. 1967 bekam "Blow Up" die Goldene Palme in Cannes, der Streifen wurde zum Kultfilm der Popkultur.

    Schlaganfall. Seit seinem Schlaganfall Mitte der 80er Jahre konnte Antonioni nicht mehr sprechen und nur noch mühsam mit der linken Hand kommunizieren. Trotzdem führte er 1995 nochmals Regie, "Jenseits der Wolken" hieß der Film, Wim Wenders half dem alten Mann dabei. Im gleichen Jahr erhielt er in Hollywood den Oscar für sein Lebenswerk. Alt und gebrechlich war der Regisseur schon, als er schließlich auch beim Filmfestival in Venedig den Ehrenpreis "San Marco" für sein Lebenswerk erhielt. Zwei Tributes für einen Mann, der die Filmkunst mehr bereichert hat als die Kinokassen.

    http://www.kleinezeitung.at


    Momentan stirbt eine Filmgröße nach der anderen :(