Beiträge von wmk

    Vorab: nein, ich möchte den HSV NICHT einfach so aus der Liga und dem Leistungshandball kicken!

    Aber: WENN ein Blatt wie die BILD (zugegeben: nicht die seriöseste Quelle) schon von 1,5 Millionen Etatloch für die LAUFENDE Saison schreibt, und zudem eine den Lizenzunterlagen (angeblich) beigefügte Patronatserklärung laut jüngsten Veröffentlichung über die neuen (den Vereinen seit Mitte letzten Jahres wohl BEKANNTEN!!!) Lizenzrichtlinien keine Berücksichtigung für die KOMMENDE Saison mehr findet, halte ich jegliche weitere Diskussion für überflüssig. Denn entweder es existieren damit über diese Saison hinaus ohnehin Finanzlücken, die auf "normalem" Wege nicht in der gegebenen Zeit zu schließen sind (-> Lizenzverweigerung ohne wenn und aber), oder aber die aktuellen Nöte sind die einzigen echten Sorgen, weil die Finanzen für die Zukunft bereits ohne diese ominöse Patronatserklärung belastbar eingereicht wurden (-> Lizenzerteilung, eventuell unter mehr oder weniger scharfen Auflagen).

    Meine höchst privaten und persönlichen Schlüsse daraus: jede weitere detaillierte Meldung über die offensichtlich desaströsen finanziellen Gegebenheiten beim HSV Handball, nicht nur bezogen auf Liquidität und Vefügbarkeit eingeplanter Mittel, sondern auch strukturell(!), macht die aktiven Bestrebungen der HBL und einzelner Personen aus dem Kreis der HBL immer fragwürdiger. Bei 1,5 Millionen Euro aktueller Etatlücke bewegen wir uns mit jeder weiteren vergehenden Stunde immer dichter am Rande der Insolvenzverschleppung, die seitens der HBL mittels hektischer Betriebsamkeit in der Sache (-> Flugreisen zu Sponsoren des betroffenen Vereines, "Krisensitzungen") und nicht durch harte Fakten belegte Durchhalteparolen und pseudo-positive Wasserstandsmeldungen gestützt, und damit begünstigt wird. So gesehen ist der Schaden für die HBL (und die darin befindlichen Vereine) bereits jetzt groß. Die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen (auch der HBL!) hat für mich schon jetzt auch juristisch zu hinterfragende Risse. Gegen die möglichen Folgen daraus war die "Lex Gummersbach" eher ein kleiner Fisch ...

    Abgesehen davon, dass ich ebenfalls einige Entscheidungen aus diesem Spiel und vor allem der Endphase als diskussionswürdig einstufe, stelle ich das nunmehr feststehende Endergebnis nicht mehr in Frage. Das hat weniger damit zu tun, dass ich Melsunger bin, als vielmehr damit, dass es mehrere unterschiedliche Ansatzpunkte einer Diskussion gibt. Aktuell (und da verweise ich mal auch auf's SCM-Forum!) werden einfach alle Sachen wild in einen Topf geworfen und aus der Vielzahl der Aspekte eine Suppe gekocht, die nach "wir Ossis sind mal wieder betrogen worden" schmeckt. Wobei ich absolut nicht glaube, dass das gewünscht ist, sondern eine Art Ohnmacht der gefühlten Ungerechtigkeit gegenüber darstellt. Ich denke, im umgekehrten Fall hätten wir Melsunger vermutlich ebenfalls Zeter und Mordio geschrien, wären damit aber ebenso gescheitert, wie es der SCM mit dem möglichen Einspruch wahrscheinlich tun wird.

    Zu bedenken gebe ich nur Folgendes: Listet man alle fraglichen Momente der letzten 70 Sekunden auf und findet man dabei den ersten, wo wirklich den Regeln entsprechend eingehakt werden könnte, dann entkräftet man damit alles, was hinterher geschah. Hat Sellin also beispielsweise tatsächlich das Feld betreten und einen Wechselfehler begangen, hätte die Zeit bei sieben oder acht Sekunden vor Ende angehalten werden müssen und die Bank hätte eine Strafe kassiert. Damit müssen wir definitiv nicht mehr über die Disqualifikation für van Olphen vier Sekunden vor Schluss reden, denn das wäre dann ja wegen zwangsweise Zeitunterbrechung bereits vorher bei Aussprechen einer Strafe keine Behinderung gewesen. Danach könnte man die Uhr, mit einem Magdeburger mehr und einem Melsunger weniger auf dem Feld, erst weiterlaufen lassen. Was unter diesen Bedingungen aus einem dann ungehinderten Pass von Sandström nach vorn mit effektiv doppelt so langer verbleibender Zeit und sofort freiem Passkorridor geworden wäre, vermag absolut niemand von uns zu sagen. Jede Diskussion darüber erübrigt sich also. Ich hoffe, man kann verstehen, worauf ich hinaus will. Natürlich kann man den letzten Siebenmeter anzweifeln, aber er hat mit allem davor prinzipiell erst einmal nichts zu tun. Also was tun? Auf komplette Spielwiederholung entscheiden? Das wäre ebenso unverhältnismäßig wie eine nachträgliche ersatzlose Streichung eines laut Spielprotokoll gewerteten Treffers unmöglich ist.

    Bemerkenswert fand ich übrigens die Aussage von Uwe Jungandreas in der Presskonferenz: "Was ist im Sport schon Gerechtigkeit?". Es gibt keine objektive Gerechtigkeit, solange von Menschen gemachte Regeln von Menschen umgesetzt und von Menschen hinterher beurteilt (und/oder revidiert) werden. Fatal ist es natürlich, wenn an einer einzigen Aktion dieser vielen, die sich in der Schlussphase am Samstag abgespielt haben, derart viele Auswirkungen aufhängen, die wir in ihrer weiteren Folge auch momentan noch gar nicht absehen können. Noch sind zwei Spieltage, und noch kann Magdeburg an Melsungen vorbeiziehen und den sechsten Platz belegen. Aber damit steht immer noch in Frage, ob es überhaupt einen Unterschied macht. Vielleicht ergibt sich die Situation, dass der Sechste eben doch nicht europäisch spielen kann. Oder aber es tritt der (zugegeben sehr unwahrscheinliche) Fall ein, dass tatsächlich sogar der Siebte noch in den EHF-Cup rutscht. Was wird aus dem HSV und damit möglicherweise seinem EC-Platz? Darf sich dann eventuell sogar Hannover wieder Hoffnungen machen? Oder etwa Lemgo, Lübbecke und Wetzlar, die alle drei theoretisch Hannover noch von diesem achten Rang verdrängen könnten?

    Leute, bitte lasst die Kirchen im Dorf. Heute verlieren wir, und morgen gewinnt der Gegner. So ist das immer irgendwie im Sport, und irgendwie erwischt es jeden mal mehr oder weniger hart. Ich fand das Spiel an sich eine absolute Werbung für unseren Sport, vielleicht gerade wegen dem Ende. Da waren Emotionen pur, da war Gemenge, Rudelbildung, kontroverse Anschreiereien ... und am Ende blieb trotzdem alles friedlich und die Spieler haben sich genauso fair die Hände geschüttelt wie niemand sich zwischen irgendwelche gewaltbereite Fans stellen musste. Genau so muss es sein, und das macht unseren Sport doch auch aus.

    Milbertshofen, Schwabing (München), Rintheim (Karlsruhe), Wellinghofen (Dortmund), Rheinhausen (Duisburg/Ruhrpott), Niederwürzbach (Saarland), Grambke (Bremen) - die Liste ist lang und ließe sich noch ein ganzes Stück verlängern. Alles Schnee von gestern, weil alle diese Vereine trotz des tollen und potentiell ergiebigen Umfeldes (Bundesliga-)Geschichte sind. Immerhin hat es Rheinhausen nach den Abstecher in die Landesliga (6. Klasse) wieder bis in die 3. Liga geschafft (übrigens zuletzt mit den ehemaligen Melsunger Jörg Förderer als Trainer) und spielt da trotz ordentlicher Leistungen nun vor wenigen hundert Zuschauern.

    Nebenbei erschließt sich mir auch überhaupt nicht, inwiefern der THW nach einer Euro-Liga schreien sollte. Das könnte irgendwann das nächste "Sorgenkind" werden, auch wenn angeblich die vorhandenen Sicherheiten allemal ausreichen (sollen), die vor nicht allzu langer Zeit öffentlich gewordenen Defizite auszugleichen. Aktuell sehe ich nur wenige wirklich "gesunde" Vereine in der ersten Liga, und das sind nicht unbedingt die, die in der Tabelle oben stehen. Doch auch bei aktuell sorgenfreien kann sich das Blatt schnell mal wenden. Insofern tut die HBL überhaupt nicht gut daran, sich jetzt in diesem Ausmaß einzumischen. Denn sie könnten in der gleichen Form schnell wieder in der Pflicht stehen, einem anderen Wackelkandidaten genauso freimütig zur Seite stehen zu müssen (oder aber sich selbst durch Untätigkeit der Parteilichkeit und direkten Einflussnahme bloßzustellen).

    Intressant, die HSG Wetzlar im Hinspiel gegen Lemgo in der Sporthalle Hüttenberg. Da werden sich alle beteiligten aber freuen :) :) :lol:


    Edit: Wobei, Lemgo darf auch das heimspiel gegen magdeburg in Hüttenberg austragen! Das ist doch mal ne Geste von den Hüttenbergern.... 8o


    Ach, das darf man alles nicht so eng sehen. Wir tragen das Hessenderby gegen die HSG am 4. Spieltag ja auch im (fast) benachbarten Wuppertal aus ... :lol:

    Klassischer Hail Mary eigentlich ohne Not noch vor der Halbzeit. Hatte schon was, auch wenn's für das "falsche" Team war ... ;(

    Egal. Dann bleiben mir die Gewissenskonflikte im NFC Championship erspart und ich kann ungeniert für die 49ers schreien. :lol:
    In der AFC dürften die Pats eigentlich durch sein. Keine Ahnung, was die doch sehr dröge und unattraktiv spielenden Ravens noch da zu suchen haben. Bis auf ihre zwei Siege gegen die Steelers für den Division-Title (sonst wären sie im Wildcard gegen die Broncos wohl geflogen), den Erfolg im Defense-Battle gegen die 49ers und ihre saubere Heim-Weste haben die nix wirklich Spektakuläres gerissen. Wohl dem, der eine Dusel-Schedule geschenkt bekommt. :wall:

    Nicht wirklich. Klar ist die Stärke der Saints die Montana-Kurzpassstärke. Aber die Pass-Offense ist schon variabel. Ohne die Fumbles hätten die 9ers keine Chance.


    Natürlich kann man's einfach darauf reduzieren, keine Frage. Andererseits hatten auch die 49ers drei Fumbles. Zeugt dann eher von a) Defensivschwäche der Saints oder b) größerem Willen der 49ers-Offense, wenn davon zwei zurückerobert werden. Macht also zwei Interceptions plus drei verlorene Fumbles der Saints, keine Int und nur ein Turnover gegenüber. Wirft man dann noch die sagenhaften 462 yards von Brees ins Rennen, war es unter dem Strich einfach eine zu schwache Vorstellung der Saints in der Offensive. Wenn ich den Sack schon voll mache, muss ich ihn auch irgendwann zubinden. Und da ändern auch mehr als 30 Punkte gegen eine der besten Defense-Lines der NFL nichts dran.
    Für mich also keineswegs "Ohne die Fumbles hätten die 9ers keine Chance.", sondern unter dem Strich ganz einfach VERDIENT! :)


    Btw: Brady hat fünf Sekunden vor der Halbzeit soeben seinen 5. TD in einer Halbzeit geworfen. Schade, dass die Fantasy-Season vorbei ist. Ich hatte Gronkowski im Team ... :D

    Schade. Wäre diesmal sehr gern wieder dabei gewesen. SAP-Arena ist allein schon wegen dem Ambiente ein Erlebnis. Muss mich aber parallel um andere Partien hier in der Gegend "kümmern". An einen Punktgewinn glaube ich auch nicht so recht. Obwohl ... vielleicht ... eventuell ... möglicherweise ... naja, warum eigentlich nicht? :smokin:

    Was ist daran verwerflich? Keine 2. Mannschaft eines Vereines kann es sich heute noch leisten, in der 2. Bundesliga zu spielen. Was hättest du denn anstelle von Trier gemacht? Versetze dich doch mal in die Lage von Trier!


    Entschuldigung vielmals. Bis jetzt dachte ich, hier geht es um den Sport. Ist ja immerhin die dritthöchste Deutsche Liga, über die wir uns hier unterhalten. Asche über mein Haupt, dass ich den "Wünsch-dir-was"-Charakter dieser Juxveranstaltung falsch interpretiert habe. :pillepalle:

    Ich erinnere da mal so nebenbei an die "verschobene" Regionalliga-Meisterschaft von vor etwas mehr als einem Jahr. Da gab die Trierer Reserve willentlich Spiele (und damit Punkte) ab, um nicht Meister werden und mit der "Zweiten" in die 2.Liga aufsteigen zu müssen. War im Netz problemlos zu recherchieren und wurde sogar noch garniert mit eindeutigen Aussagen eines Trierer Offiziellen. Für mein Verständnis unglaublich, dass diese nun schon jahrelangen Machenschaften schöngeredet werden.

    EDIT: Bevor wieder Geschrei nach Belegen kommt, hier der entsprechende Teil des Artikels aus dem Trierer Volksfreund vom 21. Mai 2010, geschrieben von Redakteur Björn Pazen:

    Zitat

    Absichtlich verloren, um nicht abzusteigen
    Sie spielten die beste Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte und wurden Zweiter: Die kleinen Miezen machten Furore, durften aber nicht Meister werden, weil sonst der Zwangsabstieg gedroht hätte.
    Die beste Abwehr der Liga, die beste Tordifferenz, fünftbester Angriff, nur zwei Heimniederlagen - und das als mit Abstand jüngste Mannschaft der Frauen-Regionalliga: Die kleinen Miezen haben sich als Unterbau bestens entwickelt, wurden zum erhofften Sammelbecken für Talente. Aber die Krönung, die Meisterschaft, durften sie nicht erringen, weil die Regularien einen Aufstiegsverzicht hart bestrafen.

    Absatz 18 der Spielordnung besagt: Verzichtet der Regionalliga-Meister auf den Aufstieg, muss er in die höchste Klasse des Landesverbands absteigen. Heißt: Als Regionalliga-Meister hätten die kleinen Miezen in der neuen Saison in der Rheinlandliga (fünfte Liga) spielen müssen. Und der Sprung in die 2. Liga kam für den Verein überhaupt nicht in Betracht: "Wir haben bewusst auf die Meisterschaft verzichtet. Einen Aufstieg hätten wir uns finanziell überhaupt nicht leisten können, und zudem hätte es sportlich nicht in unser Konzept gepasst", sagte MJC-Vorstand Martin Rommel dem TV.

    Somit verspielten die kleinen Miezen durch die Niederlagen gegen Neunkirchen und in Erfurt den Titel - um weiterhin drittklassig spielen zu können. Davon profitierte der FSV Mainz 05, der mit zwei Punkten Vorsprung Meister wurde. Sportlich ist MJC-Trainerin Elena Vereschako hochzufrieden: "Alle Spielerinnen haben sich enorm weiterentwickelt. Unser Ziel war der Klassenerhalt, aber ab dem Winter haben wir gemerkt, da war mehr drin - und dann haben wir sehr souverän gespielt, und dies mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 18 Jahren."

    Also erstmal vielen Dank für die Aufklärung! Beurteilen will und kann ich das natürlich nicht, ohne es gesehen zu haben. Normalerweise wäre ich auch da gewesen, Karten hatte ich (bzw. habe ich immer noch). Nur leider (oder im Nachhinein zum Glück) haben mich private Dinge auf die Fahrt verzichten lassen.

    Zwei Dinge möchte ich trotzdem noch loslassen dazu. Einerseits finde ich es fantastisch, dass sich beide Lager trotz dieser verzwickten "Beziehung" zueinander im Angesicht dieser Geschehnisse so geschlossen und einträchtig präsentieren. Das zeigt, dass der Sport trotz aller Rivalität verbindet, weil irgendwie jeder auf das "Mensch sein" reduziert wird - ungeachtet der unterstützten Farben oder umgelegten Schals. Andererseits ist es erschreckend, dass es immer wieder Schicksalsschläge im Umfeld dazu braucht, um das zu Tage zu bringen. Womit ich die Rivalität als solche auch nicht missen möchte, weil sie einen Teil des Reizes am Sport ausmacht. Ein Spiel ohne Emotionen auf und neben dem Spielfeld käme einer Partie Halma in der Gartenlaube gleich. Aber alles sollte sein Ende haben, die Grenzen der Achtung voreinander nicht überschreiten. Ich finde das Verhalten beider Lager nach diesem schlimmen Zwischenfall fast beispielhaft, wenn man die Zeit davor bedenkt und die Schärfe, mit der die Auseinandersetzungen verbal zum Teil geführt wurden.

    Was mir ebenfalls noch auf der Seele liegt nach den Schilderungen zur Disqualifikation mit Bericht:
    Es ist in gewisser Weise wieder einmal eine regeltechnische Sache, die sich kontraproduktiv zur eigentlichen Ursache der Einführung zeigt. Es war beabsichtigt, diese früher üblichen "taktischen Fouls" zum Ende einer Partie durch Verschärfung des Strafenkatalogs zu unterbinden. Was aber (zu) oft zu ungleicher Regelauslegung der Schiedsrichter führte. Denn viele Gespanne bezogen diese "letzte Minute" jeweils auf die gespielte Halbzeit. Deshalb gab es mal gar nichts (um größeren Schwierigkeiten durch die Heim-Fans aus dem Weg zu gehen), mal "nur" eine Bankstrafe, mal eine Rote Karte, mal eine DQ mit Bericht. Niemand konnte sich wirklich richtig auf diese Regeländerung einstellen. Am wenigsten scheinbar die Schiedsrichter. Gerade erst im Januar 2011 gab es vom Handball-Verband Berlin eine explizite Klarstellung (hier zu lesen), dass sich die entsprechende Regel nur und ausschließlich auf die letzte Spielminute, also die 60. bezieht. Das allein zeigt, mit welcher Unsicherheit auch Schiedsrichter an diese Neuerung herangegangen sind. Lese ich dann noch einvernehmlich aus beiden Lagern, dass die Schiris ohnehin scheinbar völlig überfordert waren, dann bekommt die Situation mit dem Klammern von Rompf gegen Schöngarth für mich eine ganz eigene Dynamik.
    Und da muss sich (wieder einmal) die HBL gründlich Gedanken machen, wie Regeländerungen ein- und durchgeführt werden. Denn rein gefühlsmäßig haben all die "richtig" gehandelt, die entsprechende Vergehen auch in der 30. Minute hart bestraft haben. Sicher sind dann immer noch 30 zu spielen, kann ein eventuell verhinderter Treffer wieder aufgeholt werden. Trotzdem bleibt es ein "gestohlenes" vermeintliches Tor, was bei der Knappheit vieler Begegnungen nicht weniger wichtig wäre wie eines aus der 60. Minute. Insofern könnte man sogar mit einer doppelten Roten Karte leben: für Rompf wegen der vereitelten Chance Sekunden vor dem Halbzeitpfiff (ich gebe zu bedenken, dass zuerst eine Wertung des Halbzeitstandes im Raume stand, und es damit dann zudem tatsächlich die letzte Minute des Spiels gewesen wäre!), für Schöngarth wegen der "Tätlichkeit" (mit aller Vorsicht als solche bezeichnet). Dass dann aber eine Rote zurückgenommen wird (regeltechnisch wie oben beschrieben sogar korrekt!), dafür die andere auf "mit Bericht" ausgeweitet wurde (eventuell vor dem emotionalen Hintergrund des Minuten vorher eingetretenen Unglücksfalles und der sicher reichlich aufgeheizten Atmosphäre?), scheint mir mehr als zweifelhaft. Und unterstützt eindrucksvoll die Auffassung, dass sich die Herren Schiedsrichter vielleicht vor allem mental etwas besser auf diese Begegnung hätten einstellen sollen - INCLUSIVE der intensiveren Auseinandersetzung mit regeltechnischen Fragen.

    Könnte eventuell mal jemand aufklären, warum (und für welche Aktion) die Disqualifikation für Jens Schöngarth "mit Bericht" erfolgte? Laut HBL-Log ausgesprochen nach 30:00 Minuten. Und wie verhält sich das mit einer Strafe? Da das Spiel nun praktisch als "nicht gespielt" mit einem torlosen Unentschieden gewertet wird, wären theoretisch auch die "statistischen Daten" hinfällig. Dagegen spricht, dass eine Disqualifikation "mit Bericht" eine persönliche Strafe ist, die demzufolge dennoch ganz normal behandelt und auch bestraft wird (Sperre). Nur wann und in welchem Rahmen? Zeitraum? Pflichtspiele? Die "Grundstrafe" sind zwei Wochen Sperre, die in diesem Falle aber ziemlich sinnlos wäre. Fragen über Fragen.

    Um es klar zu stellen: alles ist eigentlich unwichtig vor dem Hintergrund der Geschehnisse. Auch mein Beileid der engsten Familie sowie allen Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.
    Dennoch ist in diesem Fall, ungeachtet der Dinge abseits des Spielfeldes, auch das Regelwerk strapaziert. Insofern hoffe ich auf etwas Licht im Dunkel.

    Da ist es! DAS Spiel... Morgen heißt es M Roth und BBL zu zeigen was es heisst ein Team und Fans zu haben. All das was es da oben bei den Urinbeutel Bauer nicht gibt!

    Ich würde mal sagen, die Nr. 1 in Hessen sind wir ja jetzt schon, jetzt heißt es die Ehre im letzten Spiel zu holen!

    Grün-weiß statt BRAUN-Rot(h)

    Ohne Worte ...

    Es interesiert halt einfach keinen.
    Frau Braun sollte ein paar Handballecken-Schreiber bezahlen. Dann ist auch in dem MT-Theard`s los

    Genau aus diesem Grund habe ich meine Postings hier weitgehend eingestellt. Leider wird nichts dagegen getan, also wird's wohl in MT-Spielthreads weiterhin ziemlich dünn bleiben. Denn so wie ich denken (leider) einige, die hier potentiell ihre Meinungen kundtun könnten oder würden. Wenn nur das Niveau halbwegs erträglich wäre ... :nein:

    Wie soll man denn werten, dass Trier II angeblich nicht für die Oberliga gemeldet hat?

    Sind die so sicher, die Relegation zu schaffen oder melden die in Folge der bekannten Abgänge beider Damenteams nur noch ein Team? Und wenn das zutrifft, warum spielen sie dann überhaupt Relegation?

    Vielleicht weil es in Trier noch einen weiteren gemeldeten Verein gibt, mit dem eine Kooperation in Liga 3 eingegangen werden könnte. Sprich: Was z.B. U23 ist und nicht in der Bundesliga zum Zuge kommt, wird mit Zweitspielecht ausgestattet und praktiziert den "kleinen Grenzverkehr". Man beachte die Fluktuation beim aktuellen Meister. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
    Allerdings wird Trier, sofern man die Liga doch noch unbedingt halten will, schon eine mehr als schlagkräftige Mix-Mannschaft aufs Parkett stellen.

    Für mich wäre der mögliche Abstieg übrigens die gerechte Strafe für die verschobene Meisterschaft (und Liga) im letzten Jahr. Da wurde hinterher offen zugegeben, dass Spiele mit Absicht abgeschenkt werden mussten (war in Klartext mit O-Tönen auf mosel-handball.de zu lesen!), um nicht Meister zu werden und aufsteigen zu müssen. Zum Nachteil von Mörfelden/Walldorf übrigens, die dadurch absteigen mussten. Mörfelden/Walldorf kommt nun glücklicherweise zurück dahin, wo sie eigentlich hätten spielen müssen. Im Umkehrschluss ... ach nein, lassen wir das. Es wird sich schon irgendwie ausgehen.

    Update Abstieg aus der 3. Liga Frauen

    Nach Ablauf der letzten Meldefristen wird es definitiv eine Relegation mit insgesamt sechs Mannschaften geben, die in zwei Dreiergruppen spielen. Die beiden Gruppensieger werden in Hin- und Rückspiel den letzten verbleibenden Platz kämpfen, der durch den Aufstiegsverzicht der Manschaften aus der Nordseeliga frei geworden ist. Diese sechs Teilnehmer setzen sich zusammen wie folgt:
    11. 3.Liga Ost: Verl oder Haldersleben
    11. 3.Liga West: Fritzlar oder Trier
    11. 3.Liga Süd: Mannheim oder Eningen/Pf. oder Grenzach
    OL BW: Pflugfelden oder Möglingen
    OL MHV: Oschatz oder Rödertal
    OL Hessen: Dutenhofen/M.

    Die Zusammensetzung der Dreiergruppen erfolgt nach regionalen Gesichtspunkten. Daher ist der Ausgang der 3.Liga West letztlich ausschlaggebend für den endgültigen Spielplan.

    Szenario 1 (Trier West-11.):
    Gruppe A: 1 Trier --- 2 Pflugfelden / Möglingen --- 3 Mannheim / Eningen/P. / Grenzach
    Gruppe B: 1 Dutenhofen/M. --- 2 Oschatz / Rödertal --- 3 Verl / Haldersleben

    Szenario 2 (Fritzlar West-11.):
    Gruppe A: 1 Dutenhofen/M. --- 2 Pflugfelden / Möglingen --- 3 Mannheim / Eningen/P. / Grenzach
    Gruppe B: 1 Fritzlar --- 2 Oschatz / Rödertal --- 3 Verl / Haldersleben

    Der Spielplan:
    14./15.05. mit den Begegnungen A1 - A3 und B1 - B3
    21./22.05. mit den Begegnungen A2 - A1 und B2 - B1
    28./29.05. mit den Begegnungen A3 - A2 und B3 - B2

    02.06. 15 Uhr Sieger A - Sieger B
    05.06. 15 Uhr Sieger B - Sieger A

    Stand von gestern (Dienstag) nachmittag:
    ALLE Zehntplazierten bleiben fix in der 3. Liga, weil Riesa, Mainzlar, Leutershausen und Osterwald auf ihre Plätze verzichten.
    Zusätzlich wird ein Platz frei, weil keiner der möglichen Aufsteiger der Nordseeliga gemeldet hat. Dieser zusätzliche Platz soll (wie geschrieben mit Stand gestern, nach dem ganzen Theater kann es aber in Kürze schon wieder anders aussehen ...) wenn durchführbar ebenfalls sportlich ausgespielt werden. Von den möglichen Elftplazierten der vier Ligen hat die HSG Kropp-Tetenhusen (3.Liga Nord) keine Meldung abgegeben, fällt also raus.
    Zu diesen drei verbleibenden Noch-Drittligisten gesellen sich diejenigen Zweitplazierten der zwölf Oberligen, die ebenfalls eine Meldung gabgegeben haben. Auf welchem Wege auch immer, es kommen so noch sieben Oberligisten, also insgesamt zehn theoretisch mögliche Bewerber für diesen einen Platz infrage. Mit Stand gestern hatten jedoch erst drei der Oberliga-Vertreter ihren Aufstiegswillen bekräftigt. Der Rest hat noch eine Nachfrist bis morgen (Donnerstag) Mittag 12 Uhr.
    Sollte es bei diesen sechs Bewerbern geblieben sein (bzw. bleiben), ist eine Relegation in zwei Dreiergruppen denkbar (einfache Runde mit je einem Heim- und Auswärtsspiel), deren Sieger dann in einem Finale den letzten Platz untereinander ausmachen (also vier Spieltage mit drei Spielen für den später Glücklichen). Erhöht sich die Zahl beispielsweise auf acht, wäre eine Art KO-Runde denkbar (4-2-1 Spiele, ebenfalls drei Begegnungen bis zum Glück). Wegen der Fast-Unmöglichkeit einer Relegation mit Hin- und Rückspielen wurde den Vereinen bereits mitgeteilt, sie mögen sich auf eventuelle Wochentagsspiele (sowieso) und auch "geografische Ansetzungen" (also Spiele je nach Lage in Deutschland, gegebenenfalls auch auf neutralem Boden) einstellen. Auf möglicherweise bereits geplante Fahrten, Turniere oder sonstige Verpflichtungen der betroffenen Vereine "kann dabei keine Rücksicht genommen werden" (O-Ton).
    Sollte sich die Zahl der Bewerber auf neun oder zehn erhöhen, könnte es zeitlich für eine wie auch immer geartete Relegationsrunde nicht mehr reichen. Es wäre dann tatsächlich möglich, dass wegen der zeitlichen Enge jedwede Relegation entfällt, und die 3. Liga in der nächsten Saison mit einer Mannschaft weniger an den Start geht.

    Ich hoffe, das Chaos damit etwas verständlich gemacht zu haben. Was nicht heißen soll, das ich dem ganzen Murks wirklich Verständnis entgegen bringe.

    Wird in der 3. Liga eigentlich nächste Saison der elektronische Spielbericht nun eingeführt? Weiß da jemand was aktuelles?

    Abgelehnt auf dem Treffen der Regional- und Landesverbände. Grund u.a.: zu hohe Kosten. Zitat der entsprechenden DHB-Meldung:
    "Obwohl sich im Vorfeld nur ein einziger Verein dem Spielausschuss gegenüber gegen die Einführung des elektronischen Spielberichtes in der 3. Liga zum Spieljahr 2011-2012 ausgesprochen hat, wurde vom Erweiterten Präsidium des DHB im Rahmen der Sitzung am 26.02.2011 diese Einführung einstimmig (mit ca. 40 Enthaltungen!!!) abgelehnt. Von Seiten der stimmberechtigten Präsidenten der Regional- und Landesverbände wurde die Ablehnung mit der ablehnenden Haltung der betroffenen Vereine ihres Regional- bzw. Landesverbandes aus Kostengründen und der Nichtvorlage von positiven Erklärungen der Vereine begründet."