Beiträge von Outsider81

    Wettverbot für Handball-Schiedsrichter - Mehr Geld pro Spiel
    Die Schiedsrichter der Handball-Bundesliga haben sich ein Wettverbot auferlegt. Damit zogen die Referees die Konsequenzen aus dem von Schiedsrichter Robert Hoyzer ausgelösten Wettskandal im deutschen Fußball. «Wir haben ein Wettverbot ausgesprochen. Es ist den Schiedsrichtern des Deutschen Handball-Bundes verboten, an irgendwelchen Wettspielen teilzunehmen. Dazu mussten sie sich schriftlich verpflichten», sagte Peter Rauchfuß, Schiedsrichterwart im Deutschen Handball-Bund (DHB), am Freitagabend am Rande des Schiedsrichterlehrgangs in Halberstadt


    Zugleich kündigte Rauchfuß an, dass die Unparteiischen künftig mehr Geld für ihre Einsätze bekommen. In der Männer-Bundesliga werden ab der neuen Saison bis zu 800 Euro pro Paar und Spiel gezahlt. Bisher gab es nur 460 Euro für jedes Duo. Bei Frauen-Spielen ist der Satz geringer. «Die Ligaverbände von Männern und Frauen erhöhen ihre Beiträge. Das ist ein Zeichen, dass wir wir etwas gemeinsam wollen. Wir sind die besten Dienstleister der Ligaverbände», erklärte Rauchfuß.

    dpa (23.07.2005)

    Hier sin die Vorbereitungsspiele der TSG Ketsch

    6.8. Trainingsspiel gegen die männl. A-Jugend von Ruchheim
    13.8. und 14.8. Turnier in Weibern
    20.8. und 21.8. Turnier in Allensbach
    27.8. in Ketsch kleines Turnier gegen Greven und
    Walldorf/Hessen
    28.8. Turnier in Oßweil

    dpa-Gespräch: Klagevertreter sieht große Chance für Urteil gegen Neuwahl

    Berlin - Der Verfassungsrechtler Wolf-Rüdiger Schenke rechnet sich große Chancen aus, die Neuwahl des Bundestages per Klage zu verhindern. «Wenn man die Kriterien, die das Bundesverfassungsgericht 1983 aufgestellt hat, zugrunde legt, dann müsste die Klage Erfolg haben», sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.
    Schenke vertritt den Grünen-Abgeordneten Werner Schulz bei dessen Klage gegen die Neuwahl vor dem Bundesverfassungsgericht. Auch die Chemnitzer SPD-Abgeordnete Jelena Hoffmann will klagen.

    In der Vergangenheit sei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) «immer in der Lage gewesen, auch bei politisch sehr umstrittenen Gesetzen noch eine Mehrheit zu organisieren», sagte der Mannheimer Professor für Öffentliches Recht. Er hatte bereits bei der Vertrauensfrage 1983 die Klage beim Verfassungsgericht für einen Abgeordneten eingereicht.

    Schenke sagte, das höchste deutsche Gericht habe in der damaligen Entscheidung festgelegt, dass für eine Bundestagsauflösung der Bundeskanzler nicht mehr politisch handlungsfähig sein dürfe und er auch seine Mehrheit verloren haben müsse. «Und genau dafür müsste der Bundeskanzler genügend Anhaltspunkte vorgelegt haben - an denen fehlt es aber.»

    Es gebe eine Vielzahl von Indizien, die für die Verfassungswidrigkeit der Neuwahl sprächen. Dafür führt der Staatsrechtler nicht nur die rund 40 Gesetze an, die nur einen Tag vor der Vertrauensabstimmung im Parlament noch Zustimmung gefunden haben, sondern verweist auch auf die Rede des SPD-Chefs Franz Müntefering. «Müntefering hat am Tag der Vertrauensabstimmung noch selber gesagt, dass der Kanzler das Vertrauen der SPD-Fraktion hat.» Diese Äußerung werde in der Klage auch erwähnt werden. «Sie stellt aber nicht einen zentralen Bestandteil der Argumentation dar.»


    © dpa - Meldung vom 22.07.2005 08:52 Uhr


    Ich fand die Rede unsres Bundespräsis echt schlecht, es waren eindeutig negative Töne gegen die, nun alte Regierung, zu hören, sowas sollte man als eigentlich neutraler Bundespräsident nich erlauben.

    Alle spielen Handball mit Herz und wenig Kohle"


    HANDBALL: Karin Euler ist sehr stolz auf ihre Bären und hofft, dass die Region den Frauenhandball wieder ins Herz schließt

    © Schwetzinger Zeitung - 21.07.2005 - Von unserem Redaktionsmitglied Steffi Lang

    Die Handballerinnen der TSG Ketsch haben mit ihrem Aufstieg in die 1. Bundesliga für Furore gesorgt und sich in die Herzen der Fans gespielt. Trainerin Karin Euler stand unserer Zeitung etwas mehr als sechs Wochen nach dem großen Erfolg Rede und Antwort. Wir unterhielten uns mit ihr unter anderem über den Stellenwert des Aufstiegs für die TSG und den Frauenhandball der Region.

    Frau Euler, sind die Festivitäten bei den Bären nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga beendet oder wird der Erfolg gegen Göppingen in den Play-offs immer noch gefeiert?

    KARIN EULER: Die offiziellen und inoffiziellen Feiern sind beendet. Wir denken aber immer noch gerne an die Aufstiegsspiele zurück und dank unserer DVD kann man sich die Highlights ja auch immer wieder in Erinnerung rufen und sich anschauen. Mit unserer Abschlussbesprechung im internen Kreis bei mir zu Hause haben wir ein gelungenes Ende der Saison gefeiert. Ich denke aber, dass es in der nächsten Woche in Kroatien noch die ein oder andere Party geben wird. Einige Spielerinnen fahren zu Stipanka (Ivandic, Anm. d. Redaktion). Ich glaube, da tobt dann mal wieder der Bär.

    Machen die Bären noch Pause oder stehen sie schon wieder im Training?

    EULER: Wir haben direkt nach dem Aufstieg zwei Wochen Feier-Pause gemacht und dann schon wieder mit dem Training begonnen. Jetzt allerdings gibt es die richtige Pause, zwei Wochen aktive Erholung mit individuellen Kraft- und Laufeinheiten stehen an. Am 1. August wollen wir mit der Vorbereitung auf die 1. Liga beginnen. Wollen deshalb, weil leider unsere Neurotthalle in den beiden ersten Ferienwochen grundgereinigt wird und wir noch auf der Suche nach einer alternativen Trainingshalle sind.

    Sie haben mit Ketsch jetzt den dritten Aufstieg in die 1. Liga gefeiert. Was bedeutet dieser für die TSG Ketsch und Sie persönlich?

    EULER: Für die TSG Ketsch bedeutet der Aufstieg ganz gewiss eine Bestätigung des vor Jahren eingeschlagenen Weges: Mit einer kontinuierlichen Jugendarbeit, mit Kontinuität in Führung und Trainerstab, mit der Integration von Talenten aus der Umgebung, mit einem schmalen Budget, aber viel Herz und vielen Freunden und Helfern, hat sich die TSG zum dritten Mal in die 1. Liga gespielt. Das hat noch keine Mannschaft in Deutschland geschafft. Für mich hat dieser Aufstieg einen ganz, ganz hohen Stellenwert. Es war das Beste, was ich bisher erleben durfte, denn es war ein Erfolg des kompletten Teams. Aller. Vor einer unglaublichen Kulisse. Diese Mannschaft ist nicht nur leistungsmäßig die beste Ketscher Mannschaft, die ich je trainiert habe, sie ist auch in Punkto Zusammenhalt, Freundschaft und Leistungsbereitschaft eine Besonderheit. Und im Feiern auch. Ich bin stolz auf die Mädels und auf das, was wir zusammen, und das heißt wirklich zusammen, auf die Füße gestellt haben.

    Schon während der Runde haben die Bären mit guten Leistungen überzeugt, aber gerade die Finalspiele gegen Göppingen waren absolute Höhepunkte und Werbung pur für den Frauenhandball. Die Fans strömten sowohl im Hin- als auch im Rückspiel in Scharen in die Hallen, die gute Leistung der TSG war in aller Munde. Was bedeutet der Aufstieg der Bären in Ihren Augen für den Frauenhandball in unserer Region?

    EULER: Wir alle haben die Euphorie der Aufstiegsspiele sehr genossen. Die Mannschaft hat sich mit Hilfe der Fans in einen wahren Rausch gespielt. Wir haben Leistung gebracht, einen ausgesprochen attraktiven Handball gespielt und der Funke ist auf die Zuschauer übergesprungen. Jetzt hoffen wir, dass uns das auch in der 1. Liga gelingt. Spitzenhandball kennt unsere Region ja schon, die Männer waren den Frauen in den letzten Jahren allerdings etwas weggelaufen. Jetzt haben wir sie wieder eingeholt. Neben Kronau spielt auch die TSG in der höchsten deutschen Spielklasse. Und doch trennen beide Mannschaften Welten. Dem Profi-Sport Männerhandball treten wir mit der Philosophie, "Sport ist die schönste Nebensache der Welt" entgegen. Bei uns gibt es keinen Profi, alle spielen Handball mit Herz und wenig Kohle. Es wäre schön, wenn die Handball-Region endlich wieder den Frauen-Handball in ihr Herz schließen würde. Schließlich hat er hier schon große Erfolge gefeiert.

    Finanziell waren die Bären im Vergleich zur Konkurrenz in der 2. Bundesliga Süd nicht auf Rosen gebettet. Gerade die Ostvereine mit dem zweiten Erstliga-Aufsteiger Erfurt und dem SC Markranstädt spielten da in einer ganz anderen Liga. In der 1. Bundesliga herrscht ein noch rauerer Wind. Geld allein gewinnt zwar keine Spiele, doch ein niedriger Etat bedeutet häufig, dass man zum Kanonenfutter wird. Gab es durch den Aufstieg der TSG genug Zulauf an Sponsoren, um das "Unternehmen 1. Bundesliga" gut stemmen zu können?

    EULER: Richtig, Geld allein gewinnt keine Spiele, macht es allerdings leichter. Auf Rosen sind wir noch nicht gebettet, wir arbeiten am Projekt "Frauenhandball der Spitzenklasse" und sind mit neuen Sponsoren im Gespräch. Wirklich keine leichte Aufgabe, das Geld sitzt in Deutschland nicht mehr so locker und in der Region zwischen Rhein und Neckar wurde der Frauenhandball allzu stiefmütterlich behandelt. Die große Aufmerksamkeit und die Begeisterung der Zuschauer lässt uns allerdings hoffen. Das Interesse der Öffentlichkeit ist deutlich gestiegen, der Dauerkartenverkauf hat sich schon verdoppelt. Jetzt hoffen und glauben wir, dass auch der berühmte Funke zur Wirtschaft der Region überspringt.

    Bisher haben die Bären Nachwuchstalent Marlene Zapf und die holländische Jugendnationaltorhüterin Mandy Burrekers unter Vertrag genommen, Fragezeichen gibt es noch hinter der Zukunft von Torhüterin Nicole Mahr. Wie ist bei Mahr der derzeitige Stand? Sind weitere Neuverpflichtungen in Sicht?

    EULER: Nicole Mahr will in Ketsch weiterspielen, wird allerdings erst Mitte August erfahren, ob ihr neuer Arbeitsplatz in Südhessen bleibt. Die Chancen stehen gut, aber endgültig ist es noch nicht. Wir haben uns intensiv um Verstärkungen, um neue Spielerinnen, bemüht und tun es immer noch. Allerdings ein schwieriges Unterfangen, denn mit dem Saisonende Anfang Juni hatten schon fast alle in Betracht kommenden Spielerinnen ihre Verträge für die neue Saison unterschrieben. Aus einem Vertrag herauskaufen kommt für uns kaum in Frage. Ausländische Spielerinnen möchten in der Regel gern als Vollprofi arbeiten, und das wollen wir nicht. Die Mannschaft muss passen, das ist wichtig. Also machen wir weiter wie immer. Nach Julia Löbich wird jetzt Frederike Gubernatis in den Kader der Bundesliga-Mannschaft aufgenommen. Auch sie wird lernen und sich durchsetzen.

    In Handballkreisen fällt im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Bären in die 1. Bundesliga auch immer wieder das Wort "SAP Arena". Es gibt Überlegungen, dass auch die TSG Ketsch in der Multifunktionsarena in Mannheim das ein oder andere Heimspiel austragen wird . . .

    EULER: Diese Überlegungen gibt es. Und ich hoffe, dass es auch klappt. In diesem Jahr wird es zum ersten Mal eine Doppelveranstaltung der Männer- und Frauen-Nationalmannschaft geben. Warum sollte das dann nicht auch in Ketsch und Kronau funktionieren? Und Platz bietet die SAP Arena doch wirklich reichlich.

    Angenommen morgen stünde eine Fee vor Ihnen und Sie hätten drei Wünsche im Bezug auf die TSG Ketsch frei. Wie würden diese lauten?

    EULER: Erstens: Andrea (Lemberger, TSG-Abteilungsleiterin, Anm. d. Red.) oder ich gewinnen sechs Millionen im Lotto. Davon würden wir eine Trainingshalle bauen, Stipankas Studium finanzieren und sie geht ein Jahr später in die USA. Wir würden der Neurotthalle zudem eine Renovierung der sanitären Anlagen spendieren. Zweitens: Wir behalten unseren Schutzengel und bleiben von Verletzungen verschont. Drittens: Unsere Fans und Zuschauer leben und gewinnen weiter mit uns